Probleme mit Laubbäumen
Re: Probleme mit Laubbäumen
Beim Überarbeiten bin ich auf der ersten Etage durch
und weiter zur zweiten Etage, wo auch die betroffene Buche steht.
Eine Überprüfung nach "orangenen" Bereichen, die auf den Pilzbefall hindeuten,
ist mir nichts aufgefallen.
Somit bleibe ich bei einem Pflegefehler durch "Überheblichkeit".
Um hier nicht weiter zu stören,
werde ich in den nächsten Tagen in einem neuen Thema anfangen zu beschreiben,
wie ich mit dem sich ändernden Klima umgehe.
mfG Dieter
und weiter zur zweiten Etage, wo auch die betroffene Buche steht.
Eine Überprüfung nach "orangenen" Bereichen, die auf den Pilzbefall hindeuten,
ist mir nichts aufgefallen.
Somit bleibe ich bei einem Pflegefehler durch "Überheblichkeit".
Um hier nicht weiter zu stören,
werde ich in den nächsten Tagen in einem neuen Thema anfangen zu beschreiben,
wie ich mit dem sich ändernden Klima umgehe.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Probleme mit Laubbäumen
Hallo zusammen, beim gestrigen Unkraut zupfen und trockene Äste herausschneiden meiner Buchen die wir letzten Winter gesammelt haben ist mir bei einer etwas aufgefallen, dass ich euch nicht vorenthalten wollte:
bei einer sehr schwächlichen Buche die im Austrieb stecken blieb fand ich kleinste Klümpchen Sägemehl direkt am Stamm. Es war nicht loses Mehl sondern zusammengeklebt zu einem 1mm grossen Kegel. An mehrereh Stellen resp. bei den dickeren Ästen gab es diese Häufchen, welche ich abkratzte. Dahinter verbarg sich ein Loch mit weniger als 1mm Durchmesser. Mit einem Blumendraht wollte ich die Richtung feststellen. das Loch ging total gerade bis fast auf die andere Seite durch.
Fotos werde ich nachliefern. Aber gnach dem „Fund“ ist mir klar, dass der Baum nicht wachsen konnte. nun gibt,s Schädlingsbekämpfung und danacg huffe ich bie Biester los zu sein.
Grüsse, roro
ps: Bilder folgen!
bei einer sehr schwächlichen Buche die im Austrieb stecken blieb fand ich kleinste Klümpchen Sägemehl direkt am Stamm. Es war nicht loses Mehl sondern zusammengeklebt zu einem 1mm grossen Kegel. An mehrereh Stellen resp. bei den dickeren Ästen gab es diese Häufchen, welche ich abkratzte. Dahinter verbarg sich ein Loch mit weniger als 1mm Durchmesser. Mit einem Blumendraht wollte ich die Richtung feststellen. das Loch ging total gerade bis fast auf die andere Seite durch.
Fotos werde ich nachliefern. Aber gnach dem „Fund“ ist mir klar, dass der Baum nicht wachsen konnte. nun gibt,s Schädlingsbekämpfung und danacg huffe ich bie Biester los zu sein.
Grüsse, roro
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Sind diese Blumen künstlich? - Natürlich.
Also natürlich oder künstlich? - Natürlich künstlich!
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- Andreas Ludwig
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Re: Probleme mit Laubbäumen
Huhn und Ei: Es gibt ein paar solcher Bohrkäfer, die ich jetzt nicht aufzähle. Aber eigentlich gelten sie alle nicht als Primärschädlinge, sondern als sekundär. Das bedeutet, sie knabbern bereits geschwächte Buchen an. Das bedeutet, die Ursache für das mangelnde Wachstum hast du wahrscheinlich noch nicht und das Insektizid rettet möglicherweise den Baum nicht.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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Re: Probleme mit Laubbäumen
Hallo Leute,
ein sehr interessantes Thema. Ich habe dieses Jahr auch enorme Probleme. Meine Zwei Rotbuchen sind auch völlig ruiniert, Viele meiner Linden haben ernste Probleme, Blätter treiben immer wieder aus, um kurz darauf wieder zu vertrocknen. Ich bin auch völlig ratlos. Die Rotbuchen machten von Anfang an Probleme, aber die anderen Bäume erst nach dem Rückschnitt und beginnenden zweiten Austrieb. Betroffen Sind Linden Feldahorn, Weißdorn. Komischerweise meine Feldkulturen, die direkt darunter stehen haben nichts. Überdüngung schließe ich aus, weil ich noch nie so wenig gedüngt habe wie dieses Jahr. Gießen kann es auch nicht sein. Das Wasser auch nicht, weil nicht alle Bäume betroffen sind. Klima/Wetter auch nicht, weil wir schon deutlich extremeres Wetter (heißer usw.) in den letzten Jahren hatten und es da nicht nur weniger, sondern keine Probleme gab. Am meisten beunruhigt mich, weil ich es nicht weiß, was falsch läuft und ich nun ernsthaft Angst haben muss, dass ich Bäume verliere oder sie irreversiblen Schaden erleiden. Kotzt mich gerade total an!! Die Bäume bei uns hier in der Natur sind alle topfit. Ich finde es schon sehr eigenartig, dass so viele erfahrene Bonsaileute dieses Jahr solche Probleme haben und das in so unterschiedlichen Regionen. Wie gesagt schließe ich deswegen das Wetter auch aus, das kann es definitiv nicht sein. Echt Scheiße.......
VG Roy
ein sehr interessantes Thema. Ich habe dieses Jahr auch enorme Probleme. Meine Zwei Rotbuchen sind auch völlig ruiniert, Viele meiner Linden haben ernste Probleme, Blätter treiben immer wieder aus, um kurz darauf wieder zu vertrocknen. Ich bin auch völlig ratlos. Die Rotbuchen machten von Anfang an Probleme, aber die anderen Bäume erst nach dem Rückschnitt und beginnenden zweiten Austrieb. Betroffen Sind Linden Feldahorn, Weißdorn. Komischerweise meine Feldkulturen, die direkt darunter stehen haben nichts. Überdüngung schließe ich aus, weil ich noch nie so wenig gedüngt habe wie dieses Jahr. Gießen kann es auch nicht sein. Das Wasser auch nicht, weil nicht alle Bäume betroffen sind. Klima/Wetter auch nicht, weil wir schon deutlich extremeres Wetter (heißer usw.) in den letzten Jahren hatten und es da nicht nur weniger, sondern keine Probleme gab. Am meisten beunruhigt mich, weil ich es nicht weiß, was falsch läuft und ich nun ernsthaft Angst haben muss, dass ich Bäume verliere oder sie irreversiblen Schaden erleiden. Kotzt mich gerade total an!! Die Bäume bei uns hier in der Natur sind alle topfit. Ich finde es schon sehr eigenartig, dass so viele erfahrene Bonsaileute dieses Jahr solche Probleme haben und das in so unterschiedlichen Regionen. Wie gesagt schließe ich deswegen das Wetter auch aus, das kann es definitiv nicht sein. Echt Scheiße.......
VG Roy
Re: Probleme mit Laubbäumen
ja, es ist schon etwas gruselig. da können wir wohl nur hoffen, dass es nächstes jahr wieder besser wird..
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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- Jürg Stäheli
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Re: Probleme mit Laubbäumen
Hallo Roy
Ich kann mit dir mitfühlen, denn ich habe die genau gleichen Probleme.
Wir sollten zusammen der Sache auf den Grund gehen.
Ich kann mit dir mitfühlen, denn ich habe die genau gleichen Probleme.
Wir sollten zusammen der Sache auf den Grund gehen.
Re: Probleme mit Laubbäumen
Dein Frust ist verständlich, Roy. Krass, dass so viele unter uns dieses Jahr Probleme mit den Bäumen haben. Wir beschäftigen uns Tag für Tag mit Bonsai und studieren sie. Wenn jahrelange Routinen nicht mehr aufgehen und ganz neue Probleme bei vielen gleichzeitig auftauchen, ist es nicht wahrscheinlich, dass das nur mit der Pflege bzw. dem Pfleger zu tun hat. Ich habe bei meinen Bäumen nichts anders gemacht als davor und stehe da wie der Ochs vorm Berg. Ich stelle mir so einige selbstkritische Fragen und kann natürlich nie ausschliessen, dass ich etwas übersehe.
Und doch wäre es denkbar, dass die Bäume auch durch äussere Einflüsse über einen längeren Zeitraum geschwächt und dadurch anfälliger wurden. Habe mir jetzt mal genauer die Wetterabweichungen der letzten Jahre und die Studien zur Waldgesundheit in meiner Gegend angeschaut. Ich war erstaunt, wie aussergewöhnlich extrem die Hitze und Trockenheit in den Sommermonaten der letzten 3-4 Jahre war. Dann wieder Temperaturabfall mit viel Nässe und alles im Wechsel. Da sind hohe Ausschläge und das über mehrere Jahre hinweg. Die Wälder sind deutlich geschwächt, die Schäden treten oft erst Jahre später und indirekt in Erscheinung, z.B. durch Schwächeparasiten.
Diese Umstände könnten doch auch unsere Bäume beeinflussen - trotz umsichtiger Pflege. In einen Jahr sieht alles normal aus, im nächsten Jahr geht´s los. So war´s bei mir. Ich behaupte, dass wir hier Langzeiteffekte sehen.
In meinem Garten beobachte ich ein verändertes Mikroklima mit geringer Luftfeuchtigkeit und hoher Hitze im Sommer. Die Verdunstungskälte fehlt über längere Zeiträume, trotz intensivem Giessen. Als die neuen Sonnensegel im Juli dieses Jahr endlich angekommen sind, war ich gleich wieder frustriert, weil ich gemerkt habe, dass ich noch größere Flächen schattieren und mehr Verdunstung schaffen muss, wenn die Bäume gesund bleiben sollen.
Liebe Grüsse Ben
Und doch wäre es denkbar, dass die Bäume auch durch äussere Einflüsse über einen längeren Zeitraum geschwächt und dadurch anfälliger wurden. Habe mir jetzt mal genauer die Wetterabweichungen der letzten Jahre und die Studien zur Waldgesundheit in meiner Gegend angeschaut. Ich war erstaunt, wie aussergewöhnlich extrem die Hitze und Trockenheit in den Sommermonaten der letzten 3-4 Jahre war. Dann wieder Temperaturabfall mit viel Nässe und alles im Wechsel. Da sind hohe Ausschläge und das über mehrere Jahre hinweg. Die Wälder sind deutlich geschwächt, die Schäden treten oft erst Jahre später und indirekt in Erscheinung, z.B. durch Schwächeparasiten.
Diese Umstände könnten doch auch unsere Bäume beeinflussen - trotz umsichtiger Pflege. In einen Jahr sieht alles normal aus, im nächsten Jahr geht´s los. So war´s bei mir. Ich behaupte, dass wir hier Langzeiteffekte sehen.
In meinem Garten beobachte ich ein verändertes Mikroklima mit geringer Luftfeuchtigkeit und hoher Hitze im Sommer. Die Verdunstungskälte fehlt über längere Zeiträume, trotz intensivem Giessen. Als die neuen Sonnensegel im Juli dieses Jahr endlich angekommen sind, war ich gleich wieder frustriert, weil ich gemerkt habe, dass ich noch größere Flächen schattieren und mehr Verdunstung schaffen muss, wenn die Bäume gesund bleiben sollen.
Liebe Grüsse Ben
- Andreas Ludwig
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Re: Probleme mit Laubbäumen
Ich habe in der Zwischenzeit ein paar Rückmeldungen gekriegt und Gespräche geführt. Alles mit Forstleuten, die scheinen mir in wissenschaftlichen Fragen den meist empirisch arbeitenden Bonsaianern durchaus überlegen.
Zusammenfassung: Seit etwa fünf Jahren werden Veränderungen beobachtet, die insbesondere mit der Verweildauer der Hoch- und Tiefdruckgebiete zusammenhängen. Bäume, die auf einige Tage Hochsommer gut eingestellt sind, kommen mit zwei bis drei Wochen Dauersonne weniger gut klar, dasselbe bei Dauerregen.
Offenbar stieg besonders im letzten Jahr die Temperatur in den Bäumen markant an. Es wurden Temperaturen um 50 Grad im Bereich des Kambiums gemessen. Als Folge davon entstehen Risse in der Borke, der Baum schwächelt insgesamt und Pilze machen sich darin breit. Die Blätter wurden an vielen Orten bereits im August braun und starben ab (dieses Jahr dasselbe), die übliche Herbstfärbung blieb aus. Das bringt allerhand durcheinander, die Resorption wichtiger Stoffe im Blattwerk blieb aus – und die Rinden und Knospen waren zusätzlicher UV-Strahlung im Herbst ausgesetzt, weil sie nicht mehr beschattet wurden. Also weniger Reserven, noch mehr Risse, dadurch mehr Pilze.
Die Schäden, die '23 zum Abgang geführt haben, entstanden spätestens '22, vielleicht vorher. Umstellen, Schattieren, achtsam bleiben – das sind meine Ratschläge. Der typische Bonsaianer-Ratschlag «soviel Sonne wie möglich» ist nicht mehr sinnvoll, wenn diese wochenlang ohne Unterbruch scheint. Da kann man giessen, so sorgfältig man will – 50 Grad unter der Borke sind über viele Tage oder gar Wochen, zuviel. Das «Standardprozedere» für gemässigte Zonen hat offenbar ausgedient, weil die nicht mehr so gemässigt sind.
Zusammenfassung: Seit etwa fünf Jahren werden Veränderungen beobachtet, die insbesondere mit der Verweildauer der Hoch- und Tiefdruckgebiete zusammenhängen. Bäume, die auf einige Tage Hochsommer gut eingestellt sind, kommen mit zwei bis drei Wochen Dauersonne weniger gut klar, dasselbe bei Dauerregen.
Offenbar stieg besonders im letzten Jahr die Temperatur in den Bäumen markant an. Es wurden Temperaturen um 50 Grad im Bereich des Kambiums gemessen. Als Folge davon entstehen Risse in der Borke, der Baum schwächelt insgesamt und Pilze machen sich darin breit. Die Blätter wurden an vielen Orten bereits im August braun und starben ab (dieses Jahr dasselbe), die übliche Herbstfärbung blieb aus. Das bringt allerhand durcheinander, die Resorption wichtiger Stoffe im Blattwerk blieb aus – und die Rinden und Knospen waren zusätzlicher UV-Strahlung im Herbst ausgesetzt, weil sie nicht mehr beschattet wurden. Also weniger Reserven, noch mehr Risse, dadurch mehr Pilze.
Die Schäden, die '23 zum Abgang geführt haben, entstanden spätestens '22, vielleicht vorher. Umstellen, Schattieren, achtsam bleiben – das sind meine Ratschläge. Der typische Bonsaianer-Ratschlag «soviel Sonne wie möglich» ist nicht mehr sinnvoll, wenn diese wochenlang ohne Unterbruch scheint. Da kann man giessen, so sorgfältig man will – 50 Grad unter der Borke sind über viele Tage oder gar Wochen, zuviel. Das «Standardprozedere» für gemässigte Zonen hat offenbar ausgedient, weil die nicht mehr so gemässigt sind.
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Re: Probleme mit Laubbäumen
Dieses zuviel an Hitze ist sichtbar - leider erst nach der Schädigung.
Die kleine freiliegende Wurzel meines Dreispitz über Stein musste die volle Mittagssonne ertragen, weil ich gepennt habe und an diese von der Ansichtsseite nicht sichtbare Wurzel nicht gedacht habe. Logisch, dass sich die Schnittstelle in diesem Jahr nicht weiter geschlossen hat.
Der Fächerahorn war nach der Abmoosung lange Zeit mit zuwenig Astwerk in ausreichender Länge ausgestattet. Der Stamm dadurch nicht beschattet und hatte vor vielen Jahren zuviel Sonne abbekommen. Die Farbe des Stammes änderte sich in blassgrün bis fahlgelb, die Rindenstruktur ungewöhnlich weich. 5 oder 6 Jahre hat es gedauert, bis die alte Farbe und Festigkeit wieder erlangt war.
Zum Glück mag ich Bäume mit tief ansetzenden ersten Ästen.
Ihr kennt meine Bäume, die meisten beschatten sich weitgehend selbst. Weil mir der durchgehend freie Blick auf den Stamm schon immer nicht richtig vorkam, ist auch vorne gut Schatten, lässt sich durch drehen leicht verbessern.
Bisher bekam nach leidvoller Erfahrung mit zuviel Temperarur in der Schale nur die Kastanie über Sommer einen wenig kleidsamen Handtuchumhang. Das wird zukünftig mehr werden.
Lernen!
Lernen!
Meiner alten Ulme habe ich vor einigen Jahren noch einen tiefen Ast ablaktiert - dauert noch bis fertig, war aber gar nicht so blöd.
Die kleine freiliegende Wurzel meines Dreispitz über Stein musste die volle Mittagssonne ertragen, weil ich gepennt habe und an diese von der Ansichtsseite nicht sichtbare Wurzel nicht gedacht habe. Logisch, dass sich die Schnittstelle in diesem Jahr nicht weiter geschlossen hat.
Der Fächerahorn war nach der Abmoosung lange Zeit mit zuwenig Astwerk in ausreichender Länge ausgestattet. Der Stamm dadurch nicht beschattet und hatte vor vielen Jahren zuviel Sonne abbekommen. Die Farbe des Stammes änderte sich in blassgrün bis fahlgelb, die Rindenstruktur ungewöhnlich weich. 5 oder 6 Jahre hat es gedauert, bis die alte Farbe und Festigkeit wieder erlangt war.
Zum Glück mag ich Bäume mit tief ansetzenden ersten Ästen.
Ihr kennt meine Bäume, die meisten beschatten sich weitgehend selbst. Weil mir der durchgehend freie Blick auf den Stamm schon immer nicht richtig vorkam, ist auch vorne gut Schatten, lässt sich durch drehen leicht verbessern.
Bisher bekam nach leidvoller Erfahrung mit zuviel Temperarur in der Schale nur die Kastanie über Sommer einen wenig kleidsamen Handtuchumhang. Das wird zukünftig mehr werden.
Lernen!
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Meiner alten Ulme habe ich vor einigen Jahren noch einen tiefen Ast ablaktiert - dauert noch bis fertig, war aber gar nicht so blöd.
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Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
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Re: Probleme mit Laubbäumen
Hallo zusammen,
ich möchte euch die Antwort des Obergärtners des Botanischen Gartens Universität Zürich zu meiner Anfrage, was es dieses Jahr mit den Buchen auf sich habe, nicht vorenthalten:
Gruss,
Roro
ich möchte euch die Antwort des Obergärtners des Botanischen Gartens Universität Zürich zu meiner Anfrage, was es dieses Jahr mit den Buchen auf sich habe, nicht vorenthalten:
ich habe nun meine Anfrage an den Kantonsfortsmeister auch noch gestellt und bin gespannt, ob dort etwas genaueres zu erfahren ist.Bezüglich der Fotos ist es sehr schwer eine Diagnose zu stellen. Oft können Pilze und Bakterien nur anhand von Laboranalysen bestimmt werden können.
Es ist aber grundsätzlich so, dass die Buche durch die steigenden Temperaturen und die immer länger werdenden trockenfasen einem erhöhten Druck ausgesetzt ist. Durch die wiederkehrenden Stressfasen wird die Erholungszeit kürzer, was wiederum die Abwehr schwächt.
Wie sich zeigt tut sich die Buche mit der Veränderung in unseren Breitengraden schwer.
Gruss,
Roro
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Berndbonsai
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- Wohnort: zwischen Neckar und Alb
Re: Probleme mit Laubbäumen
Hallo Alle
In diesem Zusammenhang ist interessant, dass Harry Harington in der neuen BonsaiFocus schreibt, dass im Frühjahr 2023 viele Bonsaienthusiasten in England auch das Problem hatten, dass Ihre Bäume im stark geschädigt waren oder sogar gestorben sind.
Er meint es kommt von der Hitze in der Schale, was hier ja auch schon öfters diskutiert wurde. Ich selbst habe kein Problem übersprühe aber meine Bäume an Sonnentagen jede Stunde mit einem Sprühnebel aus Regenwasser. So kann ich sogar Fächerahorne und Azaleen vollsonnig stellen.
Gruß Bernd
In diesem Zusammenhang ist interessant, dass Harry Harington in der neuen BonsaiFocus schreibt, dass im Frühjahr 2023 viele Bonsaienthusiasten in England auch das Problem hatten, dass Ihre Bäume im stark geschädigt waren oder sogar gestorben sind.
Er meint es kommt von der Hitze in der Schale, was hier ja auch schon öfters diskutiert wurde. Ich selbst habe kein Problem übersprühe aber meine Bäume an Sonnentagen jede Stunde mit einem Sprühnebel aus Regenwasser. So kann ich sogar Fächerahorne und Azaleen vollsonnig stellen.
Gruß Bernd
"Da es hilfreich für die Gesundheit sein soll habe ich beschlossen glücklich zu sein" T. Fontane
Re: Probleme mit Laubbäumen
Eure Posts lese ich mit Interesse, einige meiner eigenen Erfahrungen finden sich darin wieder.
Mein Weg mit Bonsai ist Lernen am Scheitern. Der rote Faden: die Hauptprobleme waren neben meiner anfänglichen Ungeduld die falschen Standortbedingungen mit zu viel langanhaltender Hitze und zu wenig Verdunstungskälte. Ich wohne ganz im Süden und pflege sensible Sorten, dieses Zusammentreffen war besonders kompliziert in den Griff zu kriegen.
Immer wieder stand ich vor der Frage: lass ich die Bedingungen so wie sie sind (und nehme die negativen Konsequenzen in Kauf) oder passe ich mich an (und habe sehr viel Aufwand damit)? Das erste war für mich keine Alternative. Mit jedem Schritt ging es den Bäumen etwas besser, auch bei ganz sensiblen Arten wie z.B. roten Ahornen, aber es ist noch viel Luft nach oben, wie mir dieses Jahr schmerzlich vor Augen führt.
Anlauf 1: Angefangen in einer kleinen Studentenbude mit Südbalkon mit Steinplatten in Konstanz. Trotz Schattierung und regelmässigem Überbrausen keine guten Bedingungen für die Bonsai im Hochsommer. Wüstenklima mit 50 Grad, auch nachts nicht auszuhalten. Ich war gezwungen eine Alternative zu suchen.
Anlauf 2: In der Nähe ein Gartengrundstück gepachtet. Gewächshaus aufgebaut. Dass die Südseite problematisch sein würde, wusste ich damals noch nicht. Aber zumindest war viel Vegetation außen rum. Die Laubbäume in die Vollsonne zu stellen war unmöglich, eine Teilschattierung schaffte Besserung. Das Giessen war mir beruflich/standortbedingt nur 1x/Tag möglich, dadurch Probleme im Hochsommer, aber es ging irgendwie.
Anlauf 3: Gartengrundstück umgebaut und vergrößert. Schattierung vergrößert, Zaun zur Windabwehr installiert, Steinflächen reduziert. Substrat angepasst. Flache Wasserschalen unter die Schalen gestellt. Bei Hitze 2x/Tag in den Garten gefahren. Pufferwirkung mit mehr Verdunstungskälte brachte Besserung.
Nächste Schritte: Schattierung nochmal vergrößern, auch Vollschattierung mit Schirmen, Bestäubung/Bewässerung installieren, große Wasserbecken auf den Boden stellen.
Wenn ich irgendwann mal ein eigenes Grundstück haben sollte, möchte ich den Garten Richtung Norden ausrichten und bei der Standortauswahl auf reiche Baumbestände achten. Oder ich geniesse eben den Charme mediterraner Pflanzen.
Mein Weg mit Bonsai ist Lernen am Scheitern. Der rote Faden: die Hauptprobleme waren neben meiner anfänglichen Ungeduld die falschen Standortbedingungen mit zu viel langanhaltender Hitze und zu wenig Verdunstungskälte. Ich wohne ganz im Süden und pflege sensible Sorten, dieses Zusammentreffen war besonders kompliziert in den Griff zu kriegen.
Immer wieder stand ich vor der Frage: lass ich die Bedingungen so wie sie sind (und nehme die negativen Konsequenzen in Kauf) oder passe ich mich an (und habe sehr viel Aufwand damit)? Das erste war für mich keine Alternative. Mit jedem Schritt ging es den Bäumen etwas besser, auch bei ganz sensiblen Arten wie z.B. roten Ahornen, aber es ist noch viel Luft nach oben, wie mir dieses Jahr schmerzlich vor Augen führt.
Anlauf 1: Angefangen in einer kleinen Studentenbude mit Südbalkon mit Steinplatten in Konstanz. Trotz Schattierung und regelmässigem Überbrausen keine guten Bedingungen für die Bonsai im Hochsommer. Wüstenklima mit 50 Grad, auch nachts nicht auszuhalten. Ich war gezwungen eine Alternative zu suchen.
Anlauf 2: In der Nähe ein Gartengrundstück gepachtet. Gewächshaus aufgebaut. Dass die Südseite problematisch sein würde, wusste ich damals noch nicht. Aber zumindest war viel Vegetation außen rum. Die Laubbäume in die Vollsonne zu stellen war unmöglich, eine Teilschattierung schaffte Besserung. Das Giessen war mir beruflich/standortbedingt nur 1x/Tag möglich, dadurch Probleme im Hochsommer, aber es ging irgendwie.
Anlauf 3: Gartengrundstück umgebaut und vergrößert. Schattierung vergrößert, Zaun zur Windabwehr installiert, Steinflächen reduziert. Substrat angepasst. Flache Wasserschalen unter die Schalen gestellt. Bei Hitze 2x/Tag in den Garten gefahren. Pufferwirkung mit mehr Verdunstungskälte brachte Besserung.
Nächste Schritte: Schattierung nochmal vergrößern, auch Vollschattierung mit Schirmen, Bestäubung/Bewässerung installieren, große Wasserbecken auf den Boden stellen.
Wenn ich irgendwann mal ein eigenes Grundstück haben sollte, möchte ich den Garten Richtung Norden ausrichten und bei der Standortauswahl auf reiche Baumbestände achten. Oder ich geniesse eben den Charme mediterraner Pflanzen.
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- Das ist inzwischen meine Realität in Konstanz. Ob das ausreicht wird sich zeigen.
- Dok1.jpeg (64.2 KiB) 2244 mal betrachtet
Re: Probleme mit Laubbäumen
Tut mir sehr leid um deine Buchen @Jürg Stäheli
Mein großes Interesse liegt ja generell bei den heimischen Arten weswegen ich natürlich auch gerne mindestens eine Rotbuche in der Sammlung gehabt hätte.
In den letzten 20 Jahren habe ich viel Geld für Buchen in allen Entwicklungsstadien ausgegeben und konnte KEINE bei mir etablieren was mir bis heute noch ein Rätsel ist und was ich schon damals mit Herman Pieper ausführlichst versucht habe zu erörtern. Da ich die Buchen meist über die Bonsaischule bezogen habe, die ja wirklich nur ein Steinwurf von mir entfernt ist, sind die lokalen Witterungsbedingungen Winter/Sommer nahezu identisch.
Ich weiß bis heute nicht genau, was das Problem war und ist.... in der Regel sind sie im Frühling einfach nicht mehr ausgetrieben.
Das einzige was ich wahrnehmen konnte war, dass sie auf jede Veränderung ihrer Position wie Drehen oder Verstellen der Schale empfindlich reagieren können. Wenn dies nur sehr selten geschieht ist es vielleicht verkraftbar aber ein ständiges umhertragen während der VP ist vermutlich eine extrem große Belastung.
Es mag natürlich Bullshit sein wenn ich meine Beobachtung, die ich in letzter Zeit bei meinen tropischen Zimmerpflanzen auf Buchen übertrage aber an einer bestimmten Art konnte ich genau dieses beobachten und habe es mehrmals getestet. Sie reagieren zeitverzögert (mehrere Wochen) sehr beleidigt wenn man sie bewegt (dreht/verstellt) und sie ihren großen Blätter (deswegen konnte ich es erst richtig sehen) neu ausrichten müssen. Sie drehen die Blätter und stellen den Winkel neu ein was scheinbar extrem energiezehrend ist. Macht man es zu oft kann es die Pflanze killen. Sie stirbt dann an irgendetwas anderem... (Schädling, Pilz etc..)
Wie gesagt, ob dies vielleicht auch zur Grundschwächung von Buchen in Schalen beiträgt, ist nur eine vage Vermutung aber vielleicht hilft jeder Gedanke zur weiteren Ursachenklärung deiner Verluste auch wenn sie vielleicht an den Haaren herbeigezogen erscheinen?
Mein großes Interesse liegt ja generell bei den heimischen Arten weswegen ich natürlich auch gerne mindestens eine Rotbuche in der Sammlung gehabt hätte.
In den letzten 20 Jahren habe ich viel Geld für Buchen in allen Entwicklungsstadien ausgegeben und konnte KEINE bei mir etablieren was mir bis heute noch ein Rätsel ist und was ich schon damals mit Herman Pieper ausführlichst versucht habe zu erörtern. Da ich die Buchen meist über die Bonsaischule bezogen habe, die ja wirklich nur ein Steinwurf von mir entfernt ist, sind die lokalen Witterungsbedingungen Winter/Sommer nahezu identisch.
Ich weiß bis heute nicht genau, was das Problem war und ist.... in der Regel sind sie im Frühling einfach nicht mehr ausgetrieben.
Das einzige was ich wahrnehmen konnte war, dass sie auf jede Veränderung ihrer Position wie Drehen oder Verstellen der Schale empfindlich reagieren können. Wenn dies nur sehr selten geschieht ist es vielleicht verkraftbar aber ein ständiges umhertragen während der VP ist vermutlich eine extrem große Belastung.
Es mag natürlich Bullshit sein wenn ich meine Beobachtung, die ich in letzter Zeit bei meinen tropischen Zimmerpflanzen auf Buchen übertrage aber an einer bestimmten Art konnte ich genau dieses beobachten und habe es mehrmals getestet. Sie reagieren zeitverzögert (mehrere Wochen) sehr beleidigt wenn man sie bewegt (dreht/verstellt) und sie ihren großen Blätter (deswegen konnte ich es erst richtig sehen) neu ausrichten müssen. Sie drehen die Blätter und stellen den Winkel neu ein was scheinbar extrem energiezehrend ist. Macht man es zu oft kann es die Pflanze killen. Sie stirbt dann an irgendetwas anderem... (Schädling, Pilz etc..)
Wie gesagt, ob dies vielleicht auch zur Grundschwächung von Buchen in Schalen beiträgt, ist nur eine vage Vermutung aber vielleicht hilft jeder Gedanke zur weiteren Ursachenklärung deiner Verluste auch wenn sie vielleicht an den Haaren herbeigezogen erscheinen?
Viele Grüße
monika
monika
Re: Probleme mit Laubbäumen
würde insofern sinn ergeben, dass die buche ja ein typischer waldbaum ist und dort recht gleichmäßige bodenverhältnisse herrschen.
bleibt trotzdem das rätsel, warum bei jürg, roy und vielen anderen die pflege- und haltungsbedingungen, die lange jahre gut funktioniert haben, das plötzlich nicht mehr tun...
bleibt trotzdem das rätsel, warum bei jürg, roy und vielen anderen die pflege- und haltungsbedingungen, die lange jahre gut funktioniert haben, das plötzlich nicht mehr tun...
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
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Re: Probleme mit Laubbäumen
Beim Lesen der Beiträge hatte ich den Eindruck, dass die Bäume durch die Pfleger, in der letzten Zeit häufiger verstellt und umgetragen werden als früher um u.a. Wetterextreme zu kompensieren.achim73 hat geschrieben: 02.09.2023, 13:01 warum bei jürg, roy und vielen anderen die pflege- und haltungsbedingungen, die lange jahre gut funktioniert haben, das plötzlich nicht mehr tun...
Wie erwähnt mag das, meinen Beobachtungen nach, gerade die Rotbuche garnicht gern, was sich dann erst Monate oder Jahre später offensichtlich zeigen kann, wenn sich die ständigen Bewegungen der Blätter ( häufigere Neujustierung), trotz sonstiger optimaler Pflege, nach und nach zur negativen Energiebilanz aufaddieren. Vielleicht nur ein kleines Puzzelteil von vielen.
Viele Grüße
monika
monika
