Seite 9 von 50
Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 09.03.2020, 19:26
von espanna
Vorerst die letzte Schale, auch wieder in Schwarz
Ich musste oft an Robert denken, der mal geschrieben hat dass er viele-viele Glasurproben gemacht hat. Nun ja, da bin ich auch gerade angekommen und das dauert und dauert und nimmt kein Endeeeeee, und dann kommen paar richtig schicke Plättchen raus und es macht wieder Freude!!!
Nach erneutem 47 Glasurproben auf 4 verschiedenen Tonsorten

habe ich erstmal genug und werde in den nächsten Tagen die geschrühten Schalen glasieren. In 2-3-4 Wochen kann ich die dann wohl zeigen.
Was haltet ihr von den Schwarzen Teilen?
-> mit knalligem Grün (Moos, Bambus?), oder Grün und Rot (Walderdbeeren) könnte ich mir das vorstellen.
Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 09.03.2020, 19:30
von HeikeV
Hallo László,
mach dir ruhig weiterhin nachts Gedanken, es lohnt sich.
Die kleine Schale ist traumhaft und über den Bruch würde ich mich gar nicht so viel ärgern. Jetzt hast du eben eine asymmetrische Schale und die sind "in". Mit der richtigen Bepflanzung wird das traumhaft.
Liebe Grüße
Heike
Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 10.03.2020, 09:44
von espanna
Vielen Dank liebe Heike für die positive Rückmeldung!
Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 10.03.2020, 14:43
von peter krebs
Hallo László,
die Schalen sind Dir wirklich sehr gut gelungen, und für den nächsten Ofen halte ich Dir die Daumen, damit alles gelingt.
Herzliche Grüße
Peter
Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 10.03.2020, 22:04
von espanna
Viele Dank lieber Peter!
Ich glaube, dass ich (fast) alle Beiträge von dir in den 2 Töpferbeiträgen gelesen habe. Du hast mal sinngemäß geschrieben, wenn eine Schale kaputtgeht redest du nicht darüber, sondern „Tonne auf, Scherben rein, Tonne zu!“ Das möchte ich auch können.
Ich habe eine große (80 Cm+) Waldschale gemacht, lustlos zum Trocknen abgedeckt (eine Seite, eine Spaltweit offen) und die Rechnung kam in Form eines Trocknungsrisses

Das Werk habe ich dann noch 3-4 Wochen lang angeschaut

unfähig es wegzuwerfen.
Also Daumendrücken wird sicherlich nicht schaden

Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 11.03.2020, 00:41
von Tofufee
Gefällt mir gut, was du da machst, László!
Die kleinen schwarzen finde ich sehr reizvoll und auch die Rohware sieht sehr vielversprechend aus. Da reihe ich mich gleich mal beim Daumendrücken mit ein!
Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 11.03.2020, 22:04
von espanna
Auch dir vielen Dank fürs Daumen drücken, liebe Monika!
Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 12.03.2020, 11:44
von Gary
Hallo László,
ich verfolge Deinen Thread immer sehr interessiert, auch ohne zu schreiben.
Allein die gezeigte Rohware lässt noch so manches Highlight erwarten.
espanna hat geschrieben: 09.03.2020, 19:26
Was haltet ihr von den Schwarzen Teilen?
-> mit knalligem Grün (Moos, Bambus?), oder Grün und Rot (Walderdbeeren) könnte ich mir das vorstellen.
Finde ich sehr interessant. In der Praxis wären mir die Formen jedoch für eine Bepflanzung schon recht "eng".
Klar funktioniert die Kombination mit z.B. dem kräftigen Grün eines kleinen Jap. Schlangenbarts oder nur Moos.
Ich denke aber auch an Herbstfärbungen wie bei einer Begonie die dann den ganzen Winter in rotem Laub da steht.

- Begonie im Spätherbst/Winter - leider mit Kalkflecken
- Bergonie.jpg (215.56 KiB) 1795 mal betrachtet
Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 12.03.2020, 14:33
von Tofufee
Gary hat geschrieben: 12.03.2020, 11:44
Ich denke aber auch an Herbstfärbungen wie bei einer
Begonie die dann den ganzen Winter in rotem Laub da steht.
Begonie oder Bergonie (Bildtitel) oder vielleicht doch Bergenie, Gary?

Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 12.03.2020, 14:47
von Gary
Tofufee hat geschrieben: 12.03.2020, 14:33
Begonie oder Bergonie (Bildtitel) oder vielleicht doch Bergenie, Gary?

Ja Moni, Tippfehler. (Gut wenn jemand mitdenkt.)
Nochmal ganz korrekt: Bergenia cordifolia 'Flirt'
Der Effekt geht aber genauso mit Knöterich.

- Persicaria-capitata.jpg (129.55 KiB) 1770 mal betrachtet
Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 12.03.2020, 16:47
von espanna
Hallo Gary,
Tolle Farben sind das -> in die Richtung gingen meine Gedanken auch
Die Proben, mit nur Schwarz und Weiß haben ihren Soll erfüllt. Vielleicht kommt demnächst wieder etwas größeres.
Danke auch für die Vorschussloorbeeren, aber die weniger kontrollierbare Hälfte muss auch noch glücken.
Ich werde berichten!
Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 15.03.2020, 17:01
von peter krebs
Hallo lieber László,
der Umgang mit Ausschuss oder Misslingen eines Werkstückes ist ein Einstellungssache.
Ich arbeite jetzt an der 43. Tonne Ton in meinem Töpferleben.
1 bis 2 Tonnen waren es bestimmt, die ich als Tribut an die Ofengeister bezahlt habe.
Trotzdem, an Ausschuss gewöhnt man sich nie.
Aus diesem Grund ist es besser ganz schnell Mülltonne auf und zu,
denn jedes Hinauszögern des Schmerzes gehört in die „Sado - Maso“ Ecke.
Herzliche Grüße
Peter
Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 15.03.2020, 17:26
von espanna
Lieber Peter,
es beruhigt mich sehr zu wissen, dass es mit der Zeit nicht besser wird
Btw: 43 Tonnen

Führst du Buch darüber?
Nächstes mal werde ich schneller vorgehen

Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 19.03.2020, 18:15
von nemsi
Hallo László,
da sind wieder sehr schöne Sachen dabei und auf die Schalen im Kofferraum bin ich schon sehr gespannt. Der schwarze Ton hat mich auch schon mal gereizt, durch das ausdampfende Mangan im Ton ist es mit Glasuren aber relativ schwer, sehr gute Ergebnisse zu erzielen (zumindestens für mich).
Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken
Verfasst: 19.03.2020, 23:24
von espanna
Hallo Robert,
Die Schalen sind glasiert und warten auf das Ende der Corona-Maßnahmen verstaut im Keller, so wie es zZ. Ausschaut wird das wohl noch dauern
Viel Erfahrung mit dem Schwarzen Ton habe ich noch nicht und in die Glasurproben habe ich es auch nicht aufgenommen, irgendwie gefällt er mir auch unglasiert. Ich habe mal die Oberflächen der Schalen im Lederharten Zustand auf Hochglanz poliert, sah nach dem Schrühbrand noch super aus, nach 1250 °C hat man den Aufwand nicht mehr gemerkt...Mal schauen wie es weitergeht!