Windgepeitschte Rotbuche

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Schoka
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Re: Windgepeitschte Rotbuche

Beitrag von Schoka »

Also mir gefällt er schon ganz gut. Im Beet wird er sich bestimmt gut weiter entwickeln.
Gruß Lothar
Detlef T
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Registriert: 28.07.2012, 17:19

Re: Windgepeitschte Rotbuche

Beitrag von Detlef T »

Liebe Leute,

heute möchte ich ein Update meiner Rotbuche bringen, weil ich soeben umgetopft habe. Die Buche stand jetzt ein Jahr im Topf und hat sich gut gemacht. Das Ziel meiner heutigen Aktion war die Kontrolle der Wurzeln in der Hoffnung, sie ein wenig ordnen zu können.

Es wurde schon nach den Wurzeln gefragt, deshalb hier zwei Ansichten. Auf beiden Seiten liegen Sie sehr brauchbar verteilt. Sie sind allerdings noch etwas lang und staksig. Insbesondere an den Enden fächern sie sich deutlich auf. Ich möchte die Verzweigung aber dichter an den Stamm holen und habe sie deshalb etwas gekürzt (Dazu aber leider kein Foto).
Voraussichtliche Rückseite
Voraussichtliche Rückseite
Voraussichtliche Vorderseite
Voraussichtliche Vorderseite
Wer hat denn Erfahrungen mit dem Einkürzen von Rotbuchen-Wurzeln gemacht? Gibt es Tricks, um die Verzweigung der Wurzeln dichter an den Stamm zu holen? Lohnt es sich, mit Anbohren und Abdecken neue Wurzeln zu ziehen?
Rotbuche von Vorne
Rotbuche von Vorne
IMG_2913.jpg
Schließlich zwei Bilder nach dem Umtopfen. Der Pflanzwinkel ist jetzt leicht nach rechts gekippt. Weil der Stamm bisher auf dem Schalenrand auflag, habe ich ihn links ein wenig angehoben. Dadurch geht jetzt die Bruchstelle des Absenkers etwas unter. Das kann ich in den nächsten Jahren wieder korrigieren.

Mit den besten Grüßen,
Detlef
Detlef T
Beiträge: 23
Registriert: 28.07.2012, 17:19

Re: Windgepeitschte Rotbuche

Beitrag von Detlef T »

Hallo,

kurz vor dem Einsenken in die Erde möchte ich ein update meiner Rotbuche liefern. Die Blätter sind noch fast alle dran und sie sind auch noch nicht herbstlich gefärbt. Ich habe die beiden unteren Äste per Abspannung tiefer gezogen. Außerdem habe ich auf der linken Seite einige kleinere Äste weggenommen. Die Rotbuche hat in diesem Jahr sehr kleine Blätter gebildet und sie hat schöne kurze Internodien gebildet, das lässt verzweigungstechnisch für das Frühjahr hoffen!
IMG_2952.jpg
Der Topf ist übrigens nicht vollständig mit Substrat gefüllt, sondern ich habe die untere Hälfte mit passend zugeschnittenen Styroporplatten gefüllt. Ich hatte keinen passenden Topf und ihn damit passend gemacht.

So langsam kann man erkennen, wohin die Reise gehen soll. Für eine Rotbuche eine ungewöhnliche Form. Ich finde dennoch, dass das Konzept schlüssig ist, weil ich so die von der Natur vorgegebene Grundform am besten zur Geltung bringen kann. Im kommenden Jahr will ich unteren Äste noch weiter abspannen und die Pflanzposition etwas flacher legen.

schöne Grüße, Detlef
Detlef T
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Re: Windgepeitschte Rotbuche

Beitrag von Detlef T »

Hallo,

nach etwas mehr als zwei Jahren möchte ich ein Update meiner Rotbuche vorstellen. Die windgepeitschte Form wird ja durchaus kritisch gesehen. Doch bei diesem Findling ist sie aus meiner Sicht die optimale Lösung.
Frisch aus dem Winterquartier
Frisch aus dem Winterquartier
Im letzten Jahr ist die Rotbuche aus der Friedhofsschale in eine flache, ovale Schale gewandert. Das hat der Entwicklung der Wurzeln recht gutgetan. Es finden sich entlang des Ablegers zahlreiche Seitenwurzeln, die auch Stabilität vermitteln. Man kann die Form des Absenkers besser erkennen und es entsteht ein schlüssiges Gesamtbild.

Die Verzweigung entwickelt sich sehr schön, die Rotbuche bildet viele kleine Zweige aus, die sich gut lenken lassen. Ich arbeite dabei nach Möglichkeit nur mit Zugdrähten. Drahtungen wachsen zu schnell ein, das lässt sich nicht kontrollieren, dazu habe ich mit diesem Baum schlechte Erfahrungen gemacht.
In der neuen Schale
In der neuen Schale

Mit dem Erscheinungsbild bin ich zu diesem Zeitpunkt schon recht zufrieden. Mein Ziel ist es, den optischen Schwerpunkt mehr in Richtung Schalenmitte zu ziehen. Das dürfte spätestens im nächsten Jahr soweit sein. Danach mache ich mir Gedanken über eine passende Schale. Ich denke, dass eine flache Platte, die man oft bei Waldpflanzungen sieht, gut passen würde.

Kommentare zu meiner Buche sind gerne willkommen.

Detlef
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achim73
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Re: Windgepeitschte Rotbuche

Beitrag von achim73 »

sehr interessantes projekt. stimmiger - rein vom foto her - fände ich allerdings folgendes:
IMG_1836v.jpg
Gruss, Achim
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Andreas Ludwig
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Re: Windgepeitschte Rotbuche

Beitrag von Andreas Ludwig »

Detlef – auch Zugdrähte würde ich unterlegen mit Kork oder Gummi. Tatsächlich nehmen Buchen punktuellen Druck auf die Borke sehr schnell «mit rein».

Was die Sache mit «windgepeitscht» oder nicht angeht, würde ich mal Konventionen beiseite schieben. Mir ist diese Form jedenfalls vertraut, sowas habe ich fast vor der Tür. Das entsteht so: Wir befinden uns im Faltenjura der Nordwestschweiz, rechts deines Baums wäre Norden, links Süden. Der Untergrund ist eine steil aufragende Kalksedimentplatte, nach Süden der Rücken. Darauf können Bäume nicht tief wurzeln, bei Sturmwind und ab einer gewissen Masse kippen sie nach unten um. Gleichzeitig erzeugt die Sonne Aufwind, zusammen mit dem vorherrschenden Westwind ergibt das Dauerdruck. Kennt man auch an Meeresklippen. Das Resultat ist ein schrägliegender Stamm, fast gerade, weil ursprünglich im Windschutz herangewachsen, die Krone wird Richtung Nord/Nordost «gekämmt». Geht also schon – zumindest aus natürlicher Sicht.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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