Hallo,
ein paar Tage später hat der Herbststurm alle Blätter bereits herabgerissen und die schöne Herbstlaub-Herrlichkeit ist schon wieder Geschichte!
Das nackte Geäst tritt jetzt wieder hervor und die langen dunklen Abende nahen so langsam heran mit offenem Kaminfeuer, einem guten Schluck Rotwein und etwas klassischer Musik, auch nicht schlecht!

- 17.11.14
Letzter Umtopftermin war der März 11, da wird es im März 15 langsam Zeit.
An der etwa in der Mitte angedeuteten Unterteilung werde ich den Wald trennen und dann die beiden Teile, jedes für sich, bearbeiten (Wurzelschnitt, Substratwechsel). Ohne diese Trennung wäre der Wald nur sehr schwierig zu handhaben, aber 2 Einzelteile, das geht bei Handschuhgrösse 8 1/2 bis 9!!
Es ist wichtig, die beiden Teile anschliessend wieder genauso wie vorher zusammenzufügen, damit die gewohnte Ausrichtung der Zweige zum Lichteinfall stimmt. Der Wald als Summe von Individuen reagiert ja wie ein Einzelbaum auf die auf ihn einwirkende Lichtmenge und -richtung. Wer viel Licht abbekommt sieht im wahrsten Sinne des Wortes "Die Sonne scheinen", wer abgeschattet dahinvegetieren muss, gibt sich mit einem Aschenputteldasein zufrieden oder lässt seine Zweiglein zurücktrocknen, that´s life! Wer die korrekte,vertraute Ausrichtung nicht wiederfindet, muss damit rechnen, dass gestaltetes Ast- und Zweigwerk abgeworfen wird.
Im englichen Sprachgebrauch habe ich für diese Situation die sehr treffende Bezeichnung "steady state" gefunden, will sagen, dass ein permanentes Fließgleichgewicht sich nach Jahren einstellt. Dieses sollte möglichst lange erhalten bleiben bei Berücksichtigung der ästhetischen Gesichtspunkte, die mittels Schnitt, hier weniger durch Drahtung, erreicht werden.
Höhe des höchsten Baumes:30 cm, Stammdurchmesser des stärksten Baumes nach ca. 30 Jahren Gestaltung:1,8 cm
Beste Grüsse,
Heiner