Irgendwie tue ich mich immer schwer, jemanden mit Niemand anzureden... ein richtiger Vorname wäre mir lieber...
An dem im aktuellen Zustand gezeigten Mammutbaum sehe ich zwei Probleme. Zum einen hat er aktuell bedenklich wenig Laub, auch noch mit braunen Spitzen, besonders an den unteren Ästen. Hat sich das von alleine verabschiedet oder wurde das alles abgeschnitten? War der Baum wirklich vital genug für die Bearbeitung? Wenn ein Baum so wenig Laub hat, kann er nur wenig Photosynthese betreiben und überhaupt nur wenig Aktivität entfalten. Es kann auch mal recht lange dauern, bis so ein Baum sich wieder erholt (kann auch mal 2 - 3 Jahre dauern). Ob an den schwächsten unteren Ästen überhaupt wieder vitales Wachstum einsetzt, ist abzuwarten. Da können auch noch welche verlorengehen.
Das zweite Problem ist ästhetischer Natur und zweitrangig, solange die unteren Äste so schwach sind. Bei einem alten Riesenmammutbaum hängen die Äste, vor allem die unteren, direkt ab dem Ansatz nach unten. Das prägt den typischen Habitus. Hier stehen diese Äste dagegen im Bogen nach aufwärts, wie bei einem im Sturm umgeklappten Regenschirm. Das ist für die Steigerung der Vitalität insofern nicht verkehrt, als sie stärker wachsen, wenn die Enden sich in höheren Positionen befinden. Später aber, vorausgesetzt sie erholen sich und bilden kräftige Laubpolster aus, müssen sie nach abwärts gezogen werden. Da reicht dann auch der dünne Draht, der hier verwendet wurde, nicht aus. Dann wird dickerer benötigt und die Verwendung von Spanndrähten ist dann zusätzlich zu empfehlen.
Um die Astansätze später direkt am Ansatz nach unten zu bekommen und keine hässlichen Bögen zu produzieren dürfen die Äste wiederum nicht erst zu dick werden.
Liebe Grüße,
Heike