Drei neue Quercus robur yamadori
-
holgermueller
- Beiträge: 945
- Registriert: 04.12.2012, 23:30
Re: Drei neue Quercus robur yamadori
hi,
mich würde mal interessieren, was aus den 3 Yamadoris geworden ist?!? Sie sahen ja bei der "Ernte" schon super aus... Gruß Holger
mich würde mal interessieren, was aus den 3 Yamadoris geworden ist?!? Sie sahen ja bei der "Ernte" schon super aus... Gruß Holger
Re: Drei neue Quercus robur yamadori
Tja ...
ich muss zugeben ... sie haben es alle nicht geschafft. Offensichtlich hab ich sie zu einem falschen Zeitpunkt geborgen und nun ne Menge daraus gelernt. Ich habe weitere gute Aspiranten auf Warteposition, in der freien Natur am Originalstandort zurückgeschnitten und z.T. vorgestaltet. Sie werden erst nach!!! den letzten Frösten 2013 geerntet und dann sowas von in Ruhe gelassen !!!
bis wirklich 2 Jahre lang alles stimmt. Vielleicht oder wahrscheinlich sogar werde ich sie ins Freiland setzen und dort erst einmal wieder zu Kräften kommen lassen.
Es ist einfach zu frustrierend wenn man alles auf einmal haben möchte und das auch noch zu schnell ...Wenn Eichen nicht wirklich vital im Wurzelwerk sind, schmieren sie bei nicht frostgeschützter Aufstellung ganz banal ab ...Ich hab so die tollsten Modelle verloren
saludos
avicenna
Es ist einfach zu frustrierend wenn man alles auf einmal haben möchte und das auch noch zu schnell ...Wenn Eichen nicht wirklich vital im Wurzelwerk sind, schmieren sie bei nicht frostgeschützter Aufstellung ganz banal ab ...Ich hab so die tollsten Modelle verloren
saludos
avicenna
- MartinRedlich
- Beiträge: 1268
- Registriert: 17.12.2006, 19:53
- Wohnort: Regensburg
- Kontaktdaten:
.
.
Zuletzt geändert von MartinRedlich am 31.03.2026, 07:38, insgesamt 1-mal geändert.
Es wäre schön, wenn die Bonsai im Bild etwas mehr Platz bekämen.
Re: Drei neue Quercus robur yamadori
Hallo Martin, du meinst sandigen Boden an ihrem jetzigen Standort?
Ja, das sind alles Sandstandorte, alte eiszeitliche Moränenflächen ...
Mit Umstechen (um die Wurzelbildung stammnah zu fördern) hab ich es schon einmal vor ca. 3 Jahren probiert bei einem größeren Exemplar am Waldrand, angrenzend an eine landwirtschaftliche Fläche. Ungünstigerweise hatten sich in dem Jahr sehr heiße Perioden ( in sandigem Boden) und massivster Mehltaubefall dazu gesellt und im darauffolgenden Frühjahr wars vorbei
Vielleicht sollte man bei wirklich guten Exemplaren den Baum im Umfeld des Nebariansatzes feinsäuberlich freilegen, ihn mit Spaghnum auspolstern, die Pfahlwurzel belassen und den Rest mit einer Plastikfolie/tasche ummanteln und mit einer Eingießöffnung versehen. Dann ab und zu für Feuchtigkeit sorgen in der Tasche und ihn zwei Jahre so behandeln.
Das haben wir mit zwei großen Crataegen so gemacht. Die abzweigenden Nebariwurzeln wurden sogar zusätzlich noch nach der Watanabetechnik bearbeitet und sie stehen jetzt 2 Jahre. Im Frühjahr 2013 nach den letzten Frösten werden sie einfach durch Kappen der großen Wurzeln schnell geborgen.
jetzt wo ich es so schreibe ... sowas könnte ich auch mit den Eichen machen ... Danke für den Anstupser
saludos
avicenna
Ja, das sind alles Sandstandorte, alte eiszeitliche Moränenflächen ...
Mit Umstechen (um die Wurzelbildung stammnah zu fördern) hab ich es schon einmal vor ca. 3 Jahren probiert bei einem größeren Exemplar am Waldrand, angrenzend an eine landwirtschaftliche Fläche. Ungünstigerweise hatten sich in dem Jahr sehr heiße Perioden ( in sandigem Boden) und massivster Mehltaubefall dazu gesellt und im darauffolgenden Frühjahr wars vorbei
Vielleicht sollte man bei wirklich guten Exemplaren den Baum im Umfeld des Nebariansatzes feinsäuberlich freilegen, ihn mit Spaghnum auspolstern, die Pfahlwurzel belassen und den Rest mit einer Plastikfolie/tasche ummanteln und mit einer Eingießöffnung versehen. Dann ab und zu für Feuchtigkeit sorgen in der Tasche und ihn zwei Jahre so behandeln.
Das haben wir mit zwei großen Crataegen so gemacht. Die abzweigenden Nebariwurzeln wurden sogar zusätzlich noch nach der Watanabetechnik bearbeitet und sie stehen jetzt 2 Jahre. Im Frühjahr 2013 nach den letzten Frösten werden sie einfach durch Kappen der großen Wurzeln schnell geborgen.
jetzt wo ich es so schreibe ... sowas könnte ich auch mit den Eichen machen ... Danke für den Anstupser
saludos
avicenna
- MartinRedlich
- Beiträge: 1268
- Registriert: 17.12.2006, 19:53
- Wohnort: Regensburg
- Kontaktdaten:
.
.
Zuletzt geändert von MartinRedlich am 31.03.2026, 07:38, insgesamt 2-mal geändert.
Es wäre schön, wenn die Bonsai im Bild etwas mehr Platz bekämen.
Re: Drei neue Quercus robur yamadori
Ich glaube mit älteren Eichen muß man viel Gedult haben .Ihre Pfahlwurzel scheint ihnen sehr wichtig zu sein
Ich habe einige Rohlinge in meinem Garten zu stehen , die ersten Jahre standen sie in sehr tiefen Eimern mit sehr durchlässigem Substrat , so konnte ich ein langes Stück Pfahlwurzel am Anfang dran lassen . Nach vier Jahren in Gefangenschaft haben sich dann genug neue Wurzeln gebildet so das ich die Pfahlwurzel kappen konnte. Auf diese Art haben bisher alle überlebt ,aber es dauert eben elendig lange bis man mal einen vorzeigbaren Baum hat.
Rene'
Rene'
Re: Drei neue Quercus robur yamadori
Danke Martin für den zusätzlichen Tipp mit der Symbiontenannäherung
... Es ist sicher ein besserer Weg so zu verfahren als sie schnell zu pflücken und im Nachhinein zu weinen ...
Ich werds versuchen und die Kandidaten lieber noch stehen zu lassen und nachsehen wann es klappen kann ...
saludos
avicenna
Ich werds versuchen und die Kandidaten lieber noch stehen zu lassen und nachsehen wann es klappen kann ...
saludos
avicenna
- MartinRedlich
- Beiträge: 1268
- Registriert: 17.12.2006, 19:53
- Wohnort: Regensburg
- Kontaktdaten:
.
.
Zuletzt geändert von MartinRedlich am 31.03.2026, 07:39, insgesamt 1-mal geändert.
Es wäre schön, wenn die Bonsai im Bild etwas mehr Platz bekämen.
-
Eva Warthemann
- Beiträge: 3578
- Registriert: 11.01.2004, 18:10
- Wohnort: Kleinstadt in Sachsen/Anhalt
Re: Drei neue Quercus robur yamadori
Hallo Rene'!Ich glaube mit älteren Eichen muß man viel Gedult haben .Ihre Pfahlwurzel scheint ihnen sehr wichtig zu seinIch habe einige Rohlinge in meinem Garten zu stehen , die ersten Jahre standen sie in sehr tiefen Eimern mit sehr durchlässigem Substrat , so konnte ich ein langes Stück Pfahlwurzel am Anfang dran lassen . Nach vier Jahren in Gefangenschaft haben sich dann genug neue Wurzeln gebildet so das ich die Pfahlwurzel kappen konnte. Auf diese Art haben bisher alle überlebt ,aber es dauert eben elendig lange bis man mal einen vorzeigbaren Baum hat.
Rene'
Zu kurz gekappte Pfahlwurzeln haben mir auch schon oft neu ausgegrabene Eichen gekostet.
Was ich noch nicht ausprobiert habe, aber so als Idee in meinem Kopf herumschwirrt, ist der Gedanke des Einschnürens der Pfahlwurzel, so 1-2 Jahre vor dem Ausgraben des Baumes. Ich könnte mir vorstellen, das oberhalb der abgeschnürten Stelle an der Pfahlwurzel zunächst sich eine Wulst- und dann sich neue Wurzeln bilden, die das Umsetzen der Eiche und Kappen der Pfahlwurzeln ermöglichen.
Wie denkt Ihr darüber?
Liebe Grüße Eva Warthemann
An Mitgift ist noch keiner gestorben
Mitglied im BCD
Mitglied im BCD
Re: Drei neue Quercus robur yamadori
Eva, dazu hat Herbert einen schönen Bericht geschrieben: http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 27#p325527
Gruß
Helga
Helga
Re: Drei neue Quercus robur yamadori
Hallo Dieter
Diese zwei Eichen sitzen noch im Freiland.
Beide sitzen im felsigen Untergrund, haben unter der Erdoberfläche viele Feinwurzeln, (verleiten eigentlich zum ausgraben) und jeweils mind. 2-3 dicke Seiten- bzw. Tiefwurzeln,
also keine klassische Pfahlwurzel. Eine oder zwei der dicken Wurzeln die tief nach unten in dem Fels verschwinden (Pfahlwurzeladäquat) wurden entsprechend der zukünftigen Topfgröße gekappt
und das ganze dick mit Spaghnum eingestopft, Erde drauf Moos drauf und mineralisch gedüngt, zusätzlich noch etwas Algenpräparat.
Das ganze fand dieses Jahr im Herbst statt, wie man sehen kann sind die Blätter noch ziemlich grün und fangen erst an gelb zu werden, das war irgendwann im September. Ich habe keine Bedenken das da was passiert, auch bei Eichen Quercus robur findet ab August bis Ende Oktober ein pflanzenphysiologisch enormes Wurzelwachstum statt.
Nächstes Jahr werde ich sehen.
Aber darf ich dir noch eine Frage stellen und das ist wirklich ernst gemeint.
Wieso schneidest du den Trieb so weit runter beim ausgraben.
Beim Zuwachs an neuen Trieben nach dem Triebschnitt nach dem ausgraben und beim Umtopfen (Eintopfen) ersetzt (oder bildet) nicht gleichzeitig die so wichtige Wurzelmasse die für die Etablierung notwendig ist, da überwiegend die meiste Energie in die Triebe fließt. Zudem nehmen die wenigen Wurzeln nach der ersten Triebphase auch weniger Nährstoffe auf, die sie dringend brauchen für die nächsten Triebwachstumsphasen im selbigen Jahr. Weißt du was ich meine?
Was hältst du davon?
Gruß Ralf
Diese zwei Eichen sitzen noch im Freiland.
Beide sitzen im felsigen Untergrund, haben unter der Erdoberfläche viele Feinwurzeln, (verleiten eigentlich zum ausgraben) und jeweils mind. 2-3 dicke Seiten- bzw. Tiefwurzeln,
also keine klassische Pfahlwurzel. Eine oder zwei der dicken Wurzeln die tief nach unten in dem Fels verschwinden (Pfahlwurzeladäquat) wurden entsprechend der zukünftigen Topfgröße gekappt
und das ganze dick mit Spaghnum eingestopft, Erde drauf Moos drauf und mineralisch gedüngt, zusätzlich noch etwas Algenpräparat.
Das ganze fand dieses Jahr im Herbst statt, wie man sehen kann sind die Blätter noch ziemlich grün und fangen erst an gelb zu werden, das war irgendwann im September. Ich habe keine Bedenken das da was passiert, auch bei Eichen Quercus robur findet ab August bis Ende Oktober ein pflanzenphysiologisch enormes Wurzelwachstum statt.
Nächstes Jahr werde ich sehen.
Aber darf ich dir noch eine Frage stellen und das ist wirklich ernst gemeint.
Wieso schneidest du den Trieb so weit runter beim ausgraben.
Beim Zuwachs an neuen Trieben nach dem Triebschnitt nach dem ausgraben und beim Umtopfen (Eintopfen) ersetzt (oder bildet) nicht gleichzeitig die so wichtige Wurzelmasse die für die Etablierung notwendig ist, da überwiegend die meiste Energie in die Triebe fließt. Zudem nehmen die wenigen Wurzeln nach der ersten Triebphase auch weniger Nährstoffe auf, die sie dringend brauchen für die nächsten Triebwachstumsphasen im selbigen Jahr. Weißt du was ich meine?
Was hältst du davon?
Gruß Ralf
- MartinRedlich
- Beiträge: 1268
- Registriert: 17.12.2006, 19:53
- Wohnort: Regensburg
- Kontaktdaten:
.
.
Zuletzt geändert von MartinRedlich am 31.03.2026, 07:39, insgesamt 1-mal geändert.
Es wäre schön, wenn die Bonsai im Bild etwas mehr Platz bekämen.
-
Eva Warthemann
- Beiträge: 3578
- Registriert: 11.01.2004, 18:10
- Wohnort: Kleinstadt in Sachsen/Anhalt
Re: Drei neue Quercus robur yamadori
Hallo Helga!Eva, dazu hat Herbert einen schönen Bericht geschrieben: viewtopic.php?f=9&t=31169&p=325527#p325527
In dem von Dir genannten Bericht wird aber nicht speziell auf die Eiche und deren Pfahlwurzel eingegangen.
Diese scheint sehr wichtig für das weitere Wachstum der Eiche zu sein.
Wenn die Pfahlwurzel zu stark eingekürzt wird, ist der Baum derart stark geschwächt, das er nicht mehr anwachsen kann.
Deshalb mein Gedanke, das die Pfahlwurzel durch den einschnürenden Draht in ihrem Wachstum etwas eingeschränkt wird, aber auch die Möglichkeit hat, genügend neue Faserwurzeln oberhalb der Einschnürung zu bilden, die es schaffen den gesamten Baum mit Nährstoffen zu versorgen. Erst wenn genügend neue Wurzeln vorhanden sind, könnte man den Baum gefahrlos bergen.
Vieleicht hat dies schon ein Bonsaianer erprobt, aber nur noch nicht veröffentlicht. Falls ja, dann bitte über die Erfolgschancen berichten.
Liebe Grüße Eva Warthemann
An Mitgift ist noch keiner gestorben
Mitglied im BCD
Mitglied im BCD
Re: Drei neue Quercus robur yamadori
Hallo Eva,
Ich glaube Deine Idee ist an sich eine gute Methode ,allerdings reicht Abschnüren nicht das habe ich schon ausprobiert, man muß wie von Martin schon beschrieben einen Rindenstreifen entfernen .Es ist aber meist schwierig vor Ort die Pfahlwurzel ohne Beschädigung der Oberflächenwurzeln so weit freizugraben das man diese Arbeiten ausführen kann.
Deshalb bin ich auf die Idee mit den tiefen Pflanzgefäßen gekommen.
Hallo Ralf ,
Deine Kandidaten sehen ja schon mal sehr vielversprechend aus.
Bei felsigem Untergrund ist natürlich wieder alles ganz anders , wir labern hier ausschließlich über sehr sandige, tiefe Untergründe.
Rene'
Ich glaube Deine Idee ist an sich eine gute Methode ,allerdings reicht Abschnüren nicht das habe ich schon ausprobiert, man muß wie von Martin schon beschrieben einen Rindenstreifen entfernen .Es ist aber meist schwierig vor Ort die Pfahlwurzel ohne Beschädigung der Oberflächenwurzeln so weit freizugraben das man diese Arbeiten ausführen kann.
Deshalb bin ich auf die Idee mit den tiefen Pflanzgefäßen gekommen.
Hallo Ralf ,
Deine Kandidaten sehen ja schon mal sehr vielversprechend aus.
Bei felsigem Untergrund ist natürlich wieder alles ganz anders , wir labern hier ausschließlich über sehr sandige, tiefe Untergründe.
Rene'
Re: Drei neue Quercus robur yamadori
Hallo zusammen,
aus meine Empfinden hatte Reiner eine der besten Methoden gefunden um große Eichen zu bergen. Aber auch er war offensichtlich nicht geduldig genug. Denn auch diese herrliche Stück hat es am Ende nicht geschafft.
Gruß Ralf
aus meine Empfinden hatte Reiner eine der besten Methoden gefunden um große Eichen zu bergen. Aber auch er war offensichtlich nicht geduldig genug. Denn auch diese herrliche Stück hat es am Ende nicht geschafft.
Gruß Ralf
Mors est quies viatoris
Fines est omnis laboris
Fines est omnis laboris
