Hallo Heike
Zuerst: Sehr schönes Herbstbild

, danke fürs Zeigen!
Mit meinem Arakawa schlage ich mich immer noch rum

! Meine Bescheidene Erfahrung:
Heckenschnittmethode funktioniert überhaupt nicht. Ich stelle den Baum vollsonnig, wässere sparsam und dünge gar nicht während des Austriebs. Das Problem: Im Gegensatz zu anderen Ahornen wird auch das erste Internodium fast immer übermässig lang.
Was relativ gut funktioniert: Pinzieren, während des Austriebs aber täglich. Dieses Jahr habe ich wenige Bereiche verpasst zu pinzieren, und schon war auch das erste Internodium viel zu lang. Als ich es wegschnitt, ging da gar nichts mehr, der Zweig blieb laublos den ganzen Sommer. Wenigstens zeigten sich neue Knospen fürs nächste Jahr.
Doch beim Pinzieren schwellt bei mir immer das ungute Gefühl mit, dass der Baum dadurch immer mehr geschwächt wird. Deshalb mache ich es seit diesem Jahr so:
Ich pinziere sehr selektiv, da, wo eine feine Verzweigung den Ast schön fortführt. Daneben lasse ich an Ästen einzelne, weniger gut platzierte Triebe bis Sommer voll durchtreiben, an den unteren Ästen 2 bis 3 Triebe, oben jeweils 1 Trieb pro Ast. Das erste Internodium ist dann dort meist zu lang und wird mit weggeschnitten, da aber an einer "unwichtigen" Stelle, fällt das nicht gross ins Gewicht.
Durch diese Massnahme erhoffe ich mir, die unteren Äste und die Vitalität generell zu stärken und somit die unerwünschten Folgen/Schwächung des Baumes durch ständiges Pinzieren zu umgehen.
Ich bin mir noch nicht sicher, aber eventuell bleiben die Internodien bei den pinzierten Partien noch etwas kürzer, da der Baum die Energie mehr in die durchtreibenden Triebe steckt..
Auf alle Fälle: Ein Arakawa fordert einem, und hätte er nicht die tolle Borke und das schöne Herbst- und Frühjahrslaub, würde ihn wohl niemand als Bonsai haben wollen

!
Liebe Grüsse, Fips