Hallo Sanne, um erst mal kurz zu antworten:
Du brauchst die langen Triebe ja nur auf 2-3 Knoten zurückschneiden und wenn Du das rechtzeitig machst, werden sie auch nicht mehr so lang.
Übrigens behandle ich die Aprikose, so ähnlich, wie es in der Bonsaiart steht, schon seit Jahren.
Jedoch habe ich seit vorigem Jahr, als ich im Frühjahr die BA Nr. 189 bekommen habe, noch einiges dazu gelernt.
Gruß Heiner
Japanische Aprikose
Re: Japanische Aprikose
Nun zu Rainer, ich grüße Dich.
Zu der ersten Frage der Drahtung. Diese Empfehlung habe ich (ich weiß nicht wo) irgendwo gelesen. Wenn die neuen Triebe im Juni/Juli 10 - 15 cm lang sind, sollten diese herunter gedrahtet werden, damit sie nicht stur nach oben wachsen. Das ist auf der Seite 84 der BA allerdings nicht so günstig dargestellt.
Korrekt ist es, dass der Trieb unter seinen Scheitelpunkt gedrahtet werden soll und das Triebende wieder nach gebogen wird.
Aber Vorsicht; bei dem Drahten sind mir einige Blätter wegen ihrem geringen Halt abgebrochen und einige Triebe wie Glas durchgebrochen. Diese Bruchstellen wachsen jedoch ohne Probleme wieder zusammen. Und trotz der fehlenden Blätter vom vorigen Jahr sind doch in diesem Jahr wieder reichliche Blüten entstanden.
Hier sind die geknickten Trieb zu sehen.
Ich kann bezüglich der empfohlenen Knicktechnik kein gezieltes Resultat erkennen, denn Blüten und Blattknospen sind sowohl vor dem Knick als auch nach dem Knick vorhanden.
Ich muss das erst mal abschicken, bevor mir der Text verloren geht.
Bis Gleich, Heiner
Zu der ersten Frage der Drahtung. Diese Empfehlung habe ich (ich weiß nicht wo) irgendwo gelesen. Wenn die neuen Triebe im Juni/Juli 10 - 15 cm lang sind, sollten diese herunter gedrahtet werden, damit sie nicht stur nach oben wachsen. Das ist auf der Seite 84 der BA allerdings nicht so günstig dargestellt.
Korrekt ist es, dass der Trieb unter seinen Scheitelpunkt gedrahtet werden soll und das Triebende wieder nach gebogen wird.
Aber Vorsicht; bei dem Drahten sind mir einige Blätter wegen ihrem geringen Halt abgebrochen und einige Triebe wie Glas durchgebrochen. Diese Bruchstellen wachsen jedoch ohne Probleme wieder zusammen. Und trotz der fehlenden Blätter vom vorigen Jahr sind doch in diesem Jahr wieder reichliche Blüten entstanden.
Hier sind die geknickten Trieb zu sehen.
Ich kann bezüglich der empfohlenen Knicktechnik kein gezieltes Resultat erkennen, denn Blüten und Blattknospen sind sowohl vor dem Knick als auch nach dem Knick vorhanden.
Ich muss das erst mal abschicken, bevor mir der Text verloren geht.
Bis Gleich, Heiner
Re: Japanische Aprikose
Weiter im Text:
Übrigens habe ich heute die verholzten Äste mit den vom vorigen Jahr verbliebenen gekürzten grünen, noch relativ weichen Stummel extra gedrahtet, damit die zukünftigen Triebe in eine möglichst optimale Richtung wachsen.
So dass die letzte Knospe möglichst weit nach unten und in die gewünschte Richtung zeigt, denn bei der Aprikose wächst alles stur nach oben. Es ist auch Vorsicht geboten, das verholzte vom vor-vorigem Jahr ist sehr stabil, lässt sich jedoch ein wenig biegen, aber die Rinde beginnt dann zu reißen. Bei den Triebstummeln vom vorigen Jahr (also die, die in diesem Jahr zurückgeschnitten wurden) gibt es keine Probleme mit dem Drahten. Man muss nur auf die Blattknospen achten.
Was das Düngen zu dieser Jahreszeit betrifft, habe ich folgende Vorstellung:
Die Aprikose ist eine der wenigen Gehölze, die zu diesem Zeitpunkt bereits treiben. Da sie eben aus diesem Grund aus der Winterruhe heraus ist, bekommt sie auch "Futter". Mineralischer Dünger ist sofort wirksam im Gegensatz zu organischem Dünger. Organischer Dünger wirkt dagegen erst schätzungsweise ab 15 °C.
Der Mineralische D. ist in geringer Konzentration; eine Mischung aus Wuxal (1:100), Spurenelemente und einen unbekannten Spezialdünger. Es wird auch sehr wenig verabreicht.
Gruß Heiner
Übrigens habe ich heute die verholzten Äste mit den vom vorigen Jahr verbliebenen gekürzten grünen, noch relativ weichen Stummel extra gedrahtet, damit die zukünftigen Triebe in eine möglichst optimale Richtung wachsen.
So dass die letzte Knospe möglichst weit nach unten und in die gewünschte Richtung zeigt, denn bei der Aprikose wächst alles stur nach oben. Es ist auch Vorsicht geboten, das verholzte vom vor-vorigem Jahr ist sehr stabil, lässt sich jedoch ein wenig biegen, aber die Rinde beginnt dann zu reißen. Bei den Triebstummeln vom vorigen Jahr (also die, die in diesem Jahr zurückgeschnitten wurden) gibt es keine Probleme mit dem Drahten. Man muss nur auf die Blattknospen achten.
Was das Düngen zu dieser Jahreszeit betrifft, habe ich folgende Vorstellung:
Die Aprikose ist eine der wenigen Gehölze, die zu diesem Zeitpunkt bereits treiben. Da sie eben aus diesem Grund aus der Winterruhe heraus ist, bekommt sie auch "Futter". Mineralischer Dünger ist sofort wirksam im Gegensatz zu organischem Dünger. Organischer Dünger wirkt dagegen erst schätzungsweise ab 15 °C.
Der Mineralische D. ist in geringer Konzentration; eine Mischung aus Wuxal (1:100), Spurenelemente und einen unbekannten Spezialdünger. Es wird auch sehr wenig verabreicht.
Gruß Heiner
Re: Japanische Aprikose
Heute wollte ich meine Mume nach 2 Jahren wieder umtopfen, da das Substrat „verbraucht“ aussieht. Zu meinem Schrecken waren sehr wenige Feinwurzeln vorhanden. Daher habe ich nichts an den Wurzeln geschnitten und den Baum nur in frisches Substrat (Akadama, Kirju und Bims) umgesetzt.
Grüße, Sanne
Grüße, Sanne
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Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
(Zitat von Gisela V.)
Re: Japanische Aprikose
Hallo Sanne, es geht mich ja nichts an, aber ich würde alle Triebe und alles was nach oben strebt, da der Draht noch dran ist, nach unten biegen.
Ob an den Enden noch etwas zurückgeschnitten werden muss, ist auf dem Foto nicht genau zu erkennen.
Ein Rückschnitt auf etwa 2 Blattknospen ist bei Aprikosen grundsätzlich nach der Blüte angeraten, da die dünnen Triebe sonst noch länger werden und somit eine feinere Verzweigung erreicht wird.
Übrigens, ich stimme dir zu, an den Wurzeln nichts zu machen.
Versuch es mal, Gruß Heiner
Ob an den Enden noch etwas zurückgeschnitten werden muss, ist auf dem Foto nicht genau zu erkennen.
Ein Rückschnitt auf etwa 2 Blattknospen ist bei Aprikosen grundsätzlich nach der Blüte angeraten, da die dünnen Triebe sonst noch länger werden und somit eine feinere Verzweigung erreicht wird.
Übrigens, ich stimme dir zu, an den Wurzeln nichts zu machen.
Versuch es mal, Gruß Heiner
Re: Japanische Aprikose
Hallo Sanne,
ich wollte Dir auf keinen Fall zu nahe treten, da es ohnehin Dein Thread ist.
Meine Absicht war es, "nur" zu helfen, aber leider ist eine von mir erhoffte Diskussion ausgeblieben; schade.
Ich hoffe, dass mit Deiner Aprikose alles gut ist.
Mit ganz freundlichen Grüßen, Heiner
ich wollte Dir auf keinen Fall zu nahe treten, da es ohnehin Dein Thread ist.
Meine Absicht war es, "nur" zu helfen, aber leider ist eine von mir erhoffte Diskussion ausgeblieben; schade.
Ich hoffe, dass mit Deiner Aprikose alles gut ist.
Mit ganz freundlichen Grüßen, Heiner
Re: Japanische Aprikose
Hallo Heiner,
danke für Deine netten Zeilen und sorry für meine späte Antwort. In letzter Zeit bin ich etwas schreibfaul und „frühjahrsmüde“.
Nach der Blüte hatte ich sie leicht zurückgeschnitten. Die Aprikose treibt jetzt normal aus, bis auf den einen angebrochenen Zweig. Ich hoffe aber, dass die eine Blattknospe dort noch austreibt.
Grüße, Sanne
danke für Deine netten Zeilen und sorry für meine späte Antwort. In letzter Zeit bin ich etwas schreibfaul und „frühjahrsmüde“.
Nach der Blüte hatte ich sie leicht zurückgeschnitten. Die Aprikose treibt jetzt normal aus, bis auf den einen angebrochenen Zweig. Ich hoffe aber, dass die eine Blattknospe dort noch austreibt.
Grüße, Sanne
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- Aprikose am 13.04.2026
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Was wären wir ohne den Trost der Bäume…
(Zitat von Gisela V.)
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Re: Japanische Aprikose
Hallo Sanne, die A. treibt doch schon mal ganz prima. Meine beginnt auch schon langsam mit den neuen Trieben. Ein Foto habe ich leider noch nicht.
Und wenn die Triebe dann im Frühsommer lang genug sind, kannst Du immer noch alles nach unten drahten.
Vorsicht mit dem alten Holz. Aber vielleicht hast Du Glück und es treibt noch etwas aus dem alten Holz; die Chancen sind allerdings nicht hoch.
Gruß Heiner
Und wenn die Triebe dann im Frühsommer lang genug sind, kannst Du immer noch alles nach unten drahten.
Vorsicht mit dem alten Holz. Aber vielleicht hast Du Glück und es treibt noch etwas aus dem alten Holz; die Chancen sind allerdings nicht hoch.
Gruß Heiner
