War nur eine Idee, denn die Schale stand ja mal zur Diskussion.
Ich finde sie auch sehr passend!!
die schräge Kiefer
- Walter Pall
- Botschafter
- Beiträge: 8022
- Registriert: 05.01.2004, 19:15
- Wohnort: Attenham bei München
- Kontaktdaten:
quote="Kelle"]
p.s. Die Bilder sind trotz des Hintergrunds wieder rattenscharf geworden!!![/quote]
Das geht so:
Licht von schräg hinten, Belichtungsmessung auf den Stamm, auf keinen all auf den Hintergrund, Objektiv mit Blende 1.8 oder gar 1.4, leichtes Tele, in dem Fall 85, was ungefähre 120 ist wenn Crop-Faktor bedacht wird. Achten, dass der Fokus auf dem Stamm ist und nicht irgendwo im Hintergrund. Bei Objektiven mit Backfokus kann das bei jedem zweitem Schuss daneben gehen. Einfach aus freier Hand abdrücken. Gibt sehr schön dreidimensional wirkende Bilder, die schärfer wirken als sie sind - optische Täuschung wegen totaler Unschärfe des Hintergrundes. Schärfe ist nicht absolut, sie ist relativ.
So klingt unsere Bonsaisprache auf Aussensseiter. Es ist aber hilfreich, wenn man weiss, was dahinter steckt, nur versteht das keiner, der die Fachsprache nicht kennt.
p.s. Die Bilder sind trotz des Hintergrunds wieder rattenscharf geworden!!![/quote]
Das geht so:
Licht von schräg hinten, Belichtungsmessung auf den Stamm, auf keinen all auf den Hintergrund, Objektiv mit Blende 1.8 oder gar 1.4, leichtes Tele, in dem Fall 85, was ungefähre 120 ist wenn Crop-Faktor bedacht wird. Achten, dass der Fokus auf dem Stamm ist und nicht irgendwo im Hintergrund. Bei Objektiven mit Backfokus kann das bei jedem zweitem Schuss daneben gehen. Einfach aus freier Hand abdrücken. Gibt sehr schön dreidimensional wirkende Bilder, die schärfer wirken als sie sind - optische Täuschung wegen totaler Unschärfe des Hintergrundes. Schärfe ist nicht absolut, sie ist relativ.
So klingt unsere Bonsaisprache auf Aussensseiter. Es ist aber hilfreich, wenn man weiss, was dahinter steckt, nur versteht das keiner, der die Fachsprache nicht kennt.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
Hallo Walter
Da Du wohl einen Kommentar erwartest um darauf antworten zu
können, was Du auch immer im Schilde führen magst.
Das Bild mit dem rechts geneigten Baum, gefällt mir besser.
Eine Sylvestris, ist in meinen Augen ein sehr luftiger Baum.
Nicht knorrig, sondern eher filigran. Die sich daraus ergebende
Konsequenz wäre Ausdünnen.
Allerdings bin ich Flachlandtiroler und meine Baumbilder
haben eine andere Wachstumsstruktur als in höheren Lagen.
mfG Dieter
Da Du wohl einen Kommentar erwartest um darauf antworten zu
können, was Du auch immer im Schilde führen magst.
Das Bild mit dem rechts geneigten Baum, gefällt mir besser.
Eine Sylvestris, ist in meinen Augen ein sehr luftiger Baum.
Nicht knorrig, sondern eher filigran. Die sich daraus ergebende
Konsequenz wäre Ausdünnen.
Allerdings bin ich Flachlandtiroler und meine Baumbilder
haben eine andere Wachstumsstruktur als in höheren Lagen.
mfG Dieter
Walter,
das Anlegen dreidimensionaler Negativbereiche bleibt wohl nur auf feinlaubige Nadelgehölze beschränkt, oder? Ich wüsste nicht, wie man diese Wirkung an Laubbäumen erzielen könnte.
Die Fragestellung ist mir durchus nicht fremd und besonders bei meinem ersten Bonsai, einer Myrte, stand ich jedes Jahr wieder vor dem Problem, arbeite ich nun dichte, deutlich voneinander getrennte Kissen aus oder lichte ich die Kissen so weit aus, dass sie transparent werden. Der Versuch zweiteres zu tun ist bei Myrten aber regelmäßig zum Scheitern verurteilt, da das üppige Wachstum dieser Baumart die kleinen Negativräume innerhalb der Kissen im Nu wieder verschwinden lässt.

In jedem Fall ist dieser Baum ein Bilderbuchbeispiel für deine beschriebenen dreidimensionalen Negativbereicht, auch wenn die zweidimensionalen Abbildungen das nur erahnen lassen.
das Anlegen dreidimensionaler Negativbereiche bleibt wohl nur auf feinlaubige Nadelgehölze beschränkt, oder? Ich wüsste nicht, wie man diese Wirkung an Laubbäumen erzielen könnte.
Die Fragestellung ist mir durchus nicht fremd und besonders bei meinem ersten Bonsai, einer Myrte, stand ich jedes Jahr wieder vor dem Problem, arbeite ich nun dichte, deutlich voneinander getrennte Kissen aus oder lichte ich die Kissen so weit aus, dass sie transparent werden. Der Versuch zweiteres zu tun ist bei Myrten aber regelmäßig zum Scheitern verurteilt, da das üppige Wachstum dieser Baumart die kleinen Negativräume innerhalb der Kissen im Nu wieder verschwinden lässt.
Soll das heißen, dass man manchmal gar nicht viel tun muss um einen interessanten Baum zu kreieren, wenn man nur den passenden theoretischen Überbau dazu gut verkaufen kann?Der war immer schon in der Schale, nur hat den Baum keiner beachtet. Ich auch nicht so recht.
In jedem Fall ist dieser Baum ein Bilderbuchbeispiel für deine beschriebenen dreidimensionalen Negativbereicht, auch wenn die zweidimensionalen Abbildungen das nur erahnen lassen.



Hallo zusammen.
Denke schon, daß das in bestimmtem Maße auch mit Laubbäumen machbar ist. Ulf hat Recht, Laubbäume sind wesentlich dichter durch die Belaubung und man kann nicht durch Löcher durch die Krone sehen, aber sie wachsen auch nicht so geleckt und geschleckt mit deutlich definierten "Negativräumen". Sprich': Ein natürlicher Baum siehtt nicht aus wie ein Dreieck, sondern hat "Ecken und Kanten" einzelne Partien, die aus der Krone etwas herausgewachsen sind und nicht so gleichförmig.
Aber zurück zur Kiefer. Auch bei der Kiefer ist nicht alles wie mit dem Lineal gezogen, sondern das Ganze hat ein lockeres Volumen. Ich finde außerdem nicht, daß sie optisch umfällt, es droht zwar, aber sie stemmt sich mit aller Macht (Wurzeln) der Schwerkraft entgegen. Ein absolut spannendes Bild!
Holger
Denke schon, daß das in bestimmtem Maße auch mit Laubbäumen machbar ist. Ulf hat Recht, Laubbäume sind wesentlich dichter durch die Belaubung und man kann nicht durch Löcher durch die Krone sehen, aber sie wachsen auch nicht so geleckt und geschleckt mit deutlich definierten "Negativräumen". Sprich': Ein natürlicher Baum siehtt nicht aus wie ein Dreieck, sondern hat "Ecken und Kanten" einzelne Partien, die aus der Krone etwas herausgewachsen sind und nicht so gleichförmig.
Aber zurück zur Kiefer. Auch bei der Kiefer ist nicht alles wie mit dem Lineal gezogen, sondern das Ganze hat ein lockeres Volumen. Ich finde außerdem nicht, daß sie optisch umfällt, es droht zwar, aber sie stemmt sich mit aller Macht (Wurzeln) der Schwerkraft entgegen. Ein absolut spannendes Bild!
Holger
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
- Frank Zappa -
