Treffen bei Minoru
Re: Treffen bei Minoru
Die beiden Bonsaiprofis demonstrierten nicht nur tolle Gestaltungen, sondern auch langfristig sinnvolle Techniken wie Ablaktionen.
Sie erklärten viel Hintergrundwissen zur Gestaltung, Pflege und ihrem professionellen Bonsaileben in Japan.
Sie erklärten viel Hintergrundwissen zur Gestaltung, Pflege und ihrem professionellen Bonsaileben in Japan.
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Re: Treffen bei Minoru
Es wurde auch manche Anekdote aus den Lehrjahren der beiden Profis zum Besten gegeben.
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Re: Treffen bei Minoru
Nun wird auch Taiga fertig mit der Gestaltung der großen Kiefer, die aus den französischen oder italienischen Alpen stammt und vor ca. 10 Jahren gesammelt wurde.
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Re: Treffen bei Minoru
Am Samstag waren trotz eher schlechten Wetters die Besucher und Demozuschauer erheblich zahlreicher. Das Publikum beteiligte sich aktiv an der Auswahl der Display-Elemente.
Alexandre hatte sogar die Tokonoma von zu Hause mitgebracht. Samstagabend wurde Bjorns DVD "Continuum - A Year in the Japanese Bonsai World" in die Tokonoma projiziert.
Das hatte ein ganz besonderes Flair.
Alexandre hatte sogar die Tokonoma von zu Hause mitgebracht. Samstagabend wurde Bjorns DVD "Continuum - A Year in the Japanese Bonsai World" in die Tokonoma projiziert.
Das hatte ein ganz besonderes Flair.
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Re: Treffen bei Minoru
Der gebrochene Ast irritierte Taiga deutlich und auch ich war sehr überrascht, da der Durchmesser nur ca. 1 cm betrug und weder alt noch steif wirkte.
Taiga begann, sich Sorgen zu machen, dass die großen Biegemanöver, die er an einigen dicken Pflanzenteilen plante, vielleicht an der Brüchigkeit der Kiefer scheitern könnten.
Der zur Hälfte gebrochene Ast wurde mit Veredelungsband, Gummitape und fünf Stücken Kupferdraht wieder fixiert.
Dann ging es weiter mit der Gestaltung.
Taiga verwendete gelegentlich eine normale Haushaltszange, um Rinde und Fasern von Aststümpfen abzuziehen. "Man braucht nicht immer Spezialwerkzeuge" sagte er.
Etwas später zückte er ein feines Instrument mit je einer gebogenen Spitze an den Enden und mit pinkfarbenem Griff in der Mitte. "Hast du das deinem Zahnarzt geklaut?" fragte ich. "Nein!" lachte Taiga, "das ist tatsächlich ein Bonsai-Spezialwerkzeug!"
Taiga begann, sich Sorgen zu machen, dass die großen Biegemanöver, die er an einigen dicken Pflanzenteilen plante, vielleicht an der Brüchigkeit der Kiefer scheitern könnten.
Der zur Hälfte gebrochene Ast wurde mit Veredelungsband, Gummitape und fünf Stücken Kupferdraht wieder fixiert.
Dann ging es weiter mit der Gestaltung.
Taiga verwendete gelegentlich eine normale Haushaltszange, um Rinde und Fasern von Aststümpfen abzuziehen. "Man braucht nicht immer Spezialwerkzeuge" sagte er.
Etwas später zückte er ein feines Instrument mit je einer gebogenen Spitze an den Enden und mit pinkfarbenem Griff in der Mitte. "Hast du das deinem Zahnarzt geklaut?" fragte ich. "Nein!" lachte Taiga, "das ist tatsächlich ein Bonsai-Spezialwerkzeug!"
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- Um einen ca. 5 cm dicken Ast zu biegen, hilft Kollege Bjorholm mit. Taiga biegt den Ast und Bjorn zieht den Spanndraht an. Der Ast wurde nicht bandagiert, weil Taiga sagt, er hat dann mehr Gefühl dafür, was in dem Ast vorgeht. Als sich Längsrisse bilden, hört er auf zu biegen. Die Risse sind noch nicht gefährlich, zeigen aber an, dass mehr Biegung zurzeit nicht möglich ist
Re: Treffen bei Minoru
Super! Super, Heike, Super-Heike!
Wow, so viele tolle Eindrücke und schöne Fotos und und und...
Freue mich sehr, dieses fantastische Event auf diese Weise ein bisschen miterleben zu können
und freue mich besonders auch darüber, ein paar liebe BFF-Freunde zumindest virtuell hier mal wieder zu treffen

Wow, so viele tolle Eindrücke und schöne Fotos und und und...
Freue mich sehr, dieses fantastische Event auf diese Weise ein bisschen miterleben zu können
und freue mich besonders auch darüber, ein paar liebe BFF-Freunde zumindest virtuell hier mal wieder zu treffen
think pink
Re: Treffen bei Minoru
Hier kommen jetzt die letzten Bilder.
Noch etwas vielleicht Interessantes am Rande: ich fragte die beiden Demonstratoren, was ihnen hier im Westen so bei den Bonsaileuten aufgefallen ist, was sie anders machen als die in Japan. Taiga und auch Bjorn sagten beide, dass sie sich wundern, dass Bonsaileute hier (auch Profis) gewöhnlich erst den ganzen Baum drahten und dann erst alles formen, stellen und nebenbei noch schneiden.
Die Bonsaigestalter in Japan machen das anders, sie fangen am wichtigsten, meist untersten Ast an zu drahten, formen ihn durch und arbeiten sich dann Ast für Ast nach oben. Am Ende erfolgen noch kleine Korrekturen. Sie sind der Ansicht, dass ihr Vorgehen Zeit und Draht spart.
Auf meine Frage hin, ob ihnen noch ein Unterschied einfiele, grinste Taiga: "Wir brennen kein Totholz an. Warum macht ihr das eigentlich?" Ich sagte, dass es darum geht, abstehende Holzfasern loszuwerden, Werkzeugspuren zu tilgen, Risse im Holz zu provozieren, die es älter aussehen lassen und das Holz zu härten.
Taiga schwieg eine Weile. Ich fragte nach, ob er das Anbrennen für unvorteilhaft hielte. "Vielleicht ist es vorteilhaft. Ich habe es noch nie gemacht. Vielleicht sollte ich es einmal ausprobieren..."
Bjorn erzählte, dass er und die anderen Lehrlinge ihren Meister, Herrn Keiichi Fujikawa, einmal überreden wollten, eine Lötlampe anzuschaffen, um Totholz anbrennen zu können. "Er hatte in der Hinsicht aber kein Vertrauen in uns und hat das abgelehnt. Da haben wir mal Feuerzeugbenzin auf Totholz gepinselt und angezündet!" grinste er.
Es war wirklich ein tolles Wochenende und ich kann mich gar nicht genug bedanken bei Michael, seiner Familie und allen anderen, die dieses wunderbare Event möglich gemacht haben und die dabei waren.
Wieder einmal zeigt sich, dass Bonsaileute aus der ganzen Welt wie eine große Familie sind.
Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Mal und kann nur empfehlen, sich so etwas nicht entgehen zu lassen!
Liebe Grüße,
Heike
Noch etwas vielleicht Interessantes am Rande: ich fragte die beiden Demonstratoren, was ihnen hier im Westen so bei den Bonsaileuten aufgefallen ist, was sie anders machen als die in Japan. Taiga und auch Bjorn sagten beide, dass sie sich wundern, dass Bonsaileute hier (auch Profis) gewöhnlich erst den ganzen Baum drahten und dann erst alles formen, stellen und nebenbei noch schneiden.
Die Bonsaigestalter in Japan machen das anders, sie fangen am wichtigsten, meist untersten Ast an zu drahten, formen ihn durch und arbeiten sich dann Ast für Ast nach oben. Am Ende erfolgen noch kleine Korrekturen. Sie sind der Ansicht, dass ihr Vorgehen Zeit und Draht spart.
Auf meine Frage hin, ob ihnen noch ein Unterschied einfiele, grinste Taiga: "Wir brennen kein Totholz an. Warum macht ihr das eigentlich?" Ich sagte, dass es darum geht, abstehende Holzfasern loszuwerden, Werkzeugspuren zu tilgen, Risse im Holz zu provozieren, die es älter aussehen lassen und das Holz zu härten.
Taiga schwieg eine Weile. Ich fragte nach, ob er das Anbrennen für unvorteilhaft hielte. "Vielleicht ist es vorteilhaft. Ich habe es noch nie gemacht. Vielleicht sollte ich es einmal ausprobieren..."
Bjorn erzählte, dass er und die anderen Lehrlinge ihren Meister, Herrn Keiichi Fujikawa, einmal überreden wollten, eine Lötlampe anzuschaffen, um Totholz anbrennen zu können. "Er hatte in der Hinsicht aber kein Vertrauen in uns und hat das abgelehnt. Da haben wir mal Feuerzeugbenzin auf Totholz gepinselt und angezündet!" grinste er.
Es war wirklich ein tolles Wochenende und ich kann mich gar nicht genug bedanken bei Michael, seiner Familie und allen anderen, die dieses wunderbare Event möglich gemacht haben und die dabei waren.
Wieder einmal zeigt sich, dass Bonsaileute aus der ganzen Welt wie eine große Familie sind.
Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Mal und kann nur empfehlen, sich so etwas nicht entgehen zu lassen!
Liebe Grüße,
Heike
Re: Treffen bei Minoru
Das kann ich nicht besser ausdrücken, Sigi.
Danke, Super-Heike
Danke, Super-Heike
Norbert
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
So wie du bist, so sind auch deine Gebäude
Sullivan, 1924
Re: Treffen bei Minoru
Danke Euch! Es freut mich, wenn Euch die Bilder und der Bericht Spaß machen.
Liebe Grüße,
Heike
Liebe Grüße,
Heike
- Köhler Rudolf
- Beiträge: 2149
- Registriert: 05.02.2004, 09:47
- Wohnort: bei Hanau
Re: Treffen bei Minoru
Hallo Heike,
vielen Dank an dich und Sandra für die Bilder.
Das ist jede Menge Arbeit.
Ich hatte es vor der Veranstaltung gesagt: Ein Besuch lohnt sich.
Das gesamte Ambiente stimmt. Die Profis zeigen etwas und man kann sie auch alles in Bezug auf Bonsai fragen. ( Sandra: z. B. auch über die Pflege einer Mume
)
Wer so eine Chance nicht nutzt, ist selber schuld.
Viele Grüße
Rudi K.
vielen Dank an dich und Sandra für die Bilder.
Das ist jede Menge Arbeit.
Ich hatte es vor der Veranstaltung gesagt: Ein Besuch lohnt sich.
Das gesamte Ambiente stimmt. Die Profis zeigen etwas und man kann sie auch alles in Bezug auf Bonsai fragen. ( Sandra: z. B. auch über die Pflege einer Mume
Wer so eine Chance nicht nutzt, ist selber schuld.
Viele Grüße
Rudi K.
Grüße
Rudi K.
Rudi K.
Re: Treffen bei Minoru
... auch hier nochmal vielen Dank für die Bilder. 
Viele Grüße
Holger
Ein kritisches Hinterfragen der eingestellten Bäume ist ausdrücklich erwünscht.
Holger
Ein kritisches Hinterfragen der eingestellten Bäume ist ausdrücklich erwünscht.
Re: Treffen bei Minoru
Good Job
Vielen Dank für deine Mühe, Heike
saludos
avicenna
saludos
avicenna
- Frank Abbing
- Beiträge: 2704
- Registriert: 30.12.2012, 14:31
- Wohnort: Münsterland
Re: Treffen bei Minoru
Tolle Eindrücke und Kommentare, vielen Dank für's Bereitstellen, Heike! 
Liebe Grüße
Frank
Frank
