Günstig düngen mit Eigenurin

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Yannick
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von Yannick »

Hi Leute,

einige von euch hätten das Wochenende wohl besser genutzt, um sich ein bisschen zu entspannen. Denen, die weiterhin sinnvoll diskutiert haben, danke ich, wenn mir aber jemand zum Briefmarkensammeln rät, weil ich mich für Düngen mit Urin interessiere, dann kann derjenige sich mit obiger Einleitung angesprochen fühlen.

Dieselbe Person schreibt jedoch im selben Beitrag
Meine Pflanzen sollen in erster Linie gesund sein.
.

Darum ging es mir auch. Da Ulf in seinem Einleitungsbeitrag erwähnte, dass er mit Urin ähnliche Ergebnisse wie mit BioGold erzielt, ging es mir in erster Linie um meine Pflanzen. Dass Urin weitaus günstiger als BioGold ist, ist natürlich ein schöner Nebeneffekt.

Wenn es mir nicht um das Wohl meiner Pflanzen ginge, würde ich mir über den Dünger, den ich verwende, überhaupt keine Gedanken machen und einfach mal drauflosdüngen.

Ich danke also allen für ihre eingebrachten Erfahrungen und Diskussionsbeiträge, solange sie nützlich waren :wink: .

Liebe Grüße,

Yannick
Luzius
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von Luzius »

Yannik, probiers aus, der Erfolg wird dir gefallen.
Es geht nicht ums Sparen, der Spareffekt ist gering, es tut der Pflanze gut denn kein künstlicher Dünger erreicht die in Millionen Jahren Evolution gereifte Zusammensetzung des Harn`s mit seinen vielen hundert, -zwar teilweise minimalsten Inhaltsstoffen, die aber scheinbar alle seine Wirkung haben. Pflanzen hatten ebenfalls Millionen Jahre Zeit sich auf die massive Bepiselung durch die Saurier danach duch die Säuger einzustellen und sich dauraus das Beste zu holen.
Ökologisch also wertvoll und von der Natur geprüft und für "Richtig" befunden.

1:10 verdünnen, bei durchlässigem Substrat durchaus mehrfach die Woche, dazwischen Regen oder Wasser dann gibts keine Troubles mit NaCl-Überkonzentrationen usw.

Gruß, Gerhard
VG, Gerhard
Satski
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von Satski »

Wenn es mir nicht um das Wohl meiner Pflanzen ginge, würde ich mir über den Dünger, den ich verwende, überhaupt keine Gedanken machen und einfach mal drauflosdüngen.
Genau das machst Du doch wenn Du weder die Genauen Inhaltstoffe noch die Konzentration des Düngers kennst.
Herzlicher Gruß
Walter



Dieser Gruß wurde maschinell erstellt und ist ohne Unterschrift gültig!
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MarionS
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von MarionS »

Weiß einer, wie gut Moos das Gesöff verträgt? Bei einem meiner Bäume ist so ein schönes dickes Moospolster auf dem Substrat, ich weiß garnicht, wohin mit den Düngerperlen.
Flüssigdünger wäre eine Idee. Aber Moos soll Dünger nicht gut abkönnen?
Gruß,
MarionS

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Yannick
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von Yannick »

Danke, Luzius.

Gruß,

Yannick
Claas

Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von Claas »

flu hat geschrieben:Nebenbei ... mein Bruder hat in seinem Studium seinen Kot auf Lattenrosten in der Sonne getrocknet und im Winter verheizt.
*pillepalle* Jetzt wird der thread soziokulturell wirklich interessant...
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nemsi
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von nemsi »

Hallo zusammen,

ich verstehe die Aufregung hier zum Teil nicht. Es gibt Menschen, vor allem Allergiker, die ihren eigenen Urin trinken (kein Schweinefleisch, kein Spargel und kein Bier - sonst stinkt der Urin fürchterlich), die Wirkung ist unbestritten. Der Mensch scheidet sehr viele Antikörper durch den Urin aus, die so dem Körper wieder zugeführt werden. Warum soll der Urin dann unseren Bonsai schaden. Ist der Urin nicht auch ein Desinfektionsmittel, um Wunden eine Erstversorgung zukommen zu lassen!? Wenn du dich aug der Yamadori-Tour verletzt und ein Antiboitika brauchst, weisst du was zu tun ist. :D

Geruchsfreie Grüße
nemsi
Liebe Grüße
Robert

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MarionS
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von MarionS »

Claas hat geschrieben:
flu hat geschrieben:Nebenbei ... mein Bruder hat in seinem Studium seinen Kot auf Lattenrosten in der Sonne getrocknet und im Winter verheizt.
*pillepalle* Jetzt wird der thread soziokulturell wirklich interessant...
Ungewöhnlich, aber warum nicht? Die Indianer haben früber Bisonmist gesammelt und verbrannt. Die bekannten Tierfilmer Schweiger & Arendt haben es ausprobiert und berichteten, "wenn man mit Bisonscheisse kocht, braucht man keinen Pfeffer".
Ich für meinen Teil würds nicht machen... muss doch stinken wie Sau.
nemsi hat geschrieben:Es gibt Menschen, vor allem Allergiker, die ihren eigenen Urin trinken (...), die Wirkung ist unbestritten. Der Mensch scheidet sehr viele Antikörper durch den Urin aus, die so dem Körper wieder zugeführt werden.
Ich habe das so gehört, daß man über den Urin Giftstoffe ausscheidet und dadurch, daß man sie wieder aufnimmt, sich praktisch selbst vergiftet - und den Körper von der Allergie, Neurodermitis oder was auch immer ablenkt. Vielleicht Beides.
(Für die Unwissenden: man trinkt nicht alles, nur morgens ein Gläschen.)
Ist der Urin nicht auch ein Desinfektionsmittel, um Wunden eine Erstversorgung zukommen zu lassen!?
Daß er gut für Wunden sei, ist auch mein Kenntnisstand.
Gruß,
MarionS

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Luzius
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von Luzius »

Ist der Urin nicht auch ein Desinfektionsmittel, um Wunden eine Erstversorgung zukommen zu lassen!?
Marion S.
Daß er gut für Wunden sei, ist auch mein Kenntnisstand.[/quote]



...in Katastophen- und Kriegszeiten wurden damit die Wunden versorgt / desinfiziert. Harn verlässt nahezu keimfrei den Körper und hat deshalb eine bessere antibakterielle Reinigungskraft als normales Wasser.

Jetzt noch einmal zurück zum Thema Bonsai:
Den Harn frisch verwenden, hier hat er den für Pflanzen günstigen, leicht sauren pH, nach einer längeren Standzeit zersetzt er sich und es bilden sich ammoniakalische Verbindungen die den pH Wert auf über 7 heben der dann nicht mehr so günstig ist.

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Andreas Ludwig
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von Andreas Ludwig »

Juhu, es lebe die akademische Betrachtung um ihrer selbst willen...

Seien wir dann aber vollständig: Um wieviel wird der pH bei der Bildung ammoniakähnlicher Substanzen in einer Verdünnung 1:10 denn nun erhöht..? Man rechne gut, der pH-Wert bildet Zehnerpotenzen ab und Wasser neigt dazu, Kohlensäure zu binden... Los, ihr Nobelpreisträger!

Ehrlich. Entweder probiert ihr es aus oder ihr lasst es sein. Darüber schreiben ist komplett sinnlos.

(Marion: Die tatsächliche Wirkung von Eigenurin-Kuren ist bisher nicht belegt worden. Darum ging es aber nicht und Menschen sind ein klitzeklein anderes System als Bäume. Die Tatsache, dass viele Bäume Eisen brauchen, berechtigt nicht dazu, mit dem Messer auf jemand loszugehen und bloss weil Korallen es können, sollte man darum Menschen auch nicht allzulange unter Wasser halten... *doh* )
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
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Luzius
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von Luzius »

Andreas Ludwig hat geschrieben: Seien wir dann aber vollständig: Um wieviel wird der pH bei der Bildung ammoniakähnlicher Substanzen in einer Verdünnung 1:10 denn nun erhöht..? Man rechne gut, der pH-Wert bildet Zehnerpotenzen ab und Wasser neigt dazu, Kohlensäure zu binden... Los, ihr Nobelpreisträger!

Andreas L., mein Hinweis auf die Ammoniakbildung bezog sich nicht auf das verdünnte Material sondern auf das Konzentrat. Es könnte ja durchaus sein dass jemand auf den Gedanken kommt und sein "Nierensekret" unverdünnt in Kanistern bunkert :D Diese basische Gülle würde ich dann nicht mehr in die Schalen gießen.
VG, Gerhard
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Andreas Ludwig
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von Andreas Ludwig »

So kommts, wenn man immer bloss den Schluss eines Themas liest. Für alle die, die diese Unart auch haben nochmals zusammengefasst (danke, danke, mache ich doch gerne):
:mrgreen:

Es wurde bisher festgestellt, dass entgegen massiver theoretischer Bedenken und kulturhistorisch relevanter Schamgrenzen die Düngung mit Baumbesitzer-Urin (obenstehend oft «Eigenurin» genannt) in einer Verdünnung von 1:10 bei häufiger, sogar täglicher Verabreichung das Wachstum der Bäume positiv beeinflusst.

(und jetzt leckst mich doch alle einfach kreuzweise...)
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Martin_S
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von Martin_S »

Luzius hat geschrieben:....
Jetzt noch einmal zurück zum Thema Bonsai:
Den Harn frisch verwenden, hier hat er den für Pflanzen günstigen, leicht sauren pH, nach einer längeren Standzeit zersetzt er sich und es bilden sich ammoniakalische Verbindungen die den pH Wert auf über 7 heben der dann nicht mehr so günstig ist.
....

Ergo: nicht auf eure Azaleen "pissen"?
Leute, manchmal habe ich den Eindruck ihr spart am falschen Ende. Da kauft man für viel Geld Bonsai, Akadama wird um die halbe Welt "geschippert", beim Werkzeug kann nur das teurere Edelstahlwerkzeug den "bonsaitauglichen Schnitt" herbeiführen und Schalen ohne Haiku unterm Boden sind zu billig für eure Schätzchen....und dann pinkelt ihr in Gießkannen und verdünnt 1:10?......ABER! Ein sehr unterhaltsames Thema ist das allemal :wink:
Martin S
Beste Grüße
Martin

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Satski
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von Satski »

Hallo Martin,

da bin ich 100% deiner Meinung!!!

Walter


@ Andreas Ludwig
(und jetzt leckst mich doch alle einfach kreuzweise...)
Hatte gleich schon den Verdacht das Du dir so etwas Wünscht....
Herzlicher Gruß
Walter



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MarionS
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Re: Günstig düngen mit Eigenurin

Beitrag von MarionS »

Martin_S hat geschrieben: Leute, manchmal habe ich den Eindruck ihr spart am falschen Ende.
Man muss es ja nicht unbedingt unter dem Aspekt "sparen" betrachten, auch wenn das sehr naheliegend ist.

Es macht einfach Spaß, es ist lustig. Oder man will was geben von sich. Oder die anderen schocken. Oder meinethalben die Bäumchen markieren. Da das aber allesamt eher emotionale Gründe sind, wird eben die Ersparnis vorgeschoben oder den Gehalt oder die Frische oder was-weiß ich. Menschen schieben eher 100 Gründe vor, ehe sie mal mit Inbrunst sagen "Ich will das aber!" :D
Da nehm ich mich selber nicht aus :mrgreen:

Man kann immer irgendwas finden, um jemandem "Sparwut" vorzuwerfen. Erst kürzlich habe ich zu meinem großen Erstaunen und Vergnügen von Trockenschüttung und Streugut als Substrat gelernt. Vor einiger Zeit kam ich an einer Baustelle vorbei, wo man Fassaden verputzte und zog meterweise Verschnitt von einer dafür verwendeten Baugaze aus dem Schuttcontainer, um sie als Drainagenetze zu verwenden.
Am Ende muss jeder selber wissen, wofür er wieviel Geld ausgibt, und ob er eine Gelegenheit nutzt, auch etwas billig oder gratis zu bekommen.
Gruß,
MarionS

Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
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