Alex, es gibt kein "Bestes". Auch wenn es Walter seit einiger Zeit öfter betont (siehe aktuelle Diskussion über Substrat+Gießen+Düngen), aber Joseph Somm hat das bereits 1995 schon ausführlich in seinem Buch beschrieben : Es ist die Interaktion von 5 Parametern - 1.Standort, 2.Gießen, 3.Substrat, 4.Düngen und 5.Gesundheitliche Zustand des Baumes - die sich zugunsten oder schädigend auf die Pflanze auswirken.Zerbi hat geschrieben:mich würde mal interessieren was ihr so für dünger für eure pflanzen verwendet. (...) was bevorzugt ihr, bzw. was denkt ihr das am besten ist?
Um dennoch deine Frage zu beantworten (da es dir, anscheinend, darum geht, nach versch. Erfahrungen zu fragen) : Ich dünge relativ viel, aber von weitem nicht soviel wie Walter ! (60 mal mehr als der Durchschnitt...)
Im Detail :
- Alle Bäume bekommen bei mir hauptsächlich organischer Dünger auf Basis von Melasse : Bisher hatte ich sehr gute Ergebnisse mit einem organischen Flüssigdünger auf Basis von Zuckerrübenmelasse der Firma Naturendie. Den muss ich mir aber von drüben (in Frankreich) regelmäßig her kommen lassen... Deshalb teste ich dieses Jahr ähnliche Dünger (BioTrissol von Neudorf und Biodünger von Wuxal) um eine Alternative zu finden, denn die Versandkosten sind schon ziemlich hoch...
- Frisch umgetopfte Bäume bekommen entweder eine Handvoll Hornspäne (als sozusagen "Startdünger") direkt mit ins Substrat oder diese kleinen Düngerpellets (Biogold Classic) oder, wenn ich weder den einen noch den anderen gerade habe, verbröselte Biogoldkugeln. Und nicht zu vergessen : im Giesswasser aufgelöste Vit. B1 Puder.
- Ein bis zweimal im Jahr bekommen alle Bäume eine "Brühe" : entweder Brennessel-Jauche oder Schachtelhalm-Brühe (je nachdem was ich gerade vorrätig habe).
- Bäume dessen Wachstum ich "kontrollieren" möchte, und nicht wie wild wachsen sollten, bekommen bei mir übers ganze Jahr nur Biogold kugeln (wie Ulf, schwöre ich auch auf die "importierte japanische Scheiße"). Plus, je nach Bedarf, GK365 oder irgend ein anderer "Blattdünger" (kann auch, bei mir, ganz normaler flüssigdünger sein, den ich etwas schwacher verdünnt, als "Blattdünger" benutze).
- Jungpflanzen (die in diverse Containern stehen, ob mit 100% anorganischem Substrat oder bis >50% organisch, egal, da die sehr kräftig wachsen sollen) bekommen bei mir die "volle Dosis" : den oben genannten organischen Flüssigdünger von Naturendie, Hornspäne, plus regelmäßig Tierdung/Tierscheisse (bis sehr weit in den Herbst! die restlichen Klumpen nehme ich erst sehr spät weg : erst dann wenn der Baum in der Winterpause ist), und zusätzlich noch ab und zu mineralischen Billig-Dünger - je nachdem, was ich gerade im Angebot finde, ob Tomatendünger oder irgendwas anderes, solange die genauen Angaben auf der Flasche stehen.
Dieses Jahr wird zusätzlich eine Dosis Guano benutzt und ein anderer Tierdung (den ich vor kurzem in der Nähe gefunden habe). Und ich werde auch Biogold in flüssiger Form (in Wasser aufgelöst und fermentiert) probieren.
Allgemein schwöre ich auf 1. Biogold, 2. "Tierscheisse" (ob Rinderdung oder kompostierter Pferdemist - hat sich bisher alles bewert. Die Bäume scheinen die Scheiße zu lieben) und 3. auf organische Dünger auf Basis von Melasse.
Mfg,
Thierry

