Plan war und ist irgendwann einmal eine sehr gute Buna aus Japan zu importieren und wenn ich so was vorhabe, probiere ich gerne vorher aus, ob ich mit der Pflege der Art in meinem Garten auch klarkomme. Dieser Teil des Plans hat geklappt (Kerbbuchen gehen bei mir genau so gut wie unsere heimischen Rotbuchen) und er könnte nun bald Platz für einen großen Bruder aus Japan machen, aber da der Baum so schön mitarbeitet, macht er auch viel Spass.
Der Baum wurde seinerzeit aus Japan importiert und hat damals auch schon die eine oder andere Ausstellung besucht. Der Baum ist ca. 100 cm hoch
Leider war der vorherige Besitzer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage seine Bäume so zu pflegen wie es nötig gewesen wäre.
Der Baum hatte auf einer Seite fast alle Äste verloren und war im Spitzenbereich ein wenig aus der Form gewachsen.
Da aber die Grundsubstanz (Wurzelansatz und Stammverjüngung ) noch gut war und der Baum noch irgendwie ins Budget passte habe ich im Herbst 2013 zugeschlagen.
Der erste Schritt war natürlich ein Rückschnitt und das Umtopfen im nächsten Frühjahr.
Dank guter Düngung hat er auf die Maßnahmen gut reagiert und hat viele neue Triebe am Stamm hervorgebracht, mit denen ich beginnen konnte, die leeren Stellen wieder zu füllen.
In den folgenden Jahren habe ich in jedem Herbst den jährlichen Rückschnitt vorgenommen und den Baum gedrahtet um Ordnung in den Zuwachs zu bringen. Da wo es ging habe ich die zu starken alten Äste zurück genommen.
Beim Neuaufbau gilt es immer, die richtige Balance zwischen Förderung der neuen Triebe/Äste und dem Vermeiden von zu starkem Wachstum der bereits vorhandenen Äste hin zu bekommen.
Das kriege ich eigentlich ganz gut durch den den Schnitt im Juni hin. Vor allem im oberen Bereich und im Außenbereich der stärkeren Äste habe ich auf zwei Knospen zurück geschnitten und durch einen mehr oder weniger starken Blattteilschnitt die Stärke der Knospen und auch den Zuwachs an Holz gesteuert. Eine ähnliche Balance muss man auch bei der Düngung hinkriegen. Ich bin mittlerweile bei allen meinen Laubbäume dazu übergegangen, ab dem Rückschnitt im Juni keinen oder nur noch sehr wenig Stickstoff zu verabreichen.
Der Baum wird alle zwei Jahre umgetopft.
So langsam komme ich meinem Ziel einer gleichmäßigen Astverteilung und auch der gleichmäßigen Verjüngung aller Äste näher, so dass nun auch die Förderung der Feinverzweigung angegangen werden kann.
