Hallo zazen, hallo Achim,
Achim´s Anmerkungen stimme ich voll zu.
Stell Dir vor, oben an einem zylindrischen Buchenstamm entspringen aus einem Punkt Äste und Substämme, die dann eine Krone bilden. Das sieht bei Buchen wirklich unnatürlich aus, ganz zu schweigen davon, dass diese Austriebsbild bei einer Buche nur schwer bis gar nicht zu erzielen ist, ohne groteske Narben- und Kallusbildung zu riskieren. Habe ich alles schon versucht.
Ich hänge mal ein Bild von einer kleinen fagus sylvatica purpurea an, die vor 5-6 Jahren in meinem Garten keimte. Ich wollte nicht mit dem Rasenmäher drüberfahren, habe sie eingetopft und entwickele sie jetzt zu einer freien Besenform mit durchgehendem Stamm. Ich finde, das ist eher Buchen-like.

- fagus klein März 11.jpg (51.58 KiB) 835 mal betrachtet
Mit den Eichen würde es vielleicht eher gehen. Die treiben zumindest bei schräger Stammkappung sehr gut aus, wenn das Wurzelwerk entsprechend gut entwickelt ist. Wenn ich mich recht entsinne, hat Achim mal vor Jahren einen Artikel eingestellt: "Vom Strassenbaum zum Bonsaianwärter" oder so ähnlich. Dabei ging es aber um die Sonderform einer Ulme,
die nach einigen Jahren eine erstaunliche Entwicklung zeigte. Würde mich interessieren, was daraus geworden ist.
Beste Grüsse,
Heiner