lindwurm hat geschrieben:ab wieviel € bekommt man denn ne fräse und worauf (leistung) sollte man achten?
Hi Lindwurm,
Preise habe ich leider nicht im Kopf. Man sollte beim Kauf darauf achten, daß die Fräse einen schönen, schmalen Hals hat. Sehr beliebt ist das Modell von Makita. Diese Fräse ist sehr schmal gebaut, wodurch man natürlich tiefer ins Holz kommt. Beim ALDI gibt es manchmal Fräsen um die 30,-€. Die sind aber zu unhandlich, um damit am Bonsai zu arbeiten.
Reiner
Sebastian hat geschrieben:Ich denke sie ist so einzuordnen (von grob nach fein):
Kettensäge
Oberfräse
Fräse (so wie Dremel)
Sandpapier
Nagelfeile
Oder net?
Genauso ist das, Seb . Mit der Kettensäge arbeite ich aber auch nur recht selten. Am meisten nutze ich den genannten Rest. Wobei ich mir die Mühe mit dem Sandpapier nicht mache, sondern alles mit kleinen Fächerschleifern für die Dremel mache, oder mit Feuer, was ein besseres Bild ergibt.
Reiner
Hallo Freunde,
mittlerweile ist das Holz meiner Thuja ganz gut gebleicht. Deshalb wollte ich einmal den Fortschritt zeigen.
Aus den Postings, die als Antwort auf die Arbeiten mit Feuer kamen konnte man herauslesen, daß sich viele Bonsaifreunde sorgen machen, ob das den Baum nicht übermäßig strapaziert. Beachtet die Benadelung dieser Thuja. Sie ist nach der ganzen Brennerei unbeeindruckt weitergewachsen. Damit sie schön kompakt bleibt, mußte sie seither zweimal vollständig gezupft werden.
Das Sägemehl, daß nach dem Sägen auf der Erdoberfläche liegengeblieben ist, hatte sich nach drei Wochen vermoost. Ist vielleicht ein Tipp, wie man schönes Moos auf das Substrat bekommt.
Dateianhänge
Rückseite
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Seitenansicht
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Vorderseite
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Was ich feststellen konnte ist folgendes:
Das Holz der Thuja ist sehr weich. Totholz läßt sich also sehr gut Gestalten. Beim Brennen reißt es allerdings nicht so intensiv, wie z.B. bei einer Eibe, die ja sehr hartes Holz hat. Dafür geht das Feuer tiefer ins Holz und gestaltet deshalb schönere Vertiefungen.
Unten ein paar Totholzdetails.
Hier sieht man, daß altwirkende Risse schwer zu erreichen sind. Sind Risse im Holz, wie auf dem zweiten Bild, oberhalb des Astes, habe ich sie mit der Flamme noch vertieft.
Die Äste, die zu Jins werden sollen, habe ich mit der Jinzange behandelt, wie auf Bild 4 zu sehen. Dabei werden Holzfasern bis zum Stamm hin ausgerissen. Nach dem Brennen gibt das auch schöne Details.
Reiner
Das Totholz hat sich ja in den paar Monaten prächtig entwickelt ..........
Reiner,
noch ein Tipp: geh über die jetzt noch eher glatteren Stellen mit einer sehr groben Drahtbürste am Fräser drüber, jedoch nur in senkrechter Richtung, nicht quer zu den Fasern (inkl. nochmaliges Abbrennen). - Wirst sehen, das macht sich ganz gut ....................
Sieht sehr gut aus, Reiner!
Laß da mal 2-3 Jahre das Wetter noch ´n bischen dran arbeiten und der wirkt absolut überzeugend.
Mal so als Frage in die Runde: Wäre es nicht sinnvoll nach solchen Arbeiten zunächst auf Jinmittel u.ä. zu verzichten, damit das Holz stärker anwittern kann?
Eher nicht, Michael, weil das Holz relativ rasch zu schimmeln beginnt un d lauter grau-schwarze Flecken bekommt.
Außerdem geht das Jinmittel mit dem verbrannten & abgebürsteten Holz eine sehr interessante Verbindung ein, die der natürlichen Färbung eines Jins in der Natur sehr ähnlich ist.
Zudem wird das Holz durch das Jinmittel noch wesentlich härter.
Wolfgang hat geschrieben::Reiner,
noch ein Tipp: geh über die jetzt noch eher glatteren Stellen mit einer sehr groben Drahtbürste am Fräser drüber, jedoch nur in senkrechter Richtung, nicht quer zu den Fasern (inkl. nochmaliges Abbrennen). - Wirst sehen, das macht sich ganz gut ....................
Hallo Wolfgang,
daß hatte ich schon probiert, ist bei diesem Baum aber nicht wirklich hilfreich. Da muß man mit der Flamme sehr vorsichtig sein, da das Holz sehr schnell richtig brennt.
Was wohl eher helfen würde ist die Jeker-Methode. Also mit der Zange Fasern ausziehen und leicht drüberbrennen. Der Karl hatte ja davon auch schöne Arbeiten gezeigt. Nur bei der Größe dieses Baumes, wäre das eine endlose Arbeit. Wir haben ja alle viel Zeit
Reiner
Also gerade bei der Thuja geht das abziehen der Holzfasern sehr gut, noch dazu wenn das Shari am frischen Holz gemacht wird. Ich denke dass sich diese Arbeit an deinem Stück Reiner mit Sicherheit ausgezahlt hätte. Ich mache fast alle Shariarbeiten mit dieser Methode, außer dass Holz ist so hart wie z.B. beim Cornus.