Umtopfen im Spätsommer

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
Antworten
Sanne
Freundeskreis
Beiträge: 7928
Registriert: 01.02.2009, 19:09
Wohnort: Norddeutschland

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von Sanne »

espanna hat geschrieben: 07.09.2018, 19:57 Hast du die Möglichkeit den Baum in die Erde zu versenken? -> etwas Schnee, oder Blätter über die Wurzeln geben-> das sollte ja auch reichen. Wenn nicht, kannst du auch für deinen Balkon etwas passendes basteln, wo du die Schale einpacken kannst.

/download/file.php?id=104132
Ist zwar ein wenig tüddelig, aber das wäre möglich, den Baum in Erde oder Rindenmulch zu versenken. Danke für den Link für die Pflegeanleitung!

Grüße und ein schönes Wochenende. Sanne
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
Benutzeravatar
Erwin
Freundeskreis
Beiträge: 3367
Registriert: 03.03.2005, 19:01

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von Erwin »

Hallo Sanne,

bohr ein paar Löcher ins verdichtete Substrat damit das Wasser ablaufen kann und topf die Fichte im Frühjahr um.....

Erwin
Sanne
Freundeskreis
Beiträge: 7928
Registriert: 01.02.2009, 19:09
Wohnort: Norddeutschland

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von Sanne »

Erwin hat geschrieben: 08.09.2018, 20:49 bohr ein paar Löcher ins verdichtete Substrat damit das Wasser ablaufen kann und topf die Fichte im Frühjahr um.....
Hallo Erwin,

das hatte ich gleich gemacht, aber es war schon ein Krampf, die Zahnstocher in das verdichtete Substrat durchzustechen und wieder heraus zu ziehen. Das Wasser fließt noch gut ab. Ich werde das ganze mal beobachten.

Danke für Deine Meinung. Du scheinst kein Freund vom Herbstumtopfen zu sein.

LG, Sanne
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
Benutzeravatar
schwarzerkobold
Beiträge: 861
Registriert: 07.04.2018, 22:19

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von schwarzerkobold »

Hallo Sanne,

also ich habe es gewagt meine große Kiefer vor 3 Wochen umzutopfen, die Schale war komplett durchwurzelt und der Baum hatte aufgrund des trockenen Sommers mangels Regenwasser bei täglich 2 x gießen mit Leitungswasser einen Kalkschaden. Ich habe die kaputten Wurzeln weg geschnitten und in eine 2 Nummern zu große Schale gesetzt damit die Kiefer sich mal ausbreiten kann und ordentliches Substrat hat. Ich habe Biogold Vital gegeben. Ist flüssig und unterstützt die Wurzeln nach dem umtopfen. Ich gebe in 2 Wochen PK Dünger und packe sie zum Winter richtig gut ein. Das Wurzelwachstum ist im Gegensatz zum Blatt/ Nadelwachstum im Herbst nicht abgeschlossen. Der Baum hat noch genug Zeit vor dem Winter Wurzeln zu setzen. Man muss dann halt mit Frost etwas aufpassen.

Manchmal muss man abwägen, in meinem Fall wäre es für die Kiefer über Winter mit den toten Wurzeln ohne Substrat schlechter gewesen als jetzt umzutopfen.

LG Anja
バイバイ baibai
Anja

In jedem Baum wohnt ein Geist und sein Wohlergehen zu beeinträchtigen, belastet die Stätte mit Unglück...aus Asien.
Sanne
Freundeskreis
Beiträge: 7928
Registriert: 01.02.2009, 19:09
Wohnort: Norddeutschland

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von Sanne »

schwarzerkobold hat geschrieben: 09.09.2018, 09:51 also ich habe es gewagt meine große Kiefer vor 3 Wochen umzutopfen, die Schale war komplett durchwurzelt ...Der Baum hat noch genug Zeit vor dem Winter Wurzeln zu setzen. Man muss dann halt mit Frost etwas aufpassen.

Hallo Anja,

bei Deinem Umtopfzeitpunkt ca. Mitte/Ende August hätte ich auch keine Bedenken. Aber ich bin mir eben nicht sicher, ob das Umtopfen Ende September schon zu spät ist. Leider kann man nicht voraussagen, wie der kommende Winter sein wird.
schwarzerkobold hat geschrieben: 09.09.2018, 09:51Manchmal muss man abwägen, in meinem Fall wäre es für die Kiefer über Winter mit den toten Wurzeln ohne Substrat schlechter gewesen als jetzt umzutopfen.
Das stimmt. Mal sehen, was mein Bonsailehrer zu dem verdichteten Substrat von der Fichte sagt.

LG, Sanne

P.S.: Von Kalkschaden habe ich bislang noch nichts gehört. Ich gieße ausschließlich mit abgestandenem Leitungswasser.
Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
Benutzeravatar
AlexDuerr
Beiträge: 765
Registriert: 11.04.2010, 21:09
Wohnort: Tief im Steigerwald

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von AlexDuerr »

schwarzerkobold hat geschrieben: 09.09.2018, 09:51 ...... und in eine 2 Nummern zu große Schale gesetzt damit die Kiefer sich mal ausbreiten kann............
Hallo Anja,
bei einer Kiefer kann eine zu große Schale aber auch Probleme bereiten. Die Kiefernspezialisten,
die ich kenne, ermahnen immer wieder die Schale so klein wie möglich zu wählen. Und das aus einem ganz einfachen Grund, das Substrat soll sich möglichst schnell erwärmen und auch abtrocknen können.
Viele Grüße Alex
:-D
Benutzeravatar
schwarzerkobold
Beiträge: 861
Registriert: 07.04.2018, 22:19

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von schwarzerkobold »

Hallo Alex,

mach dir keine Sorgen, ich gieße weniger. Es war aber nötig, dass sie sich jetzt nochmal neu ausbreiten kann. Sie hat seit 2016 oder länger in der alten Schale gesessen und es ist kein Substrat mehr da gewesen. Dadurch ist das Wasser/ Leitungswasser da Regentonne leer pur auf die Wurzeln gekommen und hat diese ziemlich geschädigt. Daher auch der Kalkschaden Sanne, weil sich das Wasser nicht im Substrat ausbreiten konnte sondern die Wurzeln komplett durchspült hat. Ich wollte vom Ballen jetzt nicht zuviel wegnehmen. Habe nur die toten Wurzeln weg.

So brauche ich jetzt nur alle paar Tage mal gießen, da kann man das für eine Umtopfperiode mal machen. Beim nächsten umtopfen nehme ich vom Ballen mehr weg und dann kommt sie wieder in eine kleinere Schale.

LG Anja
バイバイ baibai
Anja

In jedem Baum wohnt ein Geist und sein Wohlergehen zu beeinträchtigen, belastet die Stätte mit Unglück...aus Asien.
Benutzeravatar
abardo
Beiträge: 5946
Registriert: 21.09.2014, 20:35
Wohnort: knapp neben Berlin
Kontaktdaten:

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von abardo »

schwarzerkobold hat geschrieben: 09.09.2018, 19:09 So brauche ich jetzt nur alle paar Tage mal gießen
Hi,

genau das sind dauerfeuchte Füsse. Und, wie Alex erwähnte, denken wohl die meisten, dass das bei den meisten Kiefern keine gute Idee ist. Bei den jetzigen Temperaturen sollte das Substrat bei Kiefern so schnell abtrocknen, dass du täglich mind. 1x eher 2x giessen müsstest.
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
Benutzeravatar
Thorsten1504
Beiträge: 2080
Registriert: 12.02.2014, 21:20
Wohnort: Münster /NRW

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von Thorsten1504 »

schwarzerkobold hat geschrieben: 09.09.2018, 19:09 Dadurch ist das Wasser/ Leitungswasser da Regentonne leer pur auf die Wurzeln gekommen und hat diese ziemlich geschädigt. Daher auch der Kalkschaden
und weil ich seit 5 Jahren nur mit Leitungswasser (14DH) gieße haben meine Bäume auch alle einen Wurzelschaden durch den Kalk. *kopfkratz* *kopfkratz* *kopfkratz*
Benutzeravatar
abardo
Beiträge: 5946
Registriert: 21.09.2014, 20:35
Wohnort: knapp neben Berlin
Kontaktdaten:

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von abardo »

Nochwas: diese Arbeiten nach "Terminen", nach Jahreszeit, nach Monat oder nach Woche, machen keinen Sinn.
Der Baum zeigt, was wann zu erledigen ist und das kommende Wetter. Beim Umtopfen heisst das:

Der Baum soll schnell Wurzeln bilden, um schnell in die Schale einzuwachsen. Er muss also stark wachsen. Das kann bei Beginn des ersten, zweiten oder dritten Austriebs sein oder wann immer jeder Baum wachsen will. Und soll auch ein paar Wochen anhalten, braucht also eine stabile Wetterlage.

Meine Kiefern wachsen in den letzten Wochen und eben auch den nächstes eher kaum, die Nadeln sind ausgereift, neue Knospen schieben die jetzt auch nicht. Wäre für mich nicht mehr ein sinnvoller Zeitpunkt gewesen.
Grüße, Frank
___________
Ich will nur noch hupen !
Benutzeravatar
Andreas Ludwig
Mentor
Beiträge: 6756
Registriert: 29.03.2005, 16:50
Wohnort: Schweiz

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von Andreas Ludwig »

Ehm... der Kalk.

Schauen wir mal im Alltag, wie das geht. Wird Wasser sehr warm, fällt Kalk aus. Was unter die physikalischen Gesetze fällt, Lösungsvermögen und so. Bleibt Wasser stehen, verdampft es, worauf wiederum Kalk ausfällt. Auch logisch, wie sollte Kalk verdampfen?

Führt wozu? Zu dem alten Credo von Walter Pall, dass es keinen Kalkschaden gibt, hat man bloss ein durchlässiges Substrat (und sicherheitshalber eine Giesshilfe). Ich folge dem selbst bedingt, habe auch ein paar Sachen in Substrat, das WP gar nicht schätzen würde. Da giesse ich dann halt anders, mit weichem Wasser. Was nichts daran ändert, dass er im Prinzip recht hat.

Hat man aber diese Schütte, die er oft und öfters predigt, kommen die wunderbaren Eigenarten des Wassers zum Tragen: Der Kalk wird schlicht durchgespült, die Tendenz des bipolaren H20-Moleküls, ein ganz kleines bisschen sauer zu sein, helfen wohl mit.

Fazit: Man kann es so kompliziert machen, wie man will. Ist aber nicht nötig. Bäume sind ehrlich gesagt saudumm. Das schon sehr viel länger als wir verkopften Trockennasen-Affen. Die haben ganz anderes überlebt als uns.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
Benutzeravatar
Andreas Ludwig
Mentor
Beiträge: 6756
Registriert: 29.03.2005, 16:50
Wohnort: Schweiz

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von Andreas Ludwig »

Erwin hat geschrieben: 08.09.2018, 20:49 bohr ein paar Löcher ins verdichtete Substrat damit das Wasser ablaufen kann und topf die Fichte im Frühjahr um.....
Und nein – ich würde allemal genau diese Jahreszeit für Fichten vorziehen. Sie sind immergrün, bilden jetzt noch Wurzeln. Sonst, also obenrum, haben sie nichts mehr zu tun, Triebwachstum ist eingestellt, Knospen bereits gebildet. Frühlingsumtopfaktionen bei Fichten sind durchaus ein Risiko, die im Herbst dagegen nicht.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
Benutzeravatar
Erwin
Freundeskreis
Beiträge: 3367
Registriert: 03.03.2005, 19:01

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von Erwin »

Sanne hat geschrieben: 08.09.2018, 21:02
Danke für Deine Meinung. Du scheinst kein Freund vom Herbstumtopfen zu sein.

LG, Sanne
Ein klares Jein, Sanne,

seit vielen Jahren topfe ich meine Wacholder im Spätsommer/Herbst um. Hat sich bewährt. Laubgehölze? Niemals. Fang ich auch nicht an, lass alle über positive Erfahrungen berichten, wie sie wollen. Bei Fichten habe ich keine Erfahrungen in dieser Hinsicht. Das war nur ein Vorschlag, Dir aus diesem Dilemma zu helfen.

Erwin
sstoeckert
Beiträge: 187
Registriert: 10.06.2016, 15:50
Wohnort: Oberbayern

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von sstoeckert »

Erwin hat geschrieben: 10.09.2018, 21:19
Sanne hat geschrieben: 08.09.2018, 21:02
Danke für Deine Meinung. Du scheinst kein Freund vom Herbstumtopfen zu sein.

LG, Sanne
Ein klares Jein, Sanne,

seit vielen Jahren topfe ich meine Wacholder im Spätsommer/Herbst um. Hat sich bewährt. Laubgehölze? Niemals. Fang ich auch nicht an, lass alle über positive Erfahrungen berichten, wie sie wollen. Bei Fichten habe ich keine Erfahrungen in dieser Hinsicht. Das war nur ein Vorschlag, Dir aus diesem Dilemma zu helfen.

Erwin
[/

Hallo Sanne, hallo Erwin,

Ich topfe im Spätsommer auch Laubbäume um. Hier Hainbuche, Buche und natürlich Ahorne. Dabei hat auch bei heftigerem Wurzelschnitt alles überlebt.
Überwinterung ist in der ungeheizten Garage bis -6 Grad.
Alles bisher null Problemo und im Frühjahr war der Austrieb durchweg krätiger als bei den im Frühjahr umgetopften Bäumen...

So sind zumindest meine Erfahrungen...
Viele Grüße

Stefan

*wink*
sstoeckert
Beiträge: 187
Registriert: 10.06.2016, 15:50
Wohnort: Oberbayern

Re: Umtopfen im Herbst

Beitrag von sstoeckert »

Der unterste Part ist von mir. Leider lässt sich das ganze am Handy nicht so gut handhaben
Viele Grüße

Stefan

*wink*
Antworten