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Verfasst: 20.11.2008, 23:05
von Andreas Ludwig
Nu ja... älter als circa fünf Jahre ist auch nichts, was ich betoniert habe. Ds Moor (siehe Portrait) gehört dazu. Da war es klar die einfache Verarbeitung, die für Beton sprach, man sieht im Endeffekt nichts davon. Hält aber, ist seit jahren das ganze Jahr draussen am Wetter. Es ist eine Schale, die mit verzinktem Eisendraht armiert ist.

Wichtig ist bloss, dass es guten Beton gibt und weniger guten. Gut wird er, wenn man alle Zutaten sorgfältig mischt und vor allemwährend des Abbindens schön feucht hält. Beim Moor waren es ein paar Tage unter einem nassen Tuch. Dazu gehört aber nicht mehr Kenntnis, als die «kleine Baukunde» hergibt.

Verfasst: 21.11.2008, 12:55
von MerschelMarco
Mondschalen lassen sich hervorragend aus Beton basteln, auch größere.
Dazu habe ich einfach in den Garten ein Loch gegraben, das Loch dann mit einer dünen Betonschicht ausgekleidet. Auf diese Schicht dann ausrangierten Draht als Armierung gelegt, und dann eine zweite Schicht Beton drauf. Das ganze dann mit dem Aushub wieder verfüllt und etwas 14 tage stehen lassen zum abbinden. Nach dem Sauber machen habe ich wasserfesten Leim mit Eisenpulver vermischt aufgetragen. Das Eisen verrostet binnen weniger Tage und die Schale schaut gleich alt aus.

Werde bei Zeiten mal ein Foto einstellen.

Grüße,
Marco

Verfasst: 21.11.2008, 14:32
von Marco Manig
Bergi hat geschrieben:Hallo zusammen,

Ich lasse am Anfang gerne ein bisschen Regen drin stehen, einerseits, damit der Beton langsam vollständig aushärten kann, andererseits, damit Härtebildner rausgelöst werden (das ist mir allerdings nicht so ganz klar, inwieweit das wirklich funzt oder tatsächlich nötig ist... ).
Also nun mal was ganz theortisches zumThema Beton:
Soweit mir das noch von den Vorlesungen in Baustoffkunde noch in Erinnerung ist besteht Beton im Wesentlichen aus drei Bestandteilen: Zement, Wasser und Zuschalgstoffen. Mit dem Wasser-Zement-Verhältnis kann man die Wasserundurchlässigkeit beeinflussen und die Druckfestigkeit wird über die Zuschlagstoffe(Kies, Splitt, Blähton u.ä.) definiert. Die vordefinierte Grundfestigkeit (z.Bsp. B25 oder jetzt C20/25(?)) sollte in 28 Tagen erreicht sein, nach 7 Tagen hat Beton je nach Einstellung des Verwendeten Zements ein höhere oder weniger hohe Grundfestigkeit( Decken z.Bsp hohe GF, Fundamente niedrige GF). Die Reaktion erfolgt folgendermaßen: Wasser und Zement verbinden sich zum Zementleim. Der Zementleim füllt die Hohlräume zwischen den Zuschlagkörnern aus und bildet ein Gerüst. Ist das vorh. Wasser verbraucht oder verdunstet zuviel Reaktionwasser, z. Bsp. im Sommer, stoppt die Reaktion vor Erreichen der gewünschten Festigkeit. Daher sollten man Beton mindestens in den ersten 7 Tagen feucht halten. Es hat also Sinn!
Bergi hat geschrieben: Zur Stabilität kann ich nur sagen, dass die Sprenggefahr bei Frost sehr niedrig ist (warum, ist mir allerdings auch ein Rätsel - naja, in der Natur zerhaut's ja auch nicht alle Steine mit Kavernen einfach so). Mal sehen, wie das mit dem Durchwurzeln wird..
Was denkst du, wie Geröllhalden im Gebirge entstehen. Oder Frostaufbrüche in Staßendecken oder warum zu niedrig gebrannte Tonschalen platzen? Man nennt das die Anomalie des Wassers. Sämtliche chem. Verbindungen ziehen sich bei Frost zusammen, nur Wasser dehnt sich aus, wenn es in den festen Aggregatzustand übergeht. Es kann natürlich sein, dass der Torf in den Hohlräumen wie Watte auf das Eis wirkt, aber ich denke nach mehreren Frost-Tau-Wechseln wird sich das Wasser rächen.
Bergi hat geschrieben: Zu SmokydB: kann es sein, dass du die Gefäße zu dünnwandig gemacht hast, zu viel Torf beigemischt oder sie nicht lange genug aushärten hast lassen? An sich sind diese Gefäße schon sehr stabil, und eine Platte von etwa fünf bis zehn cm Dicke sollte auch ohne Armierung unproblematisch sein, wenn sie nicht zu lang ist, natürlich. Versiegelt werden die nicht, würde ja auch sämtlichen Gag an der Sache nehmen.
Da Beton ansich über keinerlei Biegefestigkeit verfügt, dürfte auch das Herstellen von Waldplatten ohne Bewehrung (Bewärung gibts nicht und Bewährung verordnet der Richter) problematisch sein. Wenn du leichte Platten mit dünnem Querschnitt haben willst, solltest du statt Torf vielleich Blähton verwenden, der hat eine eigene Stabilität und mach den Beton leichter. Außerdem kannst du, wie schon erwähnt, Kaninchendraht in zwei Lagen benutzen. Eine Lage im Oberen Drittel und eine Lage im unteren Drittel deiner Platte. Es braucht auch kein verzinkter sein. Ein kleines bischen angerostet ist auch OK. Der Draht kann, wenn er ausreichend mit Beton ummantelt ist nicht weiter rosten, Es bildet sich eine carbonatisierte Schicht um den Draht, der das Rosten verhindert.
Und wegen der Stuktur kannst du auch die von MerschelMarco vorgeschlagene Erdschalung benutzen.

So nun viel Spass mit dem Beton, ist was wunderbares.

Gruß Marco *finger*

Verfasst: 24.11.2008, 14:42
von Marco Manig
Vielleicht könnte man auch etwas mit Betonspachtel gestalten. Der ist Faser-bewehrt. Dadurch erspart man sich die Bewehrung mit Metall und man kann filligran arbeiten.
Den Spachtel auf eine Form streichen und dann im trocknen Zustand die Oberfläche bearbeiten und imprägnieren.

Werd mal im Frühjahr einen Versuch machen.

Gruß Marco

Verfasst: 28.11.2008, 11:10
von MartinRedlich
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Verfasst: 05.12.2008, 13:26
von Corin
Hallo zusammen,

mit Beton hab ich noch keine Erfahrungen gemacht aber
ich habe auch vor mehren Monaten einen Versuch mit frostfestem Fugenmörtel (für den Außenbereich) gemacht,
welcher in verschiedenen Farben erhältlich und gut zu bearbeiten ist.
Im Innenbereich ist die Waldschale (Maße 65cm x 34cm x4cm) mit Kunstoffgittern verstärkt worden.
Noch 4-6 Löcher bohren und fertig.

Gruß Corin

Verfasst: 07.12.2008, 16:58
von MerschelMarco
An die Mondschale komme ich leider momentan nicht ran, aber zwei Beispiele von Betonplatten, wie oben beschrieben hergestellt, habe ich. An der Form kann man noch feilen, aber die Struktur sieht ziemlich natürlich aus.

Verfasst: 07.12.2008, 19:20
von Stefan K.
Die Platte gefällt mir

Verfasst: 09.12.2008, 11:37
von MartinRedlich
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Verfasst: 09.12.2008, 11:40
von Martin_S
Marco: das das Beton ist, sieht man aber nicht direkt, was? Ein wirklich brauchbarer Tipp!
Martin S

Verfasst: 09.12.2008, 12:01
von onac90
es gibt ja noch indoors oder halt bäume die im winter rein kommen!

Verfasst: 23.12.2008, 20:42
von Raketenbux
Hallo Stefan

Vielleicht nicht für eine Präsentation, aber für meine bescheidenen Mittel ist diese Lösung die kostengünstigste und kreativ kann man dabei auch sein.
Material: Betonestrich
Kosten: 20 Cent
Liebe Grüße Detlef

Verfasst: 24.12.2008, 18:59
von Raketenbux
Der Kufladen ist aus der Form und morgen, wenn es heller ist, zeige ich die neue Kreation *crazy* und die nächste ist schon am trocknen in der modellierten Form.
Frohe Weihnachten Detlef

Verfasst: 25.12.2008, 17:42
von Raketenbux
Jedes Teil eine Überaschung :lol:

Den neuen Berg habe ich bereits gegossen.
Mal sehen, ob der was wird, denn er war von der Idee sehr aufwendig *schwitz*
Morgen Abend weiß ich mehr.

Eine Meinung zu den Experimenten?

Schönen Feiertag Detlef

Verfasst: 25.12.2008, 18:15
von Luzius
...raffiniert der Wasserablauf in das 2. Becken :D


Bizarr wie die 3 Zinnen von den Dolomiten in Südtirol, dienten sie dir als Vorlage :wink: ?

Gerhard