Wacholder zu Bonsai...

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Okay, heute ist die Gehirnmasse etwas aufnahmefreudiger..

Wenn ich es richtig verstanden habe, sind Davids, Nikos, JPs und Ollis Vorschläge in etwas ähnlich von der grundsätzlichen Führung der Gestaltung.

Michaels Ausführun. halte ich für etwas weniger aussichtsreich, da wahrscheinlich kein realistisches Verhältnis zwischen Stamm und Ästen hergestellt werden kann.

So hab' ich mir das jetzt mal auf die Schnelle "zurechtgebogen":

Soweit möglich bekommt der Stamm einen Shari, der sich in dem abgestorbenen Stummel als Jin fortsetzt.
Daraus entspringt die nach rechts geneigte, kompakte Krone.
Sieht ein bißchen steif aus.....
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Nein, nein.
Viel zu hochgeschossen und zu steif, die Krone muss tiefer!
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Niko
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Beitrag von Niko »

Jürgen Zaar hat geschrieben:Niko... Dein Denken ist gut, aber es ist hier bei dem Baum absolut unwichtig ob eine Vorderseite ein bisschen besser ist als eine andere oder nicht..
Leider hab ich keine Bilder von andren Blickwinkeln, aber ist letztendlich auch wurscht, denn hier geht es mehr um die Technik...
....
Hallo Jürgen,

bei der von mir dargestellten Möglichkeit muss technisch gesehen der lebende Ast bis knapp über dem Grün mit Bast versehen werden und dann heißt es biegen und zuhören. :wink:

edit:Hallo Holger,

wenn du nicht den Hauptstamm für die Gestaltung der Spitze, sondern einen Nebentrieb nimmst, kriegst du den Baum kompakter.
Dann könnte er wie das Virtual von Michael aussehen, nur etwas kompakter. Bewegung nach rechts entsteht nicht mit dem Hauptast, sondern mit den Nebentrieben.
Zuletzt geändert von Niko am 06.07.2007, 16:58, insgesamt 1-mal geändert.
gruß

Niko

Das Auge findet was es sucht.
olli.w.
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Beitrag von olli.w. »

Hi Jürgen,

ich kann es nicht lassen, noch so nee Zeichnung. Könnte was kompaktes werden.
Bin mal auf das Ergebnis gespannt.

Gruß von der Mosel Olli
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Mosel-Riesling !
Jürgen Zaar
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Beitrag von Jürgen Zaar »

Hallo Micha,

...weiß natürlich nicht, ob sich der verbleibende ast noch so weit biegen lässt, könnte aber klappen..


genau das meinte ich.... hier geht es um die Technik wie...
dass der Baum am Schluss etwas mehr gedreht ist ist eigentlich wurscht,... die Krone hätte man auch von der anderen Seite so aufbauen können..
worum es ging war einfach den Ast, der etwa doppelte Daumenstärke hat ohne Gefahr zu biegen...
und die Aufgabe sollte zeigen dass es geht, auch wenn man mal Material hat wo man einfach nur mit einem Ast arbeiten kann...
war einfach mal so ne Idee Euch das zu zeigen... warscheinlich seht Ihr das auch nicht zum ersten mal, aber dafür habe ich bisher zu wenig ins Forum geschaut um das nachzuvollziehen..

Viele Grüße
Jürgen
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michael hohner
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Beitrag von michael hohner »

hallo jürgen,

klasse ergebnis !!!
war auf die "auflösung" schon sehr gespannt !!
schon erstaunlich was alles möglich ist !!
die stärke des astes habe ich dennoch unterschätzt und so eine starke biegung gleich am stammansatz hätte ich mir nicht vorstellen können.

tja, ich denke, dass kräftig gebogen werden musste und die rinde dabei unbedingt geschützt werden sollte war den meisten hier bewusst .....
niko hat es beschrieben und david oder jupp haben es sicher auch so gemeint;
aber ich habe so etwas selber noch nie gemacht und weis nicht ob ich es geschafft hätte - vielleicht nicht in einem schritt, eher durch abspannen so nach und nach (was hätte dagegen gesprochen ... ??);
- wie erkennt bzw. spürt man die maximale biegung ??

und gestalterisch wären warscheinlich noch mehrere lösungen möglich gewesen .....

eines würde mich noch sehr interessieren :
wie wird man weiter verfahren, um das totholz bzw. das shari fest zu legen, d.h. wie oder wann erkennt man die saftbahn, die man unbedingt erhalten muss ??

Danke !!!
gruss micha

"damit das mögliche entsteht muss immer wieder das unmögliche versucht werden" hermann hesse
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Köhler Rudolf
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Beitrag von Köhler Rudolf »

Hallo Jürgen,

das finde ich wieder einmal einen sehr gelungenen Beitrag.

Erst die Aufgabenstellung.
Dann die Auflösung.

Wie Du schon geschrieben hast, mit guten Material können viele umgehen. Was macht man aber mit schwierigem Material.

Da ich bereits 2 WS bei Dir besucht habe, weis ich welche Biegungen eventuell möglich sind. Vorausgesetzt man schützt den zu biegenden Bereich.
Das Endresultat hat mich dennoch überrascht und sieht gut aus. Kompliment.

Grüße
Grüße
Rudi K.
Jürgen Zaar
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Beitrag von Jürgen Zaar »

Michael,

klar wären sehr viele Möglichkeiten offen gewesen, hier sollte auch nur gezeigt werden aus einem relativ " unbrauchbaren" Stock einen dünamischen Stamm zu bekommen... das heisst Du hättest auch viele andere Stilformen machen können..
Wichtig ist zunächst dass der nasse Bast absolut sorgsam stramm und korrekt angelegt ist...i dann kannst Du biegen .. Du merkst im Prinzip dass die Grenze erreicht ist wenn der Wiederstand den der Ast bringt weniger wird... also so ein weiches Gefühl.. dann musst Du unbedingt aufhören..
Knacken ist kein Indikator, denn je älter der Baum ist , umso härter ist das Kernholz, und die Fadern müssen irgendwohin ausweichen und sich bewegen. Aber wenn Du richtig gut gebastet hast kann normalerweise nichts passieren... es sei denn Du machst sowas im Hochsommer...
Dannach braucht der Baum natürlich erst mal Erholung...und viel Wasserspray über dem Laub..
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Das Ergebnis ist beeindruckend.

Mir ging es ebenfalls so, daß ich die dicke der Äste unterschätzt habe.

Dennoch finde ich das "zusammenfalten" der Äste zwar eine Möglichkeit, den Baum kompakter zu kriegen, das hast Du eindrucksvoll gezeigt.
Dennoch gefällt mir das irgendwie nicht so richtug. Mag aber auch sein, daß die Zweidimensionalität des Fotos nicht mehr hergibt.

Vielen Dank, Jürgen. So geartete Artikel brauchen wir viel mehr. Das trägt dazu bei, die Qualität des Forums zu erhalten.

Holger

P. S.: Und man lernt was, ohne zu streiten...
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schmieda
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Beitrag von schmieda »

Hallo Jürgen

Danke für den Beitrag.
Bitte hab öfter solche Ideen und zeig uns die. *daumen_new*
Gruß
Frank :)

++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Prima Bericht, vielen Dank! :D *daumen_new*
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
Constantin

Beitrag von Constantin »

Ich fand den Beitrag auch sehr lehrreich. Eine Frage noch: Wurde der einzige Ast auch eingekürzt oder in voller Länge verwendet?
Jürgen Zaar
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Beitrag von Jürgen Zaar »

Hallo Constantin..
vom Ast wurde nichts eingekürzt und alles verwendet

Gruß
Jürgen
Zim
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Beitrag von Zim »

hallo jürgen,
ich muss mal echt meine begeisterung aussprechen, was du teilweise aus wirklich unscheinbarem material zauberst beeindruckt mich wirklich! ich hätte das teil wahrscheinlich nicht mal mit heim genommen.
Da erkennt man wirklich den meister!
Ich bin auch immer verwundert über deine kronen, bei diesem hätt ich vom foto her nicht erahnt das soviele äste zur verfügung stehen...
alles in allem wirklich stark!
mfg Simon
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