Spanndrähte – Anregung zur Diskussion

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Heike_vG
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Re: Spanndrähte – Anregung zur Diskussion

Beitrag von Heike_vG »

Hm, ich finde, das Beispiel der Zuckerhutfichte auf den gezeigten drei Fotos ist genau so ein Beispiel, wo drahten besser gewesen wäre als spannen. Oder eine Kombination aus beidem.
So haben sich diese unvorteilhaften Bögen (rot) gebildet, wo der Ast erst aufwärts geht und dann nach unten gebogen ist. Bei Nadelbäumen will man die Astform eigentlich genau entgegengesetzt haben (blau), wie es in der Natur auch ist, d.h. der Ast geht schon ab dem Ansatz abwärts und biegt sich zum Ende hin wieder leicht nach oben.

Liebe Grüße,

Heike
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Zuckerhutfichte_2014_v.jpg
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Julius-01
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Re: Spanndrähte – Anregung zur Diskussion

Beitrag von Julius-01 »

Hallo Heike,

Stimmt schon, die blauen Linien passen besser. Aber ich glaube, dass solche Winkel bei meiner Zuckerhutfichte garnicht hin zu bekommen sind. (Vor allem der unterste Ast). Egal ob gespannt oder gedrahtet. Die Äste zeigten bei ihr im spitzen Winkel nach oben und sind sehr schwer davon anzubringen. Sie federn nach dem Abnehmen der Spanndrähte auch an den Enden nach oben, so dass der Bogen etwas entschärft wird.

Vielleicht müsste man, um solche Winkel hinzugekommen, an der Astgabel unten einen Keil heraus schneiden und sie dann so Drahten, dass die Schnittstelle wieder zusammen wächst. Aber damit hab ich noch keine Erfahrung gemacht, weiß nicht ob das bei dem Baum geht.

Die Zuckerhutfichte wurde oft als ungeeigneter und schwierig zu gestaltener Baum erwähnt. Daher kann man sie vielleicht nicht als besstes Beispiel in der Frage drahten oder spannen her nehmen. Hab auch nur wenige interessante Bonsais aus dieser Art gesehen. Aber zurück zum Thema, ich drahte und spanne Äste.

Viele Grüße,
Julius
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Heike_vG
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Re: Spanndrähte – Anregung zur Diskussion

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Julius,

es stimmt sicherlich, dass die Zuckerhutfichte als Art nicht der einfachste Kandidat als Bonsai ist.

Dennoch ist es bei Ästen dieser geringen Dinge in der Regel ziemlich problemlos möglich, sie am Ansatz abwärts zu biegen. Viele Leute trauen sich am Anfang zu wenig bzw. wissen nicht wie. Das lässt man sich am besten mal von einem Fachmann live am Objekt beibringen. Normalerweise ist es besser, risikoärmer und sieht natürlicher aus, wenn notfalls Äste am Ansatz oben etwas eingerissen oder eingeschnitten werden anstatt dass man unten etwas herausschneidet (der Austausch zwischen Wurzeln und Ästen finden mehr an der Unterseite der Äste statt), obwohl es auch Beispiele gibt, wo auch das klappt.

LG, Heike
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Julius-01
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Re: Spanndrähte – Anregung zur Diskussion

Beitrag von Julius-01 »

Hm, also bei den Ästen 2 und 3 ist sicher noch mehr Biegung am Ansatz drin. Aber Ast 1 soll ja nach der blauen Linie fast parallel zum Stamm nach unten weg verlaufen. Bei Kiefern habe ich das schon gesehen.
Na da muss ich mir wohl doch noch mal zeigen lassen, wie sowas gemacht wird. Oben eingerissen ist der Ast übrigens schon. Die Narbe ist noch sichtbar.

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... =9&t=40015

LG,
Julius
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