Grosser Ahorn wird umgetopft

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Alien66
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Beitrag von Alien66 »

Moin, moin Walter,

ich kann mich bzgl. Deines Ahorns meinen Vorrednern natürlich nur anschließen!

In Bezug auf Olli's Frage setze ich mal voraus, daß es sich bei der Ausgspflanze um einen Japan-Import handelt. Weißt Du eigentlich, wie alt der Baum schon war, als Du Ihn 1993 importiert, bzw. bekommen hast?
Desweiteren fasziniert mich an Deinem Ahorn immer wieder sein Nebari. Interessieren würde mich hierbei sehr, ob die aktuelle Form nur durch regelmäßigen und natürlich richtigen Wurzelschnitt entstanden ist, oder ob Du einige Bereiche durch z.B. Pfropfen verbessert hast.

Vielen Dank im voraus!
Viele Grüße, Chris.
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Chris,

der Baum war wohl damals schon deutlich über 50 Jahre alt.
Das Nebari wurde ursprünglich vom Gärtner in Japan gleich am Anfang gestaltet. Danach hat es sich duuch blosses Zurückschneiden entwickelt.
Am Anfang ist das wichtigste das Nebari. Wenn das nicht gut ist wird es NIE gut werden.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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spiritkanu
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Beitrag von spiritkanu »

Hallo Walter,

vorab muss ich gestehen, dass dieser Ahorn einer meiner Lieblings-Bonsai überhaupt ist und schon seit langem den Bildschirmhintergrund meines PCs ziert ;-)

Zwei Fragen:
1. Uns Anfängern wird immer wieder gesagt, wie WICHTIG es ist, im Zuge des Umtopfens den Baum in der Schale zu befestigen (z.b. mit Draht). Warum hast du das bei diesem Prachtexemplar nicht gemacht?

2. Was ich schon immer wissen wollte: Wie gestaltet man ein gutes Nebari an einem jungen Baum? Entwickelt sich das nicht von allein, aufrund der besonderen Bedingungen in der Schale, des engen Platzangebotes, der exponierten Lage des Wurzelansatzes, etc.? Ich denke jetzt bewusst nicht an Methoden wie "Scheibe unter dem Wurzelansatz einbauen" sonder wollte wissen, wie DU es machst.

Danke! :D
Servus,
Reinhold

Bonsaiclub Wien
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Holz.D.
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Beitrag von Holz.D. »

Hallo,

hat einer schon bemerkt das wir dem Baum eine andere Vorderseite gegeben haben ?
mit freundlichen Grüßen
David


http://davidsbonsaicollection.blogspot.com/
KHarry
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Beitrag von KHarry »

Jaaa!

Und ich finde, der Baum hat an Dynamik gewonnen.
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

spiritkanu hat geschrieben:
Zwei Fragen:
1. Uns Anfängern wird immer wieder gesagt, wie WICHTIG es ist, im Zuge des Umtopfens den Baum in der Schale zu befestigen (z.b. mit Draht). Warum hast du das bei diesem Prachtexemplar nicht gemacht?

2. Was ich schon immer wissen wollte: Wie gestaltet man ein gutes Nebari an einem jungen Baum? Entwickelt sich das nicht von allein, aufrund der besonderen Bedingungen in der Schale, des engen Platzangebotes, der exponierten Lage des Wurzelansatzes, etc.? Ich denke jetzt bewusst nicht an Methoden wie "Scheibe unter dem Wurzelansatz einbauen" sonder wollte wissen, wie DU es machst.
reinhold,

1) das stimmt natürlich für kleine Bäume, also das was für den Normalverbraucher normal grosse oder sogar grosse Bäume sind.
Das Befestigen dient eben dem Befestigen, damit der Baum nicht verrutscht oder umfällt und so. Dieser Baum hat ein so hohes Eigengewicht, dass er ganz fest stehen bleibt. Da ist kaum Gefahr, dass der aus der Schale herausfällt oder verrutscht. In wenigen Wochen werden dann sehr viel Wurzeln dafür sorgen, dass ein ganz fester Wurzelballen entsteht.
Mein Rat: befestigte Eure Bäume mit Draht, solange Ihr keinen solchen Riesen habt.

2) Das Nebari entwickelt sich von selbst, so wie Kinder sich von selbst entwicklen, wenn man überhaupt nichts tut. Es ist eine grosse Kunst, ein gutes Nebari zu entwicklen! Das geht eben NICHT von selbst.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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Alien66
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Beitrag von Alien66 »

Walter Pall hat geschrieben:...Am Anfang ist das wichtigste das Nebari. Wenn das nicht gut ist wird es NIE gut werden...
Walter,

so schnell, wie bei Dir gearbeitet wird, kommen Deine Antworten hier ins Forum - Hut ab!

Deine Aussage habe ich bereits aufgrund Deiner früheren Posts zu diesem Thema für mich verinnerlicht. Ich sehe hier als Laie ein großes Problem beim Kauf von Pflanzen, die aus einer "normalen" Baumschule stammen und nicht aus einer Bonsai-Baumschule. Selbst wenn der oberirdische Teil den Anforderungen und dem Geschmack entsprechen sollte, kann man zuhause beim Freilegen des Wurzelballens doch böse überrascht werden. Da Baumschulpflanzen meistens recht tief im Topf erst Wurzeln bilden, reicht "ein bißchen Kratzen" an der Substratoberfläche oftmals nicht aus. Demzufolge müßte man vorort den gesamten Baum aus dem Topf heben, was Du wahrscheinlich machen wirst, ich mich aber (noch) nicht traue.

Danke für Deine fixe Stellungnahme!
Viele Grüße, Chris.
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MartinRedlich
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Beitrag von MartinRedlich »

.
Zuletzt geändert von MartinRedlich am 29.03.2026, 13:07, insgesamt 1-mal geändert.

Es wäre schön, wenn die Bonsai im Bild etwas mehr Platz bekämen.
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Martin,

unwillig sind die!
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mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Walter Pall hat geschrieben:Moos wird ein wenig aufgelegt und kommt dann von selbst. Aber oft nur mässig. Das ist auch völlig in Ordnung so, ich lege da nicht so viel Wert drauf, wie die meisten Amateure. Die meisten Bäume haben bei mir und anderen Profis fast kein Moos. Erst für Ausstellungen wird Moos aufgelegt.

Wir haben immer die Bilder von den japansichen Ausstellungen gesehen mit dem Moos und meinten dann, dass die ALLE immer Moos haben. Ist aber absolut nicht so und ist auch nicht nötig. Aber das hat sich noch nicht so allgemein herumgesprochen.
Für die Japaner ist offene Erde grundsätzlich was SCHMUTZIGES und wird daher für die Präsentation auf Ausstellungen oder im Tokonoma mit Moos abgedeckt.
In ihren Gärten stehen jedoch unzählige Bäume ohne Moos, es sei denn, es entwickelt sich von selbst.

Wer viele Bäume im Garten stehen hat, weiß, wie schwierig es ist, an das richtige Moos (vor allem in der erforderlichen Menge) zu kommen. :?
Außerdem ist eine zu kräftig entwickelte Moosschicht nicht gerade optimal für ein entsprechendes & optimales Gießverhalten.
Und die Amseln werden total *deppert*, wenn Moos auf der Erdoberfläche liegt. - Wer kennt dieses Problem nicht ...... :roll:
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Heute, 11. März 2007

Der Aufwand hat sich wohl gelohnt.

Das Bild werde ich neben anderen zum Wettbewerb "Europa gegen Amerika" einsenden. Welches von den beiden? Dabei dürft Ihr mir helfen.

Beides sind Originalbilder mit Originalfarben. Bloss die Blende und der Weissabgleich waren leicht verschieden.
Dateianhänge
Dsc_0737v.jpg
Dsc_0737v.jpg (69.04 KiB) 2299 mal betrachtet
Dsc_0736v.jpg
Dsc_0736v.jpg (68.25 KiB) 2301 mal betrachtet
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mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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schmieda
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Beitrag von schmieda »

Hallo Walter

Ein Traum von einem Baum, der mich immer wieder begeistert.

Zu deinen Bildern... ich würde das 2. nehmen, das erste hat einen leichten Gelbstich. Auch ist das 2. Kontrastreicher. (Eventuell würde ich versuchen etwas mehr Helligkeit ins Bild zu bekommen. Einfach mal mit ner Gradiationskurve (ganz ganz leicht) drüber gehen.)
Gruß
Frank :)

++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++
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San Feng
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Beitrag von San Feng »

Hi,

erst mal: Klasse Baum, ich bin auch einer von denen, die immer wieder staunen müssen, was du schaffst, Walter!!!

Ich finde ebenfalls wie Frank, dass Bild 2 besser ist als das erste, allerdings wirkt es auch auf mich etwas zu dunkel

Rainer

wollte eigentlich ein verändertes bild anhängen aber leider zu groß :cry:
mfg
Zhang San Feng
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

So will ich dann das Originalbild abschicken.
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Beitrag von Herbi »

Die richtige Wahl !

Sieht gewaltig aus. Châpeau...............

Gruss Herbi
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