Workshop für sehr Fortgeschrittene in Kalifornien

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Walter Pall hat geschrieben:Ulf,
ist in Odrnung, ist Geschmacksache. Das ist modere Bonsaigestaltung. In Kalifornien haben sie seit vierzig Jahren diese grotesken Wacholder und haben sich daran gewöhnt.
Vielen geht es so wie Dir. Aber das ist wie mit altem Rotwein. Gib einen Schluck davon einem Kind. Es wird ihn ausspucken, auch wenn er 500 Euro die Flasche kostet.
Auch Weingeschmakck ist ein erworbener Geschmack.
Aber Ulf,
nach Walter´s Antwort wäre es nicht notwendig, ihm so was vor den Latz zu knallen:
flu hat geschrieben:Aber wenn es Walter tatsaechlich darum geht Haesslichkeit darzustellen - toll gelungen.
:?: :?: :?: :roll:
Ulrich
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Beitrag von Ulrich »

Karl T. hat geschrieben:Also ich könnte mir den Juniperus von John Thompson so in etwa für die Zukunft vorstellen. :roll:
also meinen Geschmacksnerv, trifft das Bäumchen überhaupt nicht.
mfg
Ulrich
Reiner Goebel
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Re: Workshop für sehr Fortgeschrittene in Kalifornien

Beitrag von Reiner Goebel »

Walter Pall hat geschrieben: Es ist erstaunlich, dass in dem Land mit den größten Mengen an fantastischem Rohmaterial hier eine Wissenslücke klafft. Die Bonasigestaltung, wie sie weithin in Kalifornien und dem Rest der USA gelehrt wird, ist sehr traditionell. Sie spiegelt den Wissensstand und Geschmack von etwa 1970. Damals waren sehr idealisierte Bäume gefragt. Von modernen Bonsai, wie sie heute in Europa fast normal sind, ist da kaum die Rede. Das gilt noch immer als verrrückt. Die Entwicklung der letzten 15 Jahre in Europa ist an Amerika fast spurlos vorübergegangen.
Hm.

Das deckt sich nicht ganz mit dem, was Du zu diesem Thema in der IBC Gallery gepostet hast. Hättest Du etwas dagegen, wenn ich die obigen Bemerkungen den dortigen Teilnehmern auf Englisch näher brächte?
Reiner G.
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Karl T.
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Beitrag von Karl T. »

Walter Pall hat geschrieben:
ist in Odrnung, ist Geschmacksache. Das ist modere Bonsaigestaltung. In Kalifornien haben sie seit vierzig Jahren diese grotesken Wacholder und haben sich daran gewöhnt.
Vielen geht es so wie Dir. Aber das ist wie mit altem Rotwein. Gib einen Schluck davon einem Kind. Es wird ihn ausspucken, auch wenn er 500 Euro die Flasche kostet.
Auch Weingeschmakck ist ein erworbener Geschmack.
Ulrich, ich kann mich nur dem was Walter Ulf schon sagte anschließen.
Herzliche Grüße aus Wien!
Ihr seit gerne eingeladen in meine http://www.bonsaiwerkstatt.at/
Karl Thier
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flu
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Beitrag von flu »

Hallo Karl, Walter, alle,
ich halte den Wein-Vergleich fuer ein absolutes Totschlagargument. Mit solchen Vergleichen kann man alles und nichts rechtfertigen. Und da lasse ich mir von Wolfgang auch keinen Maulkorb umbinden, wenn ich da mal einen ironischen Ausfall bekomme.
BildBildBild
Constantin

Beitrag von Constantin »

Karl,

so wie du den Baum gemacht hast gefällt er mir ganz plötzlich. Einfach so aus dem Bauch heraus, ohne an irgendwelche Regeln oder Stile zu denken. Und ich glaube das ist das Wichtigste bei Bonsai. Grundsätzlch darf jeder alles machen, aber man muss es sich auch gefallen lassen, dass es eben nicht jeder mag.

MfG
Constantin
gunter

Beitrag von gunter »

Ich bin mit Walters Antwort auf flus Ansicht zu dem Wachholder von John Thompson nicht recht zufrieden. Klar, das ist moderne Bonsaigestaltung, eine Skulptur und kein Baum, vielleicht etwas grotesk. Dagegen ist m. E. nichts einzuwenden. Aber es hat nichts mit Qualität zu tun. Es gibt auch schlechte moderne Skulpturen. Und flu hatte inhaltlich argumentiert. Unförmigkeit ist wohl auch für eine moderne Skulptur kein Qualitätsmerkmal, jedenfalls nicht, solange dem Werk nicht ansehbar ist, warum es unförmig ist. Natürlich kann ich eine solche Skulptur nicht nach den klassischen Gestaltungskriterien beurteilen. Also muß ich allgemeine ästhetische Argumente verwenden und darüber kann man trefflich streiten. Aber bloß zu sagen, das sei modern, ist mir zu wenig.

Gruß von Gunter Lind
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