Noch ´ne Platte

Schalenvorschläge, eigene Töpferversuche, Vorstellung und Besprechung eurer Schalen und Gefäße. Keine gewerblich getöpferten Schalen einstellen.
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zopf
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Re: Noch ´ne Platte

Beitrag von zopf »

Hallo
Heute hab ich dann die Unterseite zementiert.
Schön nach dem Buch von Backstein
erst anfeuchten, dann Zementschlämme, dann Mörtel drauf.
Das Ergebnis war eine nette Seenplatte mit schön zerlaufendem Mörtel.
2 Zewarollen später war dann der grösste Teil der Seenplatte
aufgesaugt und ich hab mich mal der Pigmantierung gewidmet.
Mal schaun was die eingearbeiteten Pigmente im Trockenzustand
für Farben erzeugen.
Da der Tisch morgen für andere Arbitenn benötigt wird
habe ich die Platte (auf Unterlage) in ein anderes Zimmer gebracht.
Das Gewicht der Platte hat dann das Aus für diesen Versuch bedeutet.
Ich habe an verschiedenen Stellen die Schichtdicke gemessen und lag bei Werten
von 4-6mm so gering über der Monierung das ein weiterer Auftrag nötig gewesen wäre.
An einigen Stellen war die Monierung sogar sichtbar.
Nach der Trocknung mach ich noch Belsatungstest und dann gehts ab in die Tonne.
mfG Dieter

ps Das Aus betrifft aber nur eine komplette Betonplatte.
Mit einem Materialmix geht es dann weiter.
grüsse an die bewohner von melmac
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edo B
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Re: Noch ´ne Platte

Beitrag von edo B »

Hallo Zopf,

schau mal hier meine "Waldschale für Grobmotoriker":
http://www.bonsai-club-deutschland.de/c ... ic,5854.0/

Meine Schale steht jetzt im 3. Winter draußen - gerissen ist nichts - und geschadet hat der Beton den
Lärchen auch nicht.

Gruß aus Essen,
Gerhard
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zopf
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Re: Noch ´ne Platte

Beitrag von zopf »

Hallo Gerhard
Hier sind die ungefähren Größenverhältnisse
Gelb - Deine Schale ca 70cm*40cm Gewicht (ca 10 Kg)
Rot - Betonplatte ca 110cm*60cm Gewicht (ca 28 Kg)
Schwarz - Gfk-Platte mit Alukonstruktion Gewicht (ca 20 Kg)
Meine Gedanken sind recht praxisorientiert da ich ein paar Wälder habe
und daher regelmässig mit den damit verbundenen Problemen konfrontiert werde.
Eine Platte die länger als 80cm kann nicht mehr quer
durch eine Tür getragen werden.
Beim Längstragen wirken recht große Kräfte auf die Muskulatur
(Hebelwirkung), was widerum ein recht unkontrolliertes Tragen
und damit verbunden ein Anecken hervorruft.

Die Anforderungen die ich an eine Platte/Schale stelle
Frostfest
Leichtgewicht
Pflanzenverträglich
Oberfläche strukturierbar und durchgefärbt
Transportabel
mfG Dieter
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Groessenverhaeltnisse.jpg
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grüsse an die bewohner von melmac
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edo B
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Re: Noch ´ne Platte

Beitrag von edo B »

Ich stimme Dir zu - deshalb ist meine Schale auch nur eine "Trainingsschale", bis der Wald sich an die beengten Verhältnisse gewöhnt hat. Und in 2-3 Jahren kommt dann der Umzug in die (vorläufig) "endgültige" Schalenversion.

Bis dahin denke ich, kann ich hier im Forum noch ordentlich "Selbstbedienung in fremder Erfahrung" (Zitat Marketing-Prof.) sammeln. So sind die Schalen-Kreationen von Erik Križovenský schon Granaten und als Vorbild mehr als empfehlenswert.
Die nächsten Jahre werden's zeigen. Solch große Schalen passen kaum in einen (bezahlbaren) Keramikofen, geschweige denn kommen sie selbst bei Experten ohne Risse selten wieder heraus, oder?
Andererseit höre ich von Meister Ando sagen, dass die Schale (möglichst) nur so groß sein soll, dass man sie mit einer Hand tragen kann, um mit der anderen Hand noch eine Türe öffnen können. Diese Jumboschalen sehe ich mehr als eine Lösung für einen Dauerstandort.

Gruß aus dem wie üblich verschneiten Essen,
Gerhard
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zopf
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Re: Noch ´ne Platte

Beitrag von zopf »

Hallo Gerhard
Die "übliche" japanische Lehre geht davon aus
das man sich einen Meister sucht
und anhand des Nachahmens die Fähigkeiten und Fertigkeiten erlernt.
Das beihaltet auch Anschauung und Philosophie.
Da ich Ando aber nicht freiwillig gewählt habe,
sondern er mir vor die Nase gesetzt wurde
Ist Ando nicht mein Meister, da nicht frei gewählt.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Anastassia
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Re: Noch ´ne Platte

Beitrag von Anastassia »

Hallo Dieter,

habe ich es richtig verstanden? Du wilst ein Verbund aus Epoxid und Betonmörtel herstellen? Aber warum? was wäre der Vorteil gegenüber einfach nur epoxidgebundener Platte? Fürchte so ein Verbund wird im Outdorbereich nicht über Jahre stabil bleiben :(

LG Anastassia
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zopf
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Re: Noch ´ne Platte

Beitrag von zopf »

Hallo Anastassia
Grosse Schalen mache ich aus Hart-PVC-Integralschaumplatten,
die absolut frost-, verwitterungs- und bruchfest sind.
Für ungerelmässige Formen wie "Steinoberflächen" sind Sie nicht geeignet
und da Sie lackiert sind, ist die Oberfläche nur bedingt stossfest.
Platten mit unregelmässiger Oberfläche sind aus EP und Polystyrolschaum
Hier ist die Oberfläche besser modellierbar aber durch
die Laminierung sind recht starke Einschnitte z.B. nicht möglich.
Auch hier ist man wieder recht stark eingeschränkt.
Daher der Versuch mit Beton, von der Modellierbarkeit gut,
von der Verarbeitung gut, Pigmentierung gut,
aber das Gewicht.
Wenn ich mich halbwegs an die Verarbeitungsvorschriften halte
um auch einen langfristigen Erhalt der Monierung zu erreichen
komme ich nicht unter ein Gewicht von 35Kg bis 40Kg
bei einer Standardgrösse von 100cm*60cm.
Daher wird der nächste Versuch mit einem Materialmix erfolgen,
die verschiedenen Möglichkeiten spiele ich im Kopf durch
bin aber noch zu keinem Entschluss gekommen.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Anastassia
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Re: Noch ´ne Platte

Beitrag von Anastassia »

Ich habe noch nie so etwas großes versucht, aber ich glaube, ich würde mit einem alüarmierten Abgus arbeiten. Komplet aus Epoxid, ohne Gewebe von der Sichtseite. Oberflächenbearbeitung blebt dann trotzdem ein großes Tema. Im Polen habe ich mal Restauratorenkollegen gesehen, die Aralditergänzungen für Holzschnizereihen nachträglich in Form gefräst haben, mit Dremmel! Wäre für das Nacharbeiten starker Hinterschneidungen vielleicht eine Möglichkeit, aber in Deutschland sind Epoxidergänzungen in meinem Fachbereich, also Holz, stark verpönt, daher habe ich diese Möglichket nur theoretisch abgespeichert:) und bislang nie ausprobiert. Ich arbeite sonst eher ausnahmsweise mit dem Zeug aber vielleicht ist die idee nicht ganz abwegig:)
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zopf
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Re: Noch ´ne Platte

Beitrag von zopf »

Hallo
Der Belastungstest des ersten Versuchs ergab bei punktueller Belastung mit 30Kg
keine Anzeichen von Rissbildung, allerdings nur in der Belastungsrichtung.
Der Test umgekehrt (Belastung auf der Unterseite) führte zu einem Riss
quer durch die Platte, allerdings nur auf der inneren Seite, eher ein Spannungsriss
der die Stabilität nicht weiter beinträchtigen würde und leicht zu reparieren wäre.
Beim zweiten Versuch habe ich daher die Unterkonstruktion etwas stärker gewählt.
Ausserdem habe ich eine Verstärkung im Randbereich der Schale (3mm Schweissdraht)
mit angberacht um die Bruchfestigkeit hier zu erhöhen.
Hasendraht drauf und der Jahreszeit entsprechend die Schablone aus Weihnachtspapier.
Beidseitig laminiert und besandet ergab sich ein Gewicht von 3Kg,
damit würden 7Kg Mörtel für den Randbereich zur Verfügung stehen
um zumindest unetr 10Kg zu bleiben.
Da ich aber mit der Laminierung der Unterseite nicht zufrieden bin,
geht auch dieser Versuch in die Tonne.
In der Zwischenzeit ist die neue BA gekommen und beim Überlegen
wie ich "Kurama" ähnliche Steine herstellen könnte sind mir neue Ideen gekommen.
mfG Dieter
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grüsse an die bewohner von melmac
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