Albizzia-Sämlinge und Potential zum Bonsai

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Midgard
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Albizzia-Sämlinge und Potential zum Bonsai

Beitrag von Midgard »

Hallo Bonsaigemeinde,
da mir meine damalige gelbe Zylinderseidenakazie eingegangen ist hatte ich vor einem Monat ein für mich kleines "Projekt" gestartet: "Vom Samenkorn zum Bonsai" sozusagen. Von ca. 5-6 Sämlingen habe ich mir jetzt 3 herausgesucht, von denen ich denke, dass das was werden könnte.

Mir ist klar, dass man in diesem Stadium noch keineswegs von Bonsai sprechen kann, mir geht es lediglich um das Potential.
Geplant ist eigentlich eine Besenform, wodurch Nummer 3 auf den unteren Fotos schon ausscheiden würde, jedoch bin ich mir nicht ganz sicher, ob sich daraus nicht doch noch was stilmäßig anderes machen ließe.

Mein Favorit ist im Moment Nr.2, wobei Nr.1 zwar dünnere Blattstiele hat, dafür aber irgendwie kompakter wächst. Hat jemand vielleicht Tipps, was ich jetzt beachten muss, insbesondere um eventuell zukünftig ein ordentliches Nebari zu erhalten? Ich weiß, dass es noch sehr/zu früh für Gestaltungen ist, aber ich dachte an Tipps um auf langer Hinsicht (mehrere Jahre) den Grundstein für die spätere Gestalt möglichst klug zu legen, also was die optimale Stammhöhe etc. wäre.

Im Moment kultiviere ich alle Sämlinge im Terrarium unter einer Leuchtstoffröhre und im nächsten Frühjahr gehts dann auf den Balkon.

Besten Dank im Voraus für mögliche Tipps.
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Midgard
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Beitrag von Midgard »

Hallo,
es sind ja schon einige Monate vergangen und ich dachte mir, ich zeige einfach mal das erste Zwischenergebnis.
Es handelt sich dabei um ein und denselben Baum, jeweils von einer anderen Seite gezeigt.

Ich denke, daraus lässt sich noch was ordentliches machen, ist nur schwierig den Baum so kompakt zu halten. Geplant ist nach wie vor eine Besenform.
An mögliche Hinweise und Tipps bin ich natürlich interessiert.

Mfg
Sascha
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Midgard
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Beitrag von Midgard »

Hallo Leute,
ich dachte es ist mal wieder Zeit für ein "Update" und langsam aber sicher scheint es voran zu gehen...

Das "schwierige" ist, den Baum kompakt zu halten. Er treibt vorzugsweise oben stärker aus und da der Balkon auf dem er steht nicht besonders sonnig ist (eher viel Schatten und Wind) sind die Triebe meist recht lang. Schneide immer oben ab und nach und nach Bilden sich im unteren Bereich neue Triebe, die aber nur sehr sehr langsam wachsen.
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Barbara
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Beitrag von Barbara »

Hallo Sascha,

das sieht ja schon ganz niedlich aus.
Ich würde das Pflänzchen jedoch erstmal ungestört wachsen lassen, damit es einen dickeren Stamm bekommt.
Du hast das Problem des regelmäßigen Rückschnitts ja schon selbst erkannt, nämlich, dass der Neuaustrieb immer nur sehr langsam wächst.
Damit bremst Du das eh schon spärliche Dickenwachstum fast vollends aus.

Gruß, Barbara
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Midgard
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Beitrag von Midgard »

Hallo Barbara,
das "einfach so Wachsen lassen" ist bei dieser Art so eine Sache, spreche aus eigener Erfahrung, hatte ja, wie ich schrieb schonmal so einen Baum, den habe ich einfach wachsen lassen. Das Resultat war ein Baum, der wie ein langer "Lulatsch" aussah, ziemlich hoch und in den unteren 2/3 sehr kahl.

Klar lasse ich den erstmal wachen, also keine Bonsaischale, ich schneide immer die Wurzeln zurück, wenns ihm zu eng wird und dann gehts wieder zurück in den selben Topf mit neuer Erde. Ein größerer Topf wäre möglich, aber hinsichtlich der Überwinterung problematisch, da ich keinen Garten hab und er entweder am kühlen Fenster steht, oder aber ich kultiviere ihn im umfunktionierten Aquarium unter einer Leuchtstoffröhre durch. Da ist das Problem, dass ein größerer Topf den Baum zu nahe an die Beleuchtung bringt, bzw. bis zum Deckel gar kein Platz mehr ist.

Der Neuaustrieb wächst nur in den unteren 2/3 sehr langsam, im oberen Bereich geht die Post ab. :D
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Barbara
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Beitrag von Barbara »

Hallo Sascha

Ich fürchte nur, dass sich dann die Äste in ihrer Dicke nicht wesentlich vom Stamm unterscheiden werden.

Gruß, Barbara
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Midgard
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Beitrag von Midgard »

Hi Barbara,

mein Ziel ist ja die Kräfte in die unteren Bereiche des Baumes zu lenken. Da bleibt mir leider nichts anderes übrig als immer oben abzuschneiden.
Naja, wird schon werden, dicker wird der Stamm schon, zwar nicht so schnell als würde ich das Ganze wuchern lassen, dafür habe ich später aber auch keinen kahlen Literaten-Bonsai (vorraussichtlich).

Mfg
Sascha
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Midgard
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Beitrag von Midgard »

Hallo Forum,

dachte es ist wieder mal Zeit für ein "Update". Leider ist meiner Pflanze der Winter nicht so gut bekommen und es sind ein paar Äste abgestorben, sodass dies wieder einen Rückschritt bedeutet, aber seht selbst.

Im zweiten Bild habe ich mal meine "Korrekturvorschläge" eingezeichnet. Hat irgendwer noch ein paar andere Tipps? wie schon in meinen alten Postings geschrieben ist es warum auch immer schwierig diese Art kompakt zu halten, da im Winter immer wieder Äste (wohl aus Lichtmangel?) absterben.
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Midgard
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Beitrag von Midgard »

So, dann nun mal ein Update. Hat sich ja gut erholt :)
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flu
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Beitrag von flu »

Hallo Mitgard, sag mal, handelt es sich hier eigentlich um Albizzia julibrissin oder A. lophanta?
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Midgard
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Beitrag von Midgard »

Hi flu, das ist die mit der gelben Blüte, also dann lophata glaube ich.
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flu
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Beitrag von flu »

Ja, das ist A. lophanta.

Hier waere ich aber auch vorgegangen wie Barbara beschreibt. A. lophanta ist wohl eine der am schnellsten wachsenden Baumarten der Welt. Innerhalb eines Jahres haettest du bei freiem Wuchs schon eine ganz annehmbare Stammdicke erreicht. Dann Rueckschnitt und Kronenaufbau.
Bei der jetzigen Vorgehensweise wird das Dickenwachstum immer nur sehr maessig bleiben.
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Honey
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Beitrag von Honey »

Wirft deine Albizia im Winter (am kühlen Fenster) die Blätter ab?
Hast du die Wurzeln nur mäßig oder stark zurückgeschnitten?
Möchte nur wissen, ab wann ich mir bei meinen Sämlingen Sorgen machen muss *z*
Du musst den Asphalt deiner Annehmlichkeiten verlassen
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
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Midgard
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Beitrag von Midgard »

Hi Honey,

also abwerfen tut sie die Blätter eigentlich nicht im Winter. Sie muss im Kalthaus-Stil überwintert werden und wächst dann langsamer weiter. Früher wars problematisch, weil ich sie nur im Bereich von ca. 18° C "überwintern" konnte, was sie irgendwie auch übel genommen hat, wie man den Bildern aus dem Frühjahr entnehmen kann. Irgendwie sind da ein ganze Äste vertrocknet, kann mich aber auch nicht mehr erinnern, was noch dazu geführt haben konnte. Nun habe ich ein altes Aquarium mit Styroporplatten ausgekleidet und werde zudem ne Luftpolsterfolie drüberstülpen - mal sehen, wie das klappt, wenn nicht kommt sie halt an ein kühleres Fenster.

Die Wurzeln schneide ich immer gut um die Hälfte zurück (im Zweifelsfall eher weniger). Dabei achte ich aber darauf, nur nen Wurzelschnitt vorzunehmen und nicht zusätzlich die Krone zu schneiden. Meine vorherige Akazie, die zudem noch leicht geschwächt war ist darauf hin eingegangen.
Aber ehe du an einen Wurzelschnitt denkst, würde ich die Sämlinge ein paar mal in größere Töpfe pflanzen und nur die Krone schneiden.

Was das "Erstmal-Wachsen-Lassen" angeht, so habe ich zumindest bei der Akazie die Erfahrung gemacht, dass man wie ich schonmal anfangs geschrieben hatte, eher einen langen Baum mit kaum verzweigter Krone bekommt. Zudem scheint Albizzia nur mäßig aus Altholz wieder auszutreiben (sind zumindest meine Beobachtungen). Den Vorteil des "möglichst balden Schnitts" sehe ich darin, dass man früh eine verzweigte Krone bekommt, die sich eher noch oben hin verjüngt, als einen dicken Stamm, wo dann fitzelige kleine Ästchen rausragen. Aber jeder hat halt seine eigenen Techniken und ich nehme so ein verlangsamtes Dickenwachstum eher in Kauf, erhalte dafür aber einen wohl proportionierten Baum.

Viel Glück mit deinen Sämlingen!
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flu
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Beitrag von flu »

Midgard hat geschrieben: Aber jeder hat halt seine eigenen Techniken und ich nehme so ein verlangsamtes Dickenwachstum eher in Kauf, erhalte dafür aber einen wohl proportionierten Baum.
Sorry aber das ist schlichtweg quatsch. Das Gegenteil ist Fall.
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