Bei meinem Ahorn sterben die Äste ab.

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
Benutzeravatar
krauter
Beiträge: 79
Registriert: 19.05.2005, 21:04
Wohnort: Ruhrpott

Bei meinem Ahorn sterben die Äste ab.

Beitrag von krauter »

Ich habe einen sohin Bonsai (Ahorn) so um die 15 cm der ca. 25-30 Jahre alt ist.
In diesem Frühjahr trieb er willig aus, einseitig etwas stärker.
Da habe ich mir noch nicht so die Gedanken gemacht das es etwas schlimmes sein könnte.
Habe ihn dan in neues Substrat gepflanzt und die Wurzeln kaum beschnitten.
Nun ca 1 Woche später wird ca die Hälfte des Baumes welk,
genau die seite die schon beim Austrieb etwas schwächelte. Die
Rinde wird langsam Schwarz und alle Äste die an den drei Hauptästen sitzen ebenso und trocknen aus. Ich könnte heulen :? der Baum hatt jetzt schon sein Gesicht verlohren und scheint nun ganz zu sterben, obwohl die
andere Hälfte noch ganz Fitt ausschaut und noch keine Anzeichen von dunkelwerdender Rinde und trockenen Ästen hatt.
Ist es ein Pilz oder war das umtopfen in neues substrat verkehrt?!
Bitte um Hilfe!
Gruss aus Essen, Tim
goldenman
Beiträge: 151
Registriert: 09.03.2006, 23:06
Wohnort: Brühl bei Köln

Beitrag von goldenman »

Waschenlic hBeides aber ein Bild solte die :o Experten :o anregen sich genau damit auseinander zu setzen. Hoffe ich zumindest für Dich.
Die Gläubigen sind selten Denker und die Denker selten gläubig.
(Hans Daiber)

liebe Grüße Merlin
Benutzeravatar
krauter
Beiträge: 79
Registriert: 19.05.2005, 21:04
Wohnort: Ruhrpott

Beitrag von krauter »

So nun mal ein Bild zu meinem Ahorn.
Wie man sieht sind die Äste richtig braun-schwarz geworden im gegensatz zu den noch Laubtragenden.

Guss aus Essen, Tim
Dateianhänge
P1020801.JPG
P1020801.JPG (62.19 KiB) 8127 mal betrachtet
Benutzeravatar
BonsaiFreak
Beiträge: 433
Registriert: 10.09.2006, 19:07
Wohnort: Kreis RE

Beitrag von BonsaiFreak »

ich will mich nicht festlegen und hoffe dass ich falsch liege, aber sterben von Ästen neben gesunden, schwarze Färbung der Rinde.. Sieht mir mach der Verticillium-Welke aus.
Wenn es denn so ist ist der Baum so gut wie tot und sollte verbrannt werden, sonst hilft da nahezu nichts..
Ich hoffe wirklich ich liege falsch *pray*

Es könnte natürlich auch einfach ein Pflegefehler sein, wenn man den Baum z.B. lange nicht überarbeitet, dann ist die Kräfteverteilung nicht mehr ausgewogen.
Viele Grüße,
Fabian
Benutzeravatar
aleXander
Beiträge: 1172
Registriert: 05.03.2006, 12:09
Wohnort: Dortmund

Beitrag von aleXander »

Ich vermute, das es ein Pilz ist. Dieser sind öfters bei importierten Ahornen vertreten. (Ich will mich aber ebenfalls nicht festlegen, sondern hoffe auch auf antworten von den erfahrenen Leuten).
Alexander Junior AK Dortmund
BFF-Treffen 2008 -> Jetzt gehts ans eingemachte!
Benutzeravatar
zopf
Mentor
Beiträge: 7070
Registriert: 19.05.2005, 14:18
Wohnort: Bergisches Land

Beitrag von zopf »

Hallo Tim
Es könnte Verticilium sein.
mfG Dieter
Benutzeravatar
krauter
Beiträge: 79
Registriert: 19.05.2005, 21:04
Wohnort: Ruhrpott

Beitrag von krauter »

Nun noch ein bzw. das Bild des grauens :cry: !
Weis garnicht auch wen er überlebt wie ich diesem Baum jehmals ein neues Gesicht geben kann.
Es ist echt zum heulen und so st mir auch zumute wen ich ihn mir anschaue!

@BonsaiFreak: Danke für deine Antwort.
Ich habe den Baum in den letzten Jahren nur in Form gehalten sprich gezupft und in maßen gedünngt.
Überwintert hatt er im Kellerschacht wo es recht dunkel war aber ohne laub spielt das meineswissens keine Rolle. Nach den letzten kalten nächten raus in den Garten wo er auch keinen Frost mehr mitbekommen hatt.

Bitte um weitere Tipps!

Gruss Tim
Dateianhänge
P1020799.JPG
P1020799.JPG (61.47 KiB) 8095 mal betrachtet
Benutzeravatar
zopf
Mentor
Beiträge: 7070
Registriert: 19.05.2005, 14:18
Wohnort: Bergisches Land

Beitrag von zopf »

Hallo Tim
Wenn Du den rechten Stamm abschneidest,
wirst Du höchstwahrscheinlich den Pilz im Stamm finden.
Rette Stein und Schale, desinfiziere das Werkzeug und
entsorge Baum und Substrat in die Mülltonne.
Tut mir leid
Dieter
Benutzeravatar
krauter
Beiträge: 79
Registriert: 19.05.2005, 21:04
Wohnort: Ruhrpott

Beitrag von krauter »

Wie ansteckend ist Verticilium? Wenn es es den ist?!
Meine anderen Bäume stehen in direkter Nachbarschaft.
Und wie fängt man sich soetwas ein?!

Gruss Tim
Benutzeravatar
zopf
Mentor
Beiträge: 7070
Registriert: 19.05.2005, 14:18
Wohnort: Bergisches Land

Beitrag von zopf »

Hallo Tim
Wenn meine Informationen stimmen,
dürfte jeder Fächerahorn infiziert sein.
Erst wenn die Abwehrkraft des Baumes abnimmt,
gewinnt der Pilz die Oberhand und der Baum stirbt.
Eine Infektion wird wohl über das Erdreich und
das Werkzeug stattfinden. Eine Verbreitung durch
die Luft ist mir nicht bekannt.
Allerdings kann ich nicht mit Sicherheit behaupten,
das die obige Information stimmt.
Was ich Dir allerdings mit Sicherheit sagen kann,
ist die Tatsache das jeder Baum mit zig Krankheiten
regelmässig infiziert wird. Durch Unsere Pflege können
wir allerdings das Ausbrechen einer Krankheit verhindern.
mfG Dieter
bite85
BFF-Autor
Beiträge: 1015
Registriert: 07.10.2005, 02:16
Wohnort: Lemförde

Beitrag von bite85 »

Hallo Tim

Obwohl ich mich Dieter's Meinung anschließe, trotzdem noch eine Frage.
Habe ihn dan in neues Substrat gepflanzt und die Wurzeln kaum beschnitten
In welchem Substrat stand er denn vorher? Akadama pur vielleicht? Und in welchem Substrat steht er jetzt?

Nette Grüße
Martin
Benutzeravatar
krauter
Beiträge: 79
Registriert: 19.05.2005, 21:04
Wohnort: Ruhrpott

Beitrag von krauter »

Morgen Bite,
ja er stand in feinem Akadeama.
Und in reihnes feines Akadama habe ich ihn auch wieder gesetzt.
Gruss Tim
bite85
BFF-Autor
Beiträge: 1015
Registriert: 07.10.2005, 02:16
Wohnort: Lemförde

Beitrag von bite85 »

Hallo Tim

Altes Akadama im Wurzelballen ist so eine Sache!
In dem sicherlich verdichteten Wurzelballen könnte sich Fäulnis gebildet haben, und zwar nur an einer Seite.

Nette Grüße
Martin
Benutzeravatar
zopf
Mentor
Beiträge: 7070
Registriert: 19.05.2005, 14:18
Wohnort: Bergisches Land

Beitrag von zopf »

Hallo
Ich setzt meine Pflänzchen schon seit vielen Jahren
in Akadama. Eine Buche in einer flachen Schale hat ein
Wurzelproblem durch zu feuchtes Substrat unter dem Stamm
bekommen. Dies war das einzige Problem was ich bis jetzt
bei Akadama hatte.
Allerdings benutze ich nur hartes Akadama und keine
feinen Körner. Bei Laubbäumen wasche ich immer den kompletten
Wurzelballen aus und entferne das ganze Substrat.
Ich folge damit den Ratschlägen meines ersten Lehrers.
Seinen Ausführungen zufolge ist jede Erde, jedes Substrat
mit Nematoden "verseucht". Diese kleinen Biester, die nicht
wirksam zu bekämpfen sind verursachen Mikroverletzungen
im Feinwurzelbereich. Dadurch sind Freund und Feind
alle Tore geöffnet und Pilze wie Verticilium, Fusarium, Phytophtera
haben leichteres Spiel. Durch das regelmässige Auswaschen
der Wurzeln wird der Befall mit Nematoden reduziert.
Ihr müsst Euch von dem Gedanken befreien, das Gesundheit
die Abwesenheit von Krankheitserregern heisst.
Der Boden, die Luft, alles was uns umgibt ist voller
Leben, Freunde wie Feinde. Die Kraft des Abwehrsystems
entscheidet ob eine Krankheit ausbricht oder nícht.
Egal ob Mensch, Tier oder Pflanze immer das selbe Spiel.
Wir können unterstützen (Anorganische Substrate, organischer Dünger,
Durchlaufsubstrate, Blattschnitt nur wenn nötig, usw)
Es ist durchaus machbar auch über einen langen Zeitraum
einen lebendigen Baum in einer Schale zu halten,
allerdings ist die Pflege Unserer kleinen Freunde
manchmal nicht so einfach.
mfG Dieter
Benutzeravatar
krauter
Beiträge: 79
Registriert: 19.05.2005, 21:04
Wohnort: Ruhrpott

Beitrag von krauter »

Bei dem Umpflanzen habe ich es ähnlich gemacht wie es mal
der Walter in einem Post hier beschrieb hatt, wo er den Wurzelballen einfach mit einer Tiegersäge halbiert und den rest mit frischem Substrat aufgefüllt.
Ich habe von aussen einen Rundung die ca ein knappes drittel des Wurzelballes betrug abgeschnitten (baum steht in einer runden Schale)

Den einen Haubtast habe ich schweren Herzens entfernt. In ihm war
ein Teil recht schwarz, wird wohl der Pilz gewesen sein.
Der Baum steht jetzt weit ab der anderen und das Wergzeug desinfiziert.

Gruss aus Essen, Tim
Antworten