Rebellisches Mugobaby auf einem langen Weg

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Heike_vG
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Re: Rebellisches Mugobaby auf einem langen Weg

Beitrag von Heike_vG »

Wenn ich die achteckige Schale im Virtual unter dem Baum sehe, finde ich die Form generell ziemlich gut, aber die Rahmen sind zu viel, da sie viele gerade Linien haben und überflüssige Details sind, die mit den vielen Details und Bewegungen des Baums konkurrieren bzw. im Widerspruch stehen. Schlicht würde so eine Form in meinen Augen besser zu dem Baum wirken.
Odoridori hat geschrieben:Man findet heute selten ältere Tokoname Schalen in dieser Tonfarbe und ich denke Du benötigst auch
eine gewisse Größe. Es gibt aber durchaus Händler die solche gebrauchte Schalen in Japan finden können.
Es wird wohl dann auch eine Preisfrage, wobei diese sehr einzigartige und hochwertige Mugo,
auch eine edle Schale verdient hat.
Ehe man so einen Aufwand und solch eine Investition auf sich nimmt, sollte die Kiefer wahrscheinlich wirklich erst mal ein paar Jahre in der Gestaltung und Verfeinerung sein, damit man sicher sein kann, für lange Zeit ein Optimum für den Baum zu bekommen.

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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xistsixt
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Re: Rebellisches Mugobaby auf einem langen Weg

Beitrag von xistsixt »

Manni61 hat geschrieben:Hallo zusammen

ich habe mal eben die Schale unter die Mugo gebastelt...

sieht nicht sooooo schlecht aus... :lol: :lol: :lol:

LG Manni

danke für das virtuelle zusammenfügen!

mir würde es in diese richtung gefallen, die schale müsste etwas flacher sein und " a tiny lil bit" grösser im durchmesser

mit der farbe würde ich zu dunkel braungrau tendieren.

ich hatte eigentlich von anfang die hier im kopf

http://www.gedemerta.net/wp-content/upl ... /isian.jpg

(ich habe die genehmigung das Bild zu posten, Gede Merta ist mein Balinesischer Vater ;) (meister)

lg vali
"Character is like a tree and reputation like a shadow.
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Norbert_S
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Re: Rebellisches Mugobaby auf einem langen Weg

Beitrag von Norbert_S »

Vali,
diese Schale hat ja auch einen ganz anderen Ausdruck.
Die Fenster sind für eine breitere als tiefe Gestaltung und für einen kräftigen Baum ausgelegt. Alles wirkt ruhiger durch weniger aber angemessen kräftige Linien.
Darüber hinaus bekommt die Schale-Baum-Kombination durch den fehlenden sich öffnenden Rand eine mehr zentrierende Ausstrahlung.
Diese zentrieren entsprcht nach meinen Dafürhalten auch der Baumgestaltung mit seinen abnehmenden Kreisradien des Stammes.

Über die Ausformung der Füße dürfte/müsste man evtl. noch "streiten".

Im Bildband über die 2001er Ausstellung in München habe ich ein schönes Beispiel in einer runden Schale gefunden, habe aber natürlich keine Bildrechte.
Es gibt ja nie nur "die eine" im Kopf, im Bauch dann schon, wenn man sie sieht.
Norbert

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Odoridori
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Re: Rebellisches Mugobaby auf einem langen Weg

Beitrag von Odoridori »

"Heike_vG" Wenn ich die achteckige Schale im Virtual unter dem Baum sehe, finde ich die Form generell ziemlich gut.
Ja, Heike es geht auch die achteckige Schale ohne Schnörkel ohne Spiegel und in einem dunklen Ton.
Ehe man so einen Aufwand und solch eine Investition auf sich nimmt, sollte die Kiefer wahrscheinlich wirklich erst mal ein paar Jahre in der Gestaltung und Verfeinerung sein, damit man sicher sein kann, für lange Zeit ein Optimum für den Baum zu bekommen.
Auch hier ein eindeutiges ja.

Viele Grüße
Holger
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xistsixt
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Re: Rebellisches Mugobaby auf einem langen Weg

Beitrag von xistsixt »

Danke dir Norbert für die fachliche erklärung...Ich mag es solche texte zu lesen, sind inspirierend und fördern das denken.
Da bin ich natürlich noch meilen weit weg von diesem wissen, bei mir zählt bis jetzt nur augenmass und gefühl

lg vali
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klauso
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Re: Rebellisches Mugobaby auf einem langen Weg

Beitrag von klauso »

Hallo ihr Lieben,

Zunächst einmal ganz herzlichen Dank für die äußerst konstruktive Beteiligung *daumen_new* Da erkennt man mal wieder welch geballtes Wissen im BFF so unterwegs ist :)

Zunächst noch folgende Erklärung. ... nach jetzt 4 Jahren seid dem letzten Umtopfen wird es mal wieder Zeit nach den Wurzeln zu schauen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass immer noch altes Bergsubstrat im Kernballen ist. Dieser ist doch sehr verdichtet und ich habe heute schon etwas ein Krummeln im Magen da dran zu gehen. Mugos zicken als, beim Topfen. Seid ich die Mugo habe, hat sie die Eigenschaft im Winter relativ gelbe Nadeln zu bekommen. Gelber als alle anderen Mugos, die ich habe. Ich habe schon alles mögliche probiert, aber bisher ohne Erfolg. Im Frühjahr, war die Gelbverfärbung jedes Jahr mit den ersten längeren Sonnenperioden weg. Der Baum trieb gesund aus und wurde wie immer kerngesund grün. Vielleicht eben ein Eigenschaft dieses Baumes. Vielleicht eben auch ein Zeichen, dass sie ab Herbst zu nass steht. Altes Substrat im Kernballen, längeres Umtopfen und der riesen Topf verbessern sicher den Aggregatzustand im Topf nicht in eine günstige Richtung.

Warum ich das alles erzähle? Nun es ist die Erklärung warum ich umtopfen muss und weshalb ich einen kleineren Pot benötige. Die Kiefer hat die Gestaltung in 2013 prima weggesteckt und im Herbst 2014 mit dem 2. Austrieb begonnen, d.h. die neuen Nadeln bereits 1 cm herausgeschoben. Ein gutes Zeichen zum Gesundheitszustand :)

So... über meine Gedanken zur Schale mehr im nächsten Post. Muss mal kurz was arbeiten ;)
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klauso
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Re: Rebellisches Mugobaby auf einem langen Weg

Beitrag von klauso »

So, jetzt....

zum Pot....natürlich ist es etwas gemein von mir, dass ich mit dem Bild der Erstgestaltung zur Potsuche komme.... Sorry, hab im Moment keine Neueres.

Aktuell sieht die Mugo nicht mehr ganz so wuschig aus und hat ordentlich an Grünmasse zugelegt. Die nächsten Gestaltungsziele werden die weitere Verfeinerung und Definition des Totholzes sowie die Herausarbeitung der Grünbereiche sein. Die Grünmasse wird weiter zulegen. Zu geschleckt soll das nicht werden, aber klare Etagen sollen schon erkennbar sein. Der erste rechte Ast muss an Grün zulegen, nicht zu ausladend aber massig. Er wird noch etwas verändert und der fordere aufgesetzte Bogen eines Astes durch Biegungen abgeschwächt. Ich habe ein klares Bild im Kopf wie der Baum in 5 Jahren aussehen soll. Nun habe ich mehrere Stunden mit lieben Bonsaifreunden telefoniert und nähere mich einer gewissen Schale. Alle meine Gesprächspartner haben vom Gefühl her nicht wirklich die perfekte Schale gefunden und meinten es sei sehr sehr schwierig sich bei dieser Mugo für eine festzulegen. Vielleicht genau deshalb weil das in 5 Jahren angestrebte Aussehen nicht wirklich klar vor Augen ist. In diesem Zusammenhang nochmal ganz herzlichen Dank an Peter Krebs, dass ich seine genialen Schalen zu den Virtus verwenden durfte *daumen_new*

Die Mugo ist eine Wildsau, ein Kraftprotz und strahlt eine Hammerdynamik aus. Besonders das "Knie" macht einen sehr gespannten Eindruck, als ob sie gleich explodieren würde oder in einem Riesensatz davon springen :) Das Totholz ist dominant und sehr vielseitig. Sie ist groß... sehr groß. Ist sie eine Halbkaskade oder doch nicht.... was will sie sein. Das macht die Auswahl der Schale zur Odyssee. Die Schale muss diese Wirkung der Mugo einfangen und einen Rahmen schaffen ohne aufdringlich zu sein. Trotzdem ein Gegengewicht in guter Proportion. Ich muss mir überlegen, welchen Ausdruck ich erzeugen will.... was will ich hervorheben mit der Schale? All diese Fragen beschäftigen mich schon eine längere Zeit. Die Diskussion mit lieben Freunden hilft weiter... ein Optimum gibt es im Moment nicht. Mal sehen.... werde Euch auf dem Laufenden halten *daumen_new*

Nochmals lieben Dank an Alle für Eure Zeit, die Ihr mit meinem Baum verbracht habt *daumen_new*
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