Kaltfront

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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heinz leitner
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Re: Kaltfront

Beitrag von heinz leitner »

uwex hat geschrieben:6 Tage Dauerfrost. Momentan minus Achtzehn Grad. - Heut übergiess ich gegen mittags alle immergrünen Bäume, die draussen in Stroh eingepackt und mit Folie abgedeckt sind,
VG und Daumendrücken für alle!
Hallo
Was macht ihr denn da?
Bei diesen Wetter die Bäume vereisen hilft gar nichts....
Vereisen tun die Obstbauern im Frühling um die Blüte vor dem Erfrieren zu schützen.
Am besten ist geschützt vor Wind und Sonne.
Ramon K. hat geschrieben: Ich habe in dieser Zeit dann auch einzelne Bäume für ein, zwei Tage in die ca. +5 Grad kalte Garage gestellt, damit die Wurzeln auftauen können und der Wasserhaushalt wieder ins Lot kommt. Danach stellte ich sie wieder raus. Klar. War ne kleinere Schlepperei, aber immerhin hatte ich so keine Ausfälle zu beklagen.
Und das ist ganz schlecht.
Entweder draussen oder drinnen.

Eiben und Dreispitz gehören sowieso rein ins Kalthaus.
Die könnten draussen Schaden nehmen.
Gruss Heinz
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Heike_vG
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Re: Kaltfront

Beitrag von Heike_vG »

Ramon K. hat geschrieben:Ich habe in dieser Zeit dann auch einzelne Bäume für ein, zwei Tage in die ca. +5 Grad kalte Garage gestellt, damit die Wurzeln auftauen können und der Wasserhaushalt wieder ins Lot kommt. Danach stellte ich sie wieder raus. Klar. War ne kleinere Schlepperei, aber immerhin hatte ich so keine Ausfälle zu beklagen.
heinz leitner hat geschrieben:Und das ist ganz schlecht.
Entweder draussen oder drinnen.
Bei sehr langen Frostperioden habe ich das auch schon mal gemacht, geschadet hat es jedenfalls nichts!

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Bergi
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Re: Kaltfront

Beitrag von Bergi »

Ich konnte auch überhaupt keine Information auftreiben, die besagt, dass so ein "Eineisen" von Pflanzen im Hochwinter eine Schutzfunktion bringt --- hat da jemand was (Anleitung, Erfahrung...) dazu?
Ansonsten hört man eher, dass Eisbildung direkt an Exoten etc. vermieden werden soll.

Wenn ich jetzt besprenge, bildet sich entweder eine oberflächliche Eisschicht auf den Zweigen und das Gewebe darunter bleibt wie es ist, oder ich taue - bei viel Wasser - die Zweige kurzfristig auf, und sie frieren dann sofort wieder ein - kommt mir beides nicht wirklich sinnvoll vor... auf dem Substrat kann man auf jeden Fall nur eine oberflächliche Eisschicht erzeugen --- so einen Ballen aufzutauen braucht sehr viel warmes Wasser.

Aktuell hätte ich außerdem eher Sorgen, dass Besprinkeln meinen Schnee zusammenschnurren lässt - und die Isolationswirkung futsch geht. Trotz geringer relativer Luftfeuchte bleibt der Schnee im Moment noch recht stabil liegen bzw. "sublimiert" sich nicht so schnell.

Winter ist blöd :? .

Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
uwex
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Re: Kaltfront

Beitrag von uwex »

Hallo, liebe Leute!

Lest doch bitte den ganzen Thread, bevor wir alles nochmal widerholen müssen ....

Reif oder Schnee hilft natürlich noch besser als Eis. Klar. Bei uns hats aber kaum geschneit und der wenige Schnee auf den Zweigen ist schon verdampft. Es gibt auch Leute, die streuen die Pflanzen in ihrem Gewächshaus mit Schnee. Auch nicht schlecht. Das schlechteste scheint mir aber, die Pflanzen bei unter -10°C von draussen reinzuräumen, auftauen zu lassen und dann schockmäßig wieder rauszubauen. Das funzt eventuell bei knapp unter 0°C. Aber kälter? Ich weiß nicht ... aber, da macht jeder seine eigenen Erfahrungen, die von vielen anderen Faktoren abhängen.

Gruß Uwe!
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Bergi
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Re: Kaltfront

Beitrag von Bergi »

Uwe: meine Frage war eigentlich, ob du oder sonst jemand hier überhaupt schon mal positive Erfahrungen mit Eis als Winterschutz für Pflanzen gemacht hat.

Die Wärmeleitfähigkeit von Eis ist immerhin hundertmal höher als die der Luft - das heißt, dass du dir die Isolierwirkung z.B. von Stroh durch das Eis zunichte machst. Eis isoliert nicht.

Gruß,
Stefan
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Andreas R.
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Re: Kaltfront

Beitrag von Andreas R. »

Hallo Stefan,

mir wurde das so erklärt dass das Eis nicht isolieren soll sondern vor Austrocknung durch den Wind schützt.
Ob es wirklich was hilft kann ich nicht sagen weil ich das nicht mache sondern andere Maßnahmen treffe, nämlich Abdecken mit Fichtenzweigen oder Fließ (das isoliert ja auch nicht bzw. nur geringfügigst). Wenn ich das nicht gemacht habe konnte es schonmal passieren dass ein paar feine Zweige nach dem Winter abgestorben waren.
Bei einheimischen Nadelbäumen ist das meiner Meinung nach überflüssig, weil die entsprechende Anpassungen gegen Kälte und Trockenheit haben.

Viele Grüße,
Andy
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Heike_vG
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Re: Kaltfront

Beitrag von Heike_vG »

uwex hat geschrieben:Das schlechteste scheint mir aber, die Pflanzen bei unter -10°C von draussen reinzuräumen, auftauen zu lassen und dann schockmäßig wieder rauszubauen. Das funzt eventuell bei knapp unter 0°C. Aber kälter? Ich weiß nicht ... aber, da macht jeder seine eigenen Erfahrungen, die von vielen anderen Faktoren abhängen.
Das ist nicht von der Hand zu weisen.

Ich habe die Bäume dann in einen ungeheizten Kellerraum mit offenen Fenstern gebracht, wo es nur wenige Plusgrade hatte und habe die Bäume nach ein paar Tagen wieder rausgebracht, als draußen tagsüber doch mal wieder Tauwetter herrschte.
Solche Maßnahmen habe ich übrigens bei nur wenigen Wochen Dauerfrost noch nicht ergriffen, erst nach 2 - 3 Monaten im letzten Winter bin ich da unruhig geworden.

Das Übersprühen des Laubs von immergrünen Bäumen bei starkem Frost und extrem geringer Luftfeuchtigkeit habe ich bisher auch gelegentlich gemacht, zur Vermeidung des Austrocknens. Ob es etwas geholfen hat, weiß ich nicht so genau zu sagen, geschadet hat es jedenfalls offensichtlich nicht.

LG, Heike
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kressevadder
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Re: Kaltfront

Beitrag von kressevadder »

Was wollt ihr denn schon wieder isolieren?

Isolieren heisst den Energiefluss zwischen zwei Massen die sich auf einem unterschiedlichen Wärmepotential befinden, einzudämmen oder zu unterbinden. Der Baum ist ein "wechselwarmer" Organismus, und genau so warm oder kalt wie die Umgebung in der er steht. Der braucht kein Mäntelchen um sich vor dem Verlust von Körperwärme zu schützen.

Warum erfriert ein Fisch nicht, Wasser ist ein super Wärmeleiter (gefroren, flüssig und gasförmig). Warum hat ein Wal, im Gegensatz zu einem Fisch, ein dicke Speckschicht? Warum erfriert der Baum nicht, wenn er bei +2 Grad den ganzen Tag im Regen steht und patsch nass ist?

Bestenfalls wirst du mit Isolierung Spitzenwerte abdämpfen können.

Gruß
Manfred
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avicenna
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Re: Kaltfront

Beitrag von avicenna »

kressevadder hat geschrieben:Was wollt ihr denn schon wieder isolieren?
Es geht doch nicht ums isolieren !!! Es geht um das Problem, dass Wasser sublimiert, d.h., dass dass Wasser ohne das es den Siedepunkt erreicht aus dem festen Zustand Eis in den Dampf bzw. gasförmigen Zustand übergeht und dabei verlorengeht. Was verloren geht, kann durch den durch frost ( Eis im Boden) nicht nachgeliefert werden und die Anteile die Wasser verlieren vertrocknen. Also nichts mit Isolation oder so sondern verringerung der Konvektion trockener, kalter Luft an den Pflanzenteilen. Überziehe ich, z.B. durch besprühen mit heißem Wasser in meiner Gloriadrucksprühflasche die Pflanzenteile mit Wasser, bildet sich eine Verdunstungsschicht ( oder Sublimationsverhinderungsschicht) und der Faktor ist ausgeschaltet.
Warum heißes Wasser ? ... wenns aus der Sprühflasche kommt isses wenns versprüht wird mächtig molekular in Bewegung und kühlt sich schneller ab, gibt schneller Energie ab. Wenns dann auf den Pflanzenteilen landet, isses nicht mehr heiß sondern schön verteilt und schnell frostbereit zur Eisschichtbildung.

Die Schicht ist zwar nicht irre dick ... und das mag der Mangel an dem ganzen Versuch sein ... aber man kann sich beschäftigen :) ... bonsaitechnisch :)

saludos
avicenna
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kressevadder
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Re: Kaltfront

Beitrag von kressevadder »

... aber man kann sich beschäftigen ... bonsaitechnisch
Das ist ein Argument. Das "Bonsaifrühkribbeln" in Kombination mit dem Spätwinter macht einen fertig.
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Totoro

Re: Kaltfront

Beitrag von Totoro »

Hallo zusammen,

diesem Aktionismus zu widerstehen ist schon schwierig. Bei dem Kribbeln.
Meinen Kiefern habe ich mit der Sprühflasche eine feine, dünne Eisschicht verpasst. Die war bei - 10 grad nach ein paar Stunden bereits wieder verdunstet.

Nun ein Phänomen :
Meinen mit über 30 jahren ältesten Bonsai einen Efeu habe ich ins Treppenhaus verbracht. Ich hatte ihn im Herbst in eine Mischung 50 % hartes Akadama
und 50% Kirju gepflanzt. Wegen dem ganzen Hype "moderne Substrate hier im Forum ! Er stand sonst seit 3 Jahrzehnten in meiner an sich bewährten Humushaltigen Mischung ohne jeden Winterschutz. (jedes zweite jahr wurde er nat. umgetopft.)

Bei dem jetzigen Dauerfrost quoll dieses grobkörnige Substrat nun mehrere cm über die Schalenkante empor. Teilweise waren regelrechte " Eis-Stalakmiten" entstanden, auf denen jeweils ein Körnchen Substrat saß.
Ich bekam ein wenig Schiß das Feinwurzeln durch diese Kräfte abreißen könnten und den Rest der Frostperiode verbringt er nun halt im sicheren, kalten, frostfreien Treppenhaus.
Bei meinen im humosen Substrat wachsenden, eh ultra frostharten, Kiefern tritt dieser Aufquellvorgang nur ganz geringfügig auf.

Habt ihr damit Erfahrungen ?


Gruß

Dirk
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kressevadder
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Re: Kaltfront

Beitrag von kressevadder »

Ja, dieses Hochquellen kenne ich. Die Stalakmiten auch :-D

Ich überwintere in einer Garage mit Fenster, d.h. bei unserem milden Klima bringe ich die Bäume rein, ansonsten stehen die auf dem Regal. Nachtfröste nehme ich in kauf und auch die Garage macht irgendwann schlapp. Von daher machen das meine Bäumchen öfters mal mit.

Geschadet hats noch nie.

Aber wie das halt mit persönlichen Erfahrungen so ist...
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manuu29
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Re: Kaltfront

Beitrag von manuu29 »

Da mich das Thema nich ganz zur Ruhe kommen lässt (hab so einiges Wind und sonnengeschützt hir zu stehen seit 1einhalb Wochen dauergefroren ) wobei ich mir nicht so einen Schädel mache (ab 4 Wochen Dauer Krieg ich auch bedenken da es vorher sehr nass und warm war)

Hab vorhin mit Heike (vom Sponsor) gelabert und die meinte auch das nach gewissen Zeit Dauerfrost die Koniferen übersprüht werden und bis jetzt (letzten 30 Jahre) keine Probleme aufgetreten sind (ACHTuNG nich auf alle Gegebenheiten zu übertragen)

Sie meinte bei sehr trockener Luft /Tagen schadet es nicht


Werd die Tage evtl mal sprühen (evtl deshalb weil Heike auch meinte das war der Winter ((was meinen Erkundigungen auch recht gibt)))

IN 10 Tagen haben wir hir wieder plus gerade


Gruß manuu


Ps: schauen wir mal ersten Winter ohne besondere Maßnahmen (Lärche ,wa,cholder,kifern) ausser Schatten und windgeschuetzt und bei sehr kaltem Wetter flies oben drueber
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
Totoro

Re: Kaltfront

Beitrag von Totoro »

Hallo zusammen,

zu Uwe uwex Wassersprühtechnik : Habe gerade die Sendung "Unkraut" auf bayern tv gesehen. Da wurde die Anpassung der Rosskastanie an Frost erwähnt.
Die klebrige Harzschicht auf ihren dicken, bereits das neue empfindliche Blatt enthaltende, Knospen verhindert die Verdunstung aus selbigen.


Da macht doch eine aufgesprühte Eisschicht als Verdungstungsbremse bei sonnigem, frostigem,trockenem und schneefreien Wetter durchaus Sinn, finde ich.
Ich werde also solange das Wetter so bleibt auch öfter Wasser versprühen.
Das mildert das Kribbeln :lol:



Gruß
Dirk
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manuu29
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Re: Kaltfront

Beitrag von manuu29 »

Danke Dirk

Ich denke auch was Uwe (wo der Chris immer die schönen Rohlinge her hat die er gezeigt hat ) schon weiss wovon er redet sicherlich nicht 1zu1 übertragbar aber mit Erfolg zu berichten

Gruß manuu
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