Hallo Andreas
Die rotbraune Nadelfarbe deutet auf einen Pilzbefall hin.
Da dieser "Pilz" aber kaum zu identifizieren ist,
würde das zielloses Spritzen eines Fungizids
wohl eher schwächend als stärkend wirken.
Aus eigener Erfahrung meine ich schreiben zu können,
das bei geeigneter Kulturführung,
kaum bedrohliche Schwächungen durch Pilz/Insekt zu befürchten sind.
Daher versuche ich immer den Ursachen ungewollter Ereignisse auf den Grund zu gehen.
Zum Spritzen;
Es ist ein Irrglaube das eine Spritzung mit einem Insektizid/Fungizid
nur den Verursacher "vernichtet".
Mit diversen Nebenwirkungen sollte man immer rechnen.
mfG dieter
sylvestris - kerzen kürzen, nadeln zupfen
Re: sylvestris - kerzen kürzen, nadeln zupfen
grüsse an die bewohner von melmac
Re: sylvestris - kerzen kürzen, nadeln zupfen
zumindest ist der befall oder was immer anscheinend momentan gestoppt bzw. zum stillstand gekommen.
ich werde die luftlöcher einbauen und wenn nächstes frühjahr der baum vital genug ist, mit der sanierung des ballens anfangen.
ich stelle dann nochmal bilder ein.
danke erstmal an alle für die hilfe.
ich werde die luftlöcher einbauen und wenn nächstes frühjahr der baum vital genug ist, mit der sanierung des ballens anfangen.
ich stelle dann nochmal bilder ein.
danke erstmal an alle für die hilfe.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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- Andreas Ludwig
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Re: sylvestris - kerzen kürzen, nadeln zupfen
Um Fungizide ging es mir nicht, im Gegenteil. Bei einigen Pilzen kann man den Baum nur aufgeben.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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Re: sylvestris - kerzen kürzen, nadeln zupfen
kurzes update:
nachdem der verfall nach kurzer pause weiterging, habe ich den baum aus der schale geholt.
es war noch schlimmer als befürchtet: der kernbereich unter dem baum hatte nicht nur das humose zeug, sondern, was ich vorher noch nicht sehen konnte, weiter innen noch eine schicht purer tonlehm, wahrscheinlich aus dem feld, wo er aufgezogen wurde.
dort war es sehr feucht, im randbereich, wo das moderne substrat liegt, knochentrocken.
nur dort waren noch vereinzelt aktive wurzeln und ein hauch von mykorrhiza zu sehen.
habe vorsichtig den toten und fauligen kram entfernt, den randbereich nicht angerührt und das ganze auf eine drainageschicht aus reinem blähschiefer gesetzt.
außerdem noch luftlöcher in den kernbereich gebohrt.
so wie der baum mittlerweile aussieht, gebe ich ihm aber keine reelle chance mehr.
der baum steht jetzt halbschattig und ich übersprühe die verbliebenen nadeln mehrmals täglich und gieße nur noch selten (ca. 1 x/woche bei temperaturen um die 20 - 25 grad), aber dann durchdringend.
ich frage mich bloß, wie ich es geschafft habe, den baum mit dem ballen im letzten jahr völlig vital zu halten...
jedenfalls ärgere ich mich schwarz, dass ich wahrscheinlich schon wieder einen baum wegen dieser leidigen substratgeschichte verliere.
nachdem der verfall nach kurzer pause weiterging, habe ich den baum aus der schale geholt.
es war noch schlimmer als befürchtet: der kernbereich unter dem baum hatte nicht nur das humose zeug, sondern, was ich vorher noch nicht sehen konnte, weiter innen noch eine schicht purer tonlehm, wahrscheinlich aus dem feld, wo er aufgezogen wurde.
dort war es sehr feucht, im randbereich, wo das moderne substrat liegt, knochentrocken.
nur dort waren noch vereinzelt aktive wurzeln und ein hauch von mykorrhiza zu sehen.
habe vorsichtig den toten und fauligen kram entfernt, den randbereich nicht angerührt und das ganze auf eine drainageschicht aus reinem blähschiefer gesetzt.
außerdem noch luftlöcher in den kernbereich gebohrt.
so wie der baum mittlerweile aussieht, gebe ich ihm aber keine reelle chance mehr.
der baum steht jetzt halbschattig und ich übersprühe die verbliebenen nadeln mehrmals täglich und gieße nur noch selten (ca. 1 x/woche bei temperaturen um die 20 - 25 grad), aber dann durchdringend.
ich frage mich bloß, wie ich es geschafft habe, den baum mit dem ballen im letzten jahr völlig vital zu halten...
jedenfalls ärgere ich mich schwarz, dass ich wahrscheinlich schon wieder einen baum wegen dieser leidigen substratgeschichte verliere.
Gruss, Achim
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Re: sylvestris - kerzen kürzen, nadeln zupfen
Ärgere dich nicht, Achim.achim73 hat geschrieben: 19.07.2023, 13:56 ich frage mich bloß, wie ich es geschafft habe, den baum mit dem ballen im letzten jahr völlig vital zu halten...
jedenfalls ärgere ich mich schwarz, dass ich wahrscheinlich schon wieder einen baum wegen dieser leidigen substratgeschichte verliere.![]()
Das ist mir auch passiert. Vertrauen in das fremde Substrat mag oft ok sein, Kontrolle schützt vor unliebsamen Überraschungen.
Bei den aktuellen Extremtemperaturen und dem vorangegangenen nassen April könnte ich mir vorstellen, dass die Reserven einiger Pflanzen aufgebraucht sind. Einige Äste reagieren früher. Ich werde es künftig als Alarmsignal werten und den Wurzelballen kontrollieren.
Grüße
Rainer
“Fais de ta vie un rêve, et d'un rêve, une réalité“ Antoine de Saint-Exupéry
Re: sylvestris - kerzen kürzen, nadeln zupfen
Ich topfe jeden, aber wirklich jeden Baum , der neu zu mir kommt, sofort in mein Substrat um. Egal wie schwach er ist.
Habe dieses Frühjahr einen Ahorn übernommen, der nur noch ganz wenig kleine Blätter hatte und wahrscheinlich vertrocknet war.
Weshalb weiß ich nicht.
Das Umtopfen war für ihn sicherlich anstrengend, aber die fast nicht vorhandene gesunde Wurzelmasse konnte ich damit retten und zusammen mit erstmal halbschattigem Standort hat er sich jetzt erholt.
Ohne die Maßnahme wäre er im Lehmklumpen aus kleinstkörnigem Akadama eingegangen.
Durchs Umtopfen einer neuen Pflanze zu jeder Zeit habe ich noch nie einen Baum verloren.
Ich vertraue keinem Substrat, das ich nicht selbst gemischt habe, weil dieses mit meinem Gießverhalten am besten funktioniert.
Gruß
Rüdiger
Habe dieses Frühjahr einen Ahorn übernommen, der nur noch ganz wenig kleine Blätter hatte und wahrscheinlich vertrocknet war.
Weshalb weiß ich nicht.
Das Umtopfen war für ihn sicherlich anstrengend, aber die fast nicht vorhandene gesunde Wurzelmasse konnte ich damit retten und zusammen mit erstmal halbschattigem Standort hat er sich jetzt erholt.
Ohne die Maßnahme wäre er im Lehmklumpen aus kleinstkörnigem Akadama eingegangen.
Durchs Umtopfen einer neuen Pflanze zu jeder Zeit habe ich noch nie einen Baum verloren.
Ich vertraue keinem Substrat, das ich nicht selbst gemischt habe, weil dieses mit meinem Gießverhalten am besten funktioniert.
Gruß
Rüdiger
Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben geben, daß Du es sagen darfst(Voltaire)
Re: sylvestris - kerzen kürzen, nadeln zupfen
ja, das werde ich in zukunft auch so halten.
was bedeutet, dass man neue bäume vorzugsweise zwischen märz und mai kauft...
was bedeutet, dass man neue bäume vorzugsweise zwischen märz und mai kauft...
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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- Herbert A
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Re: sylvestris - kerzen kürzen, nadeln zupfen
Achim, es tut mir leid dass es der Baum wahrscheinlich nicht mehr schafft. Aber du kannst einen Baum zu jeder Zeit kaufen wenn du sofort prüfst ob das Substrat in Ordnung ist. Dazu den Baum gut wässern und dann mit einem Esstäbchen in Stammnähe mehrere Löcher bis zum Schalenboden bohren. Feuchter Lehm legt sich am Esstäbchen an. In dem Fall mehrere Löcher bohren und mit Bims auffüllen. Das belüftet den Wurzelballen. Den Baum dann im nächsten Frühjahr umtopfen.
Lg Herbert
Lg Herbert
Das BFF ist mein persönliches Bonsaitagebuch. Vielen Dank dass ihr das seit vielen Jahren ermöglicht.
Info: www.bonsaisalzburg.net
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Re: sylvestris - kerzen kürzen, nadeln zupfen
ok, danke für den tip.
Gruss, Achim
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