*Fleischfresser*

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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Aber geh, Mihl. :oops:

:wink:

Freut mich, wenn dir die Bilder gefallen! :D
Hoffi
Beiträge: 16
Registriert: 12.03.2007, 23:20

Beitrag von Hoffi »

Weil ich das Thema gerade sehe und selbst mit dem Gedanken spiele, diese beiden Hobbies zu verbinden:
Schön, dass es noch andere Leute gibt, die auf die gleiche Idee gekommen sind. Was die Kultivierung von Karnivoren angeht so kann man es bei den meisten Arten auf folgende wenige Punkte reduzieren:
Sehr viel Sonne
Sehr viel REGEN- oder sonstiges kalkfreies Wasser (Die Dinger sind durch die Bank äußerst empfindlich gegen Kalk)
Nur in Torf und Quarzsand
Keinerlei Dünger

Zum Bewässern würde ich immer den Anstau empfehlen: Untersetzer im Sommer immer dann wieder mit Wasser füllen, wenn er trocken ist. Das verhindert bei mir auch recht gut die Bildung von Wurzelfäule. Im Winter etwas länger warten mit dem Befüllen. Wichtig ist: Niemals austrocknen lassen. An die meisten anderen anderen Dinge wie Luftfeuchtigkeit o.ä. gewöhnen sie sich recht schnell. Einige der Pflanzen sind sogar winterhart bzw. können es bei genügender Abhärtung werden.
Was die Sache mit den Trauermücken angeht: Die sind bei mir eher mehr als weniger geworden. Wohl dadurch, dass die Pflanzen alle sehr feucht gehalten werden müssen. Sind aber meiner Erfahrung nach eher nervig als schädlich.

Düngen, Beschneiden o.ä. Aufgaben wie man sie vom Bonsai her kennt entfallen eigentlich völlig.

Die einzige Pflanze, die man häufig im Baumarkt finden, und die etwas anders zu behandeln ist sind die Kannenpflanzen oder auch Nepenthes (@Wolfgang: Was du da hast ist eine Schlauchpflanze): http://www.drosophyllum.com/Bilder/Gent_nep_x5.jpg
(ich hoffe, Links auf Bilder sind erlaubt :roll: )
Diese braucht zwar auch viel Licht, mag aber keine direkte Sonne. Des weiteren reagiert sie empfindlich auf nasse Füße. Außerdem mag sie ein luftiges Substrat (d.h. einfach den Torf vorher sieben)

Damit ist die Kultivierung der meisten Arten, die man so im Baumarkt bekommt eigentlich erklärt.
Eine sehr gute weiterführende Seite zum Thema ist http://www.drosophyllum.com/

Sehr schöne Kandidaten für Beisteller finde ich sind auch Pinguicula (Fettkraut mit fast Orchideen-ähnlichen Blüten) und Drosera (Sonnentau). Dionaea (Venus Fliegenfalle) ist vermutlich etwas zu spektakulär für einen Bonsai-Beisteller aber auf jeden Fall mal einen Versuch wert. Schlauchpflanzen (Sarracenia) sind wohl auf dauer auch eher weniger als Beisteller geeignet, da sie bei richtiger Haltung mit der Zeit bis zu 1m hohe Schläuche bilden. Leider bin ich aus Ermangelung geeigneter Schalen noch nicht dazu gekommen, einige meiner Karnivoren in Beisteller zu verwandeln. Das werde ich aber wohl bald mal in Angriff nehmen.
Ein Problem das ich generell noch sehe ist, dass zumindest Terracotta-Töpfe als Pflanzgefäße sehr ungeeignet sind, da diese das Wasser aus dem Unterteller aufsaugen und sich deshalb sehr schnell Algen und anderes Zeugs auf ihnen bildet. Wie das mit lasierten Tongefäßen ist habe ich leider noch nicht ausprobiert.

Sehr Interessant finde ich auch die grundlegend unterschiedliche Philosophie der beiden Hobbies: Bei Karnivoren und deren "Halter" findet man sehr oft die Einstellung: Ja nicht zuviel machen! Die Pflanzen können selber auf sich acht geben und wenn da mal ein braunes/schwarzes Blatt dran hängt, oder irgendetwas wuchert dann ist das nur natürlich und muss/darf nicht entfernt werden. Bei Bonsais ist's wohl genau anders rum.

Vielleicht sind nun ja ein noch mehr Leute auf diese ungewöhnlichen Akzentpflanzen aufmerksam geworden. Ich werde auf jeden Fall versuchen, mal ein paar Fotos reinzustellen, wenn's Interesse daran gibt.

mfg
Sebastian
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