Das mit dem Nebari hast du gut gelöst, das gefällt mir.
Die Gesamtkomposition kann man wunderschön ansehen.
Auf dem letzten Bild...wohnst du im Dschungel?
Mir gefallen deine Felsenschalen, wobei mir soviel wie du hast dann für mich persönlich zuviel wären.
(Meine Meinung für mich gedacht).
Ich überlege mir und vielleicht frage ich dich irgendwann auch mal deswegen an.
Wie ist das eigentlich mit dem "Umtopfen", was muss man da beachten?
Hallo Ralf,
Umtopfen aus einer Felsenschale ? das geht genauso wie bei anderen Schalen auch ... Durch die große zum Teil sehr geweitete Oberfläche wachsen manchmal die Wurzeln seitlich aus und beschneiden sich dann selber ( trocknen ab). Das Wurzelwerk bleibt sehr flach und du verlierst durch die Felsmodule kaum Pflanzfläche. Unter den Modulen bilden sich feine Haarwurzeln manchmal in die Module hinein. Die Module selbst sind recht flach und brauchen auch wenig Fläche und Tiefe ...also für wilde Felsenkonstruktionen oder für Bäume mit Nebari-oder Tachyagarimangel genau das Richtige.
Zum Dschungel ... mein ganzer Garten ist ein einziger Bonsaiwald ...Schlimm isses nur mit dem verdammten Girsch ...da ich nicht so gern Girschsalat esse ist das echt ein Problem
Na ja "Umtopfen" stand in Anführungszeichen, von mir aus "Umverschalen", ist ja doch egal.
Das würde bedeuten das die seitlich herauswachsenden Wurzeln absterben und sich dadurch innerhalb nochmal
eine Menge Feinwurzeln bilden oder?
Gibt es von dir so eine Art Doku wie du das mit dem Einpflanzen machst?
Mit Draht festbinden kann ich mir gut vorstellen, dann zusätzlich Steine dransetzen und mit dem Lavasand zukleistern?
Bitte entschuldige vielleicht meine blöde Fragestellung.
Ich hab bei einigen meiner threats auch pics dabei wie ich gestartet bin ...aber ganz einfach ...Substrat einfüllen -Baum einsetzen ...wenn du ihn in der Schale an den Wurzeln festzurren möchtest, bohre einfach ein kleines Loch dort wo du es haben möchtest und spanne die Wurzeln fest. Wenn du nicht bohren möchtest, so mache ich das immer, verspanne ich den Baum außen über die Felsenwülste ...nach einiger Zeit steht der Baum allein ... Die Felsmodule legst du auf wo du sie möchtest, dann wird feinere Erde angeschüttet und später mit Moos festgedrückt ...fertig.
Sieh mal hier nach , da ist auch einiges Drinnen. ...http://felsenschalen.blogspot.de/ ...
saludos
avicenna
Ich bin jetzt gerade beim Grobdrahting ... es folgt noch das Feindrahting ... eine verdammt zeitraubende Geschichte ...
Ich will ihn aber in diesem Jahr nochmal durchwachsen lassen und so wenig wie möglich einkürzen weil er meist an seinen Enden Knospen trägt und noch nicht soooo etabliert ist.
Manche werden jetzt sagen ... je mehr du nun wegnimmst desto feiner wird seine stammnahe Verzweigung werden ... ich traue dem Braten noch nicht . Ich denke dass das erst klappt wenn er so richtig vor sich hin saftet ... was meint Ihr ?
saludos
avicenna
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Meine bescheidene Buchenerfahrung stimmt Dir zu.
Sie wollen ganz gesund/etabliert sein, bevor man da mehr oder weniger(!) drastisch schneidet.
Sonst gefährdet man ganze Äste.
Nimm Dir die Zeit und gib sie der Buche!
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Auf den letzten Bildern sah sie doch ganz fit aus, in meinen Augen müsste da trotzdem selektiert werden, zumindest Äste die für die weitere Gestaltung nicht von Bedeutung sind.
Die verbleibenden kannst du ja weiterhin zur Stärkung durchtreiben lassen, wobei ich im oberen Breich trotzdem noch die Endknopen kappen würde.
Den ganzen Sommer stand er im Halbschatten und hat keinen einzigen Ast verloren. Buchen stecken so eine beschattete Periode ohne weiteres weg Im nächsten Jahr wird er in der vollen Sonne austreiben dürfen, dabei mit Sicherheit kleinere Blätter anlegen und erste Negativräume werden zu schaffen sein ...
Im Herbst wird erst einmal das ganze Drahtgerüst zu entrümpeln sein. Alle Astpassagen haben einen solchen Zuwachs gemacht, dass es dringend nötig wird
Sie wird jetzt ersteinmal ganz entdrahtet um dann wieder in eine andere Form gebracht zu werden. Der Draht hatte sich in manchen Ästen schon recht eingewachsen. Ich bin noch im Prozess das dauert bei den Temperaturen eben ein wenig länger
saludos
avicenna
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erst mal alles entdrahten ...eine sch... Arbeit wenn die Finger einem einfrieren
Ja Avicenna, da ist die Buche, über die wir an der NT gesprochen haben. Mega Hammer! Schön, dass du sie gleich zeigst.
Aber Vorsicht, Drahtverletzungen an Rotbuchenrinde geht gar nicht.
Liebe Grüsse
Jürg
Hallo Jürg,
ich dachte erst, wir hätten über eine andere Buche geredet . Ja, Drahtverletzungen machen böse Spuren und das ist auch der Grund warum ich zunächst einmal allen Draht wieder entferne ...diese Narben wachsen kaum wieder aus.
Ich möchte sie mehr dem Fels anpassen und ein wenig "älter" machen. Die Schwere der Äste und des Laubes sollen das Astwerk mehr nach unten ziehen. Nur muss ich vermeiden, dass der Habitus eines Nadelbaumes dabei herauskommt
Avicenna, wenn du jetzt beginnst die oberen Äste schon am Stamm runter zubinden, kommst du ins Koniferen-Schema und genau das, hat dieser Baum jetzt nicht. Aus diesem Grund bin ich so begeistert von dem Baum. Man kann seine Natürlichkeit nicht mehr überbieten, nur noch verfeinern - im Laufe der Jahre.
Ich war heute kurz in den Bergen und habe einige Vorbilder fotografiert. Vielleicht inspirieren sie dich?
Liebe Grüsse
Jürg