heute möchte ich meinen letztjährigen Neuzugang vorstellen und hoffe auf Anregungen sowie Tipps zum weiteren Vorgehen.
Dies ist meine erste Lärche, habe mich hier im Forum zwar schon fleißig belesen, bin aber für jede weitere Rückmeldung dankbar .
Zunächst einmal die bisherige Geschichte des Baums :
Erstanden habe ich diesen 2025 im Mai über ein bekanntes Kleinanzeigen Portal. Dieser war dort schon länger inseriert, schien aber keinen Abnehmer zu finden. Also habe ich mich entschieden mit dem Verkäufer einen Termin zur Besichtigung zu vereinbaren. Gesagt getan.
Vor Ort bot sich mir dann folgendes Bild :
Der Verkäufer erklärte mir dass die Lärche aus seiner ehemaligen Heimat der sächsischen Schweiz stammt, und er sie dort vor 32 Jahren als Jungpflanze ausgegraben hatte. Sie sollte ihm zur Erinnerung dienen. Dies bestätigte mir der gesunde Zustand des Baums sowie die spätere Preisverhandlung
Ich sah in dem Baum Potential und hab ihn schließlich gekauft.
Was ich bekommen habe:
Der Hauptstamm hatte bereits eine schöne Borke gebildet war jedoch praktisch ein grader sehr schräg stehender Strich .
Viele vom Stamm abgehende bereits ziemlich dicke Äste , die allerdings schon eine recht schöne feinverästellung aufwiesen. Der Vorbesitzer hatte die Lärche zwar klasse gepflegt und durch regelmäßiges beschneiden auch die Verästelung gefördert, jedoch hat er meiner Meinung nach die Gestaltung durch fehlendes Drahten verpasst. Sie stand in einer beschädigten Schale in reinem ziemlich feinem Akadama.
Leider gibt es nur die zwei hier angehangen Bilder der Lärche direkt nach dem Kauf. Ich war mir sicher mehr gemacht zu haben
Nachdem die Lärche dann im Herbst die Nadeln abgeworfen hatte habe ich mich an eine erste Gestaltung gewagt.
Durch das Abspannen des Stamms versuche ich Bewegung in diesen zu bekommen, dies wird in den nächsten Jahren noch weitergeführt. Durchs drahten versuche ich in die dicken Äste ebenfalls mehr Bewegung zu erzeugen, ich bin erstaunt wie flexibel das Holz eine Lärche trotz der Dicke noch ist.
Dieses Jahr im März wurden die zahlreichen Knospen auch langsam dicker und ich beschloss den Wurzelballen vorsichtshalber mal zu kontrollieren.
Wie ich vermutet hatte stand der Baum wohl schon lange in dem Akadama. Dies hatte sich unten in der Schale zu einer Pampe gebildet, wodurch die Wurzeln unten am Rand der Schale erste Fäulnis Erscheinungen zeigten.
Also habe ich mir auf die schnelle eine neue Schale besorgt und den Baum umgetopft. Ich sehe den Baum in einer Mondschale als Eine aus einer Felshöhle herausgewachsene Lärche.
Die jetzt ausgewählte Schale ist ein Versuch, jedoch war die Größe notwendig da ich nicht zu arg in das Wurzelwerk eingreifen wollte und lediglich schwarze verfaulte Wurzeln aus dem Ballen entfernt habe.
All diese Maßnahmen hat die Lärche bisher gut verkraftet und treibt momentan kräftig aus.
Liebe Grüße und frohe Ostern
Tom
