Was mache ich mit meinen Bäumchen ?
Was mache ich mit meinen Bäumchen ?
Die Frage was ich wann an meinem Bäumchen machen soll,
ist wohl ein wichtiger Punkt beim Umgang mit Unseren
kleinen Lieblingen.
Unabhängig davon was es für ein Bäumchen ist,
gilt es festzustellen wie kräftig mein Bäumchen ist,
wieviel Wuchskraft sich angesammelt hat.
Der erste und wichtigste Punkt bei dieser Beurteilung
ist die Verwurzelung. Bei Eurern Schulbäumen könnt
Ihr zärtlich den Stamm bewegen
und dabei feststellen in wie weit der TPK durchwurzelt ist.
Sollte sich der Stamm bewegen, hat sich noch kein
kompakter Wurzelballen gebildet und der Baum hat Schonfrist.
Bei mir sind Ulme und Lärche soweit, das sich ein kompakter
Ballen gebildet hat und nächstes Frühjahr weiter gemacht werden kann.
Ein weiterer Punkt bei der Beurteilung der Kraft ist die Stärke
des Austriebs. Bäumchen die noch nicht kräftig getrieben haben
stecken meist noch den Grossteil Ihrer Energie in die
Ausbildung der Wurzeln.
Wenn Eure Laubbäumchen gut und kräftig eingewurzelt sind,
und kräftig Triebe geschoben haben, könnt Ihr Euch damit befassen
Opfertriebe/Leittriebe einzukürzen.
Das Schneiden zum jetzigen Zeitpunkt hat den Vorteil, das die
Wundheilung schon anfängt und eventuelle Pilzinfektionen
im Laufe des Spätherbstes/Winters nicht so schnell vorkommen.
Wenn Ihr nicht wisst in welche Richtung Euer Bäumchen
entwickelt werden soll, ist das überhaupt kein Problem.
Mit jedem Jahr, in dem Ihr Eure Bäumchen pflegt und kultiviert
entwickelt Ihr hochwertigeres Rohmaterial.
Ihr braucht Euch nur ein paar wichtige Punkte zu merken.
1. Verjüngung - jeder Stamm, jeder Ast, jeder Zweig sollte am
Ansatz dicker und zum Ende hin dünner werden.
2. unerwünschte Äste - Äste und Zweige die nach innen wachsen
sollten entfernt werden. (Stellt Euch das Rad eines Pfau´s vor)
Äste und Zweige die senkrecht nach unten wachsen sollten
entfernt werden.
Wenn Ihr Euren Baum in traditioneller oder neuerer Besenform
entwickeln wollt, können/sollten die obersten Äste
nach oben (nicht ganz senkrecht) weisen.
3. Verdickungen - sollten an einer Stelle zu viele Äste/Zweige ansetzen
solltet Ihr maximal 2 Äste/Zweige stehen lassen. Stammverdickungen
lassen sich nur schwer korrigieren.
4. allgemeiner Rückschnitt - dies betrifft die Korrekturen im
Spätherbst/Frühling und die kleinen Schnittmaßnahmen
im Laufe des Jahres. mehr als 2-3 Blätter/Knospen sollten
nicht stehen bleiben. Umso weniger Zuwachs (bei guter Gesundheit)
Ihr im Jahr zulasst, umso feiner wird das Erscheinungsbild des
späteren Baumes sein.
5. Ohne klares Ziel hat ein Bäumchen keine Vorderseite,
das bedeutet, das Ihr Euer Bäumchen von allen Seiten betrachten
solltet und auch so schneidet, das jede Ansicht vorne sein könnte.
Also bitte immer drehen und nicht von einer Seite schneiden
und dann erst drehen.
Ein kleiner Schnitt - drehen - ein kleiner Schnitt - drehen - ......
Wenn Ihr Euch grob an obigem orientiert, wird sich das Bäumchen
auch ohne grössere Gestaltungsarbeiten gut entwickeln
und im Laufe der Zeit werdet Ihr erstaunt sein, was sich
durch einfache Schnitt- und Pflegemassnahmen erreichen lässt.
Solltet Ihr Probleme bei der Auswahl von zu schneidenden
Ästen Zweigen haben, macht einfach Fotos und setzt Sie hier rein.
Ein schönes Wochenende
Dieter
ist wohl ein wichtiger Punkt beim Umgang mit Unseren
kleinen Lieblingen.
Unabhängig davon was es für ein Bäumchen ist,
gilt es festzustellen wie kräftig mein Bäumchen ist,
wieviel Wuchskraft sich angesammelt hat.
Der erste und wichtigste Punkt bei dieser Beurteilung
ist die Verwurzelung. Bei Eurern Schulbäumen könnt
Ihr zärtlich den Stamm bewegen
und dabei feststellen in wie weit der TPK durchwurzelt ist.
Sollte sich der Stamm bewegen, hat sich noch kein
kompakter Wurzelballen gebildet und der Baum hat Schonfrist.
Bei mir sind Ulme und Lärche soweit, das sich ein kompakter
Ballen gebildet hat und nächstes Frühjahr weiter gemacht werden kann.
Ein weiterer Punkt bei der Beurteilung der Kraft ist die Stärke
des Austriebs. Bäumchen die noch nicht kräftig getrieben haben
stecken meist noch den Grossteil Ihrer Energie in die
Ausbildung der Wurzeln.
Wenn Eure Laubbäumchen gut und kräftig eingewurzelt sind,
und kräftig Triebe geschoben haben, könnt Ihr Euch damit befassen
Opfertriebe/Leittriebe einzukürzen.
Das Schneiden zum jetzigen Zeitpunkt hat den Vorteil, das die
Wundheilung schon anfängt und eventuelle Pilzinfektionen
im Laufe des Spätherbstes/Winters nicht so schnell vorkommen.
Wenn Ihr nicht wisst in welche Richtung Euer Bäumchen
entwickelt werden soll, ist das überhaupt kein Problem.
Mit jedem Jahr, in dem Ihr Eure Bäumchen pflegt und kultiviert
entwickelt Ihr hochwertigeres Rohmaterial.
Ihr braucht Euch nur ein paar wichtige Punkte zu merken.
1. Verjüngung - jeder Stamm, jeder Ast, jeder Zweig sollte am
Ansatz dicker und zum Ende hin dünner werden.
2. unerwünschte Äste - Äste und Zweige die nach innen wachsen
sollten entfernt werden. (Stellt Euch das Rad eines Pfau´s vor)
Äste und Zweige die senkrecht nach unten wachsen sollten
entfernt werden.
Wenn Ihr Euren Baum in traditioneller oder neuerer Besenform
entwickeln wollt, können/sollten die obersten Äste
nach oben (nicht ganz senkrecht) weisen.
3. Verdickungen - sollten an einer Stelle zu viele Äste/Zweige ansetzen
solltet Ihr maximal 2 Äste/Zweige stehen lassen. Stammverdickungen
lassen sich nur schwer korrigieren.
4. allgemeiner Rückschnitt - dies betrifft die Korrekturen im
Spätherbst/Frühling und die kleinen Schnittmaßnahmen
im Laufe des Jahres. mehr als 2-3 Blätter/Knospen sollten
nicht stehen bleiben. Umso weniger Zuwachs (bei guter Gesundheit)
Ihr im Jahr zulasst, umso feiner wird das Erscheinungsbild des
späteren Baumes sein.
5. Ohne klares Ziel hat ein Bäumchen keine Vorderseite,
das bedeutet, das Ihr Euer Bäumchen von allen Seiten betrachten
solltet und auch so schneidet, das jede Ansicht vorne sein könnte.
Also bitte immer drehen und nicht von einer Seite schneiden
und dann erst drehen.
Ein kleiner Schnitt - drehen - ein kleiner Schnitt - drehen - ......
Wenn Ihr Euch grob an obigem orientiert, wird sich das Bäumchen
auch ohne grössere Gestaltungsarbeiten gut entwickeln
und im Laufe der Zeit werdet Ihr erstaunt sein, was sich
durch einfache Schnitt- und Pflegemassnahmen erreichen lässt.
Solltet Ihr Probleme bei der Auswahl von zu schneidenden
Ästen Zweigen haben, macht einfach Fotos und setzt Sie hier rein.
Ein schönes Wochenende
Dieter
Hallo,
ich wusste nicht unter welchem Thema ich meine Frage stellen soll und habe mich nun für dieses entschieden.
Was mache ich mit meinen Bäumchen im Winter??
Habe jetzt mehrere Informationen erlesen und eingeholt.
Einmal soll man die Bäumchen im Garten geschützt stellen und nichts weiter tun und das andere Mal soll man die Bäumchen ab -5°C in die Garage stellen.
Über bzw. nach dem Winter möchte ich keine Eisleichen beklagen müssen.
Es ist zwar noch nicht mal Herbst, aber ich bin auf dieses Thema nach einem Bäumchenkauf in unserem Bonsai-Centrum gestoßen.
(Habe mir eine schöne 35cm große Hainbuche gekauft, die schon anzeichen von Herbst zeigt) :D
Auf dem beigelegten "Zertifikat" stand das mit den -5°C und der Garage...
Darauf gibt es doch bestimmt eine Antwort bzw. Erklärung.
ich wusste nicht unter welchem Thema ich meine Frage stellen soll und habe mich nun für dieses entschieden.
Was mache ich mit meinen Bäumchen im Winter??
Habe jetzt mehrere Informationen erlesen und eingeholt.
Einmal soll man die Bäumchen im Garten geschützt stellen und nichts weiter tun und das andere Mal soll man die Bäumchen ab -5°C in die Garage stellen.
Über bzw. nach dem Winter möchte ich keine Eisleichen beklagen müssen.
Es ist zwar noch nicht mal Herbst, aber ich bin auf dieses Thema nach einem Bäumchenkauf in unserem Bonsai-Centrum gestoßen.
(Habe mir eine schöne 35cm große Hainbuche gekauft, die schon anzeichen von Herbst zeigt) :D
Auf dem beigelegten "Zertifikat" stand das mit den -5°C und der Garage...
Darauf gibt es doch bestimmt eine Antwort bzw. Erklärung.
Mfg Sven
Hallo Dieter,
ich hab es mal gemacht. Foto vorher natürlich vergessen, aber sah eh sehr wüst aus.
Ist die Länge des Stammes o.k. ? Oder soll ich weiter kürzen.
Gruß Reinald
ich hab es mal gemacht. Foto vorher natürlich vergessen, aber sah eh sehr wüst aus.
Ist die Länge des Stammes o.k. ? Oder soll ich weiter kürzen.
Gruß Reinald
- Dateianhänge
-
- nach-schnitt-PICT4658.jpg (55.49 KiB) 3415 mal betrachtet
Der Weg ist der Weg
(Frei nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel", aber bei mir ist das Ziel noch in weiter Ferne )
(Frei nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel", aber bei mir ist das Ziel noch in weiter Ferne )
Hallo,Yannick hat geschrieben:Nein, kein bisschen.
Sollen wir die Opfertriebe auf jeden Fall kürzen? Oder habe ich richtig verstanden, dass man sie nur kürzen soll, wenn schon richtig Triebe geschoben wurden und man eine Gestaltung in Erwägung zieht?
Yannick
ein Opfertrieb ist ein Trieb, den man später gar nicht behalten möchte. Er soll nur mit seinem Wachstum zur Stammverdickung beitragen. Man opfert ihn, wenn der Stamm dick genug geworden ist, oder wenn er selbst zu dick wird, und die Schnittwunde deshalb bei weiterer Dickenzunahme zu gross würde.
Jetzt kommt der Winter. Da wächst sowieso nichts mehr, also kannst Du das Schneiden auch auf später verschieben. Beim Leittrieb gilt das selbe. Wenn Du jetzt noch grosse Wunden machst, dann ist die Gefahr von Pilzeinfektionen viel höher, als wenn Du es im Frühjahr machst. Zopfs Mail war vom August! Da hättest Du noch schneiden können.
Grüße aus Hattersheim,
Helge
Helge
Danke für die Hilfe, ich weiß aber, was ein Opfertrieb isthelge4u hat geschrieben:Hallo,Yannick hat geschrieben:Nein, kein bisschen.
Sollen wir die Opfertriebe auf jeden Fall kürzen? Oder habe ich richtig verstanden, dass man sie nur kürzen soll, wenn schon richtig Triebe geschoben wurden und man eine Gestaltung in Erwägung zieht?
Yannick
ein Opfertrieb ist ein Trieb, den man später gar nicht behalten möchte. Er soll nur mit seinem Wachstum zur Stammverdickung beitragen. Man opfert ihn, wenn der Stamm dick genug geworden ist, oder wenn er selbst zu dick wird, und die Schnittwunde deshalb bei weiterer Dickenzunahme zu gross würde.
Jetzt kommt der Winter. Da wächst sowieso nichts mehr, also kannst Du das Schneiden auch auf später verschieben. Beim Leittrieb gilt das selbe. Wenn Du jetzt noch grosse Wunden machst, dann ist die Gefahr von Pilzeinfektionen viel höher, als wenn Du es im Frühjahr machst. Zopfs Mail war vom August! Da hättest Du noch schneiden können.
Yannick
Hallo Yannick
Grob gesagt giebt es 2 Wege weiter zu machen.
Diejenigen die schon Ihre Vorstellung vom zukünftigen Baum haben,
können im Frühjahr Ihren Baum schon kräftiger beschneiden
und wissen welche Opfertriebe noch beötigt werden.
Bei denjenigen die noch unschlüssig sind halte ich eine
Entscheidung Baum für Baum richtig.
Im Blatt/Nadellosen Zustand sollten auf jeden Fall Fotos
gemacht werden. So können wir ab Ende des Jahres
und das nächste Jahr über anhand der Foto eine grobe
Richtung und dementsprechend das weitere Vorgehen planen.
Im Frühjahr mache ich Bilder von Bäumchen die zeigen sollen
welche Äste und Zweige fast immer geschnitten werden.
Die Schule dauert doch noch 2 1/2 Jahre und da ist noch
viel Zeit.
Ein schönes Wochenende
Dieter
Grob gesagt giebt es 2 Wege weiter zu machen.
Diejenigen die schon Ihre Vorstellung vom zukünftigen Baum haben,
können im Frühjahr Ihren Baum schon kräftiger beschneiden
und wissen welche Opfertriebe noch beötigt werden.
Bei denjenigen die noch unschlüssig sind halte ich eine
Entscheidung Baum für Baum richtig.
Im Blatt/Nadellosen Zustand sollten auf jeden Fall Fotos
gemacht werden. So können wir ab Ende des Jahres
und das nächste Jahr über anhand der Foto eine grobe
Richtung und dementsprechend das weitere Vorgehen planen.
Im Frühjahr mache ich Bilder von Bäumchen die zeigen sollen
welche Äste und Zweige fast immer geschnitten werden.
Die Schule dauert doch noch 2 1/2 Jahre und da ist noch
viel Zeit.
Ein schönes Wochenende
Dieter
