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christophII
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Beitrag von christophII »

Hallo Dieter
Ich muss doch nochmals bestärken, dass ich jetzt nicht der Anwalt der genmodifizierten Pflanze sein will. Ich stehe auch eher Kritisch dem gegenüber.

Was mir bei solchen Diskussionen früher oder später aufstösst ist, erstens die Verallgemeinerung und dass viele Schlüsse ziehen ohne genau zu wissen und dasselbe der Wissenschaft vorwerfen. Ich mache jezt schon eine Zeit " Wissenschaft" hauptsächli im Virus/Gen-therapy Bereich, ich weiss längst nicht alles, aber ich kann gewisse Fakten kritisch betrachten.

Ich will auch nicht für Gentech missionieren, auch will ich keine Grundsatzdiskussion führen, weil diese zu nichts führen
Man kann dafür oder dagegen sein, ist in Ordnung, aber eine solche Diskussion sollte ohne Emotionen geführt werden, den es geht um Wissenschaft und die ist im Grunde emotionslos.

Ich verstehe, dass dieses Gebiet auch Ängste auslöst, sicher auch aus einer Unwissenheit, oder falschen Vorstellungen, auch teilweise zurecht. Aber eben weil die ganze Biologie sehr komplex ist, kann man nicht jedes Argument verstehen.

Wenn wir Viren modifizieren z.B. muss der Virus zwangsläufig schon recht bekannt sein. Wenn Viren zu therapeutischen Zwecken modifiziert werden, werden "sicherheits-tools" eingebaut, ähnlich wie Sollbruchstellen. Man kann durch das ganze Wissen auch sehr gut abschätzen, wie sich so ein Virus verhält.
zopf hat geschrieben:Hallo Christoph
Ein "Wackelpunkt" bei der Verwendung gentechnischer Spielereien
ist die Überprüfung im Langzeitbereich.
Ein Überprüfungszeitraum von 20 Jahren (nicht der Realität entsprechend)
kann nicht annähernd den Grossteil der möglichen
Wechsel- und Nebenwirkungen nachvollziehen.

mfG Dieter
Ja, ist sicher so, aber dieses Argument gilt für fast alle neueren Forschungsergebnisse aus Chemie, Pharma, Biologie, Wirtschaftsforschung usw. Ich meine es gibt kein System ( das lebt und Veränderungen ausgesetzt ist), wo man mit 100%iger Sicherheit voraussagen kann, was in 20 Jahren sein wird. Aber man kann durch rückwirkende Betrachtung einen Schluss auf das vorraussichtliche Verhalten ziehen.

So kann man auch das Verhalten oder Stabilität von Genen, auch von ihrem Konservierungsgrad (ein Gen hat sich evolutionär kaum verändert, vom z.B Bakterium bis zum Menschen) ableiten.
Dass ein Einfluss in ein Ökosystem, mit all den Vernetzungen schwieriger zu erfassen ist, bezweifle ich auch nicht. Aber es gibt Wahrscheinlichkeiten, dass etwas passiert oder nicht.
Sollte die Forschung auch nur sehr kleine Fortschritte im Erfassen
von Zusammenhängen machen, könnten die Tests der
Vergangenheit an Aussagekraft verlieren.
Das stimmt sicher, keine Frage, aber kann man diese Aussage wirklich als Argument gegen eine Technologie, oder überspitzt gesagt "Fortschritt" benutzen? Forschung und Entwicklung zeichnet sich doch gerade auch dadurch aus, dass man sich an der Vergangenheit orientiert, in der Gegenwart Schlüsse zieht, ob bestärkende oder entwertende und abschätzt, nach geltenden Regeln der Wissenschft, der Ethik und der Moral, ob man es in Zukunft benutzen kann. Auch die Wissenschaft hat im Moment Tabus, man hat Forschungsgebiete, die aus ethischen und moralischen Gründen nicht erschlossen werden dürfen.

Die Menschheit (Natur) entwickelt sich doch immer weiter, das liegt in der Natur (des Menschen). Es gäbe viel weniger Krebs oder andere altersbedingte Krankheiten, wenn wir nicht solche medizinischen, verhaltens oder Hygiene Fortschritte gemacht hätten, dass unser Durchschnittsalter auf 70-80 gestiegen ist... noch vor hundert Jahren, wären wir noch so um die 45-50 geworden, da "gab" es gewisse Krebsarten noch gar nicht. Muss man also diese Entwicklung als grundsätzlich schlecht anschauen?

Gruss

Christoph
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Christoph
Forscher wie Pasteur und Fleming haben die Grundlagen
für eine "bessere" Welt erforscht.
Unsere Unkenntnis der Vergangenheit lässt Sie in hellem
Glanz erscheinen, obwohl Ihr Schaffen wohl genauso
Licht und Schatten aufweisen wie das eines von Braun.
Endlose Argumentationsketten aufzubauen ermüden nur,
schwarz und weiss sind Definitionen der Phsyk und nicht
in der Realität wahrzunehmen.
Um es verständlicher auszudrücken ein kurzer Ausflug
in das Co2/Klima-Thema.
Ich fahre jeden Tag 120km zur Arbeit und zurück.
Von 1000 Autofahrern die mit auf der Straße sind,
gehören 990 in den Kindergarten.
Von den 990 sind 330 die gegen die Klimaveränderung wettern.
Von den 330 sind 5 Leute die sich zu diesem Thema hier geäussert haben.
Am Individualverkehr, an weiten Berufswegen usw können wir
nichts ändern. Wir können nur lernen damit umzugehen.
Aber wenn es dann darauf ankommt vorrausschauend
und sozial zu fahren, kommt unser kleines widerwärtiges Ich
zu Vorschein und drängelt.
Wenn wir keine gentechnisch veränderten Lebensmittel wollen,
dann kaufen wir Sie eben nicht.
Wenn wir keine schwarzen Rosen wollen,
dann kaufen wir Sie eben nicht.
Wenn wir Medikament aus der Gentechnik benötigen,
müssen wir im Gegenzug auch die Risiken tragen.
Wir, dieses kleine Gewimmel auf den Strassen,
entscheiden langfristig darüber wo es langgeht.
Wenn wir bereit sind den individuellen Tod zu akzeptieren,
wenn wir bereit sind Milliarden hungern zu lasssen
kurzum wenn wir uns der Tragweite unserer Wünsche,
unserer Bedürfnisse bewusst sind und die
daraus resultierenden Konsequenzen verinnerlicht haben,
dann und nur dann können wir auf Fortschritt, den Raubbau
an der Natur und dem was uns sonst Ärgernisse verursacht
verzichten.
So in der Richtung Respekt, Konsequenz, Bescheidenheit,
Verantwortungsbewustsein usw
(entschuldigt die altmodischen Worte, stehen im Zweiffelsfall in Wiki)
mfG Dieter
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flu
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Beitrag von flu »

Zim hat geschrieben:aus dieser perspektive habe ich es noch nie betrachtet, allerdings muss ich doch nachlegen, verzeih mir.... :lol:
nehmen wir mal..ka...den gemeinen affen an sich, der hat lange arme um sich besser an den Bäumen festhalten zu können (blödes beispiel ist mir klar).
Ein mensch ist nicht an den lebensraum wald angepasst, also holzt er ihn ab udn baut sich ein haus hin, verändert also seine umwelt um dort leben zu können.
Da du biologie studiert hast fürchte ich das ich über kurz oder lang den kürzeren ziehen werde, aber eienes versuches wollte ich mich nicht erwehren.... :wink:
Der Mensch baut Häuser, der Affe pflanzt Wälder.
Der Affe sorgt für den Erhalt seines Lebensraumes Wald, indem er die Früchte der Bäume frisst und die Samen zusammen mit einer ordentlichen Potion Dünger auf dem Waldboden absetzt. Viele Samen brauchen sogar diese Magen-Darm-Passage.
Ergo: auch der Affe verändert seinen Lebensraum.
BildBildBild
Zim
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Beitrag von Zim »

aber nicht willentlich....
Ich lass nicht locker..... :lol:
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flu
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Beitrag von flu »

Ob willentlich oder nicht, das war doch garnicht die Frage.
Was der Naturwissenschaft zum Thema "freier Wille" einfällt, das kannst du u.a. hier lesen.
BildBildBild
Zim
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Beitrag von Zim »

okay okay ich geb ja schon auf.... :wink:
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