Interessante Wurzelhilfe

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michael hohner
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Beitrag von michael hohner »

hallo literator,
hallo zusammen !!

mensch, das macht mich ganz neidisch !!!
glückwunsch !!

na, das scheint ja irgendwie zu klappen ...... wenn auch die theorie da nicht ganz eindeutig ist, zeigt die praxis, dass es irgendwie geht ... ;-)

bin schon gespannt, wie sich die wurzeln über dem zweiten "teller" entwickeln ...
wenn der obere teller etwas stabiler gewesen wäre oder du vielleicht erst im nächsten frühjahr nachgesehen hättest .... könnte das eine "abschnürung" geben, die so schnell nicht mehr verwachsen würde, aber dann würden sich vermutlich über dem ersten teller zusätzliche wurzeln bilden ........ (so war es ja vielleicht auch im text gemeint ??)

tja und zum ginala: wachsen kann er !!!, aber er neigt auch zur "knubbel"-bildung im unteren stammbereich, da werden die einzelstämme bestimmt gut verwachsen
gruss micha

"damit das mögliche entsteht muss immer wieder das unmögliche versucht werden" hermann hesse
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Stefan K.
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Beitrag von Stefan K. »

Ich verstehe es nicht ganz.

Jetzt wo der obere Teller seine Wirkung zeigt, und das einsetzt was eigentlich
gewünscht wird, da entfernst du ihn ?


Und wozu der untere Teller ?

Nur mal kurz wie ich das ganze verstanden habe:

5 junge Bäumchen durch das Loch fädeln
und wachsen lassen hast du gemacht

Bäume verwachsen miteinander ist passiert

Verdickung und Wurzelbildung oberhalb des Loches hat angefangen
ist doch gut.

Und jetzt entfernst du diese Platte ????

sollten nicht oberhalb der Platte genugend Wurzeln entstehen, um dann später unterhalb der oberen Platte alles abzuschneiden ?
Nur wozu dann die untere Platte ?


Oder hab ich da etwas komplett missverstanden ?
Ich hab Spass !
grüsse stefan
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edo B
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Beitrag von edo B »

Das ist genau mein Problem gewesen: Ich habe Peter Adams so verstanden, dass sich die Wurzeln zwischen den beiden Tellern entwickeln sollen. Sein Beispiel beruht allerdings auf einem Stamm. Ich habe den oberen Teller nun deshalb entfernt, weil mein Ziel des Zusammenwachsens der fünf Stämme sich in relativ kurzer Zeit vollzogen hat. Jetzt können die fünf Stämme oberhalb der unteren Platte in Ruhe eine Wurzelplatte bilden.

Ich gebe zu: Das nächste Frühjahr zum Entfernen der unteren Platte ist ggf. zu früh (wenn ich mich entsinne, spricht Adams von 3-4 Jahren), aber diesen Zeitpunkt kann ich ja noch verschieben.

Wichtig war jetzt erstmal, daß die fünf Stämme zusammengewachsen sind. Wäre das Mittelloch größer gewesen, wäre die Platte auch noch dringeblieben. Da sie aber eh schon gesprengt war, hat sie doch eigentlich ihren Zweck erfüllt, oder? Ehrlich gesagt: Ich habe nicht damit gerechnet, daß die Stämme so schnell so zulegen. (Die nächste Platte - geplant für Rotbuchen oder Eichen) bekommt ein größeres Loch und wird auch durchgebrannt.)

Literator
Hoffi
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Beitrag von Hoffi »

Auch wenn ich wohl eher der absolute Noob bin:
Wenn ich mir die Methode richtig erlesen habe, dann genügt doch eigentlich der obere Teller vollauf.
Wie schon beschrieben: Sobald das Loch zu klein wird, verwachsen die Stämme, überwallen das Loch und es tritt ein ähnlicher Effekt wie beim Abmoosen auf. D.h. es bilden sich über dem Teller neue Wurzeln die dann im Prinzip genauso wachsen wie sie auf dem Unteren Teller wachsen würden. Die Löcher auf den unteren Teller kann ich mir lediglich zur Stabilisierung durch das hindurchfädeln bereits vorhandener Wurzeln vorstellen. Ansonsten machen die IMHO nicht viel Sinn.
Im Prinzip hättest du also vermutlich ein schnelleres und vielleicht auch besseres Ergebnis (da ohne Verdickung des Stamms an der Stelle des oberen Tellers und zudem feiner Wurzelbildung am oberen Rand) mit weniger Arbeit erzielen können, indem du einfach nur den Oberen Teller verwendet hättest und diesen länger an Ort und Stelle gelassen hättest, oder? Die ursprünglichen Wurzeln unter dem Teller könnten nach Bildung ausreichender Wurzeln über dem Teller einfach entfernt werden.
Im übrigen kann ich mich auch erinnern, dass in dem Buch aus dem ich diese Infos habe auch die Möglichkeit beschrieben wird, aus so einem Mehrfachstamm wie du ihn hast einen einzelnen Stamm mit einem um so größeren Wurzelansatz zu formen.

mfg
Hoffi
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Stefan K.
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Beitrag von Stefan K. »

Hoffi hat geschrieben: Wenn ich mir die Methode richtig erlesen habe, dann genügt doch eigentlich der obere Teller vollauf.
Wie schon beschrieben: Sobald das Loch zu klein wird, verwachsen die Stämme, überwallen das Loch und es tritt ein ähnlicher Effekt wie beim Abmoosen auf. D.h. es bilden sich über dem Teller neue Wurzeln

So hätte ich das auch verstanden
Ich hab Spass !
grüsse stefan
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navi
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Beitrag von navi »

Im Buch "Vom Grundkurs zum Meister" von Horst Stahl wird eine ähnliche Methode beschrieben. Der Unterschied dabei ist das er Holz genommen hat und es keinen unteren Teller gibt.

Warum es so angewendet wurde, würde mich interessieren. Weil einen Sinn außer zur Fixierung kann ich mir nich vorstellen,

lg
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der1
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Beitrag von der1 »

Aaah ja,

dank deines berichts, Literator, habe ich das Ganze nun verstanden. Geklärt hatten wir ja bereits, dass der untere Teller keinen Sinn macht, weil das Wurzelwachstum oberhalb des Tellers durch die Einschnürung gefördert werden soll. Es ist also ähnlich dem Abmoosen.

Der Grund, warum überhaupt ein Teller genommen wird, liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darin, dass die neu gebildeten Wurzeln horizontal weiterwachsen sollen und nicht nach unten (wo sie sich möglicherweise auch noch mit den alten Wurzeln verflechten).

Sonst könnte man ja auch einfach eine Schlauchschelle aus Metall nehmen.

Was mich auf eine andere Idee bringt: Vielleicht ist es ja sinnvoll, wenn man ein paar Sämlinge zuerst recht eng mit einer Schlauchschelle zusammenbindet, um den Abmooseffekt einzuleiten und das Ganze dann durch einen Teller mit größerem Loch (ein oller Blumentopf dürfte wohl auch gehen) fädelt, wobei die Schlauchschelle natürlich über dem Loch bleibt.

Liebe Grüße

¹
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
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BonsaiFreak
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Beitrag von BonsaiFreak »

Ich habe Adams nie so verstanden, dass 2 Teller benutzt werden sollen..
Der vermeintliche "zweite Teller" ist nur der Fußteil des einen, alles andere ergibt keinen Sinn.
Wie schon gesagt wurde, hat es den Zweck ein schönes Nebari zu gewinnen.
Man nimmt also einen alten Teller, steckt den Baum hindurch und pflanzt das zusammen ein, der Baum moost sich durch das Wachstum quasi selbst ab.
Im 2. Jahr sollen nach Adams die Wurzeln, mithilfe der äußeren Löcher mit Draht fixiert, ausgebreitet werden.

Im 4. Jahr, oder sobald die oberen Wurzeln sich gut entwickelt haben (Anm.: und den Baum am Leben halten können), sollen dann der Teller und das untere, ursprüngliche Wurzelsystem entfernt werden (Teller zerschlagen).
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Viele Grüße,
Fabian
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_momo
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Beitrag von _momo »

Mich würde jetzt nur noch interessieren, wo man das Ganze reinpflanzt: in einen großen Topf oder lieber gleich ins Freiland?
Und wie hoch sollte man das über dem Teller mit Erde bedecken? Theoretisch müssten ja 1-2cm reichen, um auch wirklich einen richtig platten Wurzelteller zu bekommen, oder?
LG Tine
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

der1 hat geschrieben:Geklärt hatten wir ja bereits, dass der untere Teller keinen Sinn macht, weil das Wurzelwachstum oberhalb des Tellers durch die Einschnürung gefördert werden soll. Es ist also ähnlich dem Abmoosen.
Das ist überhaupt nicht geklärt, sondern teilweise noch nicht verstanden worden.

Die Wurzeln, die sich oberhalb des Mittellochs bilden, sollen dann auf dem Teller ausgebreitet und in mehr oder weniger gleichmäßigen Abständen darauf verteilt werden.
Durch die Löcher im Tellerrand werden die Wurzeln angebunden, damit sie dort bleiben, wo man sie hingelegt hat.

Das hat Adams deutlich beschrieben und auch in Skizzen verdeutlicht.

Viele Grüße,

Heike
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edo B
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Beitrag von edo B »

@ BonsaiFreak:
Auch ich hab's inzwischen eingesehen :idea: .
Als ich aber seinerzeit mit dem Teller anfing, war es doch recht diffus.
Insofern habe ich mir mit dem zweiten (unteren) Teller ja nichts verbaut:

Die Fünflinge sind zusammengewachsen und jetzt gilt's, den Wurzelfuß zu entwickeln. Ich kann dann ja die Wurzeln an den Außenrandlöchern im (unteren) Teller befestigen.

Die nächsten Tellerhilfen sehen anders aus, versprochen.

@ momo: Ich habe im meinem Versuch zunächst einen großen Topf genommen, um auch die Wurzeln "im Rahmen" zu halten. Warum sollte es im Freiland nicht auch funktionieren? Ich denke, dann muß nur die Wurzelplatte groß genug sein.

Literator
Zim
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Beitrag von Zim »

ich werde das im nächsten jahr auch nochmal mit goldregen stecklingen und ner holzplatte probieren, leider sind die stecklinge mir dieses jahr nicht angewurzelt, wahrscheinlich war mai einfach zu spät. Dein ergebniss gefällt mir gut, schade das du den teller schon weggenommen hast, das könnte ein richtig geilen wurzelteller geben.
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Wieso, Simon, der untere Teller, auf den es ankommt und den Peter Adams überhaupt nur als Nebari-Gestaltungshilfe beschreibt, ist doch noch drin.

Und der zusätzliche, obere Teller hat in diesem Fall seine Funktion erfüllt, mehrere Stecklinge an der Basis zusammen wachsen zu lassen.

Da gibt es nichts, was "schade" oder sonstwie zu bedauern wäre.

Viele Grüße,

Heike
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michael hohner
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Beitrag von michael hohner »

hallo heike,

.... naja, ganz so is es nicht !!

der untere teller hat in der mitte kein loch, durch den die stämmchen gesteckt wurden ....... also wird das nebari aus den vorhandenen wurzeln der stecklinge gebildet - dank des tellers können diese zwar nicht nach unten wachsen und müssen sich über dem teller ausbreiten ....... und diese wurzeln können auch an den randlöchern des unteren tellers fixiert und ausgerichtet werden .....

aber die eigentlich beabsichtigte anschwellung des nebariansatzes und die bildung neuer wurzeln oberhalb des mittelloches ist so nicht möglich ...
naja, die frage ist natürlich auch, ob sich bei der methode an der stammbasisverdickung so regelmäßig ringsherum auch brav die neuen wurzeln bilden ??

bei der situation wie sie jetzt ist - mehrere stämmchen zusammengewachsen und verwendung der wurzeln der einzelnen stämmchen - wird da auch später jeder stamm von "seiner" wurzel versorgt, oder ergibt es später nach dem "zusammenwachsen" einen baum, der von allen wurzeln versorgt wird ??
gruss micha

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sulrich
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Beitrag von sulrich »

michael hohner hat geschrieben:aber die eigentlich beabsichtigte anschwellung des nebariansatzes und die bildung neuer wurzeln oberhalb des mittelloches ist so nicht möglich ...
Ja, das stimmt wohl - stattdessen gibt's jetzt eine unerwünschte 'Delle', wo der Teller war, die sich aber hoffentlich mit der Zeit wieder auswächst:
Bild
Viele Grüße,
Stefan

Whenever there is any doubt, there is no doubt. - Sam in 'Ronin'
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