Substratbestandteile und deren Eigenschaften
Substratbestandteile und deren Eigenschaften
Hallo,
ich habe mir mal einen kleinen Überblick zusammengeschrieben über Substratbestandteile und deren Eigenschaften. So ein paar Sachen hab ich mir jetzt schon aus dem Internet und den Weiten des Forums zusammengesucht aber habe eben noch nicht alles gefunden was ich wissen möchte. Und nur um mal den pH-Wert von irgendwas zu bestimmen gleich einen 50l Sack zu kaufen ist auch nicht so sinnvoll. Habe auch einfach mal alle Bestandteile zusammengesucht die ich bei den verschiedenen Leuten in deren Substratmischungen gefunden habe.
Wer Reiners Erdkundeunterricht und Erdmischung aus dem Baumarkt kennt, dem kommt die Aufteilung bekannt vor, da ich seine Beschreibung sehr einleuchtend finde.
Ich hänge erst mal die Tabelle als Bild an, weiß nicht ob man die Tabelle auch irgendwie als xls anhängen kann.
es wäre ganz schön wenn der ein oder andere der etwas zu dem jeweiligen Bestandteil weiß mir das sagen könnte, damit ich dann meine kleine Liste voll bekomme.
Wer noch andere Bestandteile verwendet oder was hinzufügen will soll es sagen und ich füge dann hinzu.
Ich bedanke mich schon mal im Voraus.
Änderung: Bild geändert
Gruß
Carsten
ich habe mir mal einen kleinen Überblick zusammengeschrieben über Substratbestandteile und deren Eigenschaften. So ein paar Sachen hab ich mir jetzt schon aus dem Internet und den Weiten des Forums zusammengesucht aber habe eben noch nicht alles gefunden was ich wissen möchte. Und nur um mal den pH-Wert von irgendwas zu bestimmen gleich einen 50l Sack zu kaufen ist auch nicht so sinnvoll. Habe auch einfach mal alle Bestandteile zusammengesucht die ich bei den verschiedenen Leuten in deren Substratmischungen gefunden habe.
Wer Reiners Erdkundeunterricht und Erdmischung aus dem Baumarkt kennt, dem kommt die Aufteilung bekannt vor, da ich seine Beschreibung sehr einleuchtend finde.
Ich hänge erst mal die Tabelle als Bild an, weiß nicht ob man die Tabelle auch irgendwie als xls anhängen kann.
es wäre ganz schön wenn der ein oder andere der etwas zu dem jeweiligen Bestandteil weiß mir das sagen könnte, damit ich dann meine kleine Liste voll bekomme.
Wer noch andere Bestandteile verwendet oder was hinzufügen will soll es sagen und ich füge dann hinzu.
Ich bedanke mich schon mal im Voraus.
Änderung: Bild geändert
Gruß
Carsten
Zuletzt geändert von Zinita am 25.02.2012, 01:41, insgesamt 1-mal geändert.
- Andreas R.
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Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
So eine Tabelle ist eine gute Idee. Da wird das übersichtlicher und man durchblickt den Sinn der einzelnen Bestandteile. Man findet hier ja so viele verschiedene "Rezepte".
Ich habe noch ein paar Anmerkungen/Vorschläge:
- Torf speichert Wasser auf jeden Fall besser als Blähton(-bruch) und die anderen mineralischen Substrate. Deshalb mischt man ihn ja dazu, als Wasserspeicher.
- Die meisten mineralischen Substrate (Blähton(-bruch), Perlit, Lava etc.) haben keinen Einfluss auf den pH-Wert weil sie quasi aus sehr fein verteiltem Glas bestehen.
- härteres Leitungswasser wird einen höheren pH-Wert haben als weicheres. Das hängt zwar noch davon ab was sonst noch so im Wasser ist und vor allem wieviel CO2 darin als Kohlensäure gelöst ist, aber der Kalk im Wasser ist auf jeden Fall alkalisch
- Mit Blähton oder Blähtonbruch ist meistens Maxit oder Fibotherm gemeint (Handelsbezeichnungen), das ist Blähton mit einem gewissen Anteil an gebrochenen Kugeln. Auch Seramis ist eigentlich Blähton.
- Manche Substrate (z.B. Akadama, Blähton, Zeolith) können als Kationenaustauscher wirken und so auch Düngerbestandteile speichern und bei Bedarf wieder freisetzen.
- Man sollte vielleicht noch folgende Eigenschaften berücksichtigen: Wie kostengünstig? Wie formstabil ist es auf lange Sicht (bei solchen, die die Bodenstruktur verbessern sollen)? Wie gut für die Bodenstruktur ist es?
Ich habe noch ein paar Anmerkungen/Vorschläge:
- Torf speichert Wasser auf jeden Fall besser als Blähton(-bruch) und die anderen mineralischen Substrate. Deshalb mischt man ihn ja dazu, als Wasserspeicher.
- Die meisten mineralischen Substrate (Blähton(-bruch), Perlit, Lava etc.) haben keinen Einfluss auf den pH-Wert weil sie quasi aus sehr fein verteiltem Glas bestehen.
- härteres Leitungswasser wird einen höheren pH-Wert haben als weicheres. Das hängt zwar noch davon ab was sonst noch so im Wasser ist und vor allem wieviel CO2 darin als Kohlensäure gelöst ist, aber der Kalk im Wasser ist auf jeden Fall alkalisch
- Mit Blähton oder Blähtonbruch ist meistens Maxit oder Fibotherm gemeint (Handelsbezeichnungen), das ist Blähton mit einem gewissen Anteil an gebrochenen Kugeln. Auch Seramis ist eigentlich Blähton.
- Manche Substrate (z.B. Akadama, Blähton, Zeolith) können als Kationenaustauscher wirken und so auch Düngerbestandteile speichern und bei Bedarf wieder freisetzen.
- Man sollte vielleicht noch folgende Eigenschaften berücksichtigen: Wie kostengünstig? Wie formstabil ist es auf lange Sicht (bei solchen, die die Bodenstruktur verbessern sollen)? Wie gut für die Bodenstruktur ist es?
Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
Danke schön für die Antwort und die Anregungen Andreas.
- das die Mineralischen Substrate keinen Einfluss haben dachte ich mir schon war aber nicht sicher.
- Ich habe einfach mal 2 Wasser pH Werte genommen aus meinem Versorgungsbereich (zwei unterschiedliche Brunnen oder so) und die Werte stimmen, das Wasser aus dem Nachbarort schmeckt auch ganz anders und von einem Freund mit Aquarium weiß ich dass die pH Werte etwa passen. Sollte nur Zeigen das man nicht sagen kann "hartes Wasser=hoher pH-Wert". Ist dann die eher alkalische Tendenz des Kalks wichtig oder der wirkliche pH-Wert ...
- Blähton und Blähtonbruch werden ja Hergestellt indem man Ton und organisches Material mischt und dann brennt, organisches Material vergast und bläht den Ton auf.
-Seramis (dachte ich) ist gebrannter Ton ohne organisches Material also irgendwie "gebranntes Akadama"
-Maxti Trockenschüttung dachte ich an so gebrochenen Porenbeton also gebrannter Kalk oder eben dieses Zeolith was du erwähnt hast.
-Perllit ist poröses Glas (Quarzgestein)
-zum Kationenaustausch ist das etwas was da ist oder eben nicht oder ist das stärker und schwächer?
- Wie schätzt man die Bodenstruktur ab, das sagt ja nur ob es durchlässig ist, gut Wasser aufnimmt und lange Wasser speichert
- Hinzufügen werde ich schon mal die Kosten und die Formstabilität
Änderung: hält nicht zum Beispiel Seramis auch verdammt viel Wasser? Muss das mal testen...
- das die Mineralischen Substrate keinen Einfluss haben dachte ich mir schon war aber nicht sicher.
- Ich habe einfach mal 2 Wasser pH Werte genommen aus meinem Versorgungsbereich (zwei unterschiedliche Brunnen oder so) und die Werte stimmen, das Wasser aus dem Nachbarort schmeckt auch ganz anders und von einem Freund mit Aquarium weiß ich dass die pH Werte etwa passen. Sollte nur Zeigen das man nicht sagen kann "hartes Wasser=hoher pH-Wert". Ist dann die eher alkalische Tendenz des Kalks wichtig oder der wirkliche pH-Wert ...
- Blähton und Blähtonbruch werden ja Hergestellt indem man Ton und organisches Material mischt und dann brennt, organisches Material vergast und bläht den Ton auf.
-Seramis (dachte ich) ist gebrannter Ton ohne organisches Material also irgendwie "gebranntes Akadama"
-Maxti Trockenschüttung dachte ich an so gebrochenen Porenbeton also gebrannter Kalk oder eben dieses Zeolith was du erwähnt hast.
-Perllit ist poröses Glas (Quarzgestein)
-zum Kationenaustausch ist das etwas was da ist oder eben nicht oder ist das stärker und schwächer?
- Wie schätzt man die Bodenstruktur ab, das sagt ja nur ob es durchlässig ist, gut Wasser aufnimmt und lange Wasser speichert
- Hinzufügen werde ich schon mal die Kosten und die Formstabilität
Änderung: hält nicht zum Beispiel Seramis auch verdammt viel Wasser? Muss das mal testen...
Zuletzt geändert von Zinita am 24.02.2012, 22:44, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
Maxit /Fibotherm ist auch nix anderes als Blähton mit ca. 50% Bruchanteil (lt. telefonischer Auskunft der jeweiligen Hersteller)
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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- Andreas R.
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Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
- saurer pH-Wert im Wasser kann verschiedenste Ursachen haben, wird aber bei Leitungswasser (also Trinkwasser) vor allem an der gelösten Kohlensäure liegen. Der Kohlensäuregehalt kann stark schwanken. Direkt an der Quelle ist er am höchsten. In kalkhaltigem Wasser kann sich mehr Kohlensäure lösen. Wenn man damit gießt, dann wird die Kohlensäure im Substrat schnell und gut gepuffert bzw. gast aus. Anders wäre es, wenn der saure pH-Wert z.B. durch Schwefeloxide zustande käme. Das ist in Gebieten mit vulkanischer Aktivität möglich, aber nicht in unserem Trinkwasser. Der gemessene pH-Wert wird also durch die Kohlensäure verfälscht, deshalb müsste man das Wasser vor der Messung im Vakuum entgasen (abkochen und zugedeckt abkühlen lassen geht zur Not auch) um vernünftige Werte zu bekommen. Man kann aber davon ausgehen, dass Leitungswasser immer sowohl vom pH-Wert als auch von den Inhaltsstoffen für Pflanzen geeignet ist, schließlich ist es ja als Lebensmittel für Menschen geeignet.
Kalk schadet auch nicht. Es ist nämlich so, dass der Kalk ab einer gewissen Konzentration nicht mehr im Wasser löslich ist und dann als weißer Feststoff ausfällt (das sieht man an den weißen Rändern auf der Schale). Nur einige wenige Pflanzen (z.B. Azaleen) sind bei Kalk empfindlich.
Wie Seramis genau hergestellt wird ist wohl Betriebsgeheimnis (ich hätte da eine Idee, aber das ist rein spekulativ).
Maxit und Fibotherm (beides Handelsbezeichnungen für Trockenschüttungen) sind auch Blähton (gebrannter Kalk heißt Mörtel).
Alle genannten Arten von Blähton, Perlit, Zeolith, Lavasplitt und sogar Akadama (das ist ja auch nur getrocknete Lehmerde) bestehen aus Silikaten, nur in unterschiedlichen Anordnungen und mit Verunreinigungen, also quasi Glas.
Der beste Kationenaustauscher ist Zeolith, das wird dafür gemacht. Ich z.B. verwende aber in der Substratmischung bis zu 80% Fibotherm, das wird dann wohl eine ähnliche (oder sogar höhere) Kapazität ergeben wie wenn man zu Blumenerde ein paar Körnchen Zeolith hinzufügt.

Kalk schadet auch nicht. Es ist nämlich so, dass der Kalk ab einer gewissen Konzentration nicht mehr im Wasser löslich ist und dann als weißer Feststoff ausfällt (das sieht man an den weißen Rändern auf der Schale). Nur einige wenige Pflanzen (z.B. Azaleen) sind bei Kalk empfindlich.
Genau so ist es. Das organische Material (Kohlestaub) verbrennt komplett zu CO2, ist also im fertigen Blähton nicht mehr vorhanden.Zinita hat geschrieben:- Blähton und Blähtonbruch werden ja Hergestellt indem man Ton und organisches Material mischt und dann brennt, organisches Material vergast und bläht den Ton auf.
Wie Seramis genau hergestellt wird ist wohl Betriebsgeheimnis (ich hätte da eine Idee, aber das ist rein spekulativ).
Maxit und Fibotherm (beides Handelsbezeichnungen für Trockenschüttungen) sind auch Blähton (gebrannter Kalk heißt Mörtel).
Alle genannten Arten von Blähton, Perlit, Zeolith, Lavasplitt und sogar Akadama (das ist ja auch nur getrocknete Lehmerde) bestehen aus Silikaten, nur in unterschiedlichen Anordnungen und mit Verunreinigungen, also quasi Glas.
Kann stärker oder schwächer sein. Das heißt Kationenaustauschkapazität. Manche der genannten Substrate können mehr Kationen binden, andere weniger. Dann kommt es noch darauf an, ob die Austauschfläche überhaupt zugänglich ist. Das ist in lockerem Substrat besser möglich als in dichtem.Zinita hat geschrieben:-zum Kationenaustausch ist das etwas was da ist oder eben nicht oder ist das stärker und schwächer?
Der beste Kationenaustauscher ist Zeolith, das wird dafür gemacht. Ich z.B. verwende aber in der Substratmischung bis zu 80% Fibotherm, das wird dann wohl eine ähnliche (oder sogar höhere) Kapazität ergeben wie wenn man zu Blumenerde ein paar Körnchen Zeolith hinzufügt.
Stell dir vor du hast eine hohe Säule, in die schüttest du das Substrat, und zwar mit Wasser gesättigt (also so, dass es kein Wasser mehr aufnimmt). Dann schüttest du oben Wasser drauf und wartest bis es unten rausgelaufen ist. In der Zwischenzeit ist dieses Wasser Staunässe. Das wird bei Kies sehr schnell gehen, bei Lehmerde (von einem Acker) dagegen mehrere Wochen dauern.Zinita hat geschrieben:- Wie schätzt man die Bodenstruktur ab, das sagt ja nur ob es durchlässig ist, gut Wasser aufnimmt und lange Wasser speichert
Bestimmt nicht so viel wie Torf oder Spaghnum-Moos. Es gibt im Prinzip zwei Arten von Substratbestandteilen: 1. Solche die für ein lockeres Substrat sorgen, Wasser schnell ablaufen lassen und auch begrenzt speichern und 2. solche, die überwiegend als Wasserspeicher dienen, damit man nicht so oft gießen muss. Ab einem gewissen Anteil von 2. muss man immer vorsichtiger und gefühlvoller gießen.Zinita hat geschrieben:hält nicht zum Beispiel Seramis auch verdammt viel Wasser? Muss das mal testen...
Jürgen, ich kann immer noch nicht ganz glauben, dass der Anteil an gebrochenem Material so hoch ist. Ich bin mit dem Sortieren und auswiegen von dem Sack aber noch nicht ganz fertig...camaju hat geschrieben:Maxit /Fibotherm ist auch nix anderes als Blähton mit ca. 50% Bruchanteil (lt. telefonischer Auskunft der jeweiligen Hersteller)
Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
OT ein
Andreas, die geben ja bestimmte Werte für Dämmung, Dämpfung und was weiß ich noch an. Um diese Werte zu erhalten muss die Mischnung schon stimmen. Mit Mischnungen, wie z.B. 80:20 oder 30:70 wären diese Werte, die wahrscheinlich auch unabhängig überwacht werden, Werte warhscheinlich nicht einzuhalten bzw. zu erereichen.
Wenn es dir tatächlich Spaß macht, einen Sack Maxit auszuzählen, wird dich vermutlich niemand davon abhalten, ich steck meine Freizeit lieber in meine Bäume
OT aus
Andreas, die geben ja bestimmte Werte für Dämmung, Dämpfung und was weiß ich noch an. Um diese Werte zu erhalten muss die Mischnung schon stimmen. Mit Mischnungen, wie z.B. 80:20 oder 30:70 wären diese Werte, die wahrscheinlich auch unabhängig überwacht werden, Werte warhscheinlich nicht einzuhalten bzw. zu erereichen.
Wenn es dir tatächlich Spaß macht, einen Sack Maxit auszuzählen, wird dich vermutlich niemand davon abhalten, ich steck meine Freizeit lieber in meine Bäume
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Gruß Jürgen 
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- Andreas R.
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Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
Natürlich zähl ich den Sack nicht aus, das wäre bei 50L ja eine wahre Lebensaufgabe.
Ich mein halt nur das es mir augenscheinlich so vorkommt, dass nicht die Hälfte davon gebrochen ist, erst recht wenn man den Staub aussiebt. Der Firma wird das wahrscheinlich nicht so wichtig sein, Hauptsache die Eigenschaften passen (und die sind es ja die überprüft werden). Und das gilt ja bei der Verwendung als Substrat auch: es ist gut für die Bäume, da ist es doch egal wie viel genau davon gebrochen ist und wieviel nicht. Es passt auf jeden Fall.
Ich mein halt nur das es mir augenscheinlich so vorkommt, dass nicht die Hälfte davon gebrochen ist, erst recht wenn man den Staub aussiebt. Der Firma wird das wahrscheinlich nicht so wichtig sein, Hauptsache die Eigenschaften passen (und die sind es ja die überprüft werden). Und das gilt ja bei der Verwendung als Substrat auch: es ist gut für die Bäume, da ist es doch egal wie viel genau davon gebrochen ist und wieviel nicht. Es passt auf jeden Fall.
Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
Genau das mein ich doch. Da will ich doch hinAndreas R. hat geschrieben:Es passt auf jeden Fall.
Gruß Jürgen 
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Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
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Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
Moin
Die Säure bildenden Prozesse an den Wurzelspitzen sind ja in der Lage anorganische Substanzen zu lösen und so Mineralien für den Haushalt zu gewinnen.
Für mich wäre interessant zu wissen, ob bei diesem Prozess abhängig vom verwendeten Substratanteil (Lava, Maxit, Zeolith ...) bestimmte Mineralien beonders leicht heraussgelöst werden können. Nur dann würde es m.M.n. Sinn machen unterschiedliche anorganische Bestandteile zu verwenden.
Die Säure bildenden Prozesse an den Wurzelspitzen sind ja in der Lage anorganische Substanzen zu lösen und so Mineralien für den Haushalt zu gewinnen.
Für mich wäre interessant zu wissen, ob bei diesem Prozess abhängig vom verwendeten Substratanteil (Lava, Maxit, Zeolith ...) bestimmte Mineralien beonders leicht heraussgelöst werden können. Nur dann würde es m.M.n. Sinn machen unterschiedliche anorganische Bestandteile zu verwenden.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
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Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
Moin Andreas,
was nimmst Du als Wasserspeicher in Deinem Substrat?
Ulrich
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- Andreas R.
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Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
Ich verwende die Substratmischung nach Walter Pall (schau hier, man muss dabei ALLES so machen).
Das ist Fibotherm mit Torf. Torf ist ein sehr guter Wasserspeicher der mit der Zeit nicht diese "verstopfenden" Eigenschaften entwickelt wie es bei manchen anderen Sachen zu beobachten ist. Er gleicht die eher mäßige Wasserspeicherkapazität des Fibotherms aus.
@Norbert: Es ist nicht so, dass es Ionenaustauscher gibt, die das eine Ion besser aufnehmen und abgeben als andere, da sind alle Kationenaustauscher gleich. Es ist aber tatsächlich so, dass durch die Säureabgabe die Ionen aus dem Ionenaustauscher gelöst werden: eigentlich ist das ja, wie der Name schon sagt ein Austausch, bei dem z.B. ein an den Ionenaustauscher gebundenes Kaliumion (K+) gegen ein H+Ion (Säure) ausgetauscht wird. Das funktioniert aber bei allen gleich gut.
Interessant wird es, wenn das Ion im Mineral selbst enthalten ist, z.B. Calcium in Kalkstein (viele Kies- und Splittsorten, z.B. Warsteiner Splitt). Das könnte dann durch Säure nach und nach gelöst werden und wäre so für den Baum verfügbar ohne dass es über den Dünger zugeführt werden muss. Ich glaube aber nicht, dass das so wichtig ist, schließlich wachsen die meisten Bäume auch in Gegenden mit Sandsteinboden gut.
Verschiedene anorganische Bestandteile zu mischen wird deshalb gemacht, weil man ihre Eigenschaften kombinieren, Vor- und Nachteile ausgleichen will.
Das ist Fibotherm mit Torf. Torf ist ein sehr guter Wasserspeicher der mit der Zeit nicht diese "verstopfenden" Eigenschaften entwickelt wie es bei manchen anderen Sachen zu beobachten ist. Er gleicht die eher mäßige Wasserspeicherkapazität des Fibotherms aus.
@Norbert: Es ist nicht so, dass es Ionenaustauscher gibt, die das eine Ion besser aufnehmen und abgeben als andere, da sind alle Kationenaustauscher gleich. Es ist aber tatsächlich so, dass durch die Säureabgabe die Ionen aus dem Ionenaustauscher gelöst werden: eigentlich ist das ja, wie der Name schon sagt ein Austausch, bei dem z.B. ein an den Ionenaustauscher gebundenes Kaliumion (K+) gegen ein H+Ion (Säure) ausgetauscht wird. Das funktioniert aber bei allen gleich gut.
Interessant wird es, wenn das Ion im Mineral selbst enthalten ist, z.B. Calcium in Kalkstein (viele Kies- und Splittsorten, z.B. Warsteiner Splitt). Das könnte dann durch Säure nach und nach gelöst werden und wäre so für den Baum verfügbar ohne dass es über den Dünger zugeführt werden muss. Ich glaube aber nicht, dass das so wichtig ist, schließlich wachsen die meisten Bäume auch in Gegenden mit Sandsteinboden gut.
Verschiedene anorganische Bestandteile zu mischen wird deshalb gemacht, weil man ihre Eigenschaften kombinieren, Vor- und Nachteile ausgleichen will.
Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
Danke, Andreas
Dann gibt es für mich keinen Grund von meiner Mischung aus Maxit und Pinienrinde abzuweichen.
Dann gibt es für mich keinen Grund von meiner Mischung aus Maxit und Pinienrinde abzuweichen.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
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Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
Danke für die Antwort Andreas,
ich habe letztes Jahr Gartentorf genommen, Weißtorf gibt es hier wohl nicht.
@Norbert: Pinienrinde empfand ich bisher als zu grob, siebt Du die durch?
Ulrich
ich habe letztes Jahr Gartentorf genommen, Weißtorf gibt es hier wohl nicht.
@Norbert: Pinienrinde empfand ich bisher als zu grob, siebt Du die durch?
Ulrich
Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
Moin Ulrich
0-7mm ist doch genau richtig, da siebe ich nicht. Selbst in der 7-15mm Fraktion ist der überwiegende Anteil so fein, dass ich mir das aussieben spare.
Beim festklopfen des Substrats nach dem Umtopfen wandern die kleineren Teile etwas vermehrt nach unten. Liegen dann noch einige der großen Teile auf der Oberfläche, sammel ich sie einfach ab ebenso wie die 8mm Maxit-Teilchen.
Meistens sorgen dafür allerdings schon meine schwarzen befiederten Helfer.
0-7mm ist doch genau richtig, da siebe ich nicht. Selbst in der 7-15mm Fraktion ist der überwiegende Anteil so fein, dass ich mir das aussieben spare.
Beim festklopfen des Substrats nach dem Umtopfen wandern die kleineren Teile etwas vermehrt nach unten. Liegen dann noch einige der großen Teile auf der Oberfläche, sammel ich sie einfach ab ebenso wie die 8mm Maxit-Teilchen.
Meistens sorgen dafür allerdings schon meine schwarzen befiederten Helfer.
Norbert
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- Andreas R.
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- Wohnort: bei München
Re: Substratbestandteile und deren Eigenschaften
Gartentorf und Weißtorf ist das Selbe. Das ist der Torf, der im Gartencenter in großen, rechteckigen Säcken verkauft wird. Das was man halt allgemein als "Torf" bezeichnet.
Es gibt noch Schwarztorf, der ist oft Hauptbestandteil von dem was als "Blumenenerde" verkauft wird, ist stärker zersetzt, daher nicht so locker und kann das Substrat mit der Zeit schlecht wasserdurchlässig machen.
Es gibt noch Schwarztorf, der ist oft Hauptbestandteil von dem was als "Blumenenerde" verkauft wird, ist stärker zersetzt, daher nicht so locker und kann das Substrat mit der Zeit schlecht wasserdurchlässig machen.
