nach jeder Benutzung wird mein Werkzeug grob gereinigt, d.h. was sichtbar schmutzig ist, abgewischt.
Im Winter mache ich meist einmal eine größere Werkzeug-Pflegeaktion. Da benutze ich Ballistol-Öl zum Reinigen und Pflegen.
Mit einem feinen Abziehstein werden Flecken und Harzablagerungen an den Schneiden von Scheren und Zangen vorsichtig abgerieben.
Mit dem gleichen Stein schärfe ich stumpfe und schartige Schneiden.
Einige meiner Werkzeuge habe ich schon über 20 Jahre und sie sind trotz reichlicher Benutzung noch immer tadellos intakt.
Oft wird auch empfohlen, die Werkzeuge nach jeder Benutzung zu desinfizieren, aber damit bin ich all die Jahre recht nachlässig gewesen und habe trotzdem keine Krankheiten von Baum zu Baum übertragen - vielleicht pures Glück.
Wichtig ist natürlich, das Werkzeug sicher und trocken zu lagern. Eine im Garten über Nacht vergessene Schere setzt schon Rost an und wenn eine herunterfällt, kann schon eine Spitze abbrechen oder ein Griff verbiegen.
Viele Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
ich habe gehört, die schwarzen Bonsai-Werkzeuge lassen sich gut schleifen, können dafür aber auch rosten. Die aus Edelmetall, die glänzenden, lassen sich nicht schleifen rosten dafür aber auch nicht.
Stimmt das?
"Far better to be on the ground wishing you were in the air
Than to be in the air wishing you were on the ground."
Heike_vG hat geschrieben:
Oft wird auch empfohlen, die Werkzeuge nach jeder Benutzung zu desinfizieren, aber damit bin ich all die Jahre recht nachlässig gewesen und habe trotzdem keine Krankheiten von Baum zu Baum übertragen - vielleicht pures Glück.
Heike
Heike, das war sicher nicht pures Glück, warum sollte man Krankheiten beim Schnitt übertragen, die sich selber durch Sporen etc. auf einer anderen Pflanze ablegen können.
Zudem sind die meisten (ernstzunehmenden) Krankheiten wirtspezifisch, denen "schmeckt" nicht alles. Ich habe noch nie ein Werkzeug desinfiziert und ich habe schon einige kranke Pflanzen geschnitten.....
Überigens, ich pflege mein Werkzeug gar nicht, naja gut, den groben Schmutz.... ist vielleicht eine schlechte Angewohnheit...
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
Ich würde mal behaupten, dass ein Ölfilm nicht die ideale Lebensgrundlage für Keime darstellt. Aber das weiß der Biologe hier sicher besser als ein Maschinenbauer....dafür würde ich DRINGENST davon abraten Werkzeuge regelmässig abzukochen. Je heißer das Wasser, desto besser dringt es in die feinsten Ritzen am Gelenk und gerade dort kann am schlechtesten abgetrocknet werden. Keine gute Idee.
Das beste Preis-Leistungsverhältnis aller Sprühöle bietet WD40, das mittlerweile regelmässig sogar bei Discountern angeboten wird. Wichtig ist vor allem, dass es sich um ein säurefreies Öl handelt, weil auch Ölsäuren den Stahl angreifen können. Pflanzliche Öle sollten somit nicht verwendet werden.
Frankie667 hat geschrieben:....dafür würde ich DRINGENST davon abraten Werkzeuge regelmässig abzukochen. Je heißer das Wasser, desto besser dringt es in die feinsten Ritzen am Gelenk.
außerdem besteht die gefahr, dass das werkzeug einläuft und man dann mit den fingern nicht mehr durch die scherenaugen kommt.
Frankie667 hat geschrieben:dafür würde ich DRINGENST davon abraten Werkzeuge regelmässig abzukochen. Je heißer das Wasser, desto besser dringt es in die feinsten Ritzen am Gelenk und gerade dort kann am schlechtesten abgetrocknet werden. Keine gute Idee.
hm, daran habe ich gar nie gedacht sondern es eher chirurgisch gehalten... meine frau ist chirurgin...
also leute ,
wenn ich ein metall abkoche, dann wird dieses metall mit großer wahrscheinlichkeit seeeeeeehr heiß. wenn ich es dann (vorsichtig) aus dem wasser nehme, wird das dann noch anhaftende wasser mit ebenso großer wahrscheinlichkeit sehr schnell auf dem immer noch seeeehr heißen metall verdampfen. so what?
der einzige nachteil sind evtl. chlor- und kalkablagerungen im gelenkbereich des werkzeugs.
Bei "normalem" Werkzeug bitte kein Wasser. Ich glaube nicht, dass es im Gelenk des Werkzeugs genug trocknet, nur weil es noch kurz heiß/warm ist.
Also säubern und ab und zu mit (säurefreiem) Öl "verwöhnen".
Bei Edelstahlwerkzeug ist Wasser kein Problem, da könnt ihr in ruhe Kochen.
Gruß
Frank
++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++
macht doch einfach einen versuch und berichtet dann über euere erfahrungen. dann kann man sich einleitungen wie: "ich glaube, ich denke, ich vermute usw.," zukünftig sparen.
p.s. das getriebe oder den motor meines wagens würde ich natürlich niemals mit kochendem wasser durchspülen...
hab ich ja, acrobat, ich lege mein werkzeug seit einiger zeit ab un an in kochendes wasser und ich habe bisher keine negativen erfahrungen gemacht. vielleicht kommen die ja noch... und sei mal nicht so sturr, wir geben alle möglichst unsere erfahrungen weiter, der eine hat die gemacht, der andere wiederum eine andere.
Danke für eure viel Tipps. Dann hab ich ja bisher alles richtig gemacht.. ans Schärfen hab ich mich allerdings noch nicht gewagt. Kann man da sehr viel falsch machen? Ich werd auf jeden Fall erstmal vorsichtig an der billigsten Schere üben.
Lieben Gruß
Martina
Gesetze sind dazu da, die Dummheit der Leute zu korrigieren.
greenhussy - der Winkel ist der Punkt. Faustregel: Je spitzer der Winkel, umso schärfer die Schneide. Regel 2: Je schärfer die Schneide, umso empfindlicher. Also: Eine Drahtzange kriegt einen stumpferen Winkel als eine Holzschneidezange. Weil sie nicht so scharf sein muss, aber belastbar.
Ich habe eine Weile selber rumgeschliffen. Jetzt gebe ich das einem guten Messerschmied zusammen mit Scheren, Küchenmessern etc. Man muss nicht alles selbermachen.