Italien und die restliche Szene

Ausstellungen, Workshops, Arbeitskreise, Events u. -Organisationen, Reisen, Besuchen in Bonsai-Gärten und Töpferstuben.
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

Thomas P. hat geschrieben:Aus einem Forum kann man keine Bonsaischule machen.
Ich denke , Flu irrt, wenn er denkt , hier tummelt sich ganz Bonsai-Deutschland. Das ist nur ein bestimmter Menschenschlag, im Grunde immer die Gleichen. Die Basic-Frager stolpern rein, weil sie plötzlich so ein Baumarktteil bekommen haben, freuen sich über die Antwort und gehen.
Meist sind sie auch noch gefrustet, weil man ihnen bzgl. ihrer Bäume klar die Grenzen aufzeigt.
Die Mehrzahl der Bonsaianer hat von der Existens eines derartigen Forums keinen Schimmer, hat sein Wissen aus diversen Büchern, krautert so vor sich hin und ist zufrieden. Mir ging das auch so ,bis ich dann durch Zufall die BA in die Hand bekam und meine kleine Bonsaiwelt völlig auf den Kopf gestellt wurde. Da wußte ich, entweder ich finde jetzt jemanden, der mich weiterbringt oder ich pflanze alle meine Bäume in den Wald zurück.
Nur sind solche Zufälle selten und Bonsai zeigt auch wenig Präsenz in den Medien. Es gibt zig Gartensendungen im TV, aber einen wirklich gut gemachten Beitrag zu Bonsai habe ich noch nicht gesehen.
Ja und hat dann einer Lunte gerochen, wohin soll er sich wenden? Wenn ich bedenke, wie weit ich fahren muß , um zu einem Workshop zu kommen und was der dann kostet, so stößt manch Jugendlicher an finanzielle Grenzen.
Das Interesse ist da, das sehe ich auf allen unseren AK-Veranstaltungen und Bonsaitagen mit unserer befreundeten Baumschule, nur fehlt es häufig an einer Anlaufstelle in zumutbarer Entfernung und einem für diese Gruppe bezahlbaren Schulungsangebot.

Nachvollziehbar. Guter Ansatz. Nur ändern wird sich daran wohl nix.
M
Beste Grüße
Martin

Lieber Querlüften als Querdenken!
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

mohan hat geschrieben:Bist du vielleicht ein wenig gereizt? :wink:
Joerg hat dir doch gar nichts getan. :roll:

Es waere doch schoen, wenn du deine Argumente, die gegen seinen Eindruck sprechen, etwas naeher ausfuehren koenntest, damit das richtig verstanden wird. :)
Guten Morgen!
Aber nein. :wink:

Ich hab´s nur etwas lächerlich gefunden, dass Jörg Yamadori-Sammler auffordert, andere Leute mitzunehmen. :roll: :lol: Das kann doch kein wirklich ernst gemeinter Vorschlag sein!?? - Kein Mensch wird sich gute Sammelgebiete suchen, Ausgrabebewilligungen einholen und dann *lernwillige Jungbonsaianer* auf den Berg mitnehmen ...... :?

Betreffend das Thema Ausbildung war aber nix unklar, oder? :wink:

Sorry, wenn da was flasch rüber gekommen ist! :oops:
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Thomas
Deine Aussage das ein Forum keine Schule sein kann
ruft bei mir blankes Entsetzen hervor.
In anderen Foren habe ich den Eindruck gewonnen,
das Du gute Basis-Arbeit leistest und ich bin davon
ausgegangen, das wir beide am selben Strang ziehen.
Sollte ich mich so getäuscht haben ?
mfG Dieter
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Wolfgang S
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Beitrag von Wolfgang S »

Wolfgang hat geschrieben: Kein Mensch wird sich gute Sammelgebiete suchen, Ausgrabebewilligungen einholen und dann *lernwillige Jungbonsaianer* auf den Berg mitnehmen ...... :?
Hallo Wolfgang,
es ist ja auch nicht nötig, die Behandlung von Yamadoris ausgerechnet an Spitzen-Yamadoris zu lernen. Es wird ja wohl auch Gebiete geben, die einfacheres Material haben. Als Bonsaianfänger kaufe ich mir auch nicht gleich den Viele-Kiloeuro-Yamadori, sondern halt ein gutes Anfänger-Rohmaterial.

Was glaubst Du, wieviel Zulauf Du hättest, wenn Du für kleine Gruppen Wochenend-Yamadori-Sammelkurse anbieten würdest? Auch wenn "nur" Anfänger-Yamadori ausgegraben würden?

Natürlich stellen ausgebildete Sammler immer Gefahr für die eigene Ernte dar, das ist wie mit den Pilzesammlern, "man hat halt so seine Reviere". :wink:

Gruß,
Wolfgang
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo
Das Sammeln von alten Bäumen sollte man den Leuten
überlassen, die eine hohe Überlebensquote aufweisen.
Bonsai bedeutet für mich auch Liebe zur Natur
und nicht Raubbau.
mfG Dieter
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flu
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Beitrag von flu »

zopf hat geschrieben:Das Sammeln von alten Bäumen sollte man den Leuten
überlassen, die eine hohe Überlebensquote aufweisen.
Du hast recht, für Leute, die keine hohe Überlebensquote haben und demnach eher sterben, macht das Sammeln von Bäumen nur mehr wenig Sinn. :lol:

PS: ... das Pflanzen hingegen schon ;)
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Wolfgang S
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Beitrag von Wolfgang S »

zopf hat geschrieben:Hallo
Das Sammeln von alten Bäumen sollte man den Leuten
überlassen, die eine hohe Überlebensquote aufweisen.
Bonsai bedeutet für mich auch Liebe zur Natur
und nicht Raubbau.
mfG Dieter
Hallo,
wo habe ich denn von alten Bäumen geschrieben? Und Raubbau? Bitte lies nicht nur das, was Du lesen willst.

Wolfgang, Karl und die anderen haben das natürlich alles schon bei der Geburt gewußt und nicht auch irgendwie gelernt? Mit entsprechenden Ausfallraten oder unter Anleitung. Sollte nicht dieses Wissen weitergegeben werden?

Genau mit dieser Deiner Einstellung ist es um so wichtiger, unter Anleitung zu sammeln, statt einfach hinzufahren und rauszureißen. Und das gilt übrigens auch für Flachlandbaumsammler. Mir wird ganz anders, wenn ich hier die Bilder von 2 jährigen Pflänzchen mit nur einer Pfahlwurzel sehe, die im Juli aus dem Boden gerissen wurden "Wie weit kann ich die Pfahlwurzel abschneiden??".

Ich stelle mir das so vor, daß man lernt, wie man überhaupt Bäume erfolgreich ausgräbt und erst Schritt für Schritt über mehrere Jahre zum hochwertigen Yamadori kommt, damit man auch die Auswirkungen von (hoffentlich seltenen) Fehlbehandlungen sehen kann. Jürgen Zaar hat übrigens sowas mal angeboten. War da wer von den Lesern hier?

Gruß,
Wolfgang
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Wolfgang
Entschuldige, ich bin bei diesem Thema wohl zu sensibel.
Vielleicht ginge es so.
Baumschulware
nach 3-4 Jahren Flachland-Jungpflanzen 3-7 jährige Pflanzen
nach 2-3 Jahren Mittelgebirge 10-20 jährige Pflanzen
und dann mit einem Profi
mfG Dieter
Joerg

Beitrag von Joerg »

@ WolfgangS

...genau darum geht es ..., stimme mit dem was du schreibst absolut überein
Wolfgang hat geschrieben:Hättest du *eigene* Yamadori-Gebiete zum Sammeln, würdest du nicht derart NAIVE Bemerkungen formulieren. :roll: (das mag jetzt überheblich klingen, aber es IST SO!)
Vermutlich kannst du dir auch nicht vorstellen, dass manche Menschen ein Leben lang mit einem anderen zusammenleben und sogar ihr Bankkonto miteinander führen. Nur es ist nicht alles was du dir in deiner kleinen Bonsaiwelt nicht vorstellen kannst auch dementsprechend gleich naiv oder unmöglich. "IST SO" gilt ausschliesslich nur für das was sich in deinem kleinen Kopf abspielt darüber hinaus ist vieles NICHT so ;-)
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Von allerhöchster Stelle wurde mir mehr Information über die Schuola d'Arte zugespielt:

Die Ausbildung geht über acht Jahre und nach Abschluß der Schule ist man kein Bonsai-Meister, sondern "nur" von den Vereinigten Bonsaischulen Japans anerkannter Bonsai-Lehrer.
Die Ausbildung zum Meister ist weit aus länger und umfangreicher.


Das habe ich so nicht gewusst. Diese Information sagt einiges über das Quaitätsbewustsein dieser Schule aus. Wer da meint, er könnte es 'fast' genau so, den muss ich an die Läuferanalogie verwesien. Wer laufen kann, der sollte sich nicht mit einem professionellen Marathonläufer vergleichen.
Das normale ADAC-Mitglied hat auch nur sehr wenig mit Michael Schumacher gemein.

Aber jeder muss ja irgendwo anfangen. Das wurde bereits öfter festgestellt. Das Problem in Deutschland scheint mir zu sein, dass dann die allermeisten recht rasch aufhören, richtig dazu zu lernen. Sie meinen, sie hätten es schon geschafft.

Es ist ja so, dass jemand, der zum ersten Mal einer Demonstration zusieht, wohl meint, dass das da oben Genies sind, die aus einem Gestrüpp in zwei Stunden einen vorzeigbaren Bonsai machen können.
Dann lernen solche Leute das Basiswissen und eines schönen Tages können sie auch aus einem Gestrüpp einen halbwegs vorzeigbaren Bosnai machen.

Soweit so gut. Aber jetzt meinen sie, sie seien auch ein Genie.
Ich meine, jetzt haben sie eine Stufe erreicht ab der sie erst richtig in die Bonaikunst eindringen können. Ab jetzt macht es Sinn über die Schuola d'Arte nachzudenken. Von da zum Meister ist es aber noch ein elend langer Weg, den die allermeisten nie schaffen werdden. Alleine schon gar nicht. Genau dazu sind solche Schulen da.

Ich hoffe, die allerhöchste Stelle ist jetzt zufrieden.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo
Wenn ich diesen Thread durchlese, kann ich mir gut
vorstellen warum Deutschland hinkt.
Das Problem ist nicht Geld, Zeit oder Talent.
Es ist ein Mentalitätsproblem.
Die kenianischen und äthiopischen Läufer sind besser weil sie hungrig sind.
mfG Dieter
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Wolfgang S hat geschrieben:Natürlich stellen ausgebildete Sammler immer Gefahr für die eigene Ernte dar, das ist wie mit den Pilzesammlern, "man hat halt so seine Reviere". :wink:
Hiermit hast du die Problematik gleich selbst beantwortet, Wolfgang. :wink:
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flu
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Beitrag von flu »

zopf hat geschrieben:Die kenianischen und äthiopischen Läufer sind besser weil sie hungrig sind.
Dieter, das grenzt ja an Sarkasmus!
BildBildBild
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Joerg hat geschrieben:
Wolfgang hat geschrieben:Hättest du *eigene* Yamadori-Gebiete zum Sammeln, würdest du nicht derart NAIVE Bemerkungen formulieren. :roll: (das mag jetzt überheblich klingen, aber es IST SO!)
Vermutlich kannst du dir auch nicht vorstellen, dass manche Menschen ein Leben lang mit einem anderen zusammenleben und sogar ihr Bankkonto miteinander führen. Nur es ist nicht alles was du dir in deiner kleinen Bonsaiwelt nicht vorstellen kannst auch dementsprechend gleich naiv oder unmöglich. "IST SO" gilt ausschliesslich nur für das was sich in deinem kleinen Kopf abspielt darüber hinaus ist vieles NICHT so ;-)
Was hat das EINE mit dem ANDEREN zu tun, Jörg :?: :roll:

Ich hab´s bereits gestern aus deiner ersten Antwort raus gelesen ...... (und drum am Abend vielleicht etwas "überzogen" reagiert. - Nochmals SORRY dafür!)

Dir geht´s scheinbar wirklich nur um eins: Was DU dir nicht leisten kannst (bzw. willst), das sollten (bzw. dürften) ANDERE auch nicht machen. :?
So einfach geht´s nicht, mein Bonsaifreund :!:

Es bleibt letztendlich jedem Menschen selbst überlassen, ob er in der Baumschule, im Steinbruch ums Eck bzw. am Friedhof(skompost) Bäume sammelt ODER ob er im Gebirge Ausschau nach guten Yamadoris hält.

Und es bleibt jedem selbst überlassen, wofür er sein Geld (für Hobbys) ausgibt. - Du hast dir vor einiger Zeit - soweit ich mich erinnere... - wirklich tolle Granitsäulen / -tische für deine Bonsaisammlung um einige hundert Euros zugelegt. - Andere besuchen einen Wochenend-Workshop für € 120,--

WARUM sollte nicht JEDER das tun, was ER / SIE für richtig hält :?: *kopfkratz*
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zopf
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Beitrag von zopf »

Das ist kein Sarkasmus.
Das ist in biologischer und mentaler Hinsicht die Realität.
Das Potential dieser armen Menschen ist nicht
genetischer Natur, es ist der verzweifelte Versuch
Ihrem Elend zu entkommen.
In früheren Zeiten haben sich die Läufer Ihre Wettkampfschuhe
geteilt und Ihr Training 160km-250km die Woche barfuss absolviert.
Die Kenianer schon früher auf den Zug aufgesprungen müssen
immer mehr Titel an die Äthiopier abgeben, da die Äthiopier
noch hungriger sind.
mfg Dieter

ps Achte doch in Südamerika mal nicht nur auf die schützenswerte
Fauna und Flora. Es gibt doch auch Menschen die in Slums wohnen.
Vielleicht verstehst Du dann die vielseitige Bedeutung des
Wortes " Hunger ". Nimm es bitte nicht persönlich aber mir
kommen Bilder hoch und der Nachgeschmack ist sehr bitter.
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