Crassula ovata Shohin nach 6 Jahren

Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
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berndschmidt
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Crassula ovata Shohin nach 6 Jahren

Beitrag von berndschmidt »

Im Juli 2007 habe ich mir einen Crassula ovata in einer Kakteen- und Sukkulenten-Gärtnerei gekauft.

Eigentlich ein hässliches Ding.

Der Stammansatz erschien mir in meinen Bonsaianfängen aber ganz brauchbar zu sein.
Zumindest wäre es mal ein Versuch wert.

Für ein paar Euro nahm ich die Pflanze mit.

Von Mai bis Oktober steht er an einem sonnigen Platz auf einem Westbalkon.
Im Winter an einem Ostfenster in der Wohnung.

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Juli 2007

Offenbar wurden von dieser Pflanze einige Stecklinge gemacht. Den untersten vorderen Austrieb habe ich entfernt, da er mir unpassend erschien.

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Nach einem guten Jahre hat er sich in einem normalen Topf bereits ganz ordentlich entwickelt.

Das machte Mut und wie viele Anfänger habe ich ihn auch gleich die erste Schale verpasst.
Heute würde ich damit noch das ein oder andere Jahr warten. Aber am Anfang ist man oft noch ungeduldig:

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Mitte Oktober 2008 hat sich der Kleine ganz gut entwickelt.

Da mir die Beleubung zu grob erschien habe ich ihn im Folgejahr einen Blattschnitt gegönnt:
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Bereits nach zwei Wochen zeigten sich reichlich Neuaustriebe. Das war im Mai 2009.

Wie schnell sich neue Blätter bei vollsonnigen Sommerstandort bilden sieht man auf den nächsten beiden Fotos aus dem August 2009:
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Von 2010 habe ich keine Fotos.

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Im September 2011 sah der Baum wieder weniger harmonisch aus. Zu große Blätter. Und die Schale wirkte auch nicht mehr harmonisch.
Über den Winter habe ich nichts verändert.

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Ende April 2012 sah so aus. Irgendwie passten die Proportionen nicht mehr richtig. Also musste ich etwas tun.

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Der Baum bekam eine neue Bonsaischale von Christian Fritz. Und wurde zum Großteil entlaubt. Ziel ist eine feinere Verzweigung.

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Im Juli 2012 hatten sich bereits reichlich neue Blätter gebildet.

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Die Schnittstelle vom dritten Ast, ist leider noch nach einigen Jahren sichtbar.

Im August 2013 sieht der kleine Crassula dann schon ganz gut aus:
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Eine schöne dichte Belaubung ist wieder entstanden. Der Stamm verjüngt sich zu den Astspitzen.
Ich bin bisher ganz zufrieden mit der Entwicklung.

In diesem Jahr wird allerdings wieder eine Blatschnitt und Umtopfen erforderlich sein.
Die Blätter werden wirder zu gross und die Belaubung kann eine weitere Verzweigung vertragen.
Schöne Grüße

Bernd

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Bergi
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Re: Crassula ovata Shohin nach 6 Jahren

Beitrag von Bergi »

Hallo Bernd,
das hast du sehr schön und vorbildlich dokumentiert - vielen Dank!
Gruß,
Stefan
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
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Patrick W.
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Re: Crassula ovata Shohin nach 6 Jahren

Beitrag von Patrick W. »

Super Baum! Bitte wieder Update mit Fotos, wenn es was Neues gibt.

Ich bin sehr gespannt!

LG Patrick
Pandora
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Re: Crassula ovata Shohin nach 6 Jahren

Beitrag von Pandora »

Hallo Bernd,
nochmal herzlichen Dank für Deine schnelle Antwort per Mail!
Dein Baum ist echt wunderschön und hat mich inspieriert ihn nachzubilden.
Auf dem Foto sieht es so aus als ob der Grundstamm 1 1/2 Internodien misst.
Das war auch der Grund weshalb ich meinen Setzling auf diese Grösse geschnitten habe. Leider ohne gross zu überlegen :(
Später kamen mir dann Zweifel ob sich zwischen zwei Knoten überhaupt Wurzeln bilden können,weil ja normalerweise ein geschnittenes Internodium bis zum nächsten Knoten eintrocknet wenn man Äste stutzt. Jetzt hatte ich Angst dass dies auch nach oben hin passieren kann wenn man die Schnittstelle in den Boden pflanzt. Ich hoffe du behälst recht und es bilden sich bei meinem Setzling Wurzeln. Alles andere wäre eine Katastrophe :?

LG Andrea
Pandora
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Re: Crassula ovata Shohin nach 6 Jahren

Beitrag von Pandora »

Blattschnitt / Entlaubung
Wie genau machst Du das? Einfach die Blätter abschneiden oder muss man da was beachten?
Was passiert an den Schnittstellen? Eine neue Verzweigung? Oder ein einzelner Trieb?
Wird die Blattform kleiner je öfter man sie schneidet oder bleibt die Endgrösse die Selbe?
Was sind so deine Erfahrungen?
Und noch eine allerletzte Frage :-D : Wann ist die beste Zeit zum schneiden(allgemein, nicht auf die Blätter bezogen)? Nach der Winterruhe?
Ich hab nämlich noch ein Bäumchen dass dringend einen Schnitt braucht. Jetzt, mitte August ist wohl eher nicht der richtige Zeitpunkt dafür denk ich mal.

LG Andrea
berndschmidt
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Re: Crassula ovata Shohin nach 6 Jahren

Beitrag von berndschmidt »

Blattschnitt:
Blatt mit der Bonsaischere abschneiden. Der Rest am Ast vertrocknet nach ein paar Wochen und fällt ab. Wenn man zu knapp am Ast schneidet, könnte dieser über der Schnittstelle verloren gehen.

Schnittstellen:
trocknen nach ein paar Wochen ab. Ob es eine neue Verzweigung gibt hängt von der Baumgröße und Stelle des Schnittes ab. Da macht der Baum was er will. Im oberen Bereich bilden sich oft mehrere neue Triebe (= zukünftige Äste).

Blattform:
wird durch häufiges schneiden nicht kleiner. Aber die Blätter sind für 1-2 Jahre durch den Neuaustrieb kleiner. Ich dünge in dieser Phase nur mit Kakteendünger. Stickstoffhaltiger Dünger sorgt schneller für dicke Blätter.

Wann schneiden?
Geht das ganze. Am besten im Mai wenn die Hauptwachstumszeit beginnt. Dann kann der Baum bis in den Herbst genügend neue Blätter bilden. Jetzt würde ich keinen Blattschnitt mehr machen.

:-D
Schöne Grüße

Bernd

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bonsaiheiner
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Re: Crassula ovata Shohin nach 6 Jahren

Beitrag von bonsaiheiner »

Hallo Bernd,
macht ordentlichen Spass, sowas zu sehen!
Freut mich ungemein, wenn jemand mit einer bescheidenem Ausgangs-Jungpflanze sich solche Mühen macht und durch überlegte Schritte ein schönes Ergebnis erzielt. Weiter so!
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
chris-git@rre

Re: Crassula ovata Shohin nach 6 Jahren

Beitrag von chris-git@rre »

Hallo Bernd,
gefällt mir sehr gut! *daumen_new*

Deinen Baum ist auch auf dieser Seite hier zu sehen:

http://www.kaktus-kakteen-sukkulenten.d ... ssula.html
Pandora
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Re: Crassula ovata Shohin nach 6 Jahren

Beitrag von Pandora »

Hallo Bernd,

Du schreibst dass Du Kakteendünger benutzt wegen des Stickstoffs. Ich will mir nun für das kommende Frühjahr auch Dünger besorgen. Kann ich da jeden x-beliebigen NPK Kakteendünger nehmen oder sollte ich noch auf andere Sachen achten? Die Konzentration wie vom Hersteller empfohlen oder niedriger? Was sind so deine Erfahrungen? Ich habe Angst dass meine Pflanzen nach dem Düngen in die Höhe schiessen. Lieber wäre es mir wenn sie festes Gewebe bekommen und eine gesunde Farbe. Kann ich das irgentwie beeinflussen?

LG Andrea
Pandora
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Re: Crassula ovata Shohin nach 6 Jahren

Beitrag von Pandora »

Hab gerade ein bisschen im Netz gestöbert und bin dabei auf folgendes gestossen:

Sukkulenten nur mäßig Düngen
Es ist sehr wichtig die Düngeempfehlungen unter den einzelnen Kulturanleitungen (Lexikon Sukkulenten) möglichst genau einzuhalten. Wenn die Sukkulenten zu viel Stickstoff bekommen, wachsen ihre Triebe weich und schwach, die Sukkulenten setzen keine Blüten an.

Der den Sukkulenten verabreichte Dünger sollte grundsätzlich nicht zu hoch konzentriert sein, damit beim Austrocknen der Erde keine Schäden durch Salzkonzentration an den Wurzeln auftreten können. Meist ist eine Konzentration von 0,1-0,2% für die Sukkulenten vollkommen ausreichend.

Zu finden bei http://www.pflanzenfreunde.com/sukkulenten-duengen.htm

Wenn ich mir deinen Baum so anschau scheint ihm der Stickstoff allerdings sehr gut getan zu haben.
Ich bin verwirrt :?

LG Andrea
berndschmidt
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Re: Crassula ovata Shohin nach 6 Jahren

Beitrag von berndschmidt »

Pandora hat geschrieben:Hallo Bernd,

Du schreibst dass Du Kakteendünger benutzt wegen des Stickstoffs. Ich will mir nun für das kommende Frühjahr auch Dünger besorgen. Kann ich da jeden x-beliebigen NPK Kakteendünger nehmen oder sollte ich noch auf andere Sachen achten? Die Konzentration wie vom Hersteller empfohlen oder niedriger? Was sind so deine Erfahrungen? Ich habe Angst dass meine Pflanzen nach dem Düngen in die Höhe schiessen. Lieber wäre es mir wenn sie festes Gewebe bekommen und eine gesunde Farbe. Kann ich das irgentwie beeinflussen?

LG Andrea
Ich dünge meist nach Gefühl. Sobald der Baum eine feinere Verzweigung entwickeln soll wird er von Mai - August 1-2x im Monat mit Flory 3 (gibt es im Kakteenfachhandel) gedüngt.

Ist der Baum noch jung und soll erst einmal schnell dicker und größer werden bekommt er normalen Dünger mit hohen Stickstoffanteil. Wenn er dann die gewünschte Stammdicke erreicht hat, wird er im April - Mai auf die Wunschhöhe gekürzt, umgetopft und es beginnt der Aufbau der Verzweigung.
Schöne Grüße

Bernd

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Re: Crassula ovata Shohin nach 6 Jahren

Beitrag von berndschmidt »

chris-gitarre hat geschrieben:Hallo Bernd,
gefällt mir sehr gut! *daumen_new*

Deinen Baum ist auch auf dieser Seite hier zu sehen:

http://www.kaktus-kakteen-sukkulenten.d ... ssula.html
Hallo Chris,

die Kakteen-Homepage ist ja auch von mir :-D
Schöne Grüße

Bernd

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