Hallo,
allen Kommentatoren herzlichen Dank. Die teils enthusiastischen Äusserungen machen mich zwar verlegen

, aber über Jürgs Lob habe ich mich besonders gefreut, weil er ein ausgewiesener und erfahrener Kenner der heimischen Laubbaumbonsai ist.
Norbert, vielen Dank für Deine zusätzlichen Bemerkungen, ich hatte schon ein paar Gedanken für Chris im Kopf, aber Du warst etwas fixer.
Chris,
die meisten Lehrmeinungen in den Büchern haben ihre Berechtigung. Die Empfehlung, bei Waldpflanzungen die starken dominanten Bäume vorne, die dünneren, schwächeren nach hinten zu positionieren macht Sinn. Es schafft Tiefe, 3-Dimensionalität, fördert die Harmonie.
Der von Dir angesprochene Baum ist der sogenannte "Springer". der zweitwichtigste Baum in einer Waldkomposition. Hauptbaum und Springer sollen nicht in einer Linie stehen, eine weitere sinnvolle Empfehlung. Der Springer steht hier vorne, der Hauptbaum etwas verdeckt, tiefer. Von daher akzeptabel.
Die Bedenken, die Du äusserst, sind nicht neu. Bereits ganz am Anfang machte Norbert_S ähnliche Angaben, auf die ich ja eingegangen bin (Seite1).-- Deshalb habe ich ja auch dem Springer einen Wurzelstecklings-Adjutanten beigesellt, wie Du leicht selber feststellen kannst. Dazu musst Du Dir aber das aktuelle Foto anschauen und nicht die Fotografie von vor 2 Jahren, die Du für Deinen Hinweis benutzt hast.
Verjüngungen bei Stämmen im Wald sind oft nicht zu erwarten wegen des Lichthungers, der die Stämme in die Höhe schnellen lässt. So ist es idR jedenfalls in der Natur. Ich habe auch schon Bonsaiwälder mit sich verjüngenden Stämmen gesehen. Das ist besonders dann der Fall, wenn ehemalige Einzelbäume zu einer Waldkomposition zusammengestellt werden.
Beste Grüsse,
Heiner