Moon_Walker hat geschrieben:Genauso absurd ist es, ein mehrhundertjährige Yamadori, als
Eigenergebnis zu favorisieren.
Das ist keine Bonsaikunst mehr. Handwerkarbeit.
Meiner Meinung nach.
Hallo Moon_Walker,
trotzdem nochmals Entschuldigung, hätte nicht passieren dürfen. Ich mußte mich aufregen, weil in deiner so verkürzten Aussage, so dermassen viel Unterstellungen enthalten sind. Du schmeißt mit absurd um dich, mit Eigenergebniss (davon war nirgends die Rede), du verneinst jede Kreativität in den Vorgestellten Bäumen und degradierst zum reinen Handwerk, dass alles in einem kurzen Satz.
Hier wurde die sehr erstaunliche Entwicklung sehr hochwertiger Pflanzen gezeigt. Nicht mehr und nicht weniger.
Jeder, der sich ernsthaft mit der Materie beschäftigt weiss, dass dies nur unter optimalen Voraussetzungen klappen kann. Da muß alles zusammenpassen. Ich denke mal die Besitzer und Gestalter dieser Bäume (ich kenne sie flüchtig) sind sich dessen bewußt, dass da neben Können auch Glück dazu gehört. Das Glück nämlich über solche Pflanzen verfügen zu können.
Die Resourcen sind ungleichmäßig und damit ungerecht verteilt, was aber doch nicht im Umkehrschluss dazu führen darf dies denjenigen vorzuwerfen die Ihre Möglichkeiten nutzen. Und das passiert immer wieder, mal unterschwellig mal unverholen.
Auch immer wieder steht der Vorwurf im Raum, ein Bonsai aus einem Findling wäre ja keine Leistung, weil die Natur schon die ganze Arbeit geleistet hat. So einen Baum in der Natur als geeignet für die Gestaltung zu erkennen und dann aus einem wilden Gestrüpp einen Bonsai zu gestalten ist eine Aufgabe an der man ohne Kreativität scheitern muß, weil keine Schablone mehr greift.
Grüße,
Marco