Meine erste japanische Eibe

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
Michael T.
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Beitrag von Michael T. »

Hi,

wo grad mal wieder Eiben dran sind mach ich auch mal ´nen update.
Nachdem der Baum in 2005 kräftig zugelegt hatte (Fotos sind mir leider zusammen mit meiner letzten Festplatte abgeschmiert :? ) hab ich ihn dann in diesem Frühjahr in eine Schale gesetzt. Bis dahin hatte ich nur die unbelaubten Äste entrindet und z.T. etwas bearbeitet. Der Rest des Stamms hatte noch Saft.
Der einzige kleine Anreiz, den ich dem Baum gegeben hatte, war ein schmaler Einschnitt in die Rinde im oberen Bereich auf der Vorderseite (da wo der Stamm jetzt schon bearbeitet ist) von wo aus er ruckzuck einen breiten Bereich hat eintrocknen lassen.
Letzte Woche hab ich dann gesehen, daß sich wieder einige Teile der Borke ablösen ließen und hab etwas geprockelt. Übrig geblieben sind zwei Saftbahnen. Die Saftbahn die die Krone versorgt ist im oberen Bereich (ungefähr auf die Länge des Einschnitts den ich damals - allerdings in rel. Entfernung zur jetzigen Saftbahn - gemacht hab) nur noch ca. 5mm breit *schwitz*
Dies ist, finde ich, ein schönes Beispiel dafür, daß sich Taxus bacata und Taxus cuspidata in Sachen Sharibildung schon sehr unterscheiden. Die Bacata ist da längst nicht so zimperlich.

Achtet nicht so sehr auf´s Laub und die Aststellung, da hab ich seit dem entdrahten im Sommer 2005 fast nix dran gemacht, außer, daß ich die Nadeln gezupft hab. Wird alles noch viel kompakter und dreidimensionaler.
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Saftbahn im oberen Bereich
Saftbahn im oberen Bereich
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Saftbahn unten
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Nebari
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Rückseite
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Zukünftige Vorderseite
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Viele Grüße aus dem Sauerland,
Michael
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PG Willekes
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Beitrag von PG Willekes »

Halo Micheal

Viel spass.

Patrick.
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smike_the_one
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Beitrag von smike_the_one »

Patrick deine virtual finde ich ünnaturlich aussehen. Mein deutsch ist nicht leider nicht so güt das ich erzählen kann warum.
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Ralla
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Beitrag von Ralla »

Hallo Micha

Sei mir nett bös,aber irgendwie entwickelt der Baum sich nicht.
Als ob es da nicht weiter geht........ :cry:

Was für einen Dünger nimmst Du und wieviel?
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Karl T.
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Beitrag von Karl T. »

Ralla hat geschrieben:Hallo Micha

Sei mir nett bös,aber irgendwie entwickelt der Baum sich nicht.
Als ob es da nicht weiter geht........ :cry:

Was für einen Dünger nimmst Du und wieviel?
Also ich habe mir das auch gedacht als ich mir die aktuellen Bilder der Eibe angesehen habe, schon im Vergleich zu meiner T. cuspidata die in den letzten 2 Jahren einiges an Trieben gemacht hat. :roll:
Herzliche Grüße aus Wien!
Ihr seit gerne eingeladen in meine http://www.bonsaiwerkstatt.at/
Karl Thier
marius
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Beitrag von marius »

hi


mit mehr grün würde der baum wohl wesentlich besser aussehen.

vielleicht ist es für den baum besser, wenn er wieder für ein paar jahre ins freiland kommt, um dort vergessen zu werden. ich bin mir ziehmlich sicher, daß er sich dort nach ein bis zwei jahren ohne irgendwelche eingriffe erholen wird.

expertenfrage: liegt es möglicherweise an der zu dünnen saftbahn? und wie stark sollte sie sein?

besteht die möglichkeit, daß sich die saftbahn wieder verbreitert? wäre ja irgendwie schade um den baum.

aber das soll keine grundsätzliche kritik sein. reines interesse. :D

gruß marius
Michael T.
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Beitrag von Michael T. »

Hi,

@Patrick: Danke für das Virtual, aber die Seite ist zumindest z.Z. mit Sicherheit die Rückseite. Fotos sind halt nur zweidimensional.

@Ralla: Könnte man so sehen, besonders,wenn man es mit der Entwicklung bei einer Bacata vergleicht. Wenn ich es aber mit der Entwicklung anderer Cuspidatas bei uns im AK vergleiche ist die Entwicklung aber eher im Rahmen. Der Baum ist jetzt halt gezupft und dementsprechend spärlich belaubt. Die Äste sind seit 2005 von Zahnstocherstärke auf annähernd Bleistiftstärke angeschwollen, daß find ich schon ganz ok. Ich gebe allerdings zu, daß er in diesem Jahr nicht besonders viel Zuwachs gemacht hat, halte ich aber aufgrund des Umtopfens nicht für anormal.

@Karl: Deine Cuspidata hab ich auf Deiner HP leider nicht gefunden :?
Hast Du den Baum auch im letzten Jahr gestaltet und dies Jahr in eine Schale gesetzt? Wenn ja, dann *respekt* . Wenn nein, dann kann man die Bäume wohl nicht miteinander vergleichen.
Viele Grüße aus dem Sauerland,
Michael
Michael T.
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Beitrag von Michael T. »

PS.
Ralla hat geschrieben:Hallo Micha

Sei mir nett bös,..
Nich, daß das hier falsch rüberkommt, bös bin ich hier keinem, ich bin ja nich aus Zucker :wink:
Ist sicher auch etwas unglücklich, daß ich keine Bilder aus Herbst 2005 und von vor dem Zupfen der Nadeln in diesem Jahr hab, da entsteht leicht ein falscher Eindruck.

@Marius: Das hört sich vielleicht komisch an, aber der Baum hat jetzt so wenig Laub, damit er nächstes Jahr (an den richtigen Stellen) mehr Laubmasse bekommt. Was die Saftbahn angeht, die wird (hoffentlich) wieder stärker. Da bin ich aber ganz zuversichtlich, weil sich an den Rändern schon ein ordentlicher Callus gebildet hat, der deutlich das Tote vom Lebenden getrennt hat.
Viele Grüße aus dem Sauerland,
Michael
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Also ich bin ja froh, dass Michael diese cuspidata hat und jetzt dasselbe erzählt, was ich ich sonst erzähle.
Michael hat seine Eibe im Frühjahr mit einem ordentlichen Wurzelrückschnitt umgetopft. Ich wußte da bereits, dass der Zuwachs dieses Jahr spärlich bleiben wird. Jetzt hat er die Nadeln gezupft und nun wartet das nächste Jahr ab. Im Herbst 2007 wird der Baum wesentlich dichter erscheinen. Cuspidata sollte man immer gut vier Jahre im Substrat lassen. Denn erst wenn der Baum bombenfest im Topf steht, entwickelt er sich überdurchschnittlich.
Das sich die Saftbahnen ändern und immer einen eigenen Weg gehen, dass hat dieses Jahr auch mein Sohn Kevin erlebt. Da hat sich auch eine sorgfältig angelegte Saftbahn verabschiedet. Er hat das Problem aber super gelöst.
Reiner
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Karl T.
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Beitrag von Karl T. »

Michael, dass war ja kein Vorwurf sonder nur eine Feststellung anhand der Bilder. *schwitz* *z*
Meine kannst du noch nicht sehen, da sie noch im Container steht und ich sie noch nicht hergezeigt habe. *floet* Ich habe die Taxus vor zwei Jahren bekommen und in ein besseres Substrat umgesetzt, seither hat sie eine Menge an Trieben gemacht. Ich habe mir vorgenommen im nächsten Jahr meine Eiben zu gestalten und werde sicher darüber berichten. Aber es macht mir jetzt schon ein wenig Sorgen wenn ich höre dass die cuspidata nach einem Wurzelschnitt zu Zicken beginnt. :? Ich werde mich da bei euch noch genauer erkundigen, wenn es so weit ist. :?:
Herzliche Grüße aus Wien!
Ihr seit gerne eingeladen in meine http://www.bonsaiwerkstatt.at/
Karl Thier
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Beitrag von Urikawa »

Wenn ich die berichte hier so lese bekomme ich den eindruck: fingern weg von Taxus Cuspidata. Weiso wird der eindruck geweckt.
Auch hier darf der Baum nicht den weg gehen den er gerne moechte. Der eigentummer schwingt ihm einen weg zu gehen den er nicht gehen kann. Hatt das etwas mit der Taxus Cusp. zu tun. Ich finde nicht.
Hatte der bestitzer dieses Baumes den Baum nicht so ingekurzt wie auf den ersten bildern zu sehen ist und dafur gesorgt das grun vorhanden war in oberen bereich (nur ganz wenig) wurden diese problemen die der Baum jetzt kennt wezentlich geringer gewesen sein.
Sehe ich mir die letzten bilder an dan lauft mir der schauer uber den rucken. Da steht einen Baum vor mir der auf seine letzten reserven arbeiten und nur noch um hilfe ruft.
Der Eigentummer schreibt dann auch noch das er den Baum die nadeln genommen hatt um knospenbildung zu fordern. Wo soll der Baum dieser kraft her holen?
Sehe ich mir das letzte bild an dann sehe ich eine saftbahn von nur inen halben centimeter. Callusbildung ist hier nicht vorhanden.
Bitte beobachte mall auf das letzte bild den verlauf des saftbahnes. Rechts ist eine wurzeln zu sehen die fast keine Rinde mehr hatt. Der geht uber in eine dickere wurzeln die zu kampfen hatt um seine saftbahn zu behalten. Bitte versteh mich nicht falsch aber dieser wird sich auch im laufe der seit zuruckseihen. Was bleibt ist nur die wurzel auf der linken seite.
Ich denke an den satz der Flu mir einige seit zuruck geantwortet hatt in den Topic "Eibe von Heinz". Es tut mir leit Flu aber hier hasst du den beweiss.

Trotzdem respectiere ich den Eigentummer sehr weil uns zeigen will wie es um diesen Baum steht.

Kannst du fielleicht sagen wie Du den Baum gedungst hast?
Und wie weit bist du forgegangen beim schnitt der wurzeln als du den Baum zum letzten male umgetopft hast.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.
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Ralla
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Beitrag von Ralla »

Gib mir doch mal einer ne Cuspidata in meine Finger!

Habt Ihr noch Rohmaterial zum abgeben in Dortmund?
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Rene'
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Beitrag von Rene' »

Kann mir jemand sagen woran man erkennt ob man eine baccata oder eine Cuspidata vor sich hat ? Ein Händler hat neulich eine schöne Eibe als Cuspidata angeboten , sie sah allerdings genauso aus wie einige von meinen Eiben im Garten ! Vieleicht kann mir ja jemand weiter helfen .

Danke
Rene'
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sulrich
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Beitrag von sulrich »

Rene' hat geschrieben:Kann mir jemand sagen woran man erkennt ob man eine baccata oder eine Cuspidata vor sich hat ?
Dazu gab's hier schon mal einen Thread mit guten Fotos von Reiner:
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic.php?p=44902
Viele Grüße,
Stefan

Whenever there is any doubt, there is no doubt. - Sam in 'Ronin'
Michael T.
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Beitrag von Michael T. »

Na, wir wollen mal sehen, was das nächste Jahr bringt. Mir persönlich macht der Baum keinen so schlechten Eindruck, er hat sich (bis auf die schon angesprochene sehr schmale Saftbahn im oberen Bereich) eigentlich so entwickelt, wie ich es erwartet habe.
Wer meint, daß die starke Tendenz zur Sharibildung nicht normal ist, dem empfehle ich, wenn zur Hand, doch mal de einen oder anderen Kokufuband durchblättern. Ich hab das eben nochmal getan (70-75) und habe nicht eine Cuspidata gefunden, die nicht erhebliche Sharianteile hat. Beim schnellen Durchblättern verwechselt man sie leicht mit Wacholdern, da sie, genau wie diese, häufig nur eine schmale gewundene Saftbahn haben, die aus einer einzigen Wurzel entspringt.

@Ralla: Einen oder zwei gibt´s da wohl noch. Die werden aber den AK wohl nicht verlassen :wink:

PS. Der Baum wurde regelmäßig und nicht zu knapp mit Biogold gedüngt. Nährstoffmangel zeigen Cuspidatas überigens recht schnell durch heller werdende Nadeln an. Wenig Zuwachs ist, wie Reiner schon geschrieben hat, nach dem Umtopfen halt normal.
Viele Grüße aus dem Sauerland,
Michael
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