Titelbild der neuen Bonsai Art

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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zopf
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Beitrag von zopf »

Komme gerade von meinen Stecklingen,
hab´ Sie gefragt ob Sie Japaner, Österreicher, Finne, ... Deutscher sind.
Sie haben einfach nicht geantwortet.
Doch plötzlich hörte ich ein leise Flüstern,
ich will ein G`schleckter werden,
oh mach aus mir bitte einen Japaner,
und laut aus dem Hintergrund tönt es,
wenn ich gross bin will ich ´ne bayrische Wildsau sein

Und ich dummer Mensch habe nicht bemerkt
welche Bäume geflüstert haben
Jetzt muss ich Sie mir alle genau betrachten
um zu erkennen, wer, was gesagt hat
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flu
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Beitrag von flu »

"Japaner" versus "bayrische Wildsau"
soso ... :D

... ist das sein Synonym für Naturalismus?
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marius
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Beitrag von marius »

hi

als normalbürger kommt man hier ja kaum noch mit. :wink:

aber das scheint kunst allgemein in sich zu bergen, ein wesenszug von ihr zu sein.

manchmal, wenn ich aus lauter lust und liebe mal wieder 'ne büroklammer in den händen halte und diese einfach nur etwas verbiege, sie anschliessend kurz auf den tisch stelle, habe ich zuweilen das gefühl, daß man das 'ne nummer größer auch auf den kurfürstendamm stellen könnte. zb.

im nächsten augenblick sage ich mir dann: " 'ne, lass ma, markus. soweit bist du noch nicht." was willst du auch antworten, wenn dann die sinnfrage kommt? die würden dich dann als idiot entlarven noch bevor das ding auf'm ku'damm landet, wenn man dann sagt: "ach, das war nur so."

dazu gehört dann halt mehr, auch wenn's verlockend wäre. :lol:

tja, so ist es halt. keine erklärung, keine karriere. :wink:

'nen landschaftsmaler könnte das auch zum verhängniss werden. ebenso einem bonsaigestalter. und vielleicht sucht man zu sehr an der falschen stelle, wenn man nach dem warum und wieso fragt.

er ist da! ganz gleich wie er sich in zukunft entwickelt. das ändert ja nichts.

wenn ich in diesen konkreten fall entscheiden müßte, dann würde ich mich für den baum von walter pall entscheiden, weil er mich eher anspricht. eventuell meiner innersten vorstellung eines bonsai am ehesten gleicht.

der baum ist in eigen bereichen zb. dem urigen, ich hoffe, ich darf das sagen, auch ..., hm überspitzt, aber überspitzt in einer künstlerisch natürlichen art. (dieser ruf eilt ihm ja auch vorraus.)

wenn allerdings die auswahl größer wäre, so würde ich mich nicht zwangläufig dafür entscheiden. und es gäbe sogar eine auswahlmöglichkeit, wo ich mich für den in der diskussion stehenden baum entscheiden würde.

zudem ist geschmack ja was zutiefst idividuelles. vielleicht tut man sich deshalb mit der allgemeinen beurteilung so schwer. aber ich kann mich auch täuschen.

und ich schweif schon wieder zu sehr ab. :wink:

gruß marius
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

mohan hat geschrieben:...Die Pflanze wirkt als Skulptur nicht als Baum.
....
Das tut Phillips Keramik Bonsai auch,oder? :lol:
M
Beste Grüße
Martin

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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

flu hat geschrieben:.....Mit meiner Kritik an der MIR leidigen Geschmacksdiskussion...
Die wird die soll wohl geführt sein. Denn im Gegensatz zu dir gibt es ja auch noch zwei, drei andere hier die das interessierten könnte, gell?
M
Beste Grüße
Martin

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flu
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Beitrag von flu »

ach echt? :lol:
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MerschelMarco
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Beitrag von MerschelMarco »

marius hat geschrieben:hi

als normalbürger kommt man hier ja kaum noch mit. :wink:

aber das scheint kunst allgemein in sich zu bergen, ein wesenszug von ihr zu sein.

manchmal, wenn ich aus lauter lust und liebe mal wieder 'ne büroklammer in den händen halte und diese einfach nur etwas verbiege, sie anschliessend kurz auf den tisch stelle, habe ich zuweilen das gefühl, daß man das 'ne nummer größer auch auf den kurfürstendamm stellen könnte. zb.

im nächsten augenblick sage ich mir dann: " 'ne, lass ma, markus. soweit bist du noch nicht." was willst du auch antworten, wenn dann die sinnfrage kommt? die würden dich dann als idiot entlarven noch bevor das ding auf'm ku'damm landet, wenn man dann sagt: "ach, das war nur so."

dazu gehört dann halt mehr, auch wenn's verlockend wäre. :lol:

tja, so ist es halt. keine erklärung, keine karriere. :wink:
Hallo Marius,
nur eine Sache wie du es darstellst. Stell dich neben deine Büroklammer bedeutungsschwanger auf, natürlich Künstlerautfit, z.B. graue zusammengebundene Haare mit vorne ein bischen Glatze und versuche die Leute zu möglichst intellektuellen Statements zu bewegen, was sie in dem Kunstwerk sehen. Die verbogene Büroklammer, eine Gesellschaftkritik (immer gut), ein Symbol des Künstlers sich vom überbordenden Bürokratismus zu befreien, usw, usw. :wink:

Spass beiseite, genauso wie es zu simpel ist Bonsai auf eine reine Formgebung zu reduzieren, kann man natürlich auf der anderen Seite übers Ziel hinausschiessen. Deine Bonsai mögen trotzdem gut sein.

Interessant finde ich die Diskussion vor allen auch deswegen, weil es die Vielfalt der Motive der Bonsaigestaltung zeigt.
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

flu hat geschrieben:ach echt? :lol:
Ja! Echt!
Du hast jetzt laut gesagt das du da kein Interesse an einer solchen Diskussion hast und das haben wir hier so akzeptiert, also halte dich doch dann jetzt aus dem Ding raus, oder trage was "sinniges" bei. Und gut ist. Das sollte sogar in deinen Schädel gehen :roll:
Beste Grüße
Martin

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flu
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Beitrag von flu »

Martin, Bälle flach halten!
In welche Richtung diese Diskussion auch gehen könnte habe ich dargelegt. Mir Destruktivismus vorzuwerfen zieht nicht.
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achim73
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Beitrag von achim73 »

hmmm. wir reden jetzt die ganze zeit über den baum bzw. bonsai im allgemeinen. wenn ich das richtig verstanden habe, geht walters kritik ja eher dahin, warum DIESER spezielle baum auf einer europäischen bonsaizeitung als titelbild abgebildet ist. und da kommen wir zu einem ganz anderen themenfeld. nämlich dem, was eine solche zeitung für ihre leser leisten soll. da würde ich denken, dass es eine wesentlich aufgabe sein sollte, über strömungen in der bonsaigestaltung (wenn man es kurzfristiger denkt, kann man das auch trends nennen, aber das wort hat immer einen gewissen beigeschmack) auf der ganzen welt zu informieren. und so gesehen, ist dieser spezielle baum als (vorläufiger) endpukt bzw. momentaufnahme einer gewissen, in japan und italien entwickelten strömung gar nicht mal sooo schlecht gewählt. ich fände es viel interessanter, wie dieser baum und die damit verbundene strömung im heft dargestellt wird. muss glaube ich wirklich mal ein abo schon kaufen... :)
aber das ganze ist ja nur eine strömung unter vielen, und es werden auch sicherlich wieder ganz andere bäume dort abgebildet sein. die gefahr, dass sich diese strömung bei den gestaltern weltweit durchsetzt, sehe ich nicht. schon allein deshalb, weil es eine richtung ist, die sich nur mit sehr speziellem ausgangsmaterial und eigentlich auch nur mit wacholdern verwirklichen lässt.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
Acrobat

Beitrag von Acrobat »

achim73 hat geschrieben: warum DIESER spezielle baum auf einer europäischen bonsaizeitung als titelbild abgebildet ist.
bonsai art ist nicht wirklich europäisch, sondern eine deutschsprachige publikation einschlägiger japanischer literatur.
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achim73
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Beitrag von achim73 »

aber sie erscheint hier und richtet sich an das europäische publikum.
Gruss, Achim
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Hallo nochmal zusammen.

Ich habe einen Satz aus meinem Deutschunterricht behalten:

"Fragt doch nicht ewig was der Autor (Künstler) sagen will!"

Das ist in gewissem Maße doch völlig unerheblich ( in meinen Augen ). Sicher hat der Gestalter eine gewisse Intention gehabt, aber welche?

Hat er auch den Drachen gesehen?
War es eine Auftargsarbeit (ich weiß es nicht, ist nur mal so dahingesprochen)?
Oder wollte er einen Baum für Andreas' Bankenviertel kreieren?
Oder ist der Gute eines Morgens aufgestanden und hat sich gesagt: "So! Und jetzt probiere ich mal, was geht!"

In meinen Augen können das nur Mutmaßungen sein, die, zugegebener Maßen, sehr reizvoll sein können, aber sie lenken doch von der Hauptintention ab:

Was bedeutet das Kunstwerk für mich persönlich als Betrachter?

Walter findet's gesckmacklos, weil "Porzellanbaum".
Anke findet den Baum wunderschön.
Reiner findet ihn wie eine römische Orgie, mit Feder für nachher.
Andere sehen "nur" die handwerkliche Kunst, die dahintersteckt.

Ich finde ihn viel zu überladen, ich habe ja schon geschrieben, daß mir Reiners Buffet-Vergleich ganz gut gefällt. Ich sehe aber nicht mehr in dem Baum, im derzeitigen Zustand. Ob der Baum sich noch in eine andere Richtung weiterentwickelt, das obliegt dem Künstler, also auch nichts, mit dem ich mich jetzt abgeben würde.
Vielleicht werde ich irgendwann den Baum sehen und ihn für einen absoluten Knaller halten, wer weiß das schon?

Das ist es, was interessant an der Diskussion ist. Was sehen die unterschiedlichen Menschen in dem Werk und nicht "Was will der Künstler uns sagen?" Das ist mir viel zu psychologisch. Das ist sogar langweilig, nämlich dann, wenn der Künstler damit herausrücken würde. Dann würden alle dasselbe in dem Baum sehen, der Baum wäre fertigbesprochen, der Baum kann gehen (oder so ähnlich).

Daß Walter so eine Diskussion provokant beginnt, ist doch völlig normal.

Wenn Walter geschrieben hätte: "Den Baum auf der neuen Bonsai-Art finde ich nicht schön.", dann wäre diese herrliche Diskussion so nicht entstanden.
Jetzt macht sich jeder einen Kopp..... und das ist das wirkliche Ziel.

Oh Captain, mein Captain!
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
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Thomas P.
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Beitrag von Thomas P. »

Acrobat hat geschrieben:
achim73 hat geschrieben: warum DIESER spezielle baum auf einer europäischen bonsaizeitung als titelbild abgebildet ist.
bonsai art ist nicht wirklich europäisch, sondern eine deutschsprachige publikation einschlägiger japanischer literatur.
Wenn 2/3 der Artikel, zählt man die Infoseiten (Terminkalender usw.) hinzu 3/4 des Heftes europäischen Ursprungs sind (siehe letzte Ausgabe),
so kann man wohl kaum behaupten, dass die BonsaiArt ein Ableger Japanischer Gazetten ist.

Natürlich ist die BonsaiArt eine Bonsai-Fachzeitschrift und
die meisten Fachpublikationen erscheinen nun mal in Japan.

Wer die BonsaiArt kennt , weiß, dass da schon viel obskurere Sachen
zu sehen waren.
Da wird halt die gesamte Breite der Bonsaiwelt gezeigt.
Die Diskussion zeigt ja , wie verschieden die Geschmäcker sind.

Was Geschmack und Trends in der Kunst bestimmt, so bestimmt letzendlich der Markt, was angenommen wird und was nicht.
In der Beziehung würde es hierzulande beide hier vorgestellten Beispiele schwer haben.
Viele Grüße
Thomas Pallmer

Bonsai-Wandkalender 2019
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flu
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Beitrag von flu »

Ach Holger, wenn ein Betachter die Frage aufwirft, was wohl die Intention des Künstlers ist, dann geht es doch genau darum, sich selbst Gedanken um die Aussage des Kunstwerkes zu machen. Was sich der Künstler nun wirklich dabei gedacht hat ist in diesem Zusammenhang fast nebensächlich und wird an dieser Stelle eh nicht in Erfahrung zu bringen sein ...
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