Hainbuche abmoosen?

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tamandua
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Re: Hainbuche abmoosen?

Beitrag von tamandua »

Hallo,

je nachdem, wie die Wurzeln gewachsen sind und vor allem wo genau sie ansetzen, kannst du sie doch evtl noch etwas verrücken. Oder schneiden, wenn nichts mehr hilft. Der Ballen scheint ja recht gut durchwurzelt zu sein, ein Wurzelschnitt an der Oberfläche wäre somit womöglich zu verkraften.
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sulrich
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Re: Hainbuche abmoosen?

Beitrag von sulrich »

Ja, ich würde auch noch nicht aufgeben! Irgendwann muss ja die Schnittstelle überwachsen, könnten sich sich dort nicht immer noch neue Wurzeln bilden? Ich würde das ganze wahrscheinlich einsetzen, wie es ist, und einfach schauen, was passiert.
Viele Grüße,
Stefan

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migo
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Re: Hainbuche abmoosen?

Beitrag von migo »

Danke für's Mut machen, aber ich habe das Ganze nochmal etwas überarbeitet und es ist einsichtiger geworden.

Es sieht so aus: Am Kallus sind nur ein paar Haarwürzelchen und an dem Verbindungsstück zwischen den drei Stämmen - auf dem Foto die gestrichelte Linie - ist nichts.
An den Stämmen sind etwa zwei bis drei Zentimeter über der Verbindung die Wurzeln gewachsen. Und da der Baum während der Wachstumsphase alle paar Tage um 90° gedreht wurde, sind die Wurzeln schön gleichmäßig rund um die Stämme verteilt.

Wenn ich alles so lasse und wieder einpflanze, würden die Wurzeln zwischen den Stämmen kreuz und quer liegen. Selbst wenn dann irgendwann am Kallus ausreichend Wurzeln gewachsen wären, hätten die Wurzeln am Stamm schom eine ziemliche Stärke erreicht. Was zu Folge hätte, das am Wurzelansatz auch eine Stammverdickung stattgefunden hätte. Somit wären die Stammstücke zwischen dem neuen Wurzelansatz und dem Kallus dünner. Dazu kämen noch sehr viele Narben wenn man die Stammwurzeln später wieder abschneiden würde.

Die Wurzeln in der Mitte raus zu schneiden ergäbe auch ein komisches Ergebnis, denn dann wären die Wurzeln außen ca. zwei bis drei Zentimer höher als die Verbindungsstelle zwischen den Stämmen.

Irgendwie kann ich mit mit diesen Möglichkeiten nicht so recht anfreunden.

Wenn ich alles so lasse und so wie es ist einpflanze, könnte sich ja evtl, eine Art Wurzelplatte bilden. Nur ist das so kreuz und quer wirklich schön??
Gibt es Beispiele für sowas?
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Tschüüss, Michael

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sulrich
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Re: Hainbuche abmoosen?

Beitrag von sulrich »

Hi!

Ja, da ist das Abmoosen leider nicht so gelaufen, wie es sollte. Ich weiß nicht, ob und wie Du Dich schon entschieden hast (denn der Baum muss ja bald in einen Topf ;-) ) - wenn Du ihn jetzt einfach so einpflanzt, gewinnst Du jedenfalls Zeit, dir das ganze nochmal zu überlegen oder noch mehr Rat einzuholen. Ich glaube nicht, dass sich die Wurzeln da oben in einem Jahr so verdicken werden, dass eine inverse Verjüngung entsteht. Das mit der Wurzelplatte gibt's bei Ahornen oft, aber ich glaube, bei einer Hainbuche (vor allem im Topf) würde es sehr lange dauern, bis die Wurzeln zusammengewachsen sind (10 Jahre?)

Plan B (trennen) kannst Du dann immer noch im nächsten Jahr machen. Vielleicht wäre das auch eine gute Gelegenheit, mal ein paar dieser fortgeschrittenen japanischen Techniken auszuprobieren, um das Nebari am Mehrfachstamm doch noch zu retten, z.B. Anpfropfen von Jungpflanzen - Hainbuchensämlinge sind ja leicht zu finden ...
Viele Grüße,
Stefan

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witte
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Re: Hainbuche abmoosen?

Beitrag von witte »

sind denn echt so wenig wurzeln an der abmoosstelle entstanden, das der baum nicht überleben könnte? vllt. kannst du ihn obenrum ein wenig stutzen und ihn in einen tpk setzen. hainbuchen sind doch recht zeh und schnell wieder nachgewachsen.

grüße Martin
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migo
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Re: Hainbuche abmoosen?

Beitrag von migo »

Tja, hätte ich mir von Anfang an gewünscht die Bäume zu vereinzeln, wäre ich jetzt sehr glücklich.
Aber ich werde mich (wieder mal) mit Geduld üben und sie so wie sie sind einpflanzen. Vielleicht ist ja doch noch was zu retten.
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Tschüüss, Michael

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Re: Hainbuche abmoosen?

Beitrag von migo »

So, das war's dann damit für dieses Jahr.
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Re: Hainbuche abmoosen?

Beitrag von sulrich »

Na dann viel Glück! Wäre wirklich schade um diesen schönen Mehrfachstamm. Wie gesagt, das Wurzelpfropfen würde ich mir überlegen ... (vielleicht an der Mutterpflanze oder einem anderen Testobjekt mal ausprobieren?)
Viele Grüße,
Stefan

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Re: Hainbuche abmoosen?

Beitrag von migo »

Hallo zusammen,
fast fünf Wochen nach dem Einsetzen ist das Bäumchen leider immer noch nicht weiter. Rinde und Knospen sehen schön frisch aus, aber es tut sich einfach nichts. Er will und will nicht austreiben. Sprühe seit zwei Wochen jeden Morgen mit Orus, aber auch das bringt keine Fortschritte.
Hat jemand ne Idee??
Tschüüss, Michael

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Re: Hainbuche abmoosen?

Beitrag von migo »

Hilfe!!!
Tschüüss, Michael

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Urikawa
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Re: Hainbuche abmoosen?

Beitrag von Urikawa »

Hallo Michael,

Ich weiss nicht ob es dir bekannt ist das manche Bäume mit eine Pilz zusammen leben. So auch die Hainbuche. Jetzt sieht mann ganz genau das du den wurzelballen ausgespüllt hast. Der für den Baum wichtiger Pilz ist damit auch weggespüllt worden. Da ich nicht weiss ob du das neue gemiss mit den Pilz geimpft hast kann es sein das der Baum jetzt in einen überlebungskampf verwickelt ist.
Wenn du das gemiss nicht mit den Pilz geimpft hast soltest du dies schleunigst machen. Es gibt dafür pallets im handel oder du kannst etwas erde unter einer Hainbuche sammeln und dies hinzugeben. Versuche so oft wie nur möglich das holz mit einen verdünster wasser zu geben. Der standort darf nicht in der prallen sonne sein.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.
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Re: Hainbuche abmoosen?

Beitrag von migo »

Danke Urikawa,
habe an alles gedacht, nur nicht an die Mykorrhiza-Impfung. Werde ich noch heute machen.
Drück mal die Daumen, dass es nicht zu spät ist.
Tschüüss, Michael

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