Aus Erde und Feuer
- peter krebs
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Re: Aus Erde und Feuer
...trotz Frühjahr, hier noch einige stille, unauffällige Schalen.
Größe: 36,4 cm x 30,2 cm x 10,8 cm
Größe: 47,5 cm x 37,5 cm x 6,6
Größe: 42,5 cm x 32,8 cm x 8,4 cm
Größe: 36,4 cm x 30,2 cm x 10,8 cm
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- peter krebs
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Re: Aus Erde und Feuer
Größe: 42 cm x 33,8 cm x 9 cm
Größe: 54 cm x 33,8 cm x 6,1 cm
Größe: 32,7 cm x 25,2 cm x 6,3 cm
Viele Grüße
Peter
Größe: 54 cm x 33,8 cm x 6,1 cm
Größe: 32,7 cm x 25,2 cm x 6,3 cm
Viele Grüße
Peter
Re: Aus Erde und Feuer
Hallo Peter,
wenn die stillen, unauffälligen trotzdem strahlen, müssen sie schon besonders sein.
Sie sind es, die den Bäumen zu ihrem Glanz verhelfen, weil sie es nicht nötig haben, sich vorzudrängeln.
Gedanklich vervollständigen sich die Schalen dann und ergeben so herrliche virtuelle Frühlingsgrüße in der immer noch grauen Jahreszeit.
Danke dafür.
wenn die stillen, unauffälligen trotzdem strahlen, müssen sie schon besonders sein.
Sie sind es, die den Bäumen zu ihrem Glanz verhelfen, weil sie es nicht nötig haben, sich vorzudrängeln.
Gedanklich vervollständigen sich die Schalen dann und ergeben so herrliche virtuelle Frühlingsgrüße in der immer noch grauen Jahreszeit.
Danke dafür.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Re: Aus Erde und Feuer
Besser kann man es nicht formulieren, Norbert! Ich bin ganz Deiner Meinung.
Wunderschöne, edle Stücke, Peter!
Liebe Grüße,
Heike
Wunderschöne, edle Stücke, Peter!
Liebe Grüße,
Heike
- peter krebs
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Re: Aus Erde und Feuer
Hallo Norbert,
Vielen Dank für den wunderschönen Text.
Hallo liebe Heike,
auch Dir vielen Dank für Deine schönen Worte.
Herzliche Grüße
Peter
Vielen Dank für den wunderschönen Text.
Hallo liebe Heike,
auch Dir vielen Dank für Deine schönen Worte.
Herzliche Grüße
Peter
- peter krebs
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Re: Aus Erde und Feuer
Eine kleine melancholische Geschichte.
Buch des Lebens
Im Buch des Lebens ist nichts von Bestand. Alles fließt und lässt sich nur eine begrenzte Zeit halten.
Dinge bauen sich auf um größer zu werden, Raum zu ergreifen und auszufüllen, und lösen sich langsam wieder auf, um Erinnerung zu werden.
Erinnerungen werden zu Inhalt der letzten wundersamen Seiten des Buchs des Lebens.
Am Anfang der Zeit meines Töpferns gab es ein kleines Regal, in dem ich meine für mich schönsten Schalen sammelte. Gleichzeitig wuchs auch eine Sammlung von alten asiatischen Schalen. In Allem lag eine große Leidenschaft.
Größer wurde es, das Regal und begann zu wachsen und füllte den Raum aus, und im Weitergehen ward es zu schwer.
Da hab ich ihm einen größeren Raum gegeben und habe es losgelassen, und es ist gegangen, um sich an anderen Orten wieder zu sammeln.
In den Seiten des Buches aber bleibt es bestehen, bis das Vergessen einen Punkt am Ende des Buches setzt.
Schalenraum am Ende des Sammelns
Regal mit alten Asiatischen Schalen
Viele Grüße
Peter
Buch des Lebens
Im Buch des Lebens ist nichts von Bestand. Alles fließt und lässt sich nur eine begrenzte Zeit halten.
Dinge bauen sich auf um größer zu werden, Raum zu ergreifen und auszufüllen, und lösen sich langsam wieder auf, um Erinnerung zu werden.
Erinnerungen werden zu Inhalt der letzten wundersamen Seiten des Buchs des Lebens.
Am Anfang der Zeit meines Töpferns gab es ein kleines Regal, in dem ich meine für mich schönsten Schalen sammelte. Gleichzeitig wuchs auch eine Sammlung von alten asiatischen Schalen. In Allem lag eine große Leidenschaft.
Größer wurde es, das Regal und begann zu wachsen und füllte den Raum aus, und im Weitergehen ward es zu schwer.
Da hab ich ihm einen größeren Raum gegeben und habe es losgelassen, und es ist gegangen, um sich an anderen Orten wieder zu sammeln.
In den Seiten des Buches aber bleibt es bestehen, bis das Vergessen einen Punkt am Ende des Buches setzt.
Schalenraum am Ende des Sammelns
Regal mit alten Asiatischen Schalen
Viele Grüße
Peter
Re: Aus Erde und Feuer
Eine schöne und tiefgründige Geschichte, danke Peter!
Gruß aus dem Westerwald
Marco
Bonsai ist die Kunst der Zeit!
Marco
Bonsai ist die Kunst der Zeit!
Re: Aus Erde und Feuer
Die meisten von Deinen herrlichen selbstgemachten Schaustücken habe ich ja noch so wunderschön im Regal präsentiert gesehen, lieber Peter.
Schade, dass ich die Sammlung der antiken Schalen nicht auch noch sehen und anfassen konnte. Da gehen einem ja so schon die Augen über.
Aber Du hast es richtig gemacht, dass Du auch Dinge wieder gehen lassen und in andere Werte und neuen Raum umwandeln konntest.
Liebe Grüße,
Heike
Schade, dass ich die Sammlung der antiken Schalen nicht auch noch sehen und anfassen konnte. Da gehen einem ja so schon die Augen über.
Aber Du hast es richtig gemacht, dass Du auch Dinge wieder gehen lassen und in andere Werte und neuen Raum umwandeln konntest.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Aus Erde und Feuer
Lieber Peter
Wenn ich diese Bilder sehe, sind alle meine Empfindungen, die mich bei meinem ersten Besuch in deinem Schalenstudio quasi überfallen haben, wie auf Knopfdruck wieder da.
Wie schön ist es, zu den Glücklichen zu zählen, die einige dieser Kostbarkeiten weiter bewahren dürfen.
Zu den großen Herausforderungen im Leben gehört das Finden des richtigen Zeitpunktes.
Du beherrscht nicht nur den Umgang mit dem Ton.
Wenn ich diese Bilder sehe, sind alle meine Empfindungen, die mich bei meinem ersten Besuch in deinem Schalenstudio quasi überfallen haben, wie auf Knopfdruck wieder da.
Wie schön ist es, zu den Glücklichen zu zählen, die einige dieser Kostbarkeiten weiter bewahren dürfen.
Zu den großen Herausforderungen im Leben gehört das Finden des richtigen Zeitpunktes.
Du beherrscht nicht nur den Umgang mit dem Ton.
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
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- peter krebs
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Re: Aus Erde und Feuer
Hallo Marco, liebe Heike und Norbert,
Euch vielen Dank für die wunderschöne Zustimmung.
Herzliche Grüße
Peter
Euch vielen Dank für die wunderschöne Zustimmung.
Herzliche Grüße
Peter
- peter krebs
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Re: Aus Erde und Feuer
Ach, dieser März…
Es erfasst mich wieder, durchdringt mich. Was ist das für eine innere Unruhe?
Eine angenehme, erneuernde , nach vorne strebende heitere Unruhe!
Ich stehe vor den kleinen Bäumen. Oft habe ich im Winter vor ihnen gestanden und sie in ihrer Winterruhe betrachtet.
Ich habe versucht sie zu verstehen und ihre Ruhe zu ergründen. Aber wo war meine Winterruhe, mein Erneuern, mein Verharren, um neue Kraft zu schöpfen.
In meinem Alltag verlief alles so gleich. Die Natur habe ich außer Acht gelassen. Die Kälte hat mich nicht zur Ruhe gebracht. Längere, erneuernde Pausen gab es nicht..
Aber jetzt im März erfasst es mich wieder, oh, diese schöne Unruhe. Woher habe ich nur dieses Gefühl, diese Sicherheit, dass in ein paar Wochen, Tagen alles wieder erwacht, lebt und grün wird.
Ich sehe schon das unbeschreiblich zarte Grün des Fächerahorns und die wie in einem Schwall nach außen fließenden Blätter der Kerbbuche.
Das gibt Mut auszuhalten, gibt Kraft zu bestehen, sich selbst zu vervollkommnen und zur Reife zu bringen.
Ach, dieser März, diese noch in der Winterruhe stehenden Bäume in der Schale. Aber ist es nicht gerade dieser Augenblick, jetzt und hier.
Ist dieser Augenblick nicht noch höher einzuschätzen als der Frühling selbst?
Dieses Erwarten, Sehnen, Erhoffen nicht köstlicher?
Ist nicht dieser Augenblick die Reife, die ich suche?
Und, würde ich alles verstehen, was bliebe noch?
Ach, dieser März…
jap. Hainbuche
Viele Grüße
Peter
Es erfasst mich wieder, durchdringt mich. Was ist das für eine innere Unruhe?
Eine angenehme, erneuernde , nach vorne strebende heitere Unruhe!
Ich stehe vor den kleinen Bäumen. Oft habe ich im Winter vor ihnen gestanden und sie in ihrer Winterruhe betrachtet.
Ich habe versucht sie zu verstehen und ihre Ruhe zu ergründen. Aber wo war meine Winterruhe, mein Erneuern, mein Verharren, um neue Kraft zu schöpfen.
In meinem Alltag verlief alles so gleich. Die Natur habe ich außer Acht gelassen. Die Kälte hat mich nicht zur Ruhe gebracht. Längere, erneuernde Pausen gab es nicht..
Aber jetzt im März erfasst es mich wieder, oh, diese schöne Unruhe. Woher habe ich nur dieses Gefühl, diese Sicherheit, dass in ein paar Wochen, Tagen alles wieder erwacht, lebt und grün wird.
Ich sehe schon das unbeschreiblich zarte Grün des Fächerahorns und die wie in einem Schwall nach außen fließenden Blätter der Kerbbuche.
Das gibt Mut auszuhalten, gibt Kraft zu bestehen, sich selbst zu vervollkommnen und zur Reife zu bringen.
Ach, dieser März, diese noch in der Winterruhe stehenden Bäume in der Schale. Aber ist es nicht gerade dieser Augenblick, jetzt und hier.
Ist dieser Augenblick nicht noch höher einzuschätzen als der Frühling selbst?
Dieses Erwarten, Sehnen, Erhoffen nicht köstlicher?
Ist nicht dieser Augenblick die Reife, die ich suche?
Und, würde ich alles verstehen, was bliebe noch?
Ach, dieser März…
jap. Hainbuche
Viele Grüße
Peter
- bonsaiheiner
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- Beiträge: 4022
- Registriert: 24.05.2010, 15:30
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Re: Aus Erde und Feuer
Hallo Peter,
wunderbar, Deine lyrischen Zeilen zum zeitigen Frühjahr! Dein Hang zur Poesie findet ja auch einen Widerhall auf jedem Boden der von Dir gefertigten Schalen.
Der März ist auch für mich die schönste Jahreszeit.
Beste Grüsse,
Heiner
wunderbar, Deine lyrischen Zeilen zum zeitigen Frühjahr! Dein Hang zur Poesie findet ja auch einen Widerhall auf jedem Boden der von Dir gefertigten Schalen.
Der März ist auch für mich die schönste Jahreszeit.
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
Re: Aus Erde und Feuer
Lieber Peter,
vor 20 Jahren war ich das erste mal in deinem Schalenraum und es war für mich
ein Raum mit unendlich vielen Kostbarkeiten, Harmonie und Ästhetik. Dahinter der
kleine Hof mit deinen drei Bonsai. Ich meine die Japanische Buche noch zu erkennen ...
Als ich damals nach Hause gekommen bin, schloß ich die Augen um die wunderbaren Eindrücke
des Tages zurückzuholen. Ich zehrte noch sehr lange von diesem ersten Besuch.
Einige Kostbarkeiten von Dir erschaffen habe ich zu Hause, wie das Drachenschalenpaar mit den extra langen
Barthaaren ... als Bonsaischalentöpfer hast Du die höchste Stufe erreicht und so ist es auch verständlich für
mich wenn Du langsam losläßt ... es ist ein Teil des Buddhismus, das Lernen loszulassen ...
Ich umarme dich
viele Grüße
Holger
vor 20 Jahren war ich das erste mal in deinem Schalenraum und es war für mich
ein Raum mit unendlich vielen Kostbarkeiten, Harmonie und Ästhetik. Dahinter der
kleine Hof mit deinen drei Bonsai. Ich meine die Japanische Buche noch zu erkennen ...
Als ich damals nach Hause gekommen bin, schloß ich die Augen um die wunderbaren Eindrücke
des Tages zurückzuholen. Ich zehrte noch sehr lange von diesem ersten Besuch.
Einige Kostbarkeiten von Dir erschaffen habe ich zu Hause, wie das Drachenschalenpaar mit den extra langen
Barthaaren ... als Bonsaischalentöpfer hast Du die höchste Stufe erreicht und so ist es auch verständlich für
mich wenn Du langsam losläßt ... es ist ein Teil des Buddhismus, das Lernen loszulassen ...
Ich umarme dich
viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel
- peter krebs
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Re: Aus Erde und Feuer
Hallo Heiner und Holger,
Danke Euch beiden für die persönlichen Texte.
Herzliche Grüße
Peter
Danke Euch beiden für die persönlichen Texte.
Herzliche Grüße
Peter
- peter krebs
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Re: Aus Erde und Feuer
Hallo Ihr Lieben,
hier einmal ein Foto aus unserem Familienalbum, ca. 90 Jahre alt.
Es zeigt im Hintergrund meine Oma Yukiko in unserem ersten Schalengeschäft in Kyōto.
Zu diesem Zeitpunkt war mein Opa noch in der Töpferei beschäftigt, um noch einige Schalen für den Fürsten herzustellen.
Es war auch damals schon harte Zeiten für einen Schalentöpfer.
Viele Grüße
Peter
hier einmal ein Foto aus unserem Familienalbum, ca. 90 Jahre alt.
Es zeigt im Hintergrund meine Oma Yukiko in unserem ersten Schalengeschäft in Kyōto.
Zu diesem Zeitpunkt war mein Opa noch in der Töpferei beschäftigt, um noch einige Schalen für den Fürsten herzustellen.
Es war auch damals schon harte Zeiten für einen Schalentöpfer.
Viele Grüße
Peter
