Oh je, na Jürgen, du Glücklicher - fast 14 Tage Dauerfrost hattest du! Und das in Ludwigshafen! Und nur teilweise mit der Folie abgedeckt!
Und sogar Hornveilchen - die arktische Bergritzen-Hochgebirgspflanze schlechthin - haben es gepackt!Ein Wunder!
Sorry, ich hoffe, du verstehst bissel Blödelei.
Ist der blanke Neid meinerseits mit unserem blöden Oberbayern-Knackfrost-Ostwind-Klima.
Ansonsten ist mir ja auch nicht alleseingegangen...
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Gut Stefan, die Hornveilchen hätte ich weglassen können
Sorry, ich hoffe, du verstehst bissel Blödelei.
Kein Problem
Aber Temperaturen (unter der Folie) bis -19° sind ja auch nicht ohne, oder ? Ob das dann über 2 oder 4 Wochen geht, ist doch letztendlich egal.
Letztendlich sollte es ein Beispiel sein, das deine Folgerung zu Punkt 1 nicht unbedingt zutreffen muss, bzw. was du tatsächlich daraus folgerst. Nur mal aus Neugier, weil es ja (zumindest meiner Meinung nach) nicht zwangsläufig am groben Substrat liegen muss.
Gruß Jürgen
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Ich miet hier ne Lagerhalle und biete Bonsaiüberwinterung als Service an!
Gegenüber stand das Haus mit der alten Metzgerei zum Verkauf, das hat mich schon gereizt (obwohl ich bei Weiten so viel Geld nicht habe). Das Ding hat natürlich einen begehbaren Kühlschrank, um es gelinde auszudrücken - da hatte ich auch schon an sowas gedacht.
Ihr lacht - aber das Bonsaizentrum Münsterland hat auch deshalb seine Fläche um zweitausend qm erweitert, weil die so viele Bonsai zum Überwintern bekommen... Scheint sich wohl zu lohnen :-)
Gruß Jörg
Dumme rennen, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.
meine durch das nasse Frühjahr geschädigte Waldkiefer hat sich prächtig erholt. Sogar so toll das die dadurch entstandenen kurzen, kurznadeligen diesjährigen Triebe ein echter Gewinn sind !
Diese Art hat in ihrem Klima halt ein sehr gutes Regenerationsvermögen auch bei Pflegefehlern. Wie jede natürliche Art es für den klimatischen Raum hat in dem sie sich seit Urzeiten evolutionär entwickelte.
Nur so ist es ja auch zu erklären das es Mädchenkiefer- Bonsai am jap. Kaiserpalast (der mit seinen Japsen wieder )) gibt ,die seit mehreren Jahrhunderten in der Schale stehen. Trotz Weltkrieg, Taifunen und was sonst noch allem.
Zur Vermeidung von Ausfällen ist die Auswahl von klimatisch optimal angepassten Arten wohl das entscheidende.
Totoro hat geschrieben:
Zur Vermeidung von Ausfällen ist die Auswahl von klimatisch optimal angepassten Arten wohl das entscheidende.
Dann braucht man auch keine Kühlhäuser
In diesem Fühjahr sind auch auch einigen Profis -- und ich spreche von solchen, die diese Bezeichnung wirklich verdienen! -- einige Hainbuchen (Carpinus betulus) verreckt. Hainbuchen sind einerseits an ihrem natürlichen Standort äußerst robust. Andererseits ist deren Kultivierung in der Schale eine ganz eigene Welt. Ähnlich sieht es doch auch bei Birken aus. Eigenartig: Mein importierter Fächerahorn (sogar eine Varietät!) wächst dagegen wie Unkraut.
Von daher ist mir deine obige Schlussfolgerung zu kurzsichtig und eindimensional.
Kennen wir denn im Einzel-Fall wirklich die genauen Gründe für die Ausfälle? Ich denke, wir tappen diesbezüglich (noch) weitgehend im Dunkeln.
„Da steh ich nun, ich armer Tor,
und bin so klug als wie zuvor.“ (Goethe, "Faust")
Gruß, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Carpinus betulus ist meine zweite Lieblingsbonsaiart (Spannrückigkeit ).
Meinen besten Hainbuchenbonsai pflege ich seit er ein kleiner Sämling war seit 15-20 Jahren in der Schale. (von einigen Ausflügen ausgepflanzt im Beet zur Verdickung mal abgesehen).
Das ist die für mich einfachste und robusteste Laubbaumart für Bonsai in Deutschland.
Überwinterung: Ohne Schale im Herbst ins Beet setzen oder in der Schale in die kalte Garage oder Keller. Nie Ausfall gehabt.
Das einzige was sie in der Schale nicht abkann ist strenger, langandauernder Frost.
Gilt bei mir natürlich nur für die milde Köln-Bonner-Bucht.
An der polnischen Grenze würde ich vielleicht ne Birke als Bonsai bevorzugen ?
Totoro hat geschrieben:Dann braucht man auch keine Kühlhäuser
Die Temperatur macht aber nicht alles. Die Luftfeuchte hat dazu ja auch ein paar mal heftig geschwankt.
In meinem "Kühlhaus" zeigte das Hygrometer im Februar die gleichen 34% wie in meinem Schlafzimmer. Die Bäumchen da in "Sicherheit" zu bringen wäre nur die halbe Miete gewesen.
wir hatten ja schon ein bisschen die Frage der Baumarten berührt. Vielleicht wäre es ganz interessant und wenig aufwändig, die Erfahrungen mit den verschiedenen Arten aufzulisten.
Bei mir sind (modernes Substrat, bisher keine besonderen Schutzmaßnahmen, Oberbayern, langer und strenger Frost): sehr winterhart/keine Verluste: Birke, Ginkgo, Waldkiefer, Erle, Pflaume, Schlehe, Robinie, Hosta, Berberitze mittel winterhart/Überlebende und Verluste: Pfaffenhütchen, Fächerahorn, Heckenkirschenarten weniger winterhart/viele Verluste: Rosenarten, Feldahorn, Spitzahorn
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
mal was Erfreuliches:
Eine junge, frost-gebeutelte TPK-Hainbuche fängt bei mir seit letztem Wochenende an auszutreiben. Die erste Knospengarnitur war komplett hinüber, die Hälfte der Zweige ist abgestorben. Aber jetzt spitzen überall am Stamm und an den überlebenden Ästen frischgrüne Knospen aus schlafenden Augen hervor. Ich hab ja nicht mehr dran geglaubt aber ein bisschen Glück braucht man ja auch mal.... und im nächsten Winter bekommt sie Bodenkontakt im Torfbeet!!! Alles was da drin stand hatte keinerlei Probleme. Alles was daneben stand, ist stark mitgenommen oder hinüber. Schatten und Windschutz hatten alle.
Hallo - ich hatte nicht mehr damit gerechnet, aber die Hoffnung nicht aufgegeben,.., wie ihr an den Bildern seht, kamen die ersten Knospen in diesem Jahr ca. am 26.6. und das letzte Bild ist von heute - 4.7. - der lebt doch noch!
Na ja - eine Eiche, und eine Zelkove und auch eine Walnuss haben leider nicht überlebt,
bis denne Volker
Dateianhänge
26.6.12
CIMG4389 (Medium).JPG (45.01 KiB) 1498 mal betrachtet
26.6.12
4.7.12
Bis denne Volker
Ein fallender Baum macht mehr Lärm
als ein wachsender Wald.