akamazu hat geschrieben:
Nicht vergessen wir warten auf den pH Wert.
Hier also die Mess-Ergebnisse von drei Bäumen mit unterschiedlichen Substraten: Alle 3 Bäume bekommen dasselbe Gießwasser; das Messgerät zeigt beim Gießwasser einen Wert von 7,9 an – was der Angabe des Wasserwerks exakt gleicht.
pH-Messung an Baum 1: Blaehton+Torf_Verhältnis_4:1
pH-Messung an Baum 1: Glassonde im feuchten Substrat (1 Std. nach Wässerung)
pH-Messung an Baum 1: angezeigter Wert
pH-Messung an Baum 2: reines Akadama
pH-Messung an Baum 2: angezeigter Wert
pH-Messung an Baum 3: irgendein Substrat-Mix (organischer Anteil ziemlich hoch)
pH-Messung an Baum 3: angezeigter Wert
Jetzt noch etwas zum Gewichts-Unterschied der Linde (Baum 1):
trocken: 5,6 kg
gewässert: 7,8 kg
Ich habe fertig!
Gruß, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
die Linde kann bei solch massiver Blattschädigung nur noch sehr wenig Photosynthese leisten. Die Transpiration wird auch sehr eingeschränkt sein. Jetzt hast du 2,2 l Wasser im Substrat. Du hast zuviel gegossen. Die Wurzeln stehen jetzt zu lange zu nass.
Du must doch nicht bis zum maximalen Wasserfassungsvermögen des Substrats gießen.
Ich würde seitlich eine Vielzahl zusätzlicher Drainagelöcher in die Schale bohren.
Das Akadama der Lärche ist , wenigstens an der Oberfläche, schon vollkommen zusammengebrochen.
Hast du immer mit weichem, feinen Brausestrahl gegossen ?
Hast du das Akadama als du getopft hast vorher auch gesiebt ?
Dein pH Wert zeigt eine alkalische Reaktion.
Da könnten Mangan, Zink, Bor und Eisen vielleicht schon im Mangel für die Pflanze sein.
Das fängt bei durchlässiger Erde bereits bei pH 6 an !!!
Das hängt aber auch von der Substratstruktur ab !
Durchlässige, sandige Erden (also deine Bonsaierde): optimal pH 5,7-6,2
Schwere ,tonige ( verklebtes Akadama) Erden: optimal pH 6,8-7,3
Das ist ein Kompromiß zwischen möglichst guter Nährstoffverfügbarkeit und Bodenstruktur.
Die meisten Baumarten bevorzugen schwach sauer bis mäßig sauer .
PS: nachzulesen in Arnold Finck, Düngung Verlag Ulmer
der ph-wert des ersten baumes liegt lt. foto bei 4,64. das entspricht ca. dem wert von sauer gewordener milch.
(wenns denn kein messfehler ist. das würde ich dringend nochmal verifizieren.)
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten" chinesische Weisheit
der pH-Wert von reinem Weißtorf liegt bei 3 - 3,5. Ein Viertel meines Substrats besteht aus Weißtorf!
Ich denke nicht, dass es sich um einen Messfehler handelt.
Gruß, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Totoro hat geschrieben:die Linde kann bei solch massiver Blattschädigung nur noch sehr wenig Photosynthese leisten. Die Transpiration wird auch sehr eingeschränkt sein. Jetzt hast du 2,2 l Wasser im Substrat. Du hast zuviel gegossen. Die Wurzeln stehen jetzt zu lange zu nass. Du must doch nicht bis zum maximalen Wasserfassungsvermögen des Substrats gießen.
Entscheidend für die Ursachen-Forschung ist doch: Ich habe bisher immer so gegossen: "aggressiv"! 2,2 Liter Wasser sind nach einer halben Stunde immer noch im Substrat. Kann man da noch von ausreichender Drainage sprechen?
Totoro hat geschrieben:
Das Akadama der Lärche ist , wenigstens an der Oberfläche, schon vollkommen zusammengebrochen.
Hast du immer mit weichem, feinen Brausestrahl gegossen ?
Ja.
Totoro hat geschrieben:
Hast du das Akadama als du getopft hast vorher auch gesiebt ?
Ja.
Dieses "Verschlammen" (übrigens: innerhalb eines Jahres!) ist m.E. die Folge von Frostsprengung. Ich würde Akadama allenfalls noch in geringen Mengen als Feuchtezeiger verwenden.
Gruß, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Ich muss Achim für die freundliche und höfliche Zurechtweisung danken
Der Rest meiner Schreibe bitte ich aber mit mehr Wohlwollen zu betrachten.
Ich würde meinen, das die Drainage NICHT ausreicht und du einfach zuviel gießt.
Ich benutze Akadama bei einigen Bäumen mit einem Anteil von 50-70%/ Rest Bims. Bei mir bleibt das deutlich länger formstabil. (2-3 Jahre mind.)
Was Achim bereits so lieb andeutete : Es könnte ein Messfehler sein. Wenn nicht kommt die Versauerung bestimmt nicht nur vom Weißtorf sondern dann auch vom Dünger.
und warum schreibst du das dann nicht so ?
entscheidend ist doch der ph-wert des substrates nach dem giessen, denn da finden die chem. reaktionen statt.
mich wundern nur die stark abweichenden werte.
verwendest du den torf in allen mischungen ?
falls ja, kanns daran nicht liegen. falls doch, versuchs mal mit torffreien erden (neudohum von neudorff o.ä.) oder lava. die speichert auch ne menge wasser.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten" chinesische Weisheit
Nein, den Torf verwende ich nur in meiner eigenen Blähton-Mischung. Auch mein stark angeschlagener Feldahorn (siehe S. 1) steht in diesem Substrat.
Baum 2 (Lärche) sowie Baum 3 (Steinweichsel; Roh-Material und Substrat von Werner M. Busch) sehen wesentlich gesünder aus als Baum 1! Wobei ich Baum 3 wegen des hohen Humus-Anteils wesentlich sparsamer gegossen habe.
Ferner habe ich noch eine Linde, die im gleichen Substrat steht wie die obige Linde. Beide sind im gleichen schlechten Zustand. Klares Indiz für einen Pflegefehler!
"Gefüttert" wurden aber alle mit dem gleichen Dünger von Chris P..
Gruß, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Modanm.
Link gelöscht. Kann mir nicht vorstellen, das es für dise PDF eine Freigabe der Bonsa-Art gibt. Sollte ich mich irren, kann ich den Link gern wieder einfügen. camaju
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Ich glaube das du den Fehler gefunden hast.
Ich halte sowieso nichts von Torfbeimischungen. Außer vielleicht bei Azaleen, welche ich keine pflege , oder völlig unempfindlichen Arten wie Efeu.
Torf speichert wohl viel zuviel Wasser und versauert dir noch das Substrat.
Auweia!
Bild 1 Linde ist der pH Wert eindeutig zu niedrig.
Die anderen sind noch akzeptabel obwohl nicht im allgemein gewünschten Bereich.
Eine Aufführung was dadurch geschehen ist, kannst du ja in entsprechender Lektüre nachlesen.
Dies wirst du sicherlich schon getan haben.
Leider hilft es uns jetzt wenig.
Halten wir doch mal fest:
pH Wert zu niedrig. Blätter vertrocknet.
Substrat ist zu nass. Der Torfanteil zu hoch da musst du zukünftig korrigieren. Misch dir ein besser funktionierendes Substrat.
Trotz ausreichender Wässerung vertrocknet die Pflanze offensichtlich, weil....durch den zu niedrigen pH Wert irgendein Mineral nicht zur Verfügung steht.
Mich würde mal interessieren wie hoch der Chlorid und Natrium Gehalt deines Wassers ist. Der sollte auf keinen Fall jeweils höher als 50mg/L sein.
Da wir jetzt gegen Ende September hinsteuern, ist da nicht mehr viel zu machen, da ein Neuaustrieb nicht mehr kommt.
Die zukünftige Düngerwahl kannst du mit Chris P. besprechen.
Es gäbe jetzt verschiedene Alternativen.
Du topfst umgehend um in ein besseres Substrat (ohne Wurzelschnitt), dann kannst du ja auch mal die Wurzel untersuchen wie die aussehen.
Oder du pflanzt die Bäume ins Freiland. Eine Behandlung mit irgendeinem Wundermittelchen wäre einen Versuch wert. (Waldleben, Brennesseljauche etc. Waldleben hat übrigens einen alkalischen Wert) Ob man die Blätter dann noch dranlassen soll wäre die nächste Frage. Mit Photosynthese ist da nicht mehr viel wie Totoro schon vermerkt hat. Vielleicht saugt die Pflanze ja doch noch etwas gutes ein um für den Winter gerüstet zu sein.
Ansonsten könnte man die Blätter abschneiden.
Vielleicht nochmal vorbeugend spritzen.
Düngen egal was würde ich nicht mehr.
Kann man nur hoffen, das genügend Reserven für nächstes Jahr vorhanden sind.
In dieser Phase ist die Pflanze natürlich nicht mehr sogut gegen Pilze usw. geschützt. Da musst du aufpassen.
Ich weiß das sind alles gut gemeinte Ratschläge. Trotzdem fände ich es gut wenn du nicht aufgibst und uns auf dem laufenden hältst, besonders im nächsten Jahr, denn ich finde das man hier sehr viel lernen kann und gerade von solchen Problemfällen profitieren alle hier auch wenn wir alle irgendwelche Ratschläge geben. Häng ja nicht dein Bonsaihobby an den Nagel.
Dirk K. aus L. hat geschrieben:
Jetzt noch etwas zum Gewichts-Unterschied der Linde (Baum 1):
trocken: 5,6 kg
gewässert: 7,8 kg
Heute morgen wog der Topf noch 5,8 kg.
Damit haben sich innerhalb von 18 Stunden schon 2 Liter Wasser verabschiedet. Die Höchst-Temperatur lag hier gestern bei etwa 16 Grad Celsius, heiter bis wolkig.
Gruß, Dirk
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Der wahre Weg geht über ein Seil, das nicht in der Höhe gespannt ist, sondern knapp über dem Boden. Es scheint mehr bestimmt stolpern zu machen, als begangen zu werden. (Franz Kafka)
Dirk K. aus L. hat geschrieben:
Jetzt noch etwas zum Gewichts-Unterschied der Linde (Baum 1):
trocken: 5,6 kg
gewässert: 7,8 kg
Heute morgen wog der Topf noch 5,8 kg.
Damit haben sich innerhalb von 18 Stunden schon 2 Liter Wasser verabschiedet. Die Höchst-Temperatur lag hier gestern bei etwa 16 Grad Celsius, heiter bis wolkig.
Gruß, Dirk
Hallo Dirk
Das ist doch eigentlich gar nicht mal schlecht.
Ich habe zwar nie nachgewogen, aber von Staunässe kann man hier wohl nicht reden.
Mich würde mal interessieren wie hoch der Chlorid und Natrium Gehalt deines Wassers ist.
Hast du da eine Wasseranalyse von deinem Wasser? (Wasserwerk).