Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Ok, hab verstanden, ich halte mich zurück.
Viel spaß damit.
Viel spaß damit.
MfG André
Hummel Hummel, Mors Mors
Hummel Hummel, Mors Mors
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Bitte nicht André, an meinen Worten war nichts despektierlich gemeint. Ich weiß zu schätzen, was du bisher hier geschrieben hast.
Ich glaube jeder lebt in seinem eigenen kleinen Universum, seiner eigenen kleinen definierten Realität. Und je verquerer jemand denkt, desto eher landen diese Gedanken bei anderen versehentlich im falschen Hals.
Ich glaube jeder lebt in seinem eigenen kleinen Universum, seiner eigenen kleinen definierten Realität. Und je verquerer jemand denkt, desto eher landen diese Gedanken bei anderen versehentlich im falschen Hals.
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Hallo Tom
Ich habe mich gefragt warum wir, trotz einiger gleicher Ansichten,
doch recht verschiedene innere Baumbilder haben.
Vermutlich liegt dies am Altersunterschied.
Du mit der Kraft der Jugend, die vermeintlich "immer" anhält,
und ich mit mehr als doppelt soviel auf dem Tacho,
sich mehr und mehr bewusst werdend ,
das Alter mit Wunden und Narben verbunden ist.
mfG Dieter
Ich habe mich gefragt warum wir, trotz einiger gleicher Ansichten,
doch recht verschiedene innere Baumbilder haben.
Vermutlich liegt dies am Altersunterschied.
Du mit der Kraft der Jugend, die vermeintlich "immer" anhält,
und ich mit mehr als doppelt soviel auf dem Tacho,
sich mehr und mehr bewusst werdend ,
das Alter mit Wunden und Narben verbunden ist.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Hi Tom,
dann hab ich das falsch verstanden, ich war ja der Initiator des Kunstgeschwafel,
will ja auch keinem auf den Wecker gehen.
Dann möchte ich Dir jetzt gern meine Wahrnehmung mitteilen.
Dein Baum soll schon was darstellen und zwar einen erhabenen Mittelalten Baum,
der in der Natur irgendwo am Feldrand steht und sich um sonst nichts kümmert.
Das was du bis hier geschafft hast, getrieben durch unterbewusste Ideale, ist doch großartig, ob älter oder jünger in seiner Wirkung.
Und da sich dein Geschmack offensichtlich geändert hat,
arbeitest du an einem Kunstwerk, welches die Vergangenheit representiert und damit auch für eine Zeitzone steht.
Also, mich beeindruckt das sehr,
da bei mir nichts, nur annähernd vergleichbares in der Sammlung zu finden ist.
dann hab ich das falsch verstanden, ich war ja der Initiator des Kunstgeschwafel,
will ja auch keinem auf den Wecker gehen.
Dann möchte ich Dir jetzt gern meine Wahrnehmung mitteilen.
Dein Baum soll schon was darstellen und zwar einen erhabenen Mittelalten Baum,
der in der Natur irgendwo am Feldrand steht und sich um sonst nichts kümmert.
Das was du bis hier geschafft hast, getrieben durch unterbewusste Ideale, ist doch großartig, ob älter oder jünger in seiner Wirkung.
Und da sich dein Geschmack offensichtlich geändert hat,
arbeitest du an einem Kunstwerk, welches die Vergangenheit representiert und damit auch für eine Zeitzone steht.
Also, mich beeindruckt das sehr,
da bei mir nichts, nur annähernd vergleichbares in der Sammlung zu finden ist.
MfG André
Hummel Hummel, Mors Mors
Hummel Hummel, Mors Mors
- Andreas Ludwig
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Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Tomsai – ich habe hier immer wieder mal reingeschaut. Du hast mich weiter oben zitiert, ich greife das auf.
Ehrlich gesagt halte ich wenig von deinen Zeichnungen. Nicht des Handwerks wegen, gewiss nicht – du siehst sie ja selbst gelassen. Mich stört vielmehr, dass sie Planbarket und Zielerreichung implizieren. Ich weiss schon, dass sehr viele Bonsai genau so entstehen, da wird hier reduziert, dort ausgebaut, vielleicht noch etwas ablaktiert und etwas anderes gejinnt, bis alles dem Plan maximal entspricht. Dann stehe ich so da, sehe hunderte Stunden Handwerk und bleibe doch merkwürdig unberührt von diesem Stück Design. Es spricht mich nicht an, ich höre nichts, kein Flüstern, keine Ansage, kein Trotz, nichts.
Aus dieser Perspektive sehe ich die Chance deines Baums ganz anders. Du hast es selbst formuliert:
Parallel dazu entschied ich mich spontan, meiner Linde dasselbe zu gestatten: Ich entliess sie aus meinem «gärtnerischen Zwang» in eine «freie Obhut», beschützte sie zwar, liess sie aber einfach mal durchtreiben. Ich schnitt nichts, drahtete nicht und machte mir vor allem keine Gedanken. Erst im Herbst schaute ich mir das neue Skelett jeden Tag an und schnitt im Frühjahr die Silhouette einer neuen Krone, gut doppelt so breit und hoch wie die alte. Draht verbot ich mir. Was dabei herauskam, ist immer noch eine olle Zwille. Aber man sieht jetzt, was ich dreissig Jahre lang nicht geschafft habe: Einen Baum. Ein in Bonsaisachen völlig Ahnungsloser fragte mich neulich, wo ich ihn gefunden habe. Nicht, wie ich ihn gemacht habe. Das war mir mehr wert als jeder Kommentar zu Winkel, Substamm oder Feinverzweigung.
Womit ich bei einem letzten Zitat bin:
Ehrlich gesagt halte ich wenig von deinen Zeichnungen. Nicht des Handwerks wegen, gewiss nicht – du siehst sie ja selbst gelassen. Mich stört vielmehr, dass sie Planbarket und Zielerreichung implizieren. Ich weiss schon, dass sehr viele Bonsai genau so entstehen, da wird hier reduziert, dort ausgebaut, vielleicht noch etwas ablaktiert und etwas anderes gejinnt, bis alles dem Plan maximal entspricht. Dann stehe ich so da, sehe hunderte Stunden Handwerk und bleibe doch merkwürdig unberührt von diesem Stück Design. Es spricht mich nicht an, ich höre nichts, kein Flüstern, keine Ansage, kein Trotz, nichts.
Aus dieser Perspektive sehe ich die Chance deines Baums ganz anders. Du hast es selbst formuliert:
Das hat mich sofort an meine olle Zwille erinnert. Eine Linde, die ich nicht dem Spott preisgeben mag hier. Den würde sie wohl abkriegen. Es ist eine Zwille. Dann hat es Stellen, die nie verheilen werden, weil ich vor mehr als dreissig Jahren keine Ahnung hatte, dass es Konkavzangen gibt. Manche Jahre war der Wurzelballen dreimal so gross wie der Baum. Dann kam meine «Bonsaiphase» und ich schnippelte überall herum, was zwar der Feinverzweigung ganz gut tat, aber nichts daran ändern konnte, dass der Baum aus gestalterischer Sicht bloss eine kleingehaltene Holzpflanze war. So ähnlich verstehe ich diesen Satz von dir:Tomsai 92 hat geschrieben: 12.02.2020, 16:03 Kurz vor meinem 18. Geburtstag entdeckte ich diesen Baum im Onlineshop von Uwe Krötenheerdt.
Nun, zehn Jahre später, ist mein Leben ein völlig anderes.
Der Baum ist für mich ein Sinnbild meines Erwachsenwerdens.
Vor zwei Jahren ergaben sich viele Dinge in meinem Leben, die vorerst nichts mit der Linde zu tun hatten. Mir wurde Verantwortung für junge Menschen angetragen, die ich nicht ablehnen konnte, ganz ausser Plan, es gab kein Handbuch, das ich hätte hervornehmen und abarbeiten können. Ich war nur Helfer, nicht Anführer. Es war von Anfang an klar, dass der Moment kommen würde, diesen jungen Leuten Glück auf ihrem Weg zu wünschen, an den ich sie vielleicht brachte, den sie aber gewählt hatten.Tomsai 92 hat geschrieben: 12.02.2020, 16:03Das aktuelle Erscheinungsbild ist immer noch ein gestalterischer Zwischenstand.
Parallel dazu entschied ich mich spontan, meiner Linde dasselbe zu gestatten: Ich entliess sie aus meinem «gärtnerischen Zwang» in eine «freie Obhut», beschützte sie zwar, liess sie aber einfach mal durchtreiben. Ich schnitt nichts, drahtete nicht und machte mir vor allem keine Gedanken. Erst im Herbst schaute ich mir das neue Skelett jeden Tag an und schnitt im Frühjahr die Silhouette einer neuen Krone, gut doppelt so breit und hoch wie die alte. Draht verbot ich mir. Was dabei herauskam, ist immer noch eine olle Zwille. Aber man sieht jetzt, was ich dreissig Jahre lang nicht geschafft habe: Einen Baum. Ein in Bonsaisachen völlig Ahnungsloser fragte mich neulich, wo ich ihn gefunden habe. Nicht, wie ich ihn gemacht habe. Das war mir mehr wert als jeder Kommentar zu Winkel, Substamm oder Feinverzweigung.
Womit ich bei einem letzten Zitat bin:
In Träumen geschehen wunderliche Dinge, gar nicht nach Handbuch. Träume haben sehr viel mit Freiheit und gewähren lassen zu tun.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
(Thoreau)
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Danke Andreas für deine interessante Stellungsnahme. Ich habe die Frage nach dem Sinn von Zielsetzungen ja bewusst in Zusammenhang mit diesem Baum gestellt. Es war viele Jahre meine geplanteste Gestaltung. Diese von dir beschriebene Wortlosigkeit eines Baumes spüre ich hier wohl noch mehr als jeder andere, so scheint es mir zumindest aufgrund der durchgehend positiven Bewertungen. Die Zeichnungen waren für mich ein nicht wirklich ernst genommenes Spiel. Ein Experiment, anhand dessen ich meine eigene Reaktion beobachten wollte. Letztlich werden sie wohl keinen Einfluss auf die zukünftige Entwicklung haben. Sollen sie auch gar nicht. Die Zukunft wird es zeigen, ich freue mich drauf.Andreas Ludwig hat geschrieben: 07.03.2020, 13:40 Ehrlich gesagt halte ich wenig von deinen Zeichnungen. Nicht des Handwerks wegen, gewiss nicht – du siehst sie ja selbst gelassen. Mich stört vielmehr, dass sie Planbarket und Zielerreichung implizieren. Ich weiss schon, dass sehr viele Bonsai genau so entstehen, da wird hier reduziert, dort ausgebaut, vielleicht noch etwas ablaktiert und etwas anderes gejinnt, bis alles dem Plan maximal entspricht. Dann stehe ich so da, sehe hunderte Stunden Handwerk und bleibe doch merkwürdig unberührt von diesem Stück Design. Es spricht mich nicht an, ich höre nichts, kein Flüstern, keine Ansage, kein Trotz, nichts.
Hier mein aktuelles persönliches Fazit zur Zielsetzungsfrage:
Bonsai wertschätze ich insbesondere dafür, dass es eine lebendige Beziehung ist - ein stetiger Austausch zwischen Mensch und Pflanze. Ein klares Ziel zu definieren und dann über viele Jahre, unter Ausschöpfung aller technischer Ressourcen, diesen Weg abzuarbeiten, tötet diese Lebendigkeit. Man nimmt sich mit Zielen die Möglichkeit, in jedem einzelnen Moment neue Chancen und neue Reize bei der alltäglichen Betrachtung der Bäume zu finden. Jede Entscheidung, jeder Schnitt, ist mit einem bewussten oder unbewussten Ziel verknüpft. Ich denke, es macht einen gravierenden Unterschied aus, ob man stur an Entscheidungen festhält, oder sie sofort wieder relativiert und wieder offen für Neues wird. Wenn sich ein Weg (ein Ziel) aller Reflexionen zum Trotz dennoch über längere Zeiträume etabliert, ist man also entweder zu stur und verblendet, oder eben auf dem „richtigen Weg“. Im Zweifelsfall weisen die Gefühle den Weg.
Zu diesem Gedanken finde ich das bekannte Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse recht passend:
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Dieser Thread erfreut mich immer wieder. Danke Euch für Eure schönen und interessanten Betrachtungen!
Und das Gedicht von Hermann Hesse, den ich eh sehr schätze, trifft es so schön...
Liebe Grüße,
Heike
Und das Gedicht von Hermann Hesse, den ich eh sehr schätze, trifft es so schön...
Liebe Grüße,
Heike
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Danke Heike!
... Eine Schattenseite des Baumes habe ich euch jedoch bislang vorenthalten. Die Wurzeln der Rückseite. Von Anfang an hatte das Nebari der Rückseite zwei Lücken. Die größere Fehlstelle (links auf dem Bild) brachte neben dem optischen Defizit noch das Problem mit sich, dass die darüber liegenden Äste der Krone immer schwächelten. Wenn man genau hinsieht, erkennt man sie auch jetzt wieder an den nur verzögert anschwellenden Knospen. Während ich dieses Problem die ersten Jahre ignorierte, störte es mich die letzten Jahre zunehmend, sodass ich im Winter 2018/19 ein paar „Unkrautbäume“ aus Kundengärten rettete, sofort einen scharfen Knick oberhalb der Wurzeln durch abspannen mit Draht realisierte und sie ein Jahr in 9er-Töpfen kultivierte, bevor ich sie nun zum Anplatten verwendete. Heute war hier Dauerregen mit entsprechend maximaler Luftfeuchtigkeit bei mir am Waldrand. Diesem Umstand nutzte ich, um in Ruhe arbeiten zu können. Von den vier vorbereiteten Pflänzchen nahm ich die zwei am besten passenden.
Ich bin normalerweise kein großer Freund von solchen Techniken. Oft wird aus meiner Sicht zu voreilig ablaktiert, gebohrpfropft, etc. anstatt mit den Gestaltungsalternativen zu arbeiten. In diesem Fall habe ich mich jedoch dafür entschieden, da ich keine andere Möglichkeit darin sehe in absehbarer Zukunft genau an den benötigten Stellen möglichst dicke, leistungsfähige Wurzeln zu ziehen.
Über Erfolge oder Misserfolge werde ich hier natürlich berichten. Ich bin nicht geübt in der Technik. Wartet also bitte ab, bevor ihr in Erwägung zieht dieses Beispiel nachzuahmen. Falls im Sommer Fehlschläge ersichtlich werden, bereite ich direkt wieder Jungpflanzen vor und versuche es im nächsten Frühling erneut.
Viele Grüße
Tom
... Eine Schattenseite des Baumes habe ich euch jedoch bislang vorenthalten. Die Wurzeln der Rückseite. Von Anfang an hatte das Nebari der Rückseite zwei Lücken. Die größere Fehlstelle (links auf dem Bild) brachte neben dem optischen Defizit noch das Problem mit sich, dass die darüber liegenden Äste der Krone immer schwächelten. Wenn man genau hinsieht, erkennt man sie auch jetzt wieder an den nur verzögert anschwellenden Knospen. Während ich dieses Problem die ersten Jahre ignorierte, störte es mich die letzten Jahre zunehmend, sodass ich im Winter 2018/19 ein paar „Unkrautbäume“ aus Kundengärten rettete, sofort einen scharfen Knick oberhalb der Wurzeln durch abspannen mit Draht realisierte und sie ein Jahr in 9er-Töpfen kultivierte, bevor ich sie nun zum Anplatten verwendete. Heute war hier Dauerregen mit entsprechend maximaler Luftfeuchtigkeit bei mir am Waldrand. Diesem Umstand nutzte ich, um in Ruhe arbeiten zu können. Von den vier vorbereiteten Pflänzchen nahm ich die zwei am besten passenden.
Ich bin normalerweise kein großer Freund von solchen Techniken. Oft wird aus meiner Sicht zu voreilig ablaktiert, gebohrpfropft, etc. anstatt mit den Gestaltungsalternativen zu arbeiten. In diesem Fall habe ich mich jedoch dafür entschieden, da ich keine andere Möglichkeit darin sehe in absehbarer Zukunft genau an den benötigten Stellen möglichst dicke, leistungsfähige Wurzeln zu ziehen.
Über Erfolge oder Misserfolge werde ich hier natürlich berichten. Ich bin nicht geübt in der Technik. Wartet also bitte ab, bevor ihr in Erwägung zieht dieses Beispiel nachzuahmen. Falls im Sommer Fehlschläge ersichtlich werden, bereite ich direkt wieder Jungpflanzen vor und versuche es im nächsten Frühling erneut.
Viele Grüße
Tom
- Dateianhänge
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- der Dreibock vor der Bearbeitung
- IMG_4675.JPG (136.42 KiB) 3875 mal betrachtet
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- Auf beiden Seiten wurden Löcher für die neuen Wurzeln ausgekratzt. Der Feldahorn wurde zwar erst Anfang 2019 mit starkem Wurzelschnitt umgetopft (extra etwas zu tief), die Schale war jedoch schon wieder voll mit Wurzeln.
- IMG_4676.JPG (108.45 KiB) 3875 mal betrachtet
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- Die erste kleinere Jungpflanze: Wurzeln ausgewaschen, stark bearbeitet, Spitze zur Seite gedrahtet und im passenden Winkel eine Schraube mittig durch die Pflanze eingeführt - sieht brutal aus, aber die wasserführenden Holzfasern werden ja nur aufgespalten und eine Schraube hält zuverlässiger als jede Alternative.
- IMG_4679.JPG (151.26 KiB) 3875 mal betrachtet
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- Mit dem kleinen Hohlbeitel eine Kerbe geschnitzt, Jungpflanze an beiden Seiten mit dem Teppichmesser entrindet und einige Male die Kerbe nachbearbeitet, bevor es seitlich schön eng anliegt.
- IMG_4685.JPG (115.16 KiB) 3875 mal betrachtet
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- Beim Festschrauben noch leicht verrutscht, sitzt es dennoch ganz passabel. Die Schraube sollte wohl idealerweise rechtwinklig zur Unterlage angebracht werden.
- IMG_4687.JPG (120.05 KiB) 3875 mal betrachtet
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- andere Ansicht
- IMG_4686.JPG (121.96 KiB) 3875 mal betrachtet
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- die zweite dickere Pflanze
- IMG_4690.JPG (110.56 KiB) 3875 mal betrachtet
-
- IMG_4696.JPG (128.25 KiB) 3875 mal betrachtet
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- Auf alle offenen Stellen wurde noch Wundknete aufgetragen, dann Substrat aufgefüllt und angegossen.
- IMG_4702.JPG (96.15 KiB) 3875 mal betrachtet
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Hallo Tom,
wow, Verbesserung auf höchstem Niveau, noch dazu an der Rückseite.
Und das ganze noch mit super Fotos, dass es für jeden verständlich wird. Ein ganz dickes Dankeschön
Ich bin gespannt wie lange die Wurzeltriebe brauchen, bis sie sich der erhabenen Rinde deines Feldahorns angleichen. Dein Thread kommt in die Lesezeichen-Liste.
Grüße
Rainer
wow, Verbesserung auf höchstem Niveau, noch dazu an der Rückseite.
Und das ganze noch mit super Fotos, dass es für jeden verständlich wird. Ein ganz dickes Dankeschön
Ich bin gespannt wie lange die Wurzeltriebe brauchen, bis sie sich der erhabenen Rinde deines Feldahorns angleichen. Dein Thread kommt in die Lesezeichen-Liste.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Deine Ablaktionen sehen sehr vielversprechend aus, Tom!
Bei mir sind damals bereits die ersten Versuche gelungen und inzwischen habe ich zahlreiche solche Wurzelablaktionen durchgeführt, wobei nur eine oder zwei mal abgestorben sind (bei sehr dünnen Reisern an Shohin).
Ich drücke die Daumen und freue mich auf die weitere Berichterstattung.
Liebe Grüße,
Heike
Bei mir sind damals bereits die ersten Versuche gelungen und inzwischen habe ich zahlreiche solche Wurzelablaktionen durchgeführt, wobei nur eine oder zwei mal abgestorben sind (bei sehr dünnen Reisern an Shohin).
Ich drücke die Daumen und freue mich auf die weitere Berichterstattung.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Anbei ein kurzer Zwischenstand:
Das Frühjahr startete nach den letzten Bildern hier im Heidelberger Weinbauklima sehr ausdauernd warm und trocken... und die zwei Jungpflanzen schafften es gerade so ein paar wenige schwache Blätter auszutreiben. Bei einem schattierteren Standort hätten sie es zwar besser gepackt, die Internodienlängen des gesamten Baumes hätten aber darunter gelitten. Die Pflänzchen überlebten gerade so und wurden vorerst nicht weiter beachtet. Sollten sie nächstes Jahr wieder zu Kräften kommen, könnten sie immer noch anwachsen, dachte ich mir... Vor wenigen Wochen sah ich mal genauer hin und stellte erstaunt fest, dass bereits beide Wurzeln unterhalb der Verbindungsstelle deutlich dicker waren als oberhalb - das sichere Zeichen, dass der Baum die Wurzeln bereits miternährt! Die Jungpflanzen dürfen nächstes Jahr noch einmal kräftig treiben, bevor ich es in Erwägung ziehen werde die oberen Teile sukzessive zu reduzieren.
Mitunter durch eure Inspirationen wurde die Krone im Frühjahr noch einmal umgestaltet und Neigungs- und Ansichtswinkel werden beim Umtopfen nächstes Frühjahr dementsprechend korrigiert. Im Winter werden die Änderungen besser ersichtlich sein. Ich halte euch auf dem Laufenden
Viele Grüße
Tom
Das Frühjahr startete nach den letzten Bildern hier im Heidelberger Weinbauklima sehr ausdauernd warm und trocken... und die zwei Jungpflanzen schafften es gerade so ein paar wenige schwache Blätter auszutreiben. Bei einem schattierteren Standort hätten sie es zwar besser gepackt, die Internodienlängen des gesamten Baumes hätten aber darunter gelitten. Die Pflänzchen überlebten gerade so und wurden vorerst nicht weiter beachtet. Sollten sie nächstes Jahr wieder zu Kräften kommen, könnten sie immer noch anwachsen, dachte ich mir... Vor wenigen Wochen sah ich mal genauer hin und stellte erstaunt fest, dass bereits beide Wurzeln unterhalb der Verbindungsstelle deutlich dicker waren als oberhalb - das sichere Zeichen, dass der Baum die Wurzeln bereits miternährt! Die Jungpflanzen dürfen nächstes Jahr noch einmal kräftig treiben, bevor ich es in Erwägung ziehen werde die oberen Teile sukzessive zu reduzieren.
Mitunter durch eure Inspirationen wurde die Krone im Frühjahr noch einmal umgestaltet und Neigungs- und Ansichtswinkel werden beim Umtopfen nächstes Frühjahr dementsprechend korrigiert. Im Winter werden die Änderungen besser ersichtlich sein. Ich halte euch auf dem Laufenden
Viele Grüße
Tom
- Dateianhänge
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- die erste der oben gezeigten Jungpflanzen
- IMG_5358.JPG (115.21 KiB) 3421 mal betrachtet
-
- IMG_5359.JPG (124.84 KiB) 3421 mal betrachtet
-
- die zweite
- IMG_5355.JPG (104 KiB) 3421 mal betrachtet
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- IMG_5356.JPG (136.49 KiB) 3421 mal betrachtet
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- neue Ansicht
- IMG_5353.JPG (119.09 KiB) 3421 mal betrachtet
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Danke Tom, für die anschaulichen Fotos. Die Jungpflanzen hast du extrem gut eingepaßt. Ich weiß wie schwierig dies ist, ohne ein Absterben der Reiser zu riskieren.
Grüße
Rainer
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Hallo Tom,
den Feldahorn hast Du supergut hinbekommen. Durch die Wurzelablaktion erfährt der Baum nochmal eine starke Verbesserung.
Wenn man weiß, wie schwierig ein Feldahorn zu gestalten ist (ich bastel auch schon eine Weile an einem rum
), hast Du echt ein Kunststück vollbracht.
Liebe Grüße,
Barbara
den Feldahorn hast Du supergut hinbekommen. Durch die Wurzelablaktion erfährt der Baum nochmal eine starke Verbesserung.
Wenn man weiß, wie schwierig ein Feldahorn zu gestalten ist (ich bastel auch schon eine Weile an einem rum
Liebe Grüße,
Barbara
"Sorge Dich um den Beifall der Leute, und Du wirst ihr Gefangener sein." LAOTSE
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Danke. Tom , für deine so gute schriftliche und bildliche Dokumentation deiner Arbeit mit und an dem immer besser werdendem Ahorn....das mache ich bei Bedarf nach
bis denne, bleib gesund, Volker
bis denne, bleib gesund, Volker
Bis denne Volker
Ein fallender Baum macht mehr Lärm
als ein wachsender Wald.
Ein fallender Baum macht mehr Lärm
als ein wachsender Wald.
-
Laubgeflüster
- Beiträge: 249
- Registriert: 22.03.2020, 18:08
- Wohnort: Tübingen
Re: Feldahorn (Acer campestre): das gemeinsame Erwachsenwerden
Hallo Tom,
ganz toller Feldahorn, vielleicht der Beste den ich in meiner jungen Bonsai Zeit bis jetzt gesehen habe. Danke auch von mir für diese sehr lehrreiche und gut dokumentierte Gestaltung. Bin gespannt wie sich der Baum im Winter zeigt.
Beste Grüße
Nicklas
ganz toller Feldahorn, vielleicht der Beste den ich in meiner jungen Bonsai Zeit bis jetzt gesehen habe. Danke auch von mir für diese sehr lehrreiche und gut dokumentierte Gestaltung. Bin gespannt wie sich der Baum im Winter zeigt.
Beste Grüße
Nicklas
