mydear hat geschrieben: 20.06.2021, 15:08
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Im BCD-online-Seminar hat Hans Kastner kürzlich gesagt er topft lieber im Frühjahr um. Er meint, dass sonst die im Herbst in den Wurzeln eingelagerten Reserven der Pflanzen leiden könnten. Wer würde Hans und seiner 40-jährigen Erfahrung nicht glauben?
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Moin Rainer,
ich denke, das muss etwas differenzierter betrachtet werden. Zum Einen reagieren verschiedene Arten unterschiedlich auf das Frühjahrs- und Spätsommerumtopfen, dann mag auch der Entwicklungsstand des Wurzelballens eine Rolle spielen und nicht zuletzt die regionalen Unterschiede hinsichtlich des Austriebsbeginns, Spätfrösten, herbstlichen Wintereinbrüchen oder Hitzewellen.
Baumarten, die winterliche Energiereserven fast ausschließlich in den (Pfahl-)Wurzeln speichern - wie Eichen - sollten im Spätsommer jedenfalls nicht zu spät und heftig an den Wurzeln beschnitten werden. Auch bei Schlehen und einigen Birken habe ich mitunter Wachstumshemmung nach Spätsommerumtopfen beobachtet.
Generell bin ich mit dem Umsteigen vom Frühjahrsumtopfen zum Spätsommerumtopfen zufrieden, besonders, da ich meine Bäume nach dem Umtopfen nicht frostgeschützt aufstellen kann.
Aber zumindest Birken vertragen das Frühjahrsumtopfen (Spätfrösten zum Trotz) besser und mir scheint, dass auch für Forsythien und möglicherweise Azaleen das Umtopfen nach der Blüte sinnvoller ist.
