Floßform mit 2 Schalen möglich?

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dreamtem
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Floßform mit 2 Schalen möglich?

Beitrag von dreamtem »

Hi,
ist es möglich eine Floßform mit 2 Schalen zu gestalten?

Wenn es möglich ist möchte ich im Frühjahr eine solche Gestaltung in Angriff nehmen.

Ich habe mir daß so wie auf den Bildern vorgestellt.
Als erstes möchte ich den Stamm eine Bogenform geben. Anschließend oder gleichzeitig (je nachdem was besser ist) möchte ich die Spitze abmosen.
Wenn das so klappen würde könnte ich die Gestaltung in 2 Schalen pflanzen.

Was haltet ihr davon? Glaubt ihr daß das möglich ist?



Gruß Dreamtem

PS: Ich weiß daß sowas, so nicht in der Natur vorkommen wird.
Man könnte sich aber vorstellen daß ein vom Wind gebogener Baum umgerissen wird und über einem Graben liegen bleibt. Anschließend bilden sich die oberen Äste zu Bäumen aus und er wurzelt auch an der zweiten Seite an.
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Marc Berenbrinker
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Beitrag von Marc Berenbrinker »

....und später fährt ein Schiff durch?
Nichts für ungut, aber mit der Flossform hat so eine Art der Gestaltung wirklich nichts zu tun.
Ich würde das lassen! *nee*
Gruss,
Marc
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flu
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Beitrag von flu »

Eine sehr kreative und spannende Idee, wie ich finde. Das Problem dabei, die Wurzeln an der Abmoosungsstelle werden sich am 'falschen' Ende bilden, nämlich an dem, welches du eigentlich abschneiden willst.

Vorstellbar wäre es trotzdem in Form von Absenkern und bei sehr regernerativen Hölzern, wie z.B. Salix. Mit Crataegus wird es vermutlich eher schwieriger.

Ich finde die Idee so geil, dass ich mir sowas mal mit Ficus vornehmen werde. :D
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Alien66
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Beitrag von Alien66 »

flu hat geschrieben:...Ich finde die Idee so geil...
Das trifft's genau, Ulf!

Vor allen Dingen denke ich, daß, selbst wenn ich all mein bisher Gesehenes Revue passieren lasse, hier Pionierarbeit geleistet werden würde. Soetwas habe ich noch nicht einmal im Penjing-Bereich gesehen.

Bin auf Deine Kreation gespannt!
Viele Grüße, Chris.
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flu
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Beitrag von flu »

Hoch interessant ist dabei die rein botanische Frage, kann es innerhalb der Sprossachse zu einer Saftflussumkehrung im Xylem kommen? Diese wäre ja von Nöten, sollen die neuen Wurzeln tatsächlich ihre Funktion erfüllen, auch wenn der Überstand abgetrennt wird.

An einem Versuch mit Chrorophytum möchte ich euch zeigen was passiert ist. Der Versuchsaufbau sah wie im Bild dargestellt aus.
Es wurde ein Stolon der Mutterpflanze abgetrennt (rote Linie), an dem sich zwei Ableger befanden. Einer der Ableger wurde in Wasser gestellt (A), der andere nicht (B). An der Sprossachse des im Wasser stehenden Clons musste nun eine Umkehr des Xylemtransportes einsetzen, damit Clon B nicht vertrocknet.
Und was soll ich sagen? Genau das ist offensichtlich auch passiert.
Trotz anfänglicher Durstphase an Clon B, zu erkennen an den lateral zusammengerollten Blättern, erholte er sich nach kurzer Zeit zusehends, wurde also tatsächlich über Clon A mit Wasser versorgt.

Es ist also möglich!
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visten
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Beitrag von visten »

Hi,

Zur Saftflussumkehrung, das wäre das gleiche wenn man einen Ast abschneidet und ihn umgekehrt in die Erde stecken würde....!
Hätte ja sicher auch gefunzt.
Hmh, versuchst du jetzt mit der Grünlinie dieses 2 Schalen-Floss?
Wenn ja, dann wirst ein problem bekommen, den die Ausläufer verdicken sich nicht wirklich und neigen nach meinen "Sichterfahrungen" eher zum Absterben. So ein "Erdbeerverhalten";)
die Bonsai die
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flu
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Beitrag von flu »

Fisten, ein bisschen mehr Abstraktionsvermögen, bitte.
Es geht darum, ob eine Xylemflussumkehr bei Angiospermen prinzipiell möglich ist. Nicht mehr und nicht weniger hat dieser Versuch gezeigt.
Warum Grünlilie?
Weil deren Ableger schon weit entwickelte Wurzelprimordien mitbringen und eine Wasseraufnahme damit praktisch sofort möglich ist. Wenn du einfach einen Ast verkehr herum in die Erde stecken wolltest wird höchstwahrscheinlich gar nichts funzen. Der Ast wäre ausgetrocknet bevor er überhaupt "Wurzel" denken konnte.
Zuletzt geändert von flu am 25.09.2007, 17:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Tropenfreak
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Beitrag von Tropenfreak »

flu hat geschrieben:Weil deren Ableger schon weit entwickelte Wurzelprimordien mitbringen.....,.
Frage an den Botanik Experten: Wie genau ist die deutsche Definition eines Wurzelprimordiums? Ich hab dazu nix gefunden. Ich weiß zwar was du damit bei Chrorophytum meinst, mich würde aber dennoch die genaue Definition interessieren, da ich der Meinung bin ähnliches oberhalb des Astringes eines Zugastes meines Apfels ausgemacht zu haben. Da er nächstes Jahr weg soll (der Ast )will ich ihn anschließend bewurzeln. Wenn du mir jetzt sagst das es das beim Apfel gar nicht gibt dann spare ich mir den Versuch und moose stattdessen gleich einen stärkeren Ast ab. interessant wäre der Bewurzelungsversuch insofern, da die vermeindlichen Wurzelprimordien an meinem Apfel schön gleichmäßig entlang des Astringes verteilt sind und alle etwa auf gleicher Höhe liegen. Das wäre eine 1A Ausgangssituation für ein schönes Nebari.
Der Spirituelle Intellekt des Agrarökonomen steht in reziproker Relation zur Quantität seiner subterranen Knollengewächse ;-)

Mfg Roland
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flu
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Beitrag von flu »

Ein Primordium ist ein frühes Entwicklungsstadium eines Organs (also Wurzel, Sprossachse oder Blatt).
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Zim
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Beitrag von Zim »

also um mal zum eigentlichen thema zurück zukommen:
Ich finde die iddee nur gut, wenn das ganze in eine Landschaft eingegliedert würde, also zum beispiel an einer Felsspalte etc. mit z.b. Jins nach unten in richtung der Felsspalte (so zu sagen beim Sturm Abgbrochene Äste) Wenn man es nur einfach mit zwei schalen macht wirkt mir das ganze zu abstrakt....
Mfg
Simon
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dreamtem
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Beitrag von dreamtem »

flu hat geschrieben:Eine sehr kreative und spannende Idee, wie ich finde. Das Problem dabei, die Wurzeln an der Abmoosungsstelle werden sich am 'falschen' Ende bilden, nämlich an dem, welches du eigentlich abschneiden willst.

Das sind auch meine Bedenken, daher wollte ich vorher Fragen ob es überhaupt möglich ist.

Vorstellbar wäre es trotzdem in Form von Absenkern und bei sehr regernerativen Hölzern, wie z.B. Salix. Mit Crataegus wird es vermutlich eher schwieriger.

Meine Pflanzenwahl ist also nicht die Beste, habe ich damit überhaupt Erfolgschancen?

Das mit dem Absenker hört sich gut an. Ich denke eine Xylemflussumkehr währe langsam möglich. So daß man die "übrige" Krone im Verhältniss zu dem Wachstum der neuen Bäume einkürzt. Außerdem müßte man warscheinlich die alten Wurzeln warscheinlich kürzen. Somit müßte sich die Versorgung allmählich umstellen.


Ich finde die Idee so geil, dass ich mir sowas mal mit Ficus vornehmen werde. :D

Freut mich daß Dir die Idee gefällt. Auf deinen Ficus bin ich übrigens sehr gespannt (bei Dir funktioniert das sicher schneller und besser als bei mir)

@Marc: Ich dachte mir schon daß das nicht jedermann´s Sache ist.

@Simon: Du hast recht, in einer Landschaft würde es glaubhafter wirken, mir gefallen aber gerade ausgefallene Gestaltungen.
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flu
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Beitrag von flu »

Eine weitere und vielleicht einfachere Idee wäre es, die Stämme zweier Pflanzen entgegengesetzt zusammen zu bringen und zu fixieren, so dass diese mit der Zeit verwachsen.
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Dragon187
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Beitrag von Dragon187 »

Hi!
Also die Idee finde ich witzig!
Aber ich glaube nicht, bzw kann mir nicht vorstellen, dass es funktionieren wird.
Der Baum wird sich für ''eine Seite '' entscheiden mutmaße ich jetzt mal... ich denke nicht, dass er auf beiden seiten der ''Brücke'' Wurzeln bildet.
Aber ich lasse mich gern eines anderen belehren :)
Gruss Manes!
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Erik M.
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Beitrag von Erik M. »

Ich finde die Idee auch witzig, realisierbarer ist aber wahrscheinlich der Vorschlag von Flu "einfach" zwei Pflanzen miteinander zu verbinden.

:D Erik
Viele Grüße aus Würzburg,

Erik
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dreamtem
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Beitrag von dreamtem »

An der Stelle an der sich die Pflanzen verbinden, würde sich aber warscheinlich ein hässliche Verwachsung ausbilden.
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