Hallo,
ich habe vor 14 Tagen ein japanisches Apfelbäumchen "übernommen". Der Baum sieht leider nicht gesund aus. Die Blätter sind blaß-grün, gehen schon fast in ein gelb-grün. An was mangelt es dem Bäumchen. Ich habe bei gelben Blättern 'mal was von Eisen- oder Sauerstoffmangel gelesen, oder hat die Sorte so eine blasse Färbung?
Ich hatte folgende Infos bekommen: Japanischer Apfelbaum vor 5 Jahren gekauft, das letzte Mal vor 2 Jahren umgetopft, bisher regelmäßig mit Mairol Bonsaidünger gedüngt, überwintert im Freien in einem Gewächshaus, Standort voll sonnig, dieses Jahr wird er keine Früchte tragen, da er im Winterquatier geblüht hat.
Des weiteren befindet sich am Stammansatz eine weiße Kruste, wurde eventuell mit kalkigem Wasser gegossen oder gehört das zum Baum? Sollte das Moos am Stamm entfernt werden?
Was fehlt den meinem Bäumchen, welche Sofortmasnahmen (umtopfen?) können ergriffen werden? Kann der vermeintliche Kalk am Stamm irgendwie entfernt werden?
Falls jemand weiß um was für eine Apfelsorte handelt wäre ich für die Info sehr dankbar.
Ich bedanke mich 'mal für jeden noch so kleinen Tip!
Viele Grüße aus Baden
nargos
Krankes Apfelbäumchen?
Krankes Apfelbäumchen?
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Hallo!!!
Also zur Sorte kann man wohl nur spekulieren,da zur Bestimmung Blüten und Früchte eine nicht unwesentliche Rolle spielen.
Kalkablagerungen zu entfernen ist mitunter nicht ganz unproblematisch,da Zahnbürste mitunter nicht viel bringt.Ich habe mich dann mit "schärferen" Werkzeug vorgewagt,immer so,daß die Borke nicht beschädigt wird.Mit Geduld wird´s schon.
Das Moos habe ich bei all meinen Pflanzen entfernt(auch an der gesamten Oberfläche),da es unschön aussieht wenn es hochwächst und zudem auch Wasser speichert.D.h.,daß es immer feucht am Stamm ist und so zu Fäulnisherden neigt.So hast du auch bessere Möglichkeiten den Feuchtigkeitszustand des Substrats einzuschätzen.
Zum Gesundheitszustand:vor ein paar Jahren hatte ich die selbe Blattfarbe,hat der Pflanze aber nicht geschadet,die Äpfel waren alle prall und knallrot und im Folgejahr waren die Blätter wieder dunkelgrün.An Düngermangel mag ich nicht glauben,schon eher daß das Unterbrechen der Winterruhe der Pflanze Kraft gekostet hat.Braune Blattspitzen und Ränder kann ich nicht erkennen,ist ein gutes Zeichen.
Ich würde also nichts unternehmen,was die Pflanze zusätzlich schwächt,also bloß nichts mit den Wurzeln anstellen,normal weiter giessen und dezent düngen,solange sich der Zustand nicht nachteilig verändert besteht auch kein Handlungsbedarf.
Zur Form.Sollte sich dein Bäumchen bis zum nächsten Frühjahr gesund weiterentwickeln,würde ich zu einem drastischen Rückschnitt raten(Höhe mindestens halbieren,für den Wurzelschnitt gilt das gleiche)da sich eine mittlere Kahlzone gebildet hat,die sich auch nicht mehr schließt.Der obere Kronenbereich wächst sonst dominant weiter während die Verkahlung unten zunimmt.Ein drastischer Rückschnitt lenkt die Wuchskraft in die Stammnahen Bereiche mit genügend Neuaustrieb.Wie man günstig schneidet läßt sich aus der Bonsailiteratur nur spärlich herauslesen,da rate ich zu Büchern über Obstgehölzschnitt.Das läßt sich auch auf kleinere Bäume übertragen.
Ansonsten noch viel Spaß mit dem kleinen!
Also zur Sorte kann man wohl nur spekulieren,da zur Bestimmung Blüten und Früchte eine nicht unwesentliche Rolle spielen.
Kalkablagerungen zu entfernen ist mitunter nicht ganz unproblematisch,da Zahnbürste mitunter nicht viel bringt.Ich habe mich dann mit "schärferen" Werkzeug vorgewagt,immer so,daß die Borke nicht beschädigt wird.Mit Geduld wird´s schon.
Das Moos habe ich bei all meinen Pflanzen entfernt(auch an der gesamten Oberfläche),da es unschön aussieht wenn es hochwächst und zudem auch Wasser speichert.D.h.,daß es immer feucht am Stamm ist und so zu Fäulnisherden neigt.So hast du auch bessere Möglichkeiten den Feuchtigkeitszustand des Substrats einzuschätzen.
Zum Gesundheitszustand:vor ein paar Jahren hatte ich die selbe Blattfarbe,hat der Pflanze aber nicht geschadet,die Äpfel waren alle prall und knallrot und im Folgejahr waren die Blätter wieder dunkelgrün.An Düngermangel mag ich nicht glauben,schon eher daß das Unterbrechen der Winterruhe der Pflanze Kraft gekostet hat.Braune Blattspitzen und Ränder kann ich nicht erkennen,ist ein gutes Zeichen.
Ich würde also nichts unternehmen,was die Pflanze zusätzlich schwächt,also bloß nichts mit den Wurzeln anstellen,normal weiter giessen und dezent düngen,solange sich der Zustand nicht nachteilig verändert besteht auch kein Handlungsbedarf.
Zur Form.Sollte sich dein Bäumchen bis zum nächsten Frühjahr gesund weiterentwickeln,würde ich zu einem drastischen Rückschnitt raten(Höhe mindestens halbieren,für den Wurzelschnitt gilt das gleiche)da sich eine mittlere Kahlzone gebildet hat,die sich auch nicht mehr schließt.Der obere Kronenbereich wächst sonst dominant weiter während die Verkahlung unten zunimmt.Ein drastischer Rückschnitt lenkt die Wuchskraft in die Stammnahen Bereiche mit genügend Neuaustrieb.Wie man günstig schneidet läßt sich aus der Bonsailiteratur nur spärlich herauslesen,da rate ich zu Büchern über Obstgehölzschnitt.Das läßt sich auch auf kleinere Bäume übertragen.
Ansonsten noch viel Spaß mit dem kleinen!
monoke13, ich bedanke mich für die prompte Beantwortung meiner Fragen. Bezüglich der "Bläße" bin ich dann für's erste 'mal beruhigt. Ich werde den Patient auf alle Fälle sorgsam im Auge behalten.
Was verstehst Du unter "schärferen" Wekzeugen? Wurzelbürste oder gar eine weiche Drahtbürste? Ich hatte schon daran gedacht den Stamm mit einem in Essig getränkten Tuch zu umwickeln, um den Kalk anzuweichen. Oder wäre von dieser Methode eher abzuraten?
Ein drastischer Rückschnitt im nächsten Frühjahr ist auf alle Fälle vorgesehen, ebenso denke ich über eine etwas größere, aber flachere Schale nach.
nargos
Was verstehst Du unter "schärferen" Wekzeugen? Wurzelbürste oder gar eine weiche Drahtbürste? Ich hatte schon daran gedacht den Stamm mit einem in Essig getränkten Tuch zu umwickeln, um den Kalk anzuweichen. Oder wäre von dieser Methode eher abzuraten?
Ein drastischer Rückschnitt im nächsten Frühjahr ist auf alle Fälle vorgesehen, ebenso denke ich über eine etwas größere, aber flachere Schale nach.
nargos
Moins!
Mit schärferem Werkzeug meinte ich tatsächlich härtere Bürsten oder ähnliches,was nicht den Stamm in Mitleidenschaft zieht,da muß man eben kreativ und vorsichtig vorgehen,je nachdem,was hilft.Essig ist Säure,und ob die etwas auch nur in der Nähe von Pflanzen zu suchen hat,versteht sich doch wohl von selbst.Wie ich schon schrieb,keine Experimente,vor allem nicht mit irgendwelchen Flüssigkeiten oder Vorgehensweisen die anders sind als das,was vorher gut für das Wachstum war.Wenn der Vorbesitzer die Pflanze einige Jahre hatte,dann hole dir doch dort Pflegeinfo´s,wird dir mit Sicherheit weiterhelfen.
Und was die Schale betrifft.Äpfel brauchen viel Wasser,vor allem wenn Blüten und Früchte dran hängen.Zudem ist das Wurzelwachstum mitunter sehr stark,da braucht der Ballen Raum zum Ausbreiten.Deshalb keine flachere Schale,etwas breiter darf sie aber schon sein.Bei sommerlichen Temperaturen macht sonst die Pflanze schlapp,noch bevor du deine Gießkanne gefüllt hast.Blatt und Fruchtverlust wäre die Folge.Da muß man halt auch mal Kompromisse eingehen.Gesundheit geht vor.Ansonsten sind zumindest meine Äpfel recht zäh,im Winter wie im Sommer.Ciao Thomas.
Mit schärferem Werkzeug meinte ich tatsächlich härtere Bürsten oder ähnliches,was nicht den Stamm in Mitleidenschaft zieht,da muß man eben kreativ und vorsichtig vorgehen,je nachdem,was hilft.Essig ist Säure,und ob die etwas auch nur in der Nähe von Pflanzen zu suchen hat,versteht sich doch wohl von selbst.Wie ich schon schrieb,keine Experimente,vor allem nicht mit irgendwelchen Flüssigkeiten oder Vorgehensweisen die anders sind als das,was vorher gut für das Wachstum war.Wenn der Vorbesitzer die Pflanze einige Jahre hatte,dann hole dir doch dort Pflegeinfo´s,wird dir mit Sicherheit weiterhelfen.
Und was die Schale betrifft.Äpfel brauchen viel Wasser,vor allem wenn Blüten und Früchte dran hängen.Zudem ist das Wurzelwachstum mitunter sehr stark,da braucht der Ballen Raum zum Ausbreiten.Deshalb keine flachere Schale,etwas breiter darf sie aber schon sein.Bei sommerlichen Temperaturen macht sonst die Pflanze schlapp,noch bevor du deine Gießkanne gefüllt hast.Blatt und Fruchtverlust wäre die Folge.Da muß man halt auch mal Kompromisse eingehen.Gesundheit geht vor.Ansonsten sind zumindest meine Äpfel recht zäh,im Winter wie im Sommer.Ciao Thomas.
Hallo,
den Bildern nach zu urteilen, handelt es sich tatsächlich um Eisenmangel.
Das Moos, den Kalk und allsowas kann man mit einer Messingbürste entfernen. Die gibts im Bonsai-Fachhandel. Z.B. sowas http://www.bonsaischule.de/shop/100_Bon ... kzeug.html
Ich würde ihn nächstes Frühjahr auch bis über die Hälfte einkürzen und eine bessere Erdmischung verwenden.
den Bildern nach zu urteilen, handelt es sich tatsächlich um Eisenmangel.
Das Moos, den Kalk und allsowas kann man mit einer Messingbürste entfernen. Die gibts im Bonsai-Fachhandel. Z.B. sowas http://www.bonsaischule.de/shop/100_Bon ... kzeug.html
Ich würde ihn nächstes Frühjahr auch bis über die Hälfte einkürzen und eine bessere Erdmischung verwenden.
Grüße
Holger
Holger
Ich habe 'mal mit Wasser und einer weichen Bürste an den Kalkstellen probiert, der Kalk scheint gar nicht so hartnäckig zu sein wie ich vermutete. Das Moos am Stamm habe ich auch entfernt. Ich werde das Bäumchen aber jetzt vorerst in Ruhe lassen, da die Gelbfärbung der Blätter die letzten 3 Tage weiter zugenommen hat. Den Baum habe ich jetzt in den Vollschatten gestellt und gieße 2 mal täglich, gedüngt hatte ich vor 8 Tagen.
Ich werde mir 'mal Urgesteinsmehl besorgen, da ist ja glaube ich Eisen mit drin.
Besten Dank für die Tips!
nargos
Ich werde mir 'mal Urgesteinsmehl besorgen, da ist ja glaube ich Eisen mit drin.
Besten Dank für die Tips!
nargos
