Titelbild der neuen Bonsai Art
- Walter Pall
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Zum Titelbild der Bonsai Art:
Als ich die Bonsai art erhielt, habe ich das Titelbild betrachtet und spontan gesagt: "das ist ja ganz schlimm". Ich wusste nicht, wer den Baum gestaltet hat, ich wusste nicht einmal, ob es ein japanischer Baum war. Ich dachte bloss, „das kann doch nicht angehen, wenn das jetzt um sich greift, dann machen wir gleich Bonsai aus Kinderknetmasse und lackieren die dann“. Ich habe nicht einmal das Heft gelesen und bin spontan zum Rechner und habe meine sicherlich äusserst provokante Einleitung zu diesem Thread geschrieben. Ich wusste zu dem Zeitpunkt immer noch nicht, wer nun den Baum gestaltet hat.
Was erschreckt mich an dem Ding? Die stocksteife Anmutung, die mich tatsächlich an eine russiche Tischdekoration aus Porzellan erinnert. Der Baum strahlt derart Leblosigkeit aus, wie ich es noch nie gesehen habe. Das Totholz ist wohl zum grössten Teil echt, aber es ist so penibel nachgearbeitet und weiss angemalt, dass es total künstlich wirkt. Die rote Lebenlinie ist ebenfalls so gekünstelt, dass sie eben NICHT wie eine Lebenslinie wirkt. Die rote Farbe ist zwar traditionell, aber ich lehne sie in dieser grellen, aufdringlichen Art ab; schon gar an einem Baum, der eher männlich wirkt. Das Laub wirkt wie aus Plastik und nicht stimmig mit dem gesamten Baum Das Ganze ist konstruiert, sicher meisterhaft, aber ich wundere mich über die Absicht des Künstlers. Künstler sicherlich, denn es handelt sich um ein Kunstwerk. Für mich eines, das am Ende der Entwicklung des modernen Bonsaistils steht.
Kimura hat vor etwa zwanzig Jahren damit begonnen, Bonsaiskulpturen zu gestalten. Er hat in meinen Augen einen Bruch mit der traditionellen Bonsaigestaltung erwirkt. Traditionell sind Bonsai so was wie zen-buddhistische Heiligenfiguren. Sie strahlen Ruhe, Zurückhaltung, eben Heiligkeit aus, sie sind schön im natürlichen Sinn, sie erinnern an die Natur, ja sind die Überhöhung der Natur. Oft sind sie ein wenig langweilig und sehen alle irgendwie gleich aus.
Seit Kimura ist diese Ausrichtung in ihr Gegenteil verwandelt worden. Bonsai sind nicht mehr introvertiert, sondern extravertiert. Sie sind nicht mehr ruhig und zurückhaltend, sondern laut und machen eher drastisch auf sich aufmerksam. Sie sind im Extremfall sogar angeberisch. Wie ein Bodybilder nicht genug Muskeln haben kann, macht ein moderner Bonsai mit Totholz auf sich aufmerksam. Von Zurückhaltung keine Spur. Die Krone ist eher Nebensache, soll andeuten, dass es sich um einen lebenden Baum handelt. Oft ist die Diskrepanz zwischen dem brutalen Totholz und einer lieblichen Krone auffällig. Die Anmutung muss jedoch die eines Baumes sein, eines Baumes, der nicht von dieser Welt ist, der von einem anderen Stern zu uns gelangt ist, aber er muss lebendig sein. Die Bäume sind nie langweilig und sehen kaum gleich aus, sondern jeder ist einmalig.
Ich selbst bin vor fünfzehn Jahren diesem neuen Stil skeptisch gegenüber gestanden. Vor etwa zehn Jahren habe ich dann begonnen, selber an vielen Bäumen darin bis heute zu arbeiten. Ich lehne den Stil an sich also überhaupt nicht ab. Seit etwa fünf Jahren ist mir aufgefallen, dass die Kimura-Schüler der ersten Generation versuchen, Kimura zu übertreffen mit oft fragwürdigen Gestaltungen. Insbesondere Bäume aus südlichen Gefilden wirken auf mich häufig arg gekünstelt und überstylt, maniriert. Die zweite Generation der Kimura-Schüler nun fällt dadurch auf, dass die Stilform noch weiter getrieben wird. Das Skulpturenhafte wird immer extremer, das Material kann gar nicht bizarr genug sein, die Künstlichkeit wird noch verstärkt. Das Laub wird so penibel geschleckt, dass es wie aus Plastik wirkt. Irgendwann muss es da einen Punkt geben, wo die Sache umkippt, wo der Baum so abstrakt ist, dass er jegliche Baum-Anmutung verloren hat. Er verkommt im besten Fall zu einer Plastikfigur, oder im schlechtesten Fall zu einer Karikatur.
In der Kunstgeschichte gibt es viele Beispiel,wo ein Stil laufend verfeinert und übertrieben wurde, bis ein Endpunkt erreicht war. Ab dann war Schluss, Ende der Sackgasse. Der Punkt erscheint mir persönlich hier erreicht. „Untergang des Abendlandes“ ist jedoch eine arge Übertreibung, wie ein sanfter Feingeist wie flu bemerkt hat.
Es ist jedem umbenommen, so zu gestalten. Es ist jedem umbenommen, das schön zu finden. Das beweist ja, dass es sich um Kunst handelt. Es ist aber auch mir unbenommen, das als Endpunkt einer Entwicklung anzusehen, wo der modern Bonsaistil die Grenze zur Geschmacklosigkeit überschritten hat.
Mit ganz andern Worten: Der Baum wirkt auf mich so „echt“ wie das japanische klassische Theater. Er wirkt auf mich wie eine Dame von 70, die sich auf 17 aufschminkt. Wie ein Russin, die nie gelernt hat, dezent mit der Farbe im Gesicht umzugehen. Er wirkt auf mich wie ein Mann, der eine Frau spielt, die schlecht einen Mann darstellt. Oder so.
Schlagt mich tot!
Zu meinem Baum möchte ich an dieser Stelle nichts sagen. Es ist eher belanglos was ich mir dabei gedacht habe. Es kommt allein darauf an, wie er ankommt. Darüber sollen andere schreiben. Ich finde es ohnehin fragwürdig, in diese Debatte gerade einen meiner Bäume ein zu bringen. Wie bereits von Andreas erwähnt, muss ein Kritiker überhaupt nicht beweisen, das er es auch oder sogar besser kann. Er muss bloss seine Kritik so formulieren, das man seine Gedanken und Gefühle nachvollziehen kann. Ein Kritiker ist mitnichten überführt, wenn man nachweist, dass er selber ein schlechte Gestalter ist.
Als ich die Bonsai art erhielt, habe ich das Titelbild betrachtet und spontan gesagt: "das ist ja ganz schlimm". Ich wusste nicht, wer den Baum gestaltet hat, ich wusste nicht einmal, ob es ein japanischer Baum war. Ich dachte bloss, „das kann doch nicht angehen, wenn das jetzt um sich greift, dann machen wir gleich Bonsai aus Kinderknetmasse und lackieren die dann“. Ich habe nicht einmal das Heft gelesen und bin spontan zum Rechner und habe meine sicherlich äusserst provokante Einleitung zu diesem Thread geschrieben. Ich wusste zu dem Zeitpunkt immer noch nicht, wer nun den Baum gestaltet hat.
Was erschreckt mich an dem Ding? Die stocksteife Anmutung, die mich tatsächlich an eine russiche Tischdekoration aus Porzellan erinnert. Der Baum strahlt derart Leblosigkeit aus, wie ich es noch nie gesehen habe. Das Totholz ist wohl zum grössten Teil echt, aber es ist so penibel nachgearbeitet und weiss angemalt, dass es total künstlich wirkt. Die rote Lebenlinie ist ebenfalls so gekünstelt, dass sie eben NICHT wie eine Lebenslinie wirkt. Die rote Farbe ist zwar traditionell, aber ich lehne sie in dieser grellen, aufdringlichen Art ab; schon gar an einem Baum, der eher männlich wirkt. Das Laub wirkt wie aus Plastik und nicht stimmig mit dem gesamten Baum Das Ganze ist konstruiert, sicher meisterhaft, aber ich wundere mich über die Absicht des Künstlers. Künstler sicherlich, denn es handelt sich um ein Kunstwerk. Für mich eines, das am Ende der Entwicklung des modernen Bonsaistils steht.
Kimura hat vor etwa zwanzig Jahren damit begonnen, Bonsaiskulpturen zu gestalten. Er hat in meinen Augen einen Bruch mit der traditionellen Bonsaigestaltung erwirkt. Traditionell sind Bonsai so was wie zen-buddhistische Heiligenfiguren. Sie strahlen Ruhe, Zurückhaltung, eben Heiligkeit aus, sie sind schön im natürlichen Sinn, sie erinnern an die Natur, ja sind die Überhöhung der Natur. Oft sind sie ein wenig langweilig und sehen alle irgendwie gleich aus.
Seit Kimura ist diese Ausrichtung in ihr Gegenteil verwandelt worden. Bonsai sind nicht mehr introvertiert, sondern extravertiert. Sie sind nicht mehr ruhig und zurückhaltend, sondern laut und machen eher drastisch auf sich aufmerksam. Sie sind im Extremfall sogar angeberisch. Wie ein Bodybilder nicht genug Muskeln haben kann, macht ein moderner Bonsai mit Totholz auf sich aufmerksam. Von Zurückhaltung keine Spur. Die Krone ist eher Nebensache, soll andeuten, dass es sich um einen lebenden Baum handelt. Oft ist die Diskrepanz zwischen dem brutalen Totholz und einer lieblichen Krone auffällig. Die Anmutung muss jedoch die eines Baumes sein, eines Baumes, der nicht von dieser Welt ist, der von einem anderen Stern zu uns gelangt ist, aber er muss lebendig sein. Die Bäume sind nie langweilig und sehen kaum gleich aus, sondern jeder ist einmalig.
Ich selbst bin vor fünfzehn Jahren diesem neuen Stil skeptisch gegenüber gestanden. Vor etwa zehn Jahren habe ich dann begonnen, selber an vielen Bäumen darin bis heute zu arbeiten. Ich lehne den Stil an sich also überhaupt nicht ab. Seit etwa fünf Jahren ist mir aufgefallen, dass die Kimura-Schüler der ersten Generation versuchen, Kimura zu übertreffen mit oft fragwürdigen Gestaltungen. Insbesondere Bäume aus südlichen Gefilden wirken auf mich häufig arg gekünstelt und überstylt, maniriert. Die zweite Generation der Kimura-Schüler nun fällt dadurch auf, dass die Stilform noch weiter getrieben wird. Das Skulpturenhafte wird immer extremer, das Material kann gar nicht bizarr genug sein, die Künstlichkeit wird noch verstärkt. Das Laub wird so penibel geschleckt, dass es wie aus Plastik wirkt. Irgendwann muss es da einen Punkt geben, wo die Sache umkippt, wo der Baum so abstrakt ist, dass er jegliche Baum-Anmutung verloren hat. Er verkommt im besten Fall zu einer Plastikfigur, oder im schlechtesten Fall zu einer Karikatur.
In der Kunstgeschichte gibt es viele Beispiel,wo ein Stil laufend verfeinert und übertrieben wurde, bis ein Endpunkt erreicht war. Ab dann war Schluss, Ende der Sackgasse. Der Punkt erscheint mir persönlich hier erreicht. „Untergang des Abendlandes“ ist jedoch eine arge Übertreibung, wie ein sanfter Feingeist wie flu bemerkt hat.
Es ist jedem umbenommen, so zu gestalten. Es ist jedem umbenommen, das schön zu finden. Das beweist ja, dass es sich um Kunst handelt. Es ist aber auch mir unbenommen, das als Endpunkt einer Entwicklung anzusehen, wo der modern Bonsaistil die Grenze zur Geschmacklosigkeit überschritten hat.
Mit ganz andern Worten: Der Baum wirkt auf mich so „echt“ wie das japanische klassische Theater. Er wirkt auf mich wie eine Dame von 70, die sich auf 17 aufschminkt. Wie ein Russin, die nie gelernt hat, dezent mit der Farbe im Gesicht umzugehen. Er wirkt auf mich wie ein Mann, der eine Frau spielt, die schlecht einen Mann darstellt. Oder so.
Schlagt mich tot!
Zu meinem Baum möchte ich an dieser Stelle nichts sagen. Es ist eher belanglos was ich mir dabei gedacht habe. Es kommt allein darauf an, wie er ankommt. Darüber sollen andere schreiben. Ich finde es ohnehin fragwürdig, in diese Debatte gerade einen meiner Bäume ein zu bringen. Wie bereits von Andreas erwähnt, muss ein Kritiker überhaupt nicht beweisen, das er es auch oder sogar besser kann. Er muss bloss seine Kritik so formulieren, das man seine Gedanken und Gefühle nachvollziehen kann. Ein Kritiker ist mitnichten überführt, wenn man nachweist, dass er selber ein schlechte Gestalter ist.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
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Walter Pall
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MerschelMarco
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- Registriert: 20.05.2007, 10:43
Womit ich bei diesem Stil so meine Probleme habe ist die Inskonsequenz. Das Totholz ist also auf extrovertiert ausgelegt. Aber mit der Krone versucht man das dann wieder aufzuheben, die schaut immer gleich aus und konterkariert das Totholz, gerade so als ob sich die Krone für das ausschweifende Totholz entschuldigen müßte.Walter Pall hat geschrieben: Seit Kimura ist diese Ausrichtung in ihr Gegenteil verwandelt worden. Bonsai sind nicht mehr introvertiert, sondern extravertiert. Sie sind nicht mehr ruhig und zurückhaltend, sondern laut und machen eher drastisch auf sich aufmerksam. Sie sind im Extremfall sogar angeberisch. Wie ein Bodybilder nicht genug Muskeln haben kann, macht ein moderner Bonsai mit Totholz auf sich aufmerksam. Von Zurückhaltung keine Spur. Die Krone ist eher Nebensache, soll andeuten, dass es sich um einen lebenden Baum handelt. Oft ist die Diskrepanz zwischen dem brutalen Totholz und einer lieblichen Krone auffällig. Die Anmutung muss jedoch die eines Baumes sein, eines Baumes, der nicht von dieser Welt ist, der von einem anderen Stern zu uns gelangt ist, aber er muss lebendig sein. Die Bäume sind nie langweilig und sehen kaum gleich aus, sondern jeder ist einmalig.
Und deshalb ensteht bei mir bei diesen Bäumen der uniformierte Eindruck, die hinterlassen alle den gleichen Eindruck. Die haben einfach keine Persönlichkeit, die schwören keine Bilder herauf, haun einen einfach nur um. Und nach dem zehnten mal umhauen wirds halt fad, so geht es mir zumindest beim Betrachten eines aktuellen Kokufu-Bildbandes. Schade ist das auf der höchsten Gestalterebene diese Bäume dominieren, subtilere Gestaltungen finden da nicht so den Raum, wahrscheinlich schon ein bischen auch das Spiegelbild einer oberflächlichen Gesellschaft, egal ob westlich oder östlich (hat schon jemals ein Literat eine bedeutende Ausstellung gewonnen? auch wenn es dem Prinzip des Literaten entgegenläuft).
Als Spitzengestalter, der als Profi auch davon leben muß, braucht es schon viel Mut aus dem Mainstream auszubrechen. Schafft man es, wie Kimura, ist man Superstar, schafft man es nicht, geht man u.U unter. Auf Nummer sicher geht der, der den Mainstream bedient, wie bei der Popmusik auch.
Für die Vielfalt müssen halt eben wir, das "niedere Bonsaivolk" sorgen.
Grüße,
Marco
Hallo,
mit großer Begeisterung verfolge ich diese Diskussion. Wird man doch auf die verschiedenen Sichtweisen der einzelnen Gestalter aufmerksam gemacht.
Ein Begriff hat sich jedoch in mein Hirn eingebrannt -Plastikbaum- immer wieder Plastikbaum.
Hier eine sinnfreie Interpretation meines Plastikbaums! (vieleicht schaut so die Zukunft aus).
Etwas Spaß darf im Sommerloch schon sein ohne das ich die doch sehr hochwertige Auseinandersetzung hier schmälern zu wollen.
Wer es zu doof findet einfach überlesen.
Humorvolle Grüße Olli.
mit großer Begeisterung verfolge ich diese Diskussion. Wird man doch auf die verschiedenen Sichtweisen der einzelnen Gestalter aufmerksam gemacht.
Ein Begriff hat sich jedoch in mein Hirn eingebrannt -Plastikbaum- immer wieder Plastikbaum.
Hier eine sinnfreie Interpretation meines Plastikbaums! (vieleicht schaut so die Zukunft aus).
Etwas Spaß darf im Sommerloch schon sein ohne das ich die doch sehr hochwertige Auseinandersetzung hier schmälern zu wollen.
Wer es zu doof findet einfach überlesen.
Humorvolle Grüße Olli.
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- etwas Totholz weiß gepinselt und mit Playmobil Grün verziehrt,fertig
- plastikbaum 002.jpg (20.24 KiB) 2141 mal betrachtet
Mosel-Riesling !
Ich persönlich sah das Titelbild auch und dachte mir, "so sieht also nach der Gestaltung der Baum entgültig aus", ich kannte ihn aus der Vergangenheit (Bonsai-Art?), wußte dass er Abgemoost war, erst recht, dass der Baum aus Japan kommt.Walter Pall hat geschrieben:Zum Titelbild der Bonsai Art:
Als ich die Bonsai art erhielt, habe ich das Titelbild betrachtet und spontan gesagt: "das ist ja ganz schlimm". Ich wusste nicht, wer den Baum gestaltet hat, ich wusste nicht einmal, ob es ein japanischer Baum war. ..........................
Der Baum wäre in Europa niemals als Bonsai "geboren" worden, er hätte nicht mal die Möglichkeit gehabt, ein Bonsai zu werden, bei den Voraussetzungen die er vorher mitbrachte.
Beachtlich, was mit Kunst und Handwerk erreicht werden kann.
gruß
Niko
Das Auge findet was es sucht.
Niko
Das Auge findet was es sucht.
-
MerschelMarco
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- Walter Pall
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Niko,Niko hat geschrieben:Walter Pall hat geschrieben:
Der Baum wäre in Europa niemals als Bonsai "geboren" worden, er hätte nicht mal die Möglichkeit gehabt, ein Bonsai zu werden, bei den Voraussetzungen die er vorher mitbrachte.
Beachtlich, was mit Kunst und Handwerk erreicht werden kann.
nachdem nun einmal mein Wacholder hier in die Diskussion eingebracht wurde, möchte ich gerne zeigen, wie exakt der Baum vor etwa zehn Jahren ausgesehen hat.
Die gesamte Entwicklung hier:
http://walter-pall.de/juniperschinese_j ... index.html
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Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
Hallo
Den Vergleich der beiden Bäume, halte ich für recht sinnvoll.
2 "dicke" Wacholder mit recht grossem Totholzanteil
und unterschiedlichen Gestaltungsansätzen,
wobei bei Beiden das Totholz eine dominierende Rolle einnimmt.
Auf dem eingstellten Bild von Thomas,
habe ich mal "rumgemalt" um einen Eindruck
nach entsprechender Totholzbearbeitung zu gewinnen.
Dank der Qualität des Originals, ist es sinnlos es hier einzustellen,
aber der Eindruck reicht um ein in meinen Augen gefälliges
Bäumchen zu erzeugen.
Ob Kunst oder nicht Kunst, interessiert mich dabei weniger,
(Gestern Abend habe ich beschlossen diesen Begriff einfach zu negieren)
aber die Art der Gestaltung, das erreichte Ziel, die Wirkung
sind Punkte, die für mich wichtig sind.
Im Bereich der Skulptur, geht noch wesentlich mehr
aber es wird wohl seine Zeit brauchen bis sich
die Wertigkeit des abgestorbenen Holzes
in Richtung "Arbeitssubstanz" ändert.
mfG Dieter
Den Vergleich der beiden Bäume, halte ich für recht sinnvoll.
2 "dicke" Wacholder mit recht grossem Totholzanteil
und unterschiedlichen Gestaltungsansätzen,
wobei bei Beiden das Totholz eine dominierende Rolle einnimmt.
Auf dem eingstellten Bild von Thomas,
habe ich mal "rumgemalt" um einen Eindruck
nach entsprechender Totholzbearbeitung zu gewinnen.
Dank der Qualität des Originals, ist es sinnlos es hier einzustellen,
aber der Eindruck reicht um ein in meinen Augen gefälliges
Bäumchen zu erzeugen.
Ob Kunst oder nicht Kunst, interessiert mich dabei weniger,
(Gestern Abend habe ich beschlossen diesen Begriff einfach zu negieren)
aber die Art der Gestaltung, das erreichte Ziel, die Wirkung
sind Punkte, die für mich wichtig sind.
Im Bereich der Skulptur, geht noch wesentlich mehr
aber es wird wohl seine Zeit brauchen bis sich
die Wertigkeit des abgestorbenen Holzes
in Richtung "Arbeitssubstanz" ändert.
mfG Dieter
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TrierYamadori
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- Registriert: 02.01.2006, 00:12
Also ich weiß gar nicht warum sich viele hier so angegriffen fühlen und pikiert über die Diskussion sind. Ich halte sie für sehr wertvoll und mich bringt diese Art der Auseinadersetzung über das Thema bestimmt weiter.
Abschließend finde ich das Walters zweites Statement über das Titelbild äusserst sachlich ist.
Gruß Daniel
Abschließend finde ich das Walters zweites Statement über das Titelbild äusserst sachlich ist.
Gruß Daniel
Hallo Walter,
Dein letzter Beitrag zu diesem Thema ist für mich wohl das beste was ich seit langem gelesen habe. Kompliment !!!!
Grüsse
Volker
Dein letzter Beitrag zu diesem Thema ist für mich wohl das beste was ich seit langem gelesen habe. Kompliment !!!!
Grüsse
Volker
Der Weg ist das Ziel auch wenn er manchmal länger sein mag als man denkt.
http://www.volkersbonsaiblog.blogspot.com/
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- Walter Pall
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- Registriert: 05.01.2004, 19:15
- Wohnort: Attenham bei München
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An dieser Stelle möchte ich bemerken, dass der Begriff "Plastikbonsai" nicht von mir stammt. Ein sehr bekannter JAPANISCHER Gestalter und Lehrer hat mir nach drei Glas Bier erzählt, dass die ultramodernen Bonsai in Japan "Plastikbonsai" genannt werden. Er hat mir auch erzählt, dass es eine mächtige Gegenbewegung in Japan gibt.olli.w. hat geschrieben: Ein Begriff hat sich jedoch in mein Hirn eingebrannt -Plastikbaum- immer wieder Plastikbaum.
Also die Diskussion hier ist voll Mainstream, oder?
Ich habe im Laufe diese Threads den Begriff in "Porzellanbonsai" umbenannt, weil das nicht so aggressiv wirkt, aber dasselbe meint.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
Ist das hier eine Kunstdiskussion oder ein Handwerkerstammtisch?
Sicher, wenn ich vor dem Holocaust-Mahnmal in Berlin stehe, dann lasse ich mich auch nur all zu gern dazu hinreißen, mich von der Qualität des verarbeitenen Betons der Stelen beeindrucken zu lassen, von der Geometrie, der wasser- und graffitiabweisenden Oberflächenstruktur, der Farbe und der gewaltigen Dimensionen. Aber macht nicht gerade dieses Beispiel deutlich, dass es uns in erster Linie doch mehr um den Inhalt, die Intention des Künstlers gehen sollte, denn um die schnöde handwerkliche Ausführung?
Sicher, wenn ich vor dem Holocaust-Mahnmal in Berlin stehe, dann lasse ich mich auch nur all zu gern dazu hinreißen, mich von der Qualität des verarbeitenen Betons der Stelen beeindrucken zu lassen, von der Geometrie, der wasser- und graffitiabweisenden Oberflächenstruktur, der Farbe und der gewaltigen Dimensionen. Aber macht nicht gerade dieses Beispiel deutlich, dass es uns in erster Linie doch mehr um den Inhalt, die Intention des Künstlers gehen sollte, denn um die schnöde handwerkliche Ausführung?



- Andreas Ludwig
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- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Na, na...
da ist eine intellektuelle Überheblichkeit drin. Die handwerkliche Ausführung ist gar nichts Schnödes, sondern die eine Hälfte, die gleichwertig neben der des konzeptionellen Gehalts steht. Gerade das zeigt dein Mahnmal-Beispiel eben auch (achte dich beim nächsten Mal übrigens auf die feinen Haarrisse in den Stelen...). Umgekehrt gibt es Installationen, die ich konzeptionell wunderbar finde und handwerklich besch*****. Frag mal einen Museumsrestaurator, wie die sich abmühen mit einigen modernen Werken, die zwar genial gedacht, aber sackmies gemacht sind - und das sind Dinge, die im Unterschied zu einem Baum noch nicht mal leben.
Eine Idee muss umgesetzt werden, eine Umsetzung muss eine Idee beinhalten. Beides untrennbar. Und ich meine, eine Reihe Posts hier habe genau diesen Punkt betont.
da ist eine intellektuelle Überheblichkeit drin. Die handwerkliche Ausführung ist gar nichts Schnödes, sondern die eine Hälfte, die gleichwertig neben der des konzeptionellen Gehalts steht. Gerade das zeigt dein Mahnmal-Beispiel eben auch (achte dich beim nächsten Mal übrigens auf die feinen Haarrisse in den Stelen...). Umgekehrt gibt es Installationen, die ich konzeptionell wunderbar finde und handwerklich besch*****. Frag mal einen Museumsrestaurator, wie die sich abmühen mit einigen modernen Werken, die zwar genial gedacht, aber sackmies gemacht sind - und das sind Dinge, die im Unterschied zu einem Baum noch nicht mal leben.
Eine Idee muss umgesetzt werden, eine Umsetzung muss eine Idee beinhalten. Beides untrennbar. Und ich meine, eine Reihe Posts hier habe genau diesen Punkt betont.
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jupp
Andreas,
selbst Walter hat sich positiv über die Qualität der handwerklichen Umsetzung geäußert. Dies ist doch also gar kein Kritikpunkt.
Es geht scheinbar nur mehr um den persönlichen Geschmack, ähnlich wie bei der Entscheidedung: Flachspüler oder Tiefspüler beim Toilettenkauf.
Klar, Walters Ausführungen zu Bonsai-Stilrichtungen und deren Entwicklung, also zur Kunsthistorie bei Bonsai ist spannend und aufschlussreich, aber sich tatsächlich über Geschmacksfragen unterhalten zu wollen finde ich äußerst müßig.
Naja, Flachspüler stinken, aber man kann seinen Stuhl darin besser kontrollieren.
selbst Walter hat sich positiv über die Qualität der handwerklichen Umsetzung geäußert. Dies ist doch also gar kein Kritikpunkt.
Es geht scheinbar nur mehr um den persönlichen Geschmack, ähnlich wie bei der Entscheidedung: Flachspüler oder Tiefspüler beim Toilettenkauf.
Klar, Walters Ausführungen zu Bonsai-Stilrichtungen und deren Entwicklung, also zur Kunsthistorie bei Bonsai ist spannend und aufschlussreich, aber sich tatsächlich über Geschmacksfragen unterhalten zu wollen finde ich äußerst müßig.
Naja, Flachspüler stinken, aber man kann seinen Stuhl darin besser kontrollieren.



